Welches Getriebe hat mein Auto? So findest du es heraus

Chien Nguyen Van 07/01/2026

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    Den Getriebetyp deines Autos findest du über den Getriebecode – entweder direkt am Getriebegehäuse, im Serviceheft oder auf dem Fahrzeugdatenträger im Kofferraum[1]. Bei VW, Audi, Skoda und Seat stehen die Getriebekennbuchstaben meist auf dem Ausstattungsaufkleber im Serviceheft[2]. Alternativ kann jede Vertragswerkstatt anhand der Fahrgestellnummer (VIN) das verbaute Getriebe ermitteln[3].

    Was ist der Getriebecode und warum brauchst du ihn?

    Der Getriebecode – auch Getriebenummer oder Getriebekennbuchstaben genannt – ist eine eindeutige Kennzeichnung deines Getriebes[1]. Dieser Code verrät die exakte Bauart, Gangzahl und Ausführung. Klingt technisch? Ist es auch. Aber ohne diesen Code bekommst du bei einer Reparatur oder einem Ölwechsel möglicherweise die falschen Teile.

    Ein einheitliches Schema gibt es nicht[4]. Bei Volkswagen beginnt der Code mit Buchstaben (z.B. „MQ250″ für ein manuelles 5-Gang-Getriebe), bei anderen Herstellern enthält er Hinweise auf Produktionsort oder Herstellungsjahr. Fast immer ist das Baujahr und der Produktionstag enthalten.

    Wo finde ich den Getriebecode?

    Direkt am Getriebe

    Der Code ist meist auf dem Getriebegehäuse eingeschlagen oder eingraviert[4]. Das Problem: Oft lässt er sich nur von unten ablesen – eine Hebebühne hilft. Je nach Hersteller sitzt der Code an der Unterseite, an der Seite des Gehäuses oder an der Kupplungsglocke.

    Im Serviceheft und Kofferraum

    Bei VW, Audi, Skoda und Seat findest du den Getriebekennbuchstaben auf dem Ausstattungsaufkleber im Serviceheft[2]. Audi platziert den Fahrzeugdatenträger zusätzlich in der Reserveradmulde oder auf dem Gepäckraumboden[5]. Dieser Aufkleber enthält Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Motor- und Getriebekennbuchstaben auf einen Blick.

    Über die Fahrgestellnummer (VIN)

    Kein Code sichtbar? Die VIN hilft weiter. Du findest sie am Armaturenbrett (Fahrerseite, durch die Windschutzscheibe sichtbar), im Türrahmen oder im Motorraum[1]. Mit dieser Nummer kann jede Vertragswerkstatt oder der Hersteller das verbaute Getriebe identifizieren. Einige Hersteller bieten auch Online-Datenbanken, in denen du technische Daten selbst abrufen kannst.

    Getriebecodes nach Hersteller

    HerstellerBeispiel-CodeBedeutung
    VW/Audi/Skoda/SeatDQ2506-Gang DSG Automatik[1]
    VW/Audi/Skoda/SeatMQ2505-Gang Schaltgetriebe[1]
    VW/Audi/Skoda/SeatDQ2007-Gang Doppelkupplungsgetriebe[1]
    BMWS5D 310Z5-Gang Schaltgetriebe[6]
    BMWGS7D36SG7-Gang Doppelkupplung (PDK)[7]
    Ford6F356-Gang Automatik (Frontantrieb)[1]
    FordMTX755-Gang Schaltgetriebe[1]
    OpelF175-Gang Schaltgetriebe[1]
    Peugeot/CitroënEAT66-Gang Automatik[1]
    RenaultEDCDoppelkupplungsgetriebe[1]

    Bei VW und Audi steht „DSG” für Direktschaltgetriebe – ein Automatikgetriebe mit zwei Kupplungen, das besonders schnell schaltet[1]. Das „M” in Codes wie „MQ200″ weist auf ein manuelles Getriebe hin.

    Welche Getriebearten gibt es?

    Moderne Autos nutzen fünf grundlegende Getriebearten. Jede hat ihre Stärken und Schwächen – und die Wahl hängt stark vom Einsatzzweck ab.

    Handschaltgetriebe

    Das klassische Schaltgetriebe besteht aus zwei Getriebewellen mit mehreren Zahnradpaaren[8]. Du schaltest manuell und betätigst die Kupplung mit dem Fuß. Der Vorteil: Hoher Wirkungsgrad, gute Fahrleistungen und günstige Herstellungskosten. Der Nachteil: Im Stau wird das Kuppeln auf Dauer anstrengend.

    Automatisiertes Schaltgetriebe (ASG)

    Technisch ein Schaltgetriebe, aber Kupplung und Gangwechsel laufen automatisch ab[8]. Klingt praktisch, hat aber einen Haken: Die Zugkraftunterbrechungen beim Schalten sind spürbar und nerven – besonders bei schwachen Motoren. Mittlerweile fast vom Markt verschwunden.

    CVT-Getriebe (stufenlos)

    Das CVT ändert die Übersetzung ohne klassischen Schaltvorgang – ähnlich wie bei einem Motorroller[8]. Ruckfreie Beschleunigung ohne Schaltrucke. Der Haken? Bei starkem Gas heult der Motor oft unangenehm auf, weil die Drehzahl vom Tempo entkoppelt ist. Toyota und Honda nutzen CVT häufig in ihren Hybriden.

    Wandler-Automatik

    Die klassische Automatik mit Drehmomentwandler statt Kupplung[8]. Moderne Versionen haben sechs bis neun Gänge und schalten butterweich. Der Verbrauch liegt minimal über dem Schaltgetriebe. Für Anhängerbetrieb und Bergfahrten die beste Wahl, weil das Anfahren verschleißfrei funktioniert[8].

    Doppelkupplungsgetriebe (DSG/PDK)

    Zwei Schaltgetriebe in einem Gehäuse – eins für die geraden, eins für die ungeraden Gänge[8]. Beim Gangwechsel schließt eine Kupplung, während die andere öffnet. Ergebnis: Blitzschnelle Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung. Sportwagen nutzen diese Technik nicht ohne Grund. VW nennt es DSG, Porsche PDK, BMW DCT. Der Nachteil: Manche Modelle ruckeln beim Anfahren im Kriechgang.

    Automatik oder Schaltgetriebe – was ist besser?

    Die kurze Antwort: Kommt drauf an. Die alte Weisheit „Automatik frisst mehr Sprit” stimmt heute kaum noch[8]. Moderne Doppelkupplungs- und Wandlergetriebe sind sogar oft sparsamer als Handschaltungen.

    KriteriumSchaltgetriebeAutomatik
    AnschaffungspreisGünstiger1.000-2.500 € Aufpreis
    VerbrauchNiedrigVergleichbar (oft identisch)
    Komfort im StauAnstrengendEntspannt
    SportlichkeitDirektes FahrgefühlDSG/PDK sehr schnell
    AnhängerbetriebVerschleiß an KupplungVerschleißfrei (Wandler)

    Wer täglich im Stadtverkehr steht, wird eine Automatik lieben[8]. Wer das direkte Fahrgefühl bevorzugt und selten im Stau steckt, fährt mit Handschaltung günstiger. Für häufigen Anhängerbetrieb oder Bergfahrten empfiehlt der ADAC eine Wandler-Automatik[8].

    Und hier ein Trend: In der Mittelklasse verschwindet das Schaltgetriebe. Der BMW 3er ist gar nicht mehr mit Handschaltung erhältlich[8]. VW plant, Tiguan und Passat ausschließlich mit DSG zu verkaufen[9].

    Welches Rad wird angetrieben?

    Die Antriebsart – Vorderrad, Hinterrad oder Allrad – steht in den Fahrzeugpapieren unter der Schlüsselnummer. Aber auch ohne Papiere erkennst du es:

    • Frontantrieb: Motor liegt quer eingebaut, keine Kardanwelle unter dem Auto. Typisch für VW Golf, Audi A3, Ford Focus.
    • Hinterradantrieb: Kardanwelle führt vom Motor zum Hinterachsdifferential. Typisch für BMW, Mercedes, Porsche.
    • Allradantrieb: Verteilergetriebe zwischen Vorder- und Hinterachse. Typisch für SUVs und Quattro/4Motion/xDrive-Modelle.

    Wie nennt man ein Auto mit Sonnenantrieb?

    Ein Auto, das von Sonnenenergie angetrieben wird, heißt Solarauto oder solarbetriebenes Elektroauto[10]. Diese Fahrzeuge nutzen Photovoltaikzellen – meist auf dem Dach montiert – um Sonnenlicht in elektrische Energie umzuwandeln[11].

    Der erzeugte Strom treibt entweder direkt den Elektromotor an oder wird in der Batterie gespeichert[10]. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, lässt sich das Solarauto an normalen Ladestationen aufladen. Modelle wie der Lightyear 0 oder der Sono Sion versprechen bis zu 70 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Tag – allein durch Sonnenlicht[11].

    Wichtigste Erkenntnisse

    • Den Getriebecode findest du am Getriebegehäuse, im Serviceheft oder auf dem Fahrzeugdatenträger im Kofferraum – bei VW/Audi auf dem Ausstattungsaufkleber[1][2]
    • Mit der Fahrgestellnummer (VIN) kann jede Vertragswerkstatt das verbaute Getriebe über die Herstellerdatenbank ermitteln[3]
    • Fünf Getriebearten dominieren: Handschaltung, ASG, CVT, Wandler-Automatik und Doppelkupplungsgetriebe (DSG/PDK)[8]
    • Moderne Automatikgetriebe sind nicht mehr durstiger als Schaltgetriebe – der Verbrauchsnachteil ist Geschichte[8]
    • Für Anhängerbetrieb und Bergfahrten empfiehlt sich eine Wandler-Automatik wegen des verschleißfreien Anfahrens[8]
    • Autos mit Sonnenantrieb heißen Solarautos und nutzen Photovoltaikzellen zur Stromerzeugung[10]

    FAQs

    Kann ich im Fahrzeugschein erkennen, ob mein Auto Automatik oder Schaltgetriebe hat?

    Nicht direkt. Im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) steht keine explizite Angabe zur Getriebeart[3]. Die Fahrgestellnummer (VIN) im Fahrzeugschein ermöglicht es aber einer Vertragswerkstatt, das verbaute Getriebe über die Herstellerdatenbank zu ermitteln.

    Wo finde ich den Getriebecode bei einem Golf 5 mit 6-Gang-Schaltung?

    Bei VW steht der Getriebekennbuchstabe im Serviceheft auf dem Ausstattungsaufkleber oder auf einem Aufkleber im Kofferraum[2]. Alternativ findest du den Code direkt am Getriebe – beim Golf meist an der Oberseite des Getriebegehäuses, sichtbar bei geöffneter Motorhaube.

    Welches Getriebe hat der Ford Fusion 2004?

    Der Ford Fusion (2004) wurde je nach Motorisierung mit dem MTX75 5-Gang-Schaltgetriebe oder der 4F27E 4-Gang-Automatik ausgeliefert[1]. Den exakten Getriebecode findest du auf einem Aufkleber am Getriebegehäuse oder über die VIN-Abfrage beim Ford-Händler.

    Was kostet ein neues Getriebe für mein Auto?

    Die Kosten variieren stark: Ein überholtes Schaltgetriebe kostet zwischen 800 und 2.500 Euro, ein Automatikgetriebe zwischen 1.500 und 5.000 Euro[1]. Dazu kommen 500 bis 1.500 Euro Einbaukosten. Bei älteren Fahrzeugen lohnt oft ein generalüberholtes Austauschgetriebe – günstiger und mit Gewährleistung.

    Warum haben Elektroautos kein Schaltgetriebe?

    Elektromotoren liefern sofort maximales Drehmoment – ohne hochdrehen zu müssen[8]. Deshalb reicht bei E-Autos ein 1-Gang-Getriebe mit fester Übersetzung. Einige Hersteller wie Porsche (Taycan) nutzen 2-Gang-Getriebe für mehr Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten, aber auch hier wird automatisch geschaltet.

    Quellen

    1. Getriebezentrum Rhein Main. (2024). Welches Getriebe steckt in meinem Auto? https://www.getriebezentrum-rhein-main.de/ratgeber/welches-getriebe-steckt-in-meinem-auto/
    2. Getriebediscount. (2019). Getriebekennbuchstaben VAG Konzern. https://www.getriebediscount.de/blog/nachrichten/getriebekennbuchstaben-vag-konzern
    3. Autoplenum Forum. (2020). Kann man im Fahrzeugschein erkennen welches Getriebe eingebaut ist? https://www.autoplenum.de/forum/d/8845/kann-man-m-fahrzeugschein-erkennen-welches-getriebe-eingebaut-ist
    4. Autoparts24. (2023). Was bedeutet der Getriebecode und wo findet er sich am Getriebe? https://www.autoparts24.at/guides/der-getriebecode-was-bedeutet-der-code-und-wo-findet-er-sich-am-getriebe/
    5. Audi. (2025). Zuordnung Getriebekennbuchstaben (GKB) zu Getriebetyp. http://www.doc.audi.tec-print.de/gkb.htm
    6. Mobilverzeichnis. (2025). BMW Motor-/Getriebecodes. https://www.mobilverzeichnis.de/autokatalog/37-bmw/3935-bmw-motor-getriebecodes
    7. HAS Antriebstechnik. (2025). BMW Getriebe. https://has-antriebstechnik.de/bmw/
    8. ADAC. (2025). Automatik oder Schaltgetriebe: Was ist besser? https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/ausstattung/schaltung-oder-automatik-getriebe/
    9. BILD. (2021). Getriebe im Auto: BILD verrät, welche Schaltung zu wem passt. https://www.bild.de/auto/service/service/getriebe-im-auto-bild-verraet-welche-schaltung-zu-wem-passt-77683396.bild.html
    10. Sigma Earth. (2024). Was ist ein Solarauto und wie funktioniert es? https://sigmaearth.com/de/what-is-a-solar-car-and-how-does-it-work/
    11. Leasingmarkt. (2023). Solarautos: E-Autos mit Sonnenenergie tanken. https://www.leasingmarkt.de/magazin/elektro/solarautos

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