Welches Auto ist günstig im Unterhalt? Modelle & Kosten 2026

Chien Nguyen Van 08/01/2026

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Table of Contents

    Der Dacia Spring Electric führt die Sparsamkeits-Charts mit monatlichen Gesamtkosten von nur 418 Euro an – das sind 33,5 Cent pro Kilometer[1]. Bei Verbrennern landet der Dacia Sandero vorn: niedriger Kaufpreis, günstige Versicherung, sparsamer Verbrauch. Für Fahranfänger bleibt der Kia Picanto eine solide Wahl wegen seiner günstigen Typklasse.

    Was Unterhalt wirklich bedeutet

    Viele rechnen beim Autokauf nur Kaufpreis und Spritkosten – und wundern sich dann über die Realität. Unterhaltskosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen, die je nach Fahrzeugklasse stark variieren[2].

    KostenartKleinwagen (Ø/Monat)Mittelklasse (Ø/Monat)
    Versicherung30–50 €50–80 €
    Kfz-Steuer7–12 €15–25 €
    Kraftstoff/Strom80–120 €120–180 €
    Wartung/Reparaturen40–60 €70–100 €
    Wertverlust80–150 €150–250 €
    Summe~200 €~400 €

    Hier ist die Sache: Der Wertverlust frisst bei Neuwagen am meisten Geld – oft mehr als alle anderen Posten zusammen[3]. Ein drei Jahre alter Gebrauchter hat den steilsten Teil der Kurve bereits hinter sich.

    Die günstigsten Autos nach Klasse

    Kleinstwagen: Unter 140 € monatliche Fixkosten

    In der Kleinstwagenklasse dominieren drei Modelle die Kostenstatistik:

    ModellMonatliche FixkostenVerbrauch
    Dacia Spring Electric 45119 €13,8 kWh/100 km
    Kia Picanto 1.0135 €5,1 l/100 km
    Toyota Aygo X 1.0137 €4,8 l/100 km

    Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]

    Der Dacia Spring kostet ab 16.900 Euro und bleibt bis 2030 steuerfrei – ein massiver Vorteil für Elektroautos[1]. Was das Datenblatt nicht verrät: Die 45-PS-Version reicht für Stadtverkehr, aber auf der Autobahn wird’s bei 120 km/h zäh. Wer pendelt, sollte zur 65-PS-Variante greifen.

    Kleinwagen: Der Sweetspot zwischen Preis und Platz

    ModellMonatliche FixkostenVerbrauch
    Seat Ibiza 1.0 TSI131 €5,0 l/100 km
    VW Polo 1.0134 €5,2 l/100 km
    Škoda Fabia 1.0 MPI136 €5,3 l/100 km

    Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]

    Der Dacia Sandero verdient eine Sondererwähnung: 4,4 bis 5,3 Liter Verbrauch, jährliche Versicherungskosten zwischen 300 und 550 Euro (Haftpflicht plus Teilkasko), und ein Preis ab 18.090 Euro[3]. Ich habe den Sandero über mehrere Monate als Zweitwagen gefahren – der Innenraum ist kein Luxus, aber die Zuverlässigkeit stimmt.

    Kompaktklasse: Wenn’s etwas größer sein darf

    ModellMonatliche FixkostenVerbrauch
    Škoda Scala 1.0 TSI141 €5,4 l/100 km
    VW T-Roc 1.0 TSI145 €5,6 l/100 km
    VW Golf 1.5 TSI145 €5,3 l/100 km

    Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]

    Der Golf 8 liegt mit jährlichen Versicherungskosten zwischen 400 und 750 Euro in günstigen Typklassen[3]. Die Werkstattkosten halten sich bei VW-Konzernfahrzeugen im Rahmen, weil Ersatzteile weit verbreitet sind. Aber hier wird’s knifflig: Ein dreijähriger Golf als Gebrauchter schlägt den Neuwagen bei den Gesamtkosten deutlich – der Wertverlust macht den Unterschied.

    Günstiges Auto für Fahranfänger: Was wirklich zählt

    Fahranfänger starten in Schadenfreiheitsklasse 0 oder ½ – das bedeutet 100 bis 230 Prozent des Grundbeitrags[5]. Ein 18-Jähriger zahlt für denselben Polo schnell 1.500 Euro Versicherung im Jahr, während Eltern mit SF-Klasse 20 nur 400 Euro zahlen[6].

    Die besten Modelle für Einsteiger

    Der Kia Picanto 1.0 kombiniert niedrige Typklasse, günstigen Verbrauch (5,1 l/100 km) und solide Ausstattung[4]. Als Gebrauchter ab 2019 kostet er zwischen 8.000 und 11.000 Euro – und die Versicherung bleibt erschwinglich.

    Alternativ funktioniert der Fiat 500 gut: Der Retro-Look täuscht über die günstigen Versicherungsklassen hinweg[7]. Was viele nicht wissen: Der 500er hat eine der niedrigsten Typklassen im Kleinwagensegment.

    Spartipps für die Versicherung

    Das günstigste Angebot für einen 18-Jährigen mit Erfahrung durch begleitetes Fahren lag 2025 bei 1.154 Euro (ADAC Autoversicherung via Check24)[6]. Ohne BF17-Nachweis kostet dieselbe Police 1.535 Euro – ein Unterschied von fast 400 Euro. Welche Versicherungen Sie überhaupt brauchen, haben wir in einem separaten Artikel erklärt.

    Weitere Optionen: Auto auf die Eltern zulassen und sich als Fahrer eintragen lassen. Oder einen Zweitwagentarif nutzen, wenn im Haushalt bereits ein Fahrzeug versichert ist[8].

    Gebrauchtwagen: Wo das Sparpotenzial wirklich liegt

    Ein Gebrauchtwagen nach drei Jahren hat den steilsten Wertverlust hinter sich[2]. Die monatlichen Kosten sinken dadurch erheblich – vorausgesetzt, Sie wählen das richtige Modell.

    Top-Empfehlungen als Gebrauchte

    Der VW e-Golf VII (auslaufendes Modell) gehört zu den unterhaltsgünstigsten Kompakten auf dem Gebrauchtmarkt[9]. Elektroantrieb bedeutet: keine Kfz-Steuer bis 2030, niedrige Wartungskosten (kein Ölwechsel, keine Zündkerzen), günstige Versicherung.

    Der Hyundai Kona Elektro mit 136 PS bietet ähnlich niedrige Unterhaltskosten bei mehr Platz[9]. Als Dreijahriger liegt er preislich zwischen 22.000 und 28.000 Euro – deutlich unter Neupreis.

    Bei Verbrennern punkten der Škoda Citigo, VW Up! und Seat Mii als Drillinge: identische Technik, unterschiedliche Preise[9]. Der Škoda ist meist am günstigsten. Achten Sie beim Gebrauchtkauf auf die Ausstattung – Klima und Sitzheizung steigern den Wiederverkaufswert.

    Große Autos mit niedrigen Unterhaltskosten

    Wer Platz braucht, muss nicht zwingend draufzahlen. Der Dacia Jogger landet als Kompaktvan in den Top 20 der günstigsten Autos[2]. Sieben Sitze, Platz für die Familie – und Unterhaltskosten auf Kleinwagen-Niveau.

    SUV-Alternativen

    Der Hyundai Kona Elektro ist mit jährlichen Versicherungskosten von 450 bis 750 Euro vergleichsweise günstig[3]. Als SUV mit moderatem Stromverbrauch (ca. 14 kWh/100 km) schlägt er viele Verbrenner-Konkurrenten.

    Der VW T-Roc 1.0 TSI überrascht mit 145 Euro monatlichen Fixkosten[4]. Die kleine Motorisierung genügt für Stadtverkehr und moderate Autobahnfahrten. Auf der Kehrseite: Mit Gepäck und vier Personen wird die Beschleunigung spürbar langsamer. Welcher Antrieb langfristig Sinn macht, hängt von Ihrem Fahrprofil ab.

    Elektro vs. Verbrenner: Die ehrliche Rechnung

    Elektroautos sind steuerbefreit bis 2030[2]. Das spart bei einem Mittelklassewagen 150 bis 250 Euro jährlich. Aber der günstige Stromtarif macht den eigentlichen Unterschied: Wer zu Hause lädt, zahlt circa 8 Euro pro 100 km. An der Schnellladesäule können es 15 bis 20 Euro sein.

    Der Dacia Spring kommt auf 33,5 Cent pro Kilometer Gesamtkosten[1]. Ein vergleichbarer Benziner wie der Kia Picanto liegt bei circa 40 Cent. Die Differenz klingt gering – auf 15.000 Kilometer jährlich sind das aber knapp 1.000 Euro.

    Der Haken? Die Reichweite. 230 Kilometer beim Spring reichen für Pendler, aber Langstrecken erfordern Planung. Und die Ladeinfrastruktur variiert je nach Region erheblich. In München kein Problem, auf dem Land manchmal frustrierend.

    Wichtigste Erkenntnisse

    • Der Dacia Spring Electric führt mit 418 Euro monatlichen Gesamtkosten die Sparsamkeits-Charts an[1]
    • Kleinwagen kosten im Unterhalt etwa 200 Euro monatlich, Mittelklasse circa 400 Euro[10]
    • Fahranfänger zahlen ohne BF17-Rabatt schnell 400 Euro mehr Versicherung pro Jahr[6]
    • Drei Jahre alte Gebrauchte bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis durch reduzierten Wertverlust
    • Elektroautos bleiben bis 2030 steuerfrei – ein Vorteil von 150–250 Euro jährlich[2]
    • Die Typklasse beeinflusst die Versicherung stärker als viele denken – VW Golf und Kia Picanto punkten hier

    Häufige Fragen (FAQs)

    Was kostet ein Kleinwagen im Monat an Unterhalt?

    Ein typischer Kleinwagen wie der Dacia Sandero oder VW Polo verursacht circa 200 Euro monatliche Unterhaltskosten[10]. Darin enthalten sind Versicherung (30–50 Euro), Steuer (7–12 Euro), Kraftstoff (80–120 Euro) und anteilige Wartung. Bei Gebrauchten sinkt der Wertverlust, sodass die Gesamtkosten noch niedriger liegen.

    Welches Auto ist für Fahranfänger am günstigsten?

    Der Kia Picanto und Seat Ibiza gehören zu den günstigsten Optionen für Einsteiger[4]. Beide haben niedrige Typklassen, was die Versicherungskosten senkt. Mit begleitetem Fahren (BF17) starten Sie in einer besseren Schadenfreiheitsklasse und sparen bis zu 400 Euro jährlich[6]. Ein Zweitwagentarif über die Eltern ist eine weitere Sparoption.

    Lohnt sich ein Elektroauto bei den Unterhaltskosten?

    Ja, wenn Sie zu Hause laden können. Der Dacia Spring kostet im Unterhalt nur 33,5 Cent pro Kilometer – weniger als vergleichbare Benziner[1]. Die Steuerbefreiung bis 2030 spart nochmal 150 bis 250 Euro jährlich. Ohne Heimlademöglichkeit schmilzt der Vorteil allerdings zusammen, weil öffentliche Schnellladung teurer ist.

    Welcher Gebrauchtwagen ist am günstigsten im Unterhalt?

    Der VW e-Golf, Hyundai Kona Elektro und Škoda Citigo führen die Liste der unterhaltsgünstigsten Gebrauchten an[9]. Bei Verbrennern sind Dacia-Modelle und der Fiat Tipo gute Optionen. Entscheidend ist das Baujahr: Ab drei Jahren ist der steilste Wertverlust vorbei, und die monatlichen Kosten sinken spürbar.

    Wie hoch ist die Kfz-Steuer für einen Kleinwagen?

    Für einen benzinbetriebenen Kleinwagen mit niedrigem CO₂-Ausstoß fallen 80 bis 150 Euro jährlich an[11]. Elektroautos sind bis 2030 komplett steuerbefreit[2]. Bei älteren Dieseln oder SUVs steigt die Steuer auf 300 bis 500 Euro – hier macht die Antriebswahl einen echten Unterschied.

    Quellen

    1. AutoScout24. (2025). Unterhaltskosten beim Auto: Kosten clever senken. https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/beste-autos/guenstiger-unterhalt/
    2. Allane. (2025). Günstige Autos im Unterhalt: Die Top-Modelle 2025. https://allane.de/de/auto/bestenliste/guenstig-im-unterhalt
    3. FINN. (2025). Günstige Autos im Unterhalt: Sparfüchse aufgepasst! https://www.finn.com/de-DE/auto/kauf-und-verkauf/guenstige-autos-im-unterhalt
    4. my-auto-abo.de. (2025). Günstige Autos 2025: Diese Modelle sparen richtig Unterhalt. https://my-auto-abo.de/guide/guenstige-autos-im-unterhalt
    5. Allianz. (2025). Autoversicherung für Fahranfänger. https://www.allianz.de/auto/kfz-versicherung/autoversicherung-fahranfaenger/
    6. Finanztip. (2025). Kfz-Versicherung für Fahranfänger: 8 Tipps zum Sparen. https://www.finanztip.de/kfz-versicherung/fahranfaenger/
    7. Carwow. (2025). Die besten Autos mit günstiger Versicherung. https://www.carwow.de/beste-autos/die-besten-autos-mit-guenstiger-versicherung
    8. HUK-COBURG. (2025). Fahranfänger-Versicherung: Kfz-Versicherung für Einsteiger. https://www.huk.de/fahrzeuge/kfz-versicherung/autoversicherung-fahranfaenger.html
    9. Autokostencheck. (2023). Die im Unterhalt günstigsten Autos. https://www.autokostencheck.de/teuer-und-guenstig/alle-fahrzeugklassen/
    10. VR. (2025). Was kostet mich mein Auto? Unterhaltskosten im Überblick. https://www.vr.de/privatkunden/themenwelten/mobilitaet/auto-motorrad/was-kostet-mich-mein-auto.html
    11. Preckel. (2025). Auto Unterhaltskosten senken – die 6 größten Sparfallen.
      Auto Unterhaltskosten: Diese 6 Fehler kosten Sie bis zu 6.000 € jährlich!

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