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Der passende Dachträger hängt vom Dachtyp Ihres Fahrzeugs ab: offene Dachreling, geschlossene Reling, Fixpunkte, Regenrinne oder normales Dach ohne Befestigungspunkte[1]. Einen universellen Dachträger, der auf jedes Auto passt, gibt es nicht – aber Online-Konfiguratoren von Herstellern wie Thule oder Shops wie Rameder ermitteln in Sekunden das richtige Modell für Ihr Fahrzeug[2]. Die Kosten liegen zwischen 80 Euro für Einsteigermodelle und über 300 Euro für Premium-Aluminiumträger.
So finden Sie den richtigen Dachträger
Bevor Sie einen Dachträger kaufen, müssen Sie Ihr Autodach genau unter die Lupe nehmen. Die Befestigungsart bestimmt, welches Trägersystem funktioniert – und ein falscher Träger lässt sich nicht montieren[1].
| Dachtyp | Erkennungsmerkmal | Beispiel-Fahrzeuge |
|---|---|---|
| Offene Dachreling | Längsstangen mit Durchlass zum Dach | Dacia Duster, Skoda Octavia Combi |
| Geschlossene Reling | Längsstangen direkt am Dach anliegend | Hyundai Santa Fe, BMW X3 |
| Fixpunkte | Verdeckte Gewinde unter Abdeckkappen | VW Caddy, Audi A3 |
| Regenrinne | Umlaufende Rinne an der Dachkante | Jeep Wrangler, ältere Mercedes-Modelle |
| Normaldach | Keine sichtbaren Befestigungspunkte | Audi A1, Honda Civic |
| T-Nut Profil | Schlitze im Dachbereich | Porsche Cayenne |
Der Unterschied zwischen offener und geschlossener Reling? Die offene Variante ermöglicht flexiblere Positionierung der Träger – Sie können die Querbalken dort platzieren, wo Sie sie brauchen[1]. Bei geschlossener Reling sind die Positionen vorgegeben.
Aus eigener Erfahrung: Der häufigste Fehler beim Dachträgerkauf ist die Verwechslung von offener und geschlossener Reling. Beide sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, erfordern aber komplett unterschiedliche Trägersysteme.
Der Thule Konfigurator: So funktioniert er
Thule gilt als Marktführer bei Dachträgern – und macht die Auswahl mit seinem Online-Konfigurator einfach[3]. Sie geben Fahrzeughersteller, Modell und Baujahr ein, und das System zeigt passende Produkte.
Was der Thule-Konfigurator nicht verrät: Die Preise liegen etwa 20-30% über denen von Konkurrenten wie Menabo oder G3[4]. Dafür bekommen Sie bessere Verarbeitung, leisere Windgeräusche und einen Kundenservice, der bei Problemen tatsächlich hilft.
Thule-Produktlinien im Überblick
| Produktlinie | Dachtyp | Preis (ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Thule WingBar Evo | Alle Typen | ab 200 € | Aerodynamisch, leise |
| Thule SquareBar Evo | Alle Typen | ab 150 € | Klassisch, robust |
| Thule SmartRack XT | Offene Reling | ab 170 € | 100 kg Nutzlast |
| Thule Evo Clamp | Normaldach | ab 220 € | Ohne Bohren |
Der Thule WingBar dominiert bei Autofahrern, die viel Autobahn fahren. Das tropfenförmige Profil reduziert Windgeräusche deutlich – bei Tempo 130 ein echter Unterschied[5]. Aber warten Sie – der WingBar passt nicht auf jede Dachbox. Die Profilbreite von 80×35 mm kann bei älteren Boxen Probleme machen.
Alternativen zu Thule
Thule ist nicht die einzige Option. Günstigere Alternativen liefern solide Qualität für weniger Geld[4]:
Menabo
Italienisches Design mit Fokus auf Aerodynamik. Ein Menabo-Trägerset für den Dacia Duster kostet etwa 90 Euro – weniger als die Hälfte eines vergleichbaren Thule[4]. Die Verarbeitung? Ordentlich, aber die Kunststoffteile wirken billiger.
G3
Beste Preis-Leistung im Test. Der G3 Clop Airflow wurde in Nutzerforen für seine geräuscharme Fahrt gelobt – bei einem Preis von unter 100 Euro[4]. Die Montage erfordert etwas mehr Fummelei, aber einmal drauf, sitzt er bombenfest.
Original-Zubehör vom Hersteller
Manche Autohersteller bieten eigene Dachträger an. Vorteil: Perfekte Passform, oft bessere Optik. Nachteil: Deutlich teurer. Ein Audi-Originaldachträger kostet schnell das Doppelte eines Thule.
Wer sich für verschiedene Fahrzeugmodelle interessiert, findet bei uns Vergleiche und Empfehlungen. Auch zu Antriebsarten gibt es hilfreiche Informationen.
Normaldach ohne Reling: Diese Optionen gibt es
Rund 40% der Neufahrzeuge haben weder Reling noch sichtbare Fixpunkte[1]. Kein Grund zur Sorge – auch hier funktioniert ein Dachträger.
Das Prinzip: Klemmträger setzen mit gummierten Füßen auf dem Dach auf und werden in der Türöffnung verankert[1]. Das klingt wackelig, hält aber zuverlässig – sofern die Montage korrekt erfolgt.
Was Sie wissen müssen: Klemmträger hinterlassen bei längerer Nutzung manchmal leichte Druckstellen im Lack. Bei einem Leasingfahrzeug kann das Ärger bei der Rückgabe bedeuten. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt Schutzfolie unter die Stützfüße.
Einige Hersteller wie Thule (Evo Clamp System) oder Menabo bieten speziell für Normaldächer entwickelte Sets an. Die Kosten liegen etwas höher als bei Relingträgern – etwa 200-300 Euro[1].
Tragkraft und Dachlast: Was Sie beachten müssen
Die maximale Dachlast Ihres Fahrzeugs steht im Bordbuch – typischerweise zwischen 50 und 100 kg[1]. Das ist die absolute Obergrenze inklusive Dachträger, Dachbox und Ladung.
Hier rechnen viele falsch: Ein Thule-Trägerset wiegt etwa 5 kg. Eine Dachbox bringt 15-20 kg mit. Bleiben bei 75 kg Dachlast nur noch 50-55 kg für den eigentlichen Inhalt. Das ist weniger, als die meisten denken.
| Fahrzeugtyp | Typische Dachlast | Realistische Nutzlast |
|---|---|---|
| Kleinwagen | 50-60 kg | ~30 kg |
| Kompaktklasse | 75 kg | ~45 kg |
| SUV | 80-100 kg | ~60 kg |
| Kombi | 75-80 kg | ~50 kg |
Mehr Infos zu verschiedenen Fahrzeugtypen und deren Besonderheiten gibt es auf KFZPick.
Spritverbrauch mit Dachträger
Ein leerer Dachträger erhöht den Luftwiderstand um etwa 10% – bei 130 km/h steigt der Verbrauch um bis zu 0,5 Liter pro 100 Kilometer[5]. Mit montierter Dachbox kann der Mehrverbrauch sogar auf 25% klettern[5].
Die Konsequenz? Dachträger und Dachbox nach dem Urlaub wieder abmontieren. Was viele nicht machen – ich kenne genug Leute, die ihren Dachträger das ganze Jahr drauflassen. Bei 20.000 km Jahresfahrleistung kostet das schnell 200 Euro extra an Sprit.
Aerodynamische Aluprofile wie der Thule WingBar reduzieren den Mehrverbrauch gegenüber klassischen Vierkantprofilen deutlich. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich bei Vielfahrern innerhalb von 2-3 Jahren.
Wichtigste Erkenntnisse
- Dachtyp zuerst prüfen: Offene Reling, geschlossene Reling, Fixpunkte, Regenrinne oder Normaldach – jeder Typ erfordert einen spezifischen Dachträger[1]
- Online-Konfiguratoren nutzen: Thule, Rameder und andere Shops ermitteln automatisch passende Modelle anhand Ihrer Fahrzeugdaten[2]
- Thule als Premium-Option: Beste Qualität und Windgeräusche, aber 20-30% teurer als Alternativen wie Menabo oder G3[4]
- Dachlast im Bordbuch prüfen: Die angegebene Traglast gilt inklusive Träger und Dachbox – nicht nur für die Ladung selbst[1]
- Nach Nutzung abmontieren: Leere Dachträger erhöhen den Spritverbrauch um bis zu 10% bei Autobahngeschwindigkeit[5]
- Normaldach kein Problem: Klemmträger funktionieren auch ohne Reling – aber Vorsicht bei Leasingfahrzeugen wegen möglicher Druckstellen
Häufige Fragen (FAQs)
Gibt es einen Thule Dachträger, der auf jedes Auto passt?
Nein, einen universellen Thule-Dachträger für alle Fahrzeuge gibt es nicht[3]. Thule bietet verschiedene Systeme für unterschiedliche Dachtypen an: WingBar und SquareBar lassen sich mit verschiedenen Fußsets kombinieren, die jeweils für bestimmte Befestigungsarten (Reling, Fixpunkte, Normaldach) entwickelt wurden. Der Thule-Konfigurator auf der Herstellerseite zeigt nach Eingabe Ihrer Fahrzeugdaten automatisch kompatible Kombinationen.
Was kostet ein komplettes Dachträgerset?
Die Preise variieren je nach Hersteller und Ausführung zwischen 80 und 350 Euro[4]. Ein Einsteigermodell von G3 oder Menabo gibt es ab etwa 80-100 Euro. Thule-Sets mit aerodynamischem WingBar-Profil starten bei rund 200 Euro. Für Fahrzeuge ohne Reling liegen die Kosten etwas höher, da zusätzliche Klemmfüße benötigt werden. Hinzu kommen eventuell Kosten für Zubehör wie Schlösser oder T-Nut-Adapter.
Kann ich einen Dachträger selbst montieren?
Ja, die Montage ist bei den meisten Systemen ohne Werkstatt möglich und dauert etwa 15-30 Minuten[1]. Wichtig ist, dass die Trägerfüße korrekt einrasten (oft hörbar) und mittig auf dem Dach positioniert sind. Bei Unsicherheit bieten Fachhändler wie Rameder Montageservices an. Falsch montierte Dachträger können bei einer Polizeikontrolle zu Bußgeldern führen und sind im Falle eines Unfalls ein ernstes Haftungsrisiko.
Welcher Dachträger ist der leiseste?
Aerodynamische Aluprofile wie der Thule WingBar Evo oder Menabo Airflow sind deutlich leiser als klassische Vierkantprofile aus Stahl[5]. Die tropfenförmige Profilform reduziert Windgeräusche bei hohen Geschwindigkeiten erheblich. Wer regelmäßig Autobahn fährt und empfindlich auf Geräusche reagiert, sollte den Aufpreis für ein aerodynamisches Profil in Betracht ziehen – der Komfortgewinn ist spürbar.
Passen alle Dachboxen auf alle Dachträger?
Nicht automatisch. Die Profilstärke des Dachträgers (Querschnitt in mm) muss zur Befestigung der Dachbox passen[1]. Die meisten Dachboxen sind für Vierkantprofile zwischen 22 und 40 mm sowie für Aluschienen bis 80 mm Breite geeignet. Prüfen Sie vor dem Kauf das Datenblatt Ihrer Dachbox – dort steht, welche Trägerprofile kompatibel sind. Bei älteren Dachboxen können moderne Wing-Profile Probleme machen.
Quellen
- Rameder. (2025). Dachträger & Universal Relingträger günstig kaufen. https://www.rameder.de/dachtraeger-skitraeger/
- Thule Support. (2025). Welchen Dachträger benötige ich für mein Auto? https://support.thule.com/s/article/Welchen-Dachtr%C3%A4ger-ben%C3%B6tige-ich-f%C3%BCr-mein-Auto?language=de
- Thule Support. (2025). Welches Dachträger passt zu meinem Fahrzeug? https://support.thule.com/s/article/Which-roof-rack-solutions-will-fit-my-car-de?language=de
-
Reddit r/automobil. (2025). Unterschied Marken vs. No-Name Dachträger.
Unterschied Marken vs Noname Dachträger
byu/Batnghia inautomobil - ADAC. (2024). Dachboxen-Test: 13 Modelle fürs Auto im Vergleich. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/zubehoer/dachboxen/
Ich bin Senior Automotive Analyst bei KFZPick. Mit langjähriger Branchenerfahrung biete ich fundierte Fahrzeugbewertungen, detaillierte Tests und objektive Analysen, um Leser bei fundierten Entscheidungen im Automobilbereich zu unterstützen.









