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Wo sitzt der Ladedrucksensor Mercedes? Position, Unterschied und Prüfung

Wo sitzt der Ladedrucksensor beim Mercedes? Genaue Einbauposition beim W204 220 CDI (OM651), Unterschied zum Saugrohrdrucksensor und Schritt-für-Schritt-Prüfung.

Wo sitzt der Ladedrucksensor Mercedes? Position, Unterschied und Prüfung
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Faktengeprüft
Wo sitzt der Ladedrucksensor Mercedes? Position, Unterschied und Prüfung

Bezüglich der Frage „Wo sitzt der Ladedrucksensor Mercedes-spezifisch?“ gilt: Bei den meisten Mercedes-Fahrzeugen befindet sich der Ladedrucksensor (MAP-Sensor) direkt am Ladeluftrohr zwischen Ladeluftkühler und Ansaugkrümmer sowie vor der Drosselklappe. Eine Besonderheit bilden Dieselmotoren wie der OM651 (z. B. im C 220 CDI W204): Hier sind häufig zwei baugleiche Drucksensoren verbaut. Der obere Sensor sitzt gut zugänglich am Ansaugrohr, während der eigentliche Ladedrucksensor tiefer am Saugrohr zwischen Zylinder 2 und 3 angebracht ist.

Wichtigste Erkenntnisse:

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  • Der Ladedrucksensor misst den Überdruck im Ladelufttrakt vor der Drosselklappe.
  • Beim Mercedes 220 CDI mit OM651-Motor liegt der untere Sensor etwa 15 cm tief am Saugrohr nahe der Spritzwand.
  • Für den Ausbau am OM651 muss der Luftfilterkasten demontiert und Torx-Werkzeug (T20/T30) genutzt werden.
  • Typische Defektsymptome sind Notlauf, Leistungsverlust und die Fehlercodes P0235 bis P0243 sowie P0299.
  • Die Signalspannung eines intakten Sensors liegt unter Last zwischen 0,5 V und 4,5 V bei einer Referenzspannung von 5 V.

Wo sitzt der Ladedrucksensor beim Mercedes?

Der Ladedrucksensor (in der Fachsprache häufig als MAP-Sensor beziehungsweise Manifold Absolute Pressure Sensor bezeichnet) nimmt eine zentrale Rolle in der Motorsteuerung moderner aufgeladener Motoren ein. Seine Hauptaufgabe besteht darin, den aktuellen Druck der verdichteten Luft im Ansaugsystem kontinuierlich zu messen und diesen Wert als elektrisches Signal an das Motorsteuergerät zu übermitteln.

Die allgemeine Einbauposition des Ladedrucksensors befindet sich bei aufgeladenen Mercedes-Benz-Fahrzeugen im Ansaugtrakt zwischen dem Ladeluftkühler und dem Motor. Konkret ist das Bauteil direkt in das Kunststoff- oder Aluminium-Ladeluftrohr geschraubt beziehungsweise gesteckt. Von dort aus erfasst der Sensor den Überdruck, den der Turbolader in das System fördert, noch bevor die Luft die Drosselklappe passiert. Regelmäßige Kontrollen dieses Bauteils gehören zu den grundlegenden Arbeiten bei der Fehlersuche, wenn Störungen im Ladedrucksystem auftreten.

Ist der Sensor je nach Motor (Diesel/Benziner) an anderer Stelle?

Die genaue Lage variiert zwischen Turbodiesel- und Turbobenzinmotoren sowie je nach spezifischer Motorengeneration:

  • Turbodiesel (CDI): Bei Dieselmotoren sitzt der Ladedrucksensor in der Regel direkt am Ladeluftrohr oder an der Saugbrücke. Da Dieselmotoren ohne klassische Drosselklappensteuerung zur Lastregelung arbeiten, misst der Sensor den Druck im gesamten Ladeluftkanal unmittelbar vor dem Einlassverteiler.
  • Turbobenziner (CGI / Kompressor): Bei benzinbetriebenen Motoren ist die Sensorik meist differenzierter aufgebaut. Hier sitzt der Ladedrucksensor häufig im Rohrabschnitt zwischen Ladeluftkühler und Drosselklappe, während ein separater Saugrohrdrucksensor direkt am Ansaugkrümmer hinter der Drosselklappe platziert ist.

Aufgrund dieser konstruktiven Unterschiede lohnt sich bei der Fehlersuche stets der Blick auf die spezifische Motorisierung. Bei vielen verschiedenen Mercedes-Benz Modellreihen lässt sich der obere Sensoranschluss bereits nach dem Entfernen der Kunststoff-Motorabdeckung erkennen.

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Wo sitzt der Ladedrucksensor beim Mercedes 220 CDI (W204/S204, OM651)?

Eine der am häufigsten nachgefragten Einbaupositionen betrifft den Mercedes-Benz C 220 CDI der Baureihe W204 beziehungsweise S204 mit dem Vierzylinder-Diesel OM651. In der Werkstattpraxis sorgt dieses Modell gelegentlich für Verwirrung, da Mercedes im Ansaugsystem des OM651 zwei äußerlich baugleiche Drucksensoren verbaut hat. Dieser Motor kommt in zahlreichen Pkw-Klassen sowie in kompakten Reisemobilen wie dem Mercedes Marco Polo zum Einsatz, wo die Platzverhältnisse im Motorraum ähnlich eng ausfallen.

Einbauposition des unteren Ladedrucksensors beim Mercedes OM651 Motor unter dem Luftfilterkasten

Der erste Sensor befindet sich gut sichtbar im oberen Bereich in der Nähe des Luftmassenmessers am Ansaugrohr von Zylinder 1. Dieser Sensor lässt sich ohne großen Aufwand erreichen. Der eigentliche Ladedrucksensor (oft als unterer Saugrohrdruck- beziehungsweise Ladedrucksensor bezeichnet) sitzt jedoch deutlich versteckter: Er ist am Saugrohr zwischen dem zweiten und dritten Zylinder platziert, etwa 15 Zentimeter nach unten versetzt in Richtung Kotflügelblech beziehungsweise Spritzwand. Seine Position ist von oben durch den verbauten Luftfilterkasten verdeckt.

Welches Werkzeug und welcher Zugang sind nötig?

Um den unteren Ladedrucksensor beim OM651 im W204 zu erreichen und auszutauschen, sind folgende Schritte und Werkzeuge erforderlich:

  1. Vorbereitung: Der Motor muss vollständig abgekühlt sein. Die Zündung ist auszuschalten und der Zündschlüssel abzuziehen.
  2. Demontage Luftfilterkasten: Die Halteklammern und Befestigungsschrauben des Luftfilterkastens werden gelöst, um diesen nach oben herauszuheben. Erst dadurch wird der verengte Bauraum seitlich am Saugrohr zugänglich.
  3. Sensor ausbauen: Der Sensor ist mit einer Torx-Schraube (in der Regel Torx T20 oder T30) am Kunststoffgehäuse gesichert. Nach dem Lösen der Schraube wird die elektrische Steckverbindung vorsichtig entriegelt und der Sensor gerade herausgezogen.

Die Verwechselungsgefahr der beiden baugleichen Sensoren beim OM651 führt in freien Werkstätten gelegentlich dazu, dass nur der obere Sensor getauscht wird, obwohl der Fehlercode auf den unteren Sensor am Saugrohr verweist. Beim Ersatzteilkauf ist daher genau auf die Zuordnung im Teilekatalog zu achten.

Hinweis: Beim Arbeiten an elektrischen Steckern im Motorraum ist stets auf Beschädigungen der Verriegelungslaschen und Ölablagerungen in den Kontakten zu achten. Öl im Steckgehäuse kann zu Verfälschungen der Messwerte führen.

Gilt das auch für den 220 CDI der Baureihe W203 (OM646/OM611)?

Nein, beim Vorgängermodell W203 mit den Dieselmotoren OM611 oder OM646 gestaltet sich die Einbauposition anders. Bei diesen Motoren gibt es nur einen einzelnen Ladedrucksensor im Ansaugtrakt. Er befindet sich direkt oben am dicken Ladeluftrohr nahe dem Kühler oder seitlich am Ansaugkrümmer. Der Sensor ist beim W203 ohne die Demontage des Luftfilterkastens direkt von oben erreichbar und mit einer einzelnen Schraube fixiert.

Ladedrucksensor oder Saugrohrdrucksensor beim Mercedes: Was ist der Unterschied?

Bei der Diagnose von Ladedruckfehlern werden die Begriffe Ladedrucksensor und Saugrohrdrucksensor oft synonym verwendet, obwohl es sich messtechnisch um zwei unterschiedliche Messpunkte im Motor handelt:

  • Ladedrucksensor: Er misst den vom Turbolader erzeugten Überdruck in der Ladeluftleitung vor der Drosselklappe. Seine Daten dienen dem Motorsteuergerät dazu, die Ladedruckregelung (beispielsweise über das VNT-Verstellwerk des Turboladers oder das Wastegate) präzise einzuregeln.
  • Saugrohrdrucksensor: Er misst den Druck beziehungsweise Unterdruck im Ansaugkrümmer hinter der Drosselklappe. Dieser Wert ist vor allem für die Zylinderfüllung und das Gemischverhältnis im Teillastbereich relevant.

Beide Sensoren arbeiten als sogenannte MAP-Sensoren (Manifold Absolute Pressure). Sie nutzen ein piezoresistives Messelement, das den mechanischen Druck in eine proportionale elektrische Spannung umwandelt. Beim Abfragen von Diagnosewerten über einen Mercedes me Adapter für die Fahrzeugdiagnose lassen sich die Messdaten beider Sensoren im Live-Datenstrom separat vergleichen. Ergänzend ermöglicht die digitale Anbindung über den Mercedes me Connect Dienst für Telematik die Früherkennung gespeicherter Sensorfehler im System.

Woran erkenne ich einen defekten Ladedrucksensor?

Ein fehlerhaft arbeitender Ladedrucksensor liefert dem Motorsteuergerät falsche oder gar keine Druckwerte. Da das Steuergerät in diesem Fall das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht mehr korrekt berechnen kann, schaltet die Motorelektronik zum Schutz der Bauteile in ein Notlaufprogramm.

Folgende Symptome deuten auf einen Defekt hin:

  • Leistungsverlust und Notlauf: Das Fahrzeug beschleunigt nur noch zögerlich, erreicht nicht mehr die volle Endgeschwindigkeit und die Drehzahl wird spürbar begrenzt.
  • Leuchten der Motorkontrollleuchte (MKL): Das Kombiinstrument zeigt das gelbe Motorsymbol an.
  • Unruhiger Motorlauf und Ruckeln: Insbesondere beim Beschleunigen unter Last kommt es zu Aussetzern oder Ruckeln.
  • Erhöhter Kraftstoffverbrauch und Rußentwicklung: Das Gemisch fettet übermäßig an, was bei Dieselmotoren zu dunklem Abgasrauch führen kann.

Regelmäßige Inspektionen und die rechtzeitige Wartung der Steuerkette beim Mercedes-Motor tragen dazu bei, den Motor im optimalen Betriebszustand zu halten, wobei elektronische Sensorfehler unabhängig von mechanischen Bauteilen auftreten können.

Welche Fehlercodes helfen beim Auffinden?

Beim Auslesen des Fehlerspeichers über die OBD2-Schnittstelle verweisen spezifische Fehlercodes (DTCs) auf den Ladedrucksensor oder dessen Signalpfad:

Fehlercode Bedeutung laut Diagnose Mögliche Ursache
P0235 Ladedruck-Sensor A Schaltkreis Fehlfunktion Unterbrechung, Kurzschluss oder Sensor defekt
P0236 Ladedruck-Sensor A Bereich/Eigenleistung Signalwerte unplausibel (Leckage oder defekter Sensor)
P0299 Ladedruck-Unterschreitung (Underboost) Falscher Sensorwert, Undichtigkeit im Ladeluftschlauch
P0105 Saugrohrdruck-/Barometerdruck-Schaltkreis Stromkreisfehler am MAP-Sensor
P0106 Saugrohrdruck-Sensor Bereich/Fehlfunktion Unplausible Druckdifferenz zwischen Umgebung und Saugrohr

Wer die Unterhaltskosten moderner Mercedes-Fahrzeuge im Blick behält, kann durch ein gezieltes Auslesen dieser Codes teure Fehldiagnosen in der Werkstatt vermeiden.

Ladedrucksensor beim Mercedes prüfen und lokalisieren

Vor dem vorschnellen Austausch des Sensors sollte eine systematische Prüfung durchgeführt werden, um Kabelbrüche oder Undichtigkeiten im Ansaugsystem auszuschließen:

Spannungsmessung am Stecker des Mercedes Ladedrucksensors mit einem Multimeter
  1. Fehlerspeicher auslesen: Schließen Sie ein OBD2-Diagnosegerät an und notieren Sie alle abgespeicherten Fehlercodes.
  2. Sichtprüfung der Verschlauchung: Überprüfen Sie alle Ladeluftschläuche zwischen Turbolader, Ladeluftkühler und Ansaugbrücke auf Risse oder lose Schlauchschellen. Eine Undichtigkeit führt häufig zu denselben Symptomen wie ein defekter Sensor.
  3. Spannungsversorgung messen: Ziehen Sie den Stecker am Ladedrucksensor ab und messen Sie bei eingeschalteter Zündung mit einem Multimeter die Versorgungsspannung zwischen Plus- und Massekontakt. Diese muss stabil etwa 5,0 Volt betragen.
  4. Signalspannung prüfen: Bei wieder aufgestecktem Stecker wird die Signalleitung angezapft. Bei stehendem Motor (nur Zündung an) sollte die Signalspannung dem Umgebungsdruck entsprechen (ca. 1,0 Volt). Beim Gasgeben und steigendem Ladedruck muss die Spannung kontinuierlich auf bis zu 4,5 Volt ansteigen.
  5. Live-Daten vergleichen: Vergleichen Sie den Wert des Ladedrucksensors bei ausgeschaltetem Motor mit dem Wert des Umgebungssensors (Atmosphärendruck). Beide Werte müssen im Ruhezustand nahezu identisch sein (ca. 1000 mbar).

Große SUV-Modelle wie die Mercedes GLE Baureihe nutzen komplexe Sensorkaskaden. Bei diesen Fahrzeugen empfiehlt es sich, Fehlerhinweise auch über die Fehleranzeige über die Mercedes me App im Blick zu behalten, um Störungen im Ladeluftsystem frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Wo sitzt der Ladedrucksensor beim Mercedes 220 CDI?

Beim Mercedes C 220 CDI mit OM651-Motor sitzt der obere Drucksensor gut sichtbar nahe dem Luftmassenmesser am Ansaugrohr. Der eigentliche untere Ladedrucksensor befindet sich versteckt am Saugrohr zwischen Zylinder 2 und 3, etwa 15 cm tief unter dem Luftfilterkasten.

Wie viele Ladedrucksensoren hat der OM651?

Der OM651-Dieselmotor verfügt über zwei baugleiche Drucksensoren im Ansaugsystem: einen oberen Sensor am Ladeluftrohr/Ansaugkanal und einen unteren Sensor direkt am Saugrohr. Bei der Fehlersuche muss anhand des Fehlercodes genau ermittelt werden, welcher der beiden Sensoren betroffen ist.

Was kostet ein Ladedrucksensor für den W204?

Ein neuer Ladedrucksensor für den Mercedes C-Klasse W204 kostet als Marken-Ersatzteil (z. B. von Bosch, HELLA oder Pierburg) im freien Teilehandel zwischen 20 Euro und 50 Euro. Bei einem Austausch in der Fachwerkstatt kommen Arbeitskosten für die Demontage des Luftfilterkastens hinzu, wodurch sich der Gesamtbetrag meist auf etwa 100 Euro bis 180 Euro beläuft.

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Wo sitzt der Ladedrucksensor Mercedes? Position, Unterschied und Prüfung

Chien Nguyen Van

Redakteur

Ich bin Senior Automotive Analyst bei KFZPick. Mit langjähriger Branchenerfahrung biete ich fundierte Fahrzeugbewertungen, detaillierte Tests und objektive Analysen, um Leser bei fundierten Entscheidungen im Automobilbereich zu unterstützen.

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