Schnelle Antwort: Der 2025 Honda Accord (11. Generation) ist in Deutschland nicht offiziell über das Händlernetz erhältlich, da sich Honda…
Schnelle Antwort: Der 2025 Honda Accord (11. Generation) ist in Deutschland nicht offiziell über das Händlernetz erhältlich, da sich Honda im Jahr 2015 aus dem europäischen Limousinen-Segment zurückgezogen hat. Ein Import der US-Version nach Deutschland ist jedoch möglich. Die US-Listenpreise starten bei 28.295 USD (ca. 26.200 EUR) für das Basismodell LX und reichen bis zu 39.160 USD (ca. 36.200 EUR) für den Touring Hybrid, jeweils zuzüglich einer Überführungsgebühr (Destination Charge) von 1.195 USD. Inklusive Transport, 10 Prozent Zoll, 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer sowie der notwendigen TÜV-Umrüstung für die Einzelabnahme nach § 21 StVZO müssen Importeure mit Gesamtkosten von rund 45.500 bis 54.500 Euro kalkulieren.
Wichtige Punkte:
Der Honda Accord gehört zu den bekanntesten Mittelklasse-Limousinen weltweit, doch deutsche Autokäufer suchen ihn in den offiziellen Preislisten vergebens. Im Februar 2015 stellte Honda den Verkauf des Accord in Europa ein. Aufgrund sinkender Verkaufszahlen in diesem Segment entschied der japanische Automobilhersteller, keine Nachfolger mehr für den europäischen Markt zu homologieren.
Wer den 2025er Accord in Deutschland fahren möchte, muss die Limousine eigenständig aus den USA importieren oder auf spezialisierte Importeure zurückgreifen. Da das Fahrzeug keine europäische Typgenehmigung (CoC-Papiere) besitzt, ist für die Straßenzulassung in Deutschland eine behördliche Einzelabnahme nach § 21 StVZO erforderlich. Für die meisten Privatkäufer bleibt dieser Weg ein Nischenprojekt, da der logistische Aufwand und die Zusatzkosten erheblich sind.
Für detaillierte Preis- und Modellübersichten der Baureihe steht die übergeordnete Modellseite Honda Accord zur Verfügung.
Da im Jahr 2026 bereits das Nachfolgemodell auf dem Markt ist, stellt sich für Import-Interessenten die Frage nach den Unterschieden. Der Wechsel zum Modelljahr 2026 ist beim Accord ein reines „Carry-Over-Jahr“. Das bedeutet, dass optisch und mechanisch keine Veränderungen vorgenommen wurden.
Der einzige technische Unterschied liegt in einem kleinen Software-Update für die Assistenzsysteme von Honda Sensing, das den Stau-Assistenten geringfügig optimiert. Demgegenüber steht eine Preiserhöhung von 100 USD bis 335 USD je nach Ausstattungslinie in den USA.
Analyse: Durch den Modelljahreswechsel ergeben sich im Jahr 2026 erhebliche Sparpotenziale für den Import des 2025er Modells. Da US-Händler restliche Fahrzeuge des Modelljahres 2025 mit Nachlässen von 2.000 bis 4.000 USD abverkaufen, können Importeure die Transportkosten nach Europa fast vollständig über diese Rabatte kompensieren. Technisch müssen dabei keine spürbaren Abstriche in Kauf genommen werden. Weitere Details zu den Folgejahren finden sich unter 2026 Honda Accord.
Die Preisgestaltung des 2025 Honda Accord in den USA ist in sechs Ausstattungslinien unterteilt. Die Umrechnung in Euro erfolgt auf Basis des EZB-Referenzkurses vom 25.04.2026 (1 USD = 0,925 EUR). Bitte beachten Sie, dass es sich bei den US-Preisen stets um Nettopreise handelt, da die jeweilige State Sales Tax erst beim Kauf im Bundesstaat anfällt (für den Export entfällt diese Steuer in der Regel, wenn das Fahrzeug direkt zum Hafen transportiert wird).
Hinweis: Der Sport Hybrid stellt den wirtschaftlichen Sweet-Spot im Sortiment dar. Er kombiniert den sparsamen Hybridantrieb und das moderne Infotainment mit dem großen Display zu einem fairen Einstiegspreis. Wer Ledersitze bevorzugt, greift zum Sport-L Hybrid.
Unter der Haube des 2025 Honda Accord arbeiten je nach gewählter Ausstattungslinie zwei verschiedene Motorenkonzepte. Alle Modelle sind ausschließlich als Fronttriebler konzipiert; Allradantrieb (AWD) wird von Honda für diese Limousine nicht angeboten.
In den Trims LX und SE arbeitet ein Vierzylinder-Turbomotor mit 1,5 Litern Hubraum. Er leistet 192 PS bei 6.000 U/min und stellt ein maximales Drehmoment von 260 Nm bereit. Die Kraftübertragung erfolgt über ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe. Dieser klassische Verbrenner empfiehlt sich vor allem für Fahrer, die ein einfaches, bewährtes Antriebskonzept ohne Hybridkomponenten suchen.
Die Hybrid-Modelle kombinieren einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, der im hocheffizienten Atkinson-Zyklus arbeitet, mit zwei Elektromotoren. Die Systemleistung beträgt 204 PS, während das Drehmoment der E-Maschine bei kraftvollen 335 Nm liegt. Der Clou dieses Systems ist der Verzicht auf ein klassisches Getriebe: Der Benzingenerator erzeugt Strom für den elektrischen Fahrmotor, während bei höheren Geschwindigkeiten eine Überbrückungskupplung den Verbrenner direkt an die Achse koppelt.
Der Hybridantrieb überzeugt im städtischen Alltag durch extrem niedrige Verbrauchswerte, da dort weite Strecken rein elektrisch zurückgelegt werden. Bei Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen steigt der Verbrauch der Hybridvariante systembedingt auf etwa 6,5 bis 7,2 Liter an.
Mit einer Gesamtlänge von fast fünf Metern übertrifft der Accord viele europäische Vertreter der Mittelklasse und kratzt bereits an der Oberklasse. Die großzügigen Abmessungen kommen vor allem den Passagieren im Fond zugute, die eine Beinfreiheit auf Oberklasseniveau genießen.
Der minimale Verlust beim Kofferraumvolumen der Hybridmodelle (11 Liter weniger als der reine Verbrenner) ist auf die Platzierung der Lithium-Ionen-Batterie unter der hinteren Sitzbank zurückzuführen. Die Rücksitzlehnen lassen sich dennoch im Verhältnis 60:40 umklappen, um längere Gegenstände zu transportieren.
In den Bereichen Sicherheit und strukturelle Stabilität setzt der Accord Maßstäbe. Das renommierte amerikanische Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hat den 2025 Honda Accord nach verschärften Kriterien mit der höchsten Auszeichnung Top Safety Pick+ prämiert.
Besonders im anspruchsvollen „Small Overlap“-Crashtest (Frontalaufprall mit geringer Überdeckung) und beim reformierten Seitencrashtest mit höherer Barrierenmasse erhielt die Limousine durchgehend die Note „Good“ (Gut).
Zur Einführung der neuen Kriterien äußerte sich IIHS-Präsident David Harkey offiziell: „Jedes Fahrzeug, das eine Auszeichnung für 2025 erhält, erfüllt hohe Standards für den Schutz von Insassen und die Unfallvermeidung.“
Auch die staatliche National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) vergibt dem 2025er Modell die Höchstwertung von 5 Sternen im Gesamtrating. Das serienmäßige Assistenzpaket Honda Sensing unterstützt den Fahrer aktiv durch Kollisionswarnung, aktiven Spurhalteassistenten und ein überarbeitetes Radarsystem mit breiterem Sichtfeld.
In Bezug auf die Zuverlässigkeit schneidet der Honda Accord in der U.S. Vehicle Dependability Study von J.D. Power im oberen Drittel seiner Fahrzeugklasse ab. Die Mechanik gilt als extrem langlebig, während in US-Foren vereinzelt leichte Knistergeräusche im Bereich der vorderen Lüftungsdüsen sowie träge Ladezeiten der induktiven Smartphone-Ladeschale bemängelt werden.
Hinweis: Importfahrzeuge sollten vor dem Kauf immer über die Fahrgestellnummer (VIN) in der Datenbank der NHTSA auf offene Rückrufaktionen überprüft werden. Sicherheitsrelevante Software-Updates oder der Austausch fehlerhafter Komponenten werden in der Regel auch von europäischen Honda-Vertragspartnern durchgeführt.
Da der Accord in Europa nicht vertrieben wird, müssen Käufer den Import selbst organisieren oder einen Importdienstleister beauftragen. Die Kalkulation setzt sich aus dem Fahrzeugpreis, den Transportkosten sowie den gesetzlichen Abgaben beim Zoll zusammen.
Allgemeine Informationen zum Importverfahren stellt der ADAC in seinen Importratgebern bereit.
Für deutsche Käufer gibt es eine naheliegende Alternative, die ohne Importrisiko beim lokalen Händler bereitsteht: den Honda Civic e:HEV. Technisch teilen sich beide Fahrzeuge die grundlegende Hybridplattform, unterscheiden sich jedoch im Format und in der Preisgestaltung.
Analyse: Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Civic e:HEV für deutsche Kunden der vernünftigere Kauf. Mit einem Preisvorteil von rund 13.000 Euro gegenüber dem importierten Accord Sport bietet er fast identische Fahrleistungen, eine vollwertige Werksgarantie und eine gesicherte Ersatzteilversorgung vor Ort. Der Accord lohnt sich nur für absolute Liebhaber klassischer Stufenheck-Limousinen mit exklusivem Charakter, die den zusätzlichen Raum im Fond zwingend benötigen. Wer sich für das Nachfolgejahr des Accord interessiert, findet Details unter 2027 Honda Accord.
Beim Betrieb eines importierten 2025 Honda Accord im DACH-Raum müssen Käufer drei wesentliche Risiken einkalkulieren:
Die von Honda in den USA gewährte Neuwagengarantie (3 Jahre oder 36.000 Meilen auf das Gesamtfahrzeug, 5 Jahre auf den Antriebsstrang) gilt explizit nur in den USA und Kanada. Honda Deutschland übernimmt für US-Importe keine Garantieleistungen. Tritt ein Defekt am Hybridsystem oder der Hochvoltbatterie auf, trägt der Besitzer alle Kosten selbst.
Da der US-Accord keine offizielle Typschlüsselnummer (TSN) im deutschen Gesamtverband der Versicherer (GDV) besitzt, kann er nicht über automatische Online-Rechner versichert werden. Die Einstufung erfolgt manuell durch die Versicherer (z. B. Allianz oder HUK-Coburg) anhand vergleichbarer Modelle wie dem älteren Accord oder dem aktuellen CR-V. Rechnen Sie mit einem Kasko-Zuschlag von etwa 15 bis 25 Prozent, da Karosserieteile im Schadensfall teuer importiert werden müssen.
Verschleißteile des Motors und der Bremsen sind häufig baugleich mit europäischen Modellen (wie dem Civic oder CR-V) und somit problemlos lieferbar. Spezifische Karosserieteile, Scheinwerfer oder Elektronikkomponenten des US-Modells müssen jedoch über spezialisierte Händler in den USA bestellt werden. Die Lieferzeiten betragen hierbei meist 7 bis 14 Werktage zuzüglich Zollgebühren.
In den USA liegt der offizielle Listenpreis netto zwischen ca. 26.200 Euro (28.295 USD) für den LX und ca. 36.200 Euro (39.160 USD) für den Touring Hybrid. Ein fahrfertiger Import nach Deutschland inklusive Fracht, Zoll, Steuern und Zulassung schlägt mit rund 45.500 bis 54.500 Euro zu Buche.
Nein, Honda bietet das Modell nicht offiziell in Europa an. Interessenten können das Fahrzeug nur über freie Importeure aus den USA nach Deutschland holen und per Einzelabnahme nach § 21 StVZO zulassen.
Zusätzlich zum US-Fahrzeugpreis müssen Sie mit etwa 2.500 Euro für die Fracht, 10 Prozent Einfuhrzoll auf den Gesamtwert aus Kaufpreis und Fracht, 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer auf die verzollte Summe sowie rund 2.000 Euro für die technische Umrüstung und TÜV-Zulassung rechnen.
Für die meisten Fahrer lohnt sich der Import nicht. Der in Deutschland offiziell angebotene Honda Civic e:HEV nutzt dieselbe Hybridtechnik, ist ca. 13.000 Euro günstiger als ein importierter Accord Sport Hybrid, verfügt über eine europäische Werksgarantie und eine gesicherte Ersatzteilversorgung beim lokalen Händler.
Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zu diesen Modellen auf unserer Website.