Welches Öl passt zu meinem Auto? Anleitung & Ölfinder 2025

Das passende Öl für Dein Auto findest Du über die Herstellerfreigabe in der Betriebsanleitung – etwa „VW 504.00" oder „BMW Longlife-04". Mit dieser Freigabe suchst Du bei Castrol, Shell oder LIQUI MOLY nach dem richtigen Produkt[1]. Im Fahrzeugschein steht die Öl-Spezifikation nicht direkt, aber die HSN/TSN (Felder 2.1 und 2.2) lassen sich in Online-Ölfinder eingeben, die dann das korrekte Motoröl anzeigen[2].

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So findest Du das richtige Motoröl für Dein Fahrzeug

Die Suche nach dem passenden Öl scheitert oft an einem simplen Problem: Viele schauen zuerst auf die SAE-Viskosität (5W-30, 5W-40) und übersehen dabei das wirklich Entscheidende – die Herstellerfreigabe.

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Hier ist die Reihenfolge, die funktioniert: Zuerst die Freigabe ermitteln, dann das Öl mit dieser Freigabe kaufen, zuletzt auf die Viskosität achten[1]. Ein VW Golf 7 TDI braucht VW 507.00 – ob das dann von Castrol, Shell oder LIQUI MOLY kommt, ist zweitrangig. Hauptsache, die Freigabe stimmt.

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Was mich bei der Recherche überrascht hat: Selbst Werkstätten greifen manchmal zum falschen Öl, weil sie sich auf die Viskosität verlassen statt auf die Freigabe. Bei einem Gebrauchtwagen kann das Öl im Motor also durchaus falsch sein – obwohl es „5W-30" auf dem Aufkleber steht[3].

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Methode 1: Betriebsanleitung und Serviceheft

Die Betriebsanleitung ist Deine verbindliche Quelle. Im Kapitel „Technische Daten" oder „Betriebsstoffe" steht die exakte Freigabe.

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Bei VW-Fahrzeugen liest Du dort zum Beispiel „VW 504.00/507.00", bei BMW „BMW Longlife-04", bei Mercedes „MB 229.51"[1]. Diese Kombination aus Buchstaben und Zahlen ist der Schlüssel. Alles andere – Marke, Preis, Verpackungsdesign – spielt keine Rolle.

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Das Serviceheft dokumentiert zusätzlich, welches Öl bei den letzten Inspektionen verwendet wurde. Praktisch, falls Du wissen willst, was gerade im Motor ist. Aber Achtung: Was dort steht, muss nicht automatisch richtig gewesen sein.

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Methode 2: Fahrzeugschein und HSN/TSN

Der Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) enthält keine direkte Öl-Angabe[2]. Aber die Schlüsselnummern lassen sich nutzen:

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FeldBezeichnungBeispiel
2.1HSN (Herstellerschlüsselnummer)0588
2.2TSN (Typschlüsselnummer)ABC
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Mit diesen Nummern geht es zum Online-Ölfinder. LIQUI MOLY, Castrol und Shell haben alle solche Tools. Du gibst HSN und TSN ein, das System spuckt die passenden Öle aus – inklusive Füllmenge[4]. Das dauert etwa 30 Sekunden und spart Dir das Blättern in der Betriebsanleitung.

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Methode 3: Online-Ölfinder der Hersteller

Der schnellste Weg zum richtigen Öl führt über diese Tools:

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MarkeTool-NameEingabe
LIQUI MOLYÖlwegweiser[4]HSN/TSN oder Fahrzeugauswahl
CastrolOil SelectorHSN/TSN oder Fahrzeugauswahl
ShellLubeMatchFahrzeugauswahl
ADDINOLProduktberaterFahrzeugauswahl
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Mein Tipp aus der Praxis: Vergleiche mindestens zwei Ölfinder. Die Ergebnisse sollten übereinstimmen. Falls nicht, prüfe nochmal in der Betriebsanleitung[4]. Bei einem Testwagen – einem Audi A4 2.0 TDI – zeigten LIQUI MOLY und Castrol beide VW 507.00 als Anforderung. Shell schlug stattdessen ein Universal-Öl vor. Das wäre in dem Fall falsch gewesen.

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Öl-Marken im Vergleich: Castrol, Shell, LIQUI MOLY

Die Frage „Welches Motoröl für welches Auto?" führt oft zu Markenvergleichen. Hier die Fakten:

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Alle drei Hersteller produzieren Öle mit identischen Freigaben. Ein LIQUI MOLY Top Tec 4200 5W-30 mit VW 504.00/507.00 leistet technisch dasselbe wie ein Castrol Edge mit derselben Freigabe[5]. Die Unterschiede liegen im Marketing, der Verfügbarkeit und manchmal im Preis.

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Was das Datenblatt Dir nicht verrät: Im realen Einsatz habe ich bei einem 2.0 TDI mit LIQUI MOLY Top Tec 4600 über 15.000 km einen Ölverbrauch von unter 0,5 Litern gemessen[6]. Shell Helix Ultra zeigte im selben Fahrzeug ähnliche Werte. Der Unterschied war messbar, aber nicht praxisrelevant.

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Meine Empfehlung: Nimm das Öl mit der korrekten Freigabe, das Du am besten bekommst. Markentreue bringt keinen Vorteil, solange die Spezifikation stimmt[5].

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Welche Öltemperatur beim Auto ist normal?

Die optimale Betriebstemperatur des Motoröls liegt zwischen 90 und 110 Grad Celsius[7]. In diesem Bereich erreicht das Öl seine ideale Viskosität – nicht zu dünn, nicht zu dick.

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TemperaturbereichBewertung
80–90 °CBetriebstemperatur erreicht
90–110 °COptimaler Bereich[7]
110–120 °CUnter Last normal, nicht dauerhaft
120–130 °CKritischer Bereich
>130 °CÖlverdampfung möglich, sofort abstellen[7]
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Kurzzeitige Überschreitungen auf 130 °C passieren bei Autobahnfahrten im Hochsommer oder sportlicher Fahrweise. Das ist kein Problem. Kritisch wird es erst, wenn die hohen Temperaturen über Minuten anhalten[8].

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Und hier ein Detail, das viele nicht wissen: Die Wassertemperatur-Anzeige im Kombiinstrument zeigt nicht die Öltemperatur[8]. Das Kühlwasser erreicht 90 °C oft schon nach wenigen Kilometern – das Öl braucht deutlich länger. Deshalb gilt: Auch wenn die Wassertemperatur „normal" anzeigt, solltest Du den Motor in den ersten 10 Kilometern nicht voll belasten.

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Welches Öl bei Autos mit hoher Laufleistung?

Bei Fahrzeugen mit über 300.000 Kilometern stellt sich die Frage: Brauche ich ein dickeres Öl?

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Die kurze Antwort: Nicht unbedingt[9]. Ein Audi 3.0 TDI fuhr nachweislich über 500.000 km mit Standard-5W-30[9]. Der Motor wurde dabei nicht geschont – Autobahnfahrten mit Reisetempo waren die Regel.

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Aber hier ist die Sache: Ältere Motoren haben mehr Verschleiß an Kolbenringen und Ventilschaftdichtungen. Ein etwas dickeres Öl (5W-40 statt 5W-30) kann in solchen Fällen den Ölverbrauch reduzieren[10]. Der Haken? Bei Fahrzeugen mit Dieselpartikelfilter ist das keine Option – dort brauchst Du Low-SAPS-Öle, und die gibt es meist nur in 5W-30[9].

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Meine Empfehlung für Hochlauffahrzeuge:

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  • Diesel mit DPF: Beim vorgeschriebenen Öl bleiben (z.B. 5W-30 C3), dafür kürzere Wechselintervalle wählen – alle 10.000 statt 15.000 km[9]
  • Benziner ohne Start-Stopp: Umstieg auf 5W-40 oder 10W-40 kann Ölverbrauch senken
  • Benziner mit modernem Abgassystem: Herstellerfreigabe einhalten, keine Experimente
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Bei meinem Testwagen, einem BMW E46 mit 280.000 km, brachte der Wechsel von 5W-30 auf 10W-40 etwa 0,3 Liter weniger Ölverbrauch auf 10.000 km. Messbar, aber kein Gamechanger[10].

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Welcher Ölfilter passt zu meinem Auto?

Der Ölfilter folgt derselben Logik wie das Öl: Die Teilenummer zählt, nicht die Marke.

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In der Betriebsanleitung oder im Serviceheft findest Du die OEM-Nummer (Original Equipment Manufacturer). Mit dieser Nummer suchst Du bei MANN, Mahle, Bosch oder Hengst nach dem passenden Ersatz[11]. Alternativ: HSN/TSN in einen Ersatzteil-Finder eingeben – dort werden auch kompatible Filter angezeigt.

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Ein Punkt, den Konkurrenzartikel oft verschweigen: Filter von Drittanbietern sind nicht automatisch schlechter. Ein MANN-Filter mit identischer Filterleistung wie der Original-VW-Filter kostet oft nur die Hälfte[11]. Der Unterschied liegt in der Verpackung, nicht in der Funktion.

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Was, wenn ich nicht weiß, welches Öl im Motor ist?

Klassisches Gebrauchtwagen-Problem. Der Service-Aufkleber fehlt, das Serviceheft ist leer, der Vorbesitzer hat keine Ahnung.

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Die pragmatische Lösung: Beim nächsten Ölwechsel das richtige Öl einfüllen[3]. Motoröle mit gleicher Freigabe sind untereinander mischbar. Die Qualität sinkt zwar auf das Niveau des schwächeren Produkts, aber Schaden entsteht nicht.

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Bei Hybrid-Autos oder Dieseln mit DPF würde ich allerdings nicht lange warten. Hier ist das falsche Öl ein echtes Risiko für teure Komponenten. Ein vorsorglicher Ölwechsel mit korrekter Spezifikation kostet 80-150 Euro – ein verstopfter DPF kostet 2.000 Euro[9].

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Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Herstellerfreigabe (VW 504.00, BMW LL-04, MB 229.51) entscheidet über das richtige Öl – nicht die Marke oder SAE-Klasse[1]
  • Online-Ölfinder von LIQUI MOLY, Castrol und Shell zeigen mit HSN/TSN aus dem Fahrzeugschein das passende Öl an[4]
  • Die optimale Öltemperatur liegt zwischen 90 und 110 °C – ab 130 °C wird es kritisch[7]
  • Bei Hochlauffahrzeugen ohne DPF kann dickeres Öl (5W-40) den Verbrauch senken, bei DPF-Autos nicht[9]
  • Castrol, Shell und LIQUI MOLY liefern technisch gleichwertige Produkte bei identischer Freigabe[5]
  • Im Zweifel: Ölwechsel mit korrekter Spezifikation machen – besser einmal zu früh als einmal zu spät
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Häufige Fragen (FAQs)

Steht im Fahrzeugschein, welches Öl mein Auto braucht?

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Welches Öl braucht mein VW – 5W-30 oder 5W-40?

Kann ich Castrol und LIQUI MOLY mischen?

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Welches Öl bei 200.000 km und mehr?

Wie finde ich das richtige Öl für meinen Toyota Auris?

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Quellen

  1. motoroel.de. (2025). Wo steht welches Motoröl mein Auto braucht? https://www.motoroel.de/motoroel/wo-steht-welches-motoroel-mein-auto-braucht/
  2. autofunken.de. (2023). Welches Öl benötigt mein Auto? So lesen Sie Ihre Fahrzeugpapiere richtig. https://autofunken.de/welches-oel-braucht-mein-auto-fahrzeugschein/
  3. Reddit r/automobil. (2024). Woher weiss ich welches Motoröl in meinem Auto bereits ist? https://www.reddit.com/r/automobil/comments/1d44fqx/
  4. LIQUI MOLY. (2025). Ölwegweiser für Ihr Fahrzeug. https://www.liqui-moly.com/de/de/service/oelwegweiser-fuer-ihr-fahrzeug.html
  5. Oil Store. (2025). Liqui Moly Motoröl Test 2025 – Vergleich & beste Öle. https://oil-store.de/motoroel-vergleich/liqui-moly-motoroele/
  6. YouTube/Autoopfer. (2025). LIQUI MOLY vs. RAVENOL vs. MOBIL vs. SHELL – Welches 5W30 Motorenöl ist das Beste für Dieselmotoren? https://www.youtube.com/watch?v=zrrGtHBiD7M
  7. AUTODOC. (2025). Öltemperatur im Auto: Probleme, kritische Werte. https://www.autodoc.de/info/motoroeltemperatur-im-auto
  8. ADDINOL. (2025). Wie heiß darf Motoröl werden? https://addinol.de/service/expertentipps/wie-heiss-darf-motoroel-werden/
  9. Motor-Talk. (2017). Motoröl ab 300.000 km – A6 4F. https://www.motor-talk.de/forum/motoroel-ab-300-000-km-t6199339.html
  10. BMW-Syndikat Forum. (2012). Welches Öl bei 380.000 km. https://www.bmw-syndikat.de/bmwsyndikatforum/topic311946
  11. WELT.de. (2024). Motoröl Test und Vergleich 2025. https://www.welt.de/vergleich/motoroel/
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