Welches Öl für den 1er BMW Benziner passt, hängt von der Baureihe ab. Ältere Modelle (E87, F20) brauchen ein Öl mit BMW Longlife-01 in 5W-30 oder 5W-40[1]. Neuere Modelle ab dem F40 verlangen BMW Longlife-17 FE+ in 0W-20 oder 0W-30[2]. Die Ölmenge variiert je nach Motor zwischen 4,2 und 6,5 Litern[3]. Bewährte Produkte mit offizieller Freigabe: Castrol EDGE 5W-30 LL, Liqui Moly Special Tec B FE 0W-30 und Shell Helix Ultra ECT C3 5W-30.
| 1er BMW Generation | Baureihe | BMW-Freigabe | SAE | Empfohlenes Produkt |
|---|---|---|---|---|
| 1. Generation | E87/E82 (2004–2013) | LL-01 | 5W-30 / 5W-40 | Castrol EDGE 5W-30 LL |
| 2. Generation | F20/F21 (2011–2019) | LL-01 / LL-04 / LL-12 FE | 5W-30 / 0W-30 | Shell Helix Ultra ECT 0W-30 |
| 3. Generation | F40 (ab 2019) | LL-17 FE+ | 0W-20 / 0W-30 | Liqui Moly Special Tec B FE 0W-30 |
Eine vollständige Übersicht, welches Motoröl für welches Auto geeignet ist, hilft bei der Einordnung über alle Marken hinweg.
Der 1er BMW Benziner braucht – je nach Baureihe – ein Öl mit BMW Longlife-01 (ältere Modelle), BMW Longlife-04 (Modelle mit Partikelfilter) oder BMW Longlife-17 FE+ (aktuelle Generation)[1]. Die Freigabe-Nummer auf dem Ölkanister entscheidet, nicht die SAE-Klasse. Ein 5W-30 ohne BMW-Freigabe ist ungeeignet, ein 0W-30 mit Freigabe dagegen perfekt.
Beim E87 (2004–2013) verlangt BMW die Longlife-01-Freigabe. Die Ölmenge beim 116i (115 PS, N45-Motor) liegt bei 4,25 Litern[4]. Beim 120i und 125i (N52/N20) sind es rund 5,0 Liter. Alle Benziner dieser Generation kommen ohne Ottopartikelfilter aus – deshalb reicht LL-01.
Die F20-Generation (2011–2019) brachte die ersten BMW-Dreizylinder. Hier akzeptiert BMW mehrere Freigaben parallel: LL-01, LL-04 und LL-12 FE[2]. Die empfohlene Norm ist je nach Motorvariante LL-12 FE (vom Hersteller bevorzugt) mit einer typischen Ölmenge von 4,2 bis 5,0 Litern[2].
Beim aktuellen F40 (ab 2019) hat BMW die Freigabe LL-17 FE+ als Empfehlung eingeführt[2]. Die Viskosität liegt bei 0W-20 oder 0W-30 – deutlich dünner als bei älteren Baureihen. Der Grund: geringere Reibung für bessere Kraftstoffeffizienz und niedrigere CO₂-Werte[1].
| 1er BMW | Baureihe | Benzinmotoren | BMW-Freigabe | SAE | Ölmenge | Empfohlenes Produkt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 116i / 118i / 120i | E87 (2004–2013) | N45, N46, N43, N52 | LL-01 | 5W-30, 5W-40 | 4,25–5,0 L | Castrol EDGE 5W-30 LL |
| 116i / 118i / 120i / 125i / M135i | F20/F21 (2011–2019) | N13, B38, B48, N55 | LL-01 / LL-04 / LL-12 FE | 5W-30, 0W-30 | 4,2–5,0 L | Shell Helix Ultra ECT 0W-30 |
| 118i / 128ti / M135i | F40 (ab 2019) | B38, B48 | LL-17 FE+ (empf.) | 0W-20, 0W-30 | 4,25–5,0 L | Liqui Moly Special Tec B FE 0W-30 |
BMW Longlife-01 ist die Basisnorm für Benzinmotoren ab Baujahr 2001[5]. Sie verlangt ein vollsynthetisches Öl, typischerweise in 5W-30 oder 5W-40. Für den E87 und frühe F20-Modelle ohne Partikelfilter ist das die richtige Wahl.
BMW Longlife-04 kam 2004 hinzu und gilt für Motoren mit Partikelfilter[5]. Es handelt sich um ein Low-SAPS-Öl mit reduzierter Sulfatasche – das schützt den Filter vor Zusetzung. Beim 1er ist LL-04 vor allem für die F20-Diesel relevant, taucht aber auch bei einigen Benzinern mit OPF auf[2].
BMW Longlife-12 FE und die neueren Normen LL-14 FE+ und LL-17 FE+ stehen für „Fuel Economy"[1]. Die dünnere Viskosität (0W-20 bis 0W-30) senkt die Reibung im Motor. LL-17 FE+ ist die aktuelle Empfehlung für den F40. Wichtig: LL-12 FE ist bei vielen F20-Modellen rückwärtskompatibel zu LL-01 und LL-04[2].
Der BMW X1 teilt sich die Plattform mit dem 1er – und damit auch die Ölnormen. Beim X1 E84 (2009–2015) greift BMW Longlife-01 in 5W-30[5]. Der X1 F48 (2015–2022) akzeptiert LL-01, LL-04 und LL-12 FE. Beim aktuellen X1 U11 (ab 2022) empfiehlt BMW die neueste Norm LL-17 FE+.
Der einzige Unterschied zum 1er: die Ölmenge. Der X1 mit dem B48-Vierzylinder fasst rund 5,0 bis 5,2 Liter – etwas mehr als der kompaktere 1er mit Dreizylinder (4,25 L). Die Produktempfehlung bleibt identisch: Castrol EDGE oder Shell Helix Ultra mit der passenden BMW-Freigabe. Wer einen BMW 2er fährt, findet dort eine ähnliche Freigabe-Logik vor.
Alle VW-Benziner folgen dem gleichen Freigabesystem: VW 502 00 (festes Intervall), VW 504 00 (Longlife) oder VW 508 00 (neueste Generation)[6]. Dieses System gilt identisch für Seat und Skoda – der gesamte VAG-Konzern arbeitet mit denselben Ölnormen. Wer das Richtige für einen VW sucht, braucht nur die passende Nummer.
Der VW Golf 4 1.6 Benziner (Motorcode AEH, AKL, APF) gehört zur älteren Generation und läuft mit VW 502 00 in 5W-30 oder 5W-40[6]. Beim Golf 7 Benziner (1.4 TSI / 1.5 TSI) ist VW 504 00 in 5W-30 die richtige Norm. Der VW Tiguan der ersten Generation (5N) braucht VW 504 00, der aktuelle Tiguan mit 1.5 TSI verlangt je nach Baujahr bereits VW 508 00 in 0W-20[6].
Beim VW T-Roc mit dem 1.5 TSI (ab 2017) hängt die Ölnorm vom genauen Modelljahr ab. Frühe Modelle nehmen VW 504 00, neuere Versionen mit Ottopartikelfilter verlangen VW 508 00[6]. Im Zweifel immer die Betriebsanleitung prüfen – oder den Aufkleber im Motorraum.
| Modell | Motorvariante | Motorcode | VW-Freigabe | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| VW Golf 4 1.6 | 1.6 8V 101 PS | AEH / AKL | VW 502 00 | 5W-30, 5W-40 | 4,5 L |
| VW Polo 9N 1.4 | 1.4 16V 80 PS | BUD | VW 504 00 | 5W-30 | 3,2 L |
| VW Polo 6R 1.4 | 1.4 TSI 150 PS | CAVE | VW 504 00 | 5W-30 | 3,6 L |
| VW Golf 7 | 1.4 TSI 125 PS | CZCA | VW 504 00 | 5W-30 | 3,6 L |
| VW Golf 7 | 1.5 TSI 130 PS | DADA | VW 504 00 | 5W-30 | 4,0 L |
| VW Tiguan (5N) | 1.4 TSI 150 PS | CZDA | VW 504 00 | 5W-30 | 3,6 L |
| VW Tiguan (AD) | 1.5 TSI 150 PS | DPCA | VW 508 00 | 0W-20 | 4,0 L |
| VW T-Roc | 1.5 TSI 150 PS | DPCA | VW 508 00 | 0W-20 | 4,0 L |
| VW Up | 1.0 MPI 60/75 PS | CHYA / CHYB | VW 504 00 | 5W-30 | 2,5 L |
Der Polo 9N 1.4 16V mit dem Motorcode BUD (80 PS) braucht ein Öl mit VW 504 00 in 5W-30[6]. Die ältere Variante mit dem BBY-Motor (75 PS) akzeptiert auch VW 502 00 in 5W-40. Die Ölmenge liegt bei 3,2 Litern – ein 5-Liter-Kanister Liqui Moly Top Tec 4200 reicht also mit Reserve.
Beim Polo 6R und 6C (2009–2017) mit 1.4 TSI bleibt VW 504 00 die Norm. Auch hier: 5W-30 als Standardviskosität. Bei höherer Laufleistung (über 150.000 km) kann ein kürzeres Wechselintervall von 15.000 km statt Longlife sinnvoll sein – dem Verschleißschutz zuliebe. Wer schon den Golf 5 1.4 Benzin kennt, findet beim Polo dieselbe Norm-Logik.
Seat gehört zum VW-Konzern – und deshalb gelten für den Seat Leon exakt die gleichen VW-Ölfreigaben wie für den Golf[7]. Der Leon 5F mit 1.4 TSI (CZCA, 125 PS) verlangt VW 504 00 in 5W-30. Der aktuelle Leon KL mit 1.5 TSI braucht VW 508 00 in 0W-20.
Die FR-Version ändert an der Ölnorm nichts. FR steht für sportliche Optik und strafferes Fahrwerk – der Motor bleibt identisch zum Standardmodell[7]. Ein Seat Leon FR 1.5 TSI mit 150 PS bekommt also dasselbe Öl wie ein Leon Style mit gleichem Motor. Die Unterscheidung zwischen Diesel oder Benziner ist beim Seat ohnehin relevanter als die Ausstattungslinie.
Auch der VW Up mit seinem 1.0-MPI-Dreizylinder folgt dem VW-Normsystem: VW 504 00 in 5W-30[6]. Die Ölmenge fällt mit rund 2,5 Litern kleiner aus als bei Golf oder Polo – logisch beim kompaktesten Motor im VW-Programm. Longlife-Intervalle (bis 30.000 km) sind auch hier möglich, wenn das Fahrzeug dafür freigeschaltet ist.
Skoda ist eine VW-Tochter, und der Fabia teilt sich die Motoren mit dem VW Polo. Das bedeutet: VW-Ölnormen gelten identisch[8]. Der Fabia 1.2 (Motorkennbuchstaben BME 64 PS oder BBM 70 PS) braucht VW 504 00 in 5W-30 mit einer Ölmenge von 2,9 Litern.
Beim Fabia 1.4 16V (Motorcode BKY, 75 PS) passt ebenfalls VW 504 00 in 5W-30, alternativ auch VW 502 00 in 5W-40 bei festem Wechselintervall[8]. Die Ölmenge liegt bei ca. 3,2 Litern. Wie beim Polo gilt: Bei älteren Fahrzeugen mit hohem Kilometerstand besser auf 15.000-km-Intervalle umstellen, statt die Longlife-Grenze auszureizen.
| Skoda Fabia Motor | Motorcode | PS | VW-Freigabe | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.2 | BME | 64 | VW 504 00 | 5W-30 | 2,9 L |
| 1.2 | BBM | 70 | VW 504 00 | 5W-30 | 2,9 L |
| 1.4 16V | BKY | 75 | VW 502 00 / VW 504 00 | 5W-30, 5W-40 | 3,2 L |
| 1.4 16V | BBZ | 75 | VW 502 00 / VW 504 00 | 5W-30, 5W-40 | 3,2 L |
Liqui Moly Top Tec 4200 5W-30 (VW 504 00), Castrol EDGE 5W-30 LL (VW 504 00) oder Mannol Longlife 504/507 5W-30 – alle drei Produkte passen. Die Flüssigkeiten im Auto gehen natürlich über das Motoröl hinaus.
Opel-Benziner seit 2010 brauchen ein Öl mit der Freigabe dexos2 in der Viskosität 5W-30[9]. Diese Norm ersetzt die ältere GM-LL-A-025 und ist rückwärtskompatibel – ein dexos2-Öl passt also auch in Opel-Modelle vor 2010[10].
Der Opel Corsa D (2006–2014) mit dem 1.2-Liter A12XER (86 PS) oder dem 1.4-Liter A14XER (100 PS) läuft mit dexos2 in 5W-30[11]. Die empfohlenen Produkte sind das Original Opel 5W-30 dexos2, Liqui Moly Top Tec 4600 5W-30 oder Castrol Edge FST 5W-40[11]. Wer sich für die Kosten eines neuen Opel Corsa Benziner interessiert, findet dort die aktuellen Preise.
Für die Meriva A (2003–2010) und Meriva B (2010–2017) gilt dieselbe Logik. Ältere Modelle akzeptieren GM-LL-A-025, alle können dexos2 fahren. Der Mokka und Mokka X mit 1.4 Turbo (A14NET, 140 PS) verlangt ebenfalls dexos2 in 5W-30.
| Opel-Modell | Motor | PS | Opel/GM-Freigabe | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| Corsa D 1.2 | A12XER | 86 | dexos2 | 5W-30 | 3,2 L |
| Corsa D 1.4 | A14XER | 100 | dexos2 | 5W-30 | 3,5 L |
| Corsa E 1.4 | B14XER | 90 | dexos2 | 5W-30 | 3,5 L |
| Corsa F 1.2 Turbo | F12SHT | 100/130 | dexos1 Gen2 | 0W-20 | 4,2 L |
| Meriva A 1.4 | Z14XEP | 90 | GM-LL-A-025 / dexos2 | 5W-30 | 3,5 L |
| Meriva B 1.4 Turbo | A14NET | 120/140 | dexos2 | 5W-30 | 4,0 L |
| Mokka 1.4 Turbo | A14NET | 140 | dexos2 | 5W-30 | 4,0 L |
Der Corsa D wurde ab 2006 gebaut, die dexos2-Norm aber erst 2010 eingeführt[10]. Heißt das, ältere Corsa D brauchen GM-LL-A-025? Technisch ja – aber praktisch ist dexos2 die bessere Wahl. Die neuere Norm erfüllt alle Anforderungen der älteren und liefert besseren Verschleißschutz[10].
Ein dexos2-Öl in 5W-30 passt also in jeden Corsa D Benziner, egal ob Baujahr 2006 oder 2014[9]. Die GM-LL-A-025-Kennzeichnung verschwindet ohnehin zunehmend von den Kanistern, weil die Hersteller auf dexos2 umstellen. (Ehrlich gesagt: Ich hab seit Jahren kein neues Öl mehr gesehen, das nur GM-LL-A-025 ohne dexos2 trägt.)
Ford-Benziner verlangen die hauseigene Spezifikation Ford WSS-M2C913-D in der Viskosität 5W-30[12]. Diese Norm deckt die meisten Ford-Sauger und ältere EcoBoost-Motoren ab. Der Ford Focus 1.6 16V (Motorcode FYDB, 100 PS) läuft einwandfrei mit einem WSS-M2C913-D-Öl[12].
Neuere EcoBoost-Motoren (1.0 EcoBoost, 1.5 EcoBoost) verlangen die aktuellere Spezifikation Ford WSS-M2C948-B in 0W-30[13]. Wer einen Ford Fiesta der aktuellen Generation fährt, sollte also auf der Dose nach WSS-M2C948-B suchen. Die ältere WSS-M2C913-D wird in diesen Motoren nur als Notfall-Alternative akzeptiert.
Das Castrol Magnatec 5W-30 A5/B5 mit Ford-WSS-M2C913-D-Freigabe ist eines der meistverkauften Ford-Öle in Deutschland[12]. Eine Alternative: das Mannol Energy 5W-30 oder Ford Formula F 5W-30. Die Filter im Auto spielen bei der Ölwahl eine untergeordnete, bei modernen EcoBoost-Motoren aber zunehmend wichtige Rolle.
| Ford-Modell | Motor | PS | Ford-Spezifikation | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| Focus Mk1 1.6 16V | FYDB | 100 | WSS-M2C913-D | 5W-30 | 4,3 L |
| Focus Mk2 1.6 Ti-VCT | HXDA | 115 | WSS-M2C913-D | 5W-30 | 4,3 L |
| Focus Mk3 1.0 EcoBoost | M1DA | 125 | WSS-M2C948-B | 0W-30 | 4,1 L |
| Fiesta Mk7 1.25 | SNJB | 82 | WSS-M2C913-D | 5W-30 | 3,8 L |
| Fiesta Mk7 1.0 EcoBoost | M1JE | 100 | WSS-M2C948-B | 0W-30 | 4,1 L |
| Fiesta Mk8 1.0 EcoBoost | B7JA | 100/125 | WSS-M2C948-B | 0W-30 | 4,1 L |
Hyundai und Kia haben – anders als BMW oder VW – keine eigenen Öl-Freigaben[14]. Stattdessen verweist Hyundai in der Betriebsanleitung auf branchenweite Normen: ACEA A5/B5 oder ACEA C2/C3 je nach Motor, typisch in der Viskosität 5W-30 oder 5W-20[14].
Für den Hyundai i20 mit dem 1.0 T-GDI (G3LC, 100/120 PS) empfiehlt Hyundai ein 5W-30 nach ACEA C2 oder C3[15]. Der i30 1.4 T-GDI (140 PS, Baujahr ab 2017) verlangt laut Nutzerberichten im HyundaiBoard ein Öl nach ACEA A5/B5 in 5W-30[16]. Beim Tucson variiert die Spezifikation je nach Generation und Motor.
Da Kia zum selben Konzern gehört, gilt für den Kia Sportage Benziner dieselbe Logik. Die Betriebsanleitung ist die einzig zuverlässige Quelle – denn ohne eigene Freigabe gibt es keinen universellen „Kia-Standard".
| Hyundai/Kia-Modell | Motor | PS | ACEA-Spezifikation | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| Hyundai i20 1.0 T-GDI | G3LC | 100/120 | ACEA C2/C3 | 5W-30 | 3,5 L |
| Hyundai i20 1.2 | G4LA | 84 | ACEA A3/B4 | 5W-30 | 3,3 L |
| Hyundai i30 1.4 T-GDI | G4LD | 140 | ACEA A5/B5 | 5W-30 | 3,6 L |
| Hyundai Tucson 1.6 T-GDI | G4FJ | 177 | ACEA C2/C3 | 5W-30 | 4,2 L |
| Kia Sportage 1.6 T-GDI | G4FJ | 177 | ACEA C2/C3 | 5W-30 | 4,2 L |
BMW, VW und Opel testen Motoröle intern und vergeben eigene Freigabe-Nummern (LL-01, VW 504 00, dexos2). Hyundai und Kia verzichten auf dieses System und verweisen stattdessen auf die etablierten Industriestandards ACEA und API[14].
Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Die Ölwahl ist weniger eingeschränkt – jedes ACEA-C3-zertifizierte 5W-30 funktioniert. Nachteil: Es fehlt die Sicherheit einer herstellerspezifischen Prüfung. Ölfinder-Tools von Liqui Moly oder Mobil sind hier ein praktisches Hilfsmittel[14]. Die Betriebsanleitung bleibt die wichtigste Referenz – im Zweifelsfall die dort genannte ACEA-Klasse exakt einhalten.
Fiat setzt auf eigene Spezifikationen: 9.55535-G1 für ältere Benziner und 9.55535-GS1 für neuere Modelle[17]. Die G1-Norm verlangt typischerweise ein 5W-30 oder 0W-30 nach ACEA A5/B5[18]. Die neuere GS1 ist für bestimmte Benzinmotoren mit niedrigerer HTHS-Viskosität ausgelegt[19].
Der Fiat 500 1.2 (Motor 169A4, 69 PS) ist ein Klassiker unter den Stadtautos. Er läuft mit einem 5W-30 nach Fiat 9.55535-G1[18]. Der Fiat Punto mit 1.2 oder 1.4 Benziner (Motoren 188A4, 350A1) braucht dieselbe Spezifikation.
Beim neueren Fiat 500 Hybrid mit dem 1.0-Dreizylinder (BSG, 70 PS) hat Fiat die Norm aktualisiert: hier verlangt der Hersteller 9.55535-DSX in 0W-20[19]. Die dünnere Viskosität dient – wie bei BMW und VW – der Kraftstoffeffizienz.
| Fiat-Modell | Motor | PS | Fiat-Spezifikation | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| Fiat 500 1.2 | 169A4 | 69 | 9.55535-G1 | 5W-30, 0W-30 | 2,8 L |
| Fiat 500 1.4 | 169A3 | 100 | 9.55535-G1 | 5W-30 | 3,3 L |
| Fiat 500 Hybrid 1.0 | GSE | 70 | 9.55535-DSX | 0W-20 | 3,0 L |
| Fiat Punto 1.2 | 188A4 | 60 | 9.55535-G1 | 5W-30 | 2,8 L |
| Fiat Punto 1.4 | 350A1 | 77 | 9.55535-G1 | 5W-30 | 3,3 L |
Dacia gehört zu Renault, und entsprechend gelten die Renault-Ölnormen. Ältere Benziner (Duster und Sandero mit 1.6 SCe oder 1.2 16V) verlangen Renault RN 0700 in 5W-30[20]. Neuere Modelle mit dem 1.0 TCe-Turbomotor brauchen Renault RN17 in 0W-30 oder 5W-30[21].
Der Dacia Sandero III mit 1.0 TCe 90 (Motor H5H) arbeitet mit Renault RN17[22]. Die Variante mit 1.0 TCe 110 PS verlangt ebenfalls RN17[23]. Die Ölmenge liegt bei ca. 4,2 Litern.
| Dacia-Modell | Motor | PS | Renault-Norm | SAE | Ölmenge |
|---|---|---|---|---|---|
| Duster I 1.6 SCe | K4M | 105 | RN 0700 | 5W-30 | 4,8 L |
| Duster II 1.0 TCe | H5H | 100 | RN17 | 0W-30, 5W-30 | 4,2 L |
| Sandero II 0.9 TCe | H4B | 90 | RN 0700 / RN 0710 | 5W-30 | 4,0 L |
| Sandero III 1.0 TCe | H5H | 90/110 | RN17 | 0W-30, 5W-30 | 4,2 L |
RN 0700 wurde 2007 mit der Einführung des Laguna III vorgestellt[20]. Sie gilt für Benzin-Saugmotoren und ältere Turbobenziner ohne Partikelfilter. Die Anforderungen entsprechen ACEA A3/B4 oder A5/B5.
RN17 ist die aktuelle Norm für Benzin- und Dieselmotoren nach Euro-6d-Abgasnorm[21]. Sie wurde speziell für Turbobenziner mit Direkteinspritzung (TGDI) und Ottopartikelfilter entwickelt. RN17 ersetzt RN 0700 und RN 0710 und ist rückwärtskompatibel[20]. Wer sich über Kraftstoffthemen wie die Benzinlagerung informiert, wird feststellen, dass auch die Kraftstoffqualität die Ölwahl beeinflusst.
Jeder Hersteller kocht beim Motoröl sein eigenes Süppchen. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Freigaben aller in diesem Artikel behandelten Marken zusammen. Der Grundsatz bleibt überall gleich: Die Freigabe-Nummer auf dem Kanister zählt – nicht der Preis, nicht die Farbe und schon gar nicht der Werbespruch auf der Verpackung.
| Hersteller | Aktuelle Norm | Ältere Norm | Typische SAE | Gilt für |
|---|---|---|---|---|
| BMW | LL-17 FE+ / LL-12 FE | LL-01 / LL-04 | 0W-20 – 5W-40 | Alle BMW & Mini Benziner |
| VW / Seat / Skoda | VW 508 00 | VW 504 00 / VW 502 00 | 0W-20 – 5W-40 | Alle VAG-Benziner |
| Opel | dexos2 / dexos1 Gen2 | GM-LL-A-025 | 5W-30 / 0W-20 | Alle Opel-Benziner |
| Ford | WSS-M2C948-B | WSS-M2C913-D | 0W-30 / 5W-30 | Alle Ford-Benziner |
| Hyundai / Kia | ACEA A5/B5 o. C2/C3 | – (keine eigene) | 5W-20 / 5W-30 | Alle Hyundai/Kia |
| Fiat | 9.55535-GS1 / DSX | 9.55535-G1 | 0W-20 – 5W-40 | Alle Fiat-Benziner |
| Dacia (Renault) | RN17 / RN17 FE | RN 0700 | 0W-20 / 5W-30 | Alle Dacia-Benziner |
Ein Muster ist erkennbar: Alle Hersteller bewegen sich in Richtung dünnerer Viskositäten (0W-20, 0W-30). Der Grund ist überall derselbe – Flottenemissionen und Kraftstoffeffizienz. Für ältere Fahrzeuge ändert sich nichts: Dort bleibt 5W-30 oder 5W-40 der Standard. Und wer grundsätzlich verstehen will, welches Getriebe sein Auto hat, findet dort passende Informationen zu den verschiedenen Getriebeölen.
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