Das beste Hybrid Auto hängt vom Nutzungsprofil ab. Als Voll-Hybrid überzeugt der Toyota Prius mit nur 3,8 Litern Realverbrauch und fünf Sternen im ADAC Ecotest[1]. Bei den Plug-in-Hybriden liegt der VW Passat Variant 1.5 eHybrid mit 122 Kilometern elektrischer Reichweite und ADAC-Note 1,9 vorn[2]. Wer wenig laden kann, greift zum Honda Jazz e – der kompakte Vollhybrid kommt im Alltag auf 4,3 Liter und kostet unter 28.000 Euro[3].
2025 wurden in Deutschland rund 840.000 Hybrid-Neuzulassungen registriert – der Antrieb bleibt gefragt[4]. Aber Hybrid ist nicht gleich Hybrid. Die Unterschiede zwischen Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid sind erheblich. Ein falsch gewähltes Modell kann mehr verbrauchen als ein reiner Benziner. Wer täglich 50 Kilometer pendelt und zu Hause laden kann, profitiert massiv von einem PHEV. Ohne Lademöglichkeit schleppt man nur 200 Kilogramm Extragewicht spazieren[3].
Hier ist die Sache: Der ADAC testet alle Hybride unter realen Bedingungen im Ecotest. Die Herstellerangaben? Meist Wunschdenken. Der getestete Mercedes C 300e kommt laut Hersteller auf 0,5 Liter plus 18,5 kWh – der ADAC misst 1,6 Liter plus 21,1 kWh[1]. Das ist fast das Dreifache beim Sprit.
Die folgende Tabelle zeigt die Top-Modelle nach Hybrid-Typ, basierend auf ADAC-Tests und aktuellen Marktdaten:
| Modell | Hybrid-Typ | Verbrauch (ADAC) | E-Reichweite | Preis ab | ADAC-Note |
|---|---|---|---|---|---|
| Toyota Prius PHEV | Plug-in | 1,7 l + 11,5 kWh | 70–80 km | 48.900 € | 5 Sterne Ecotest |
| VW Passat Variant eHybrid | Plug-in | 6,2 l kombiniert | 122 km | 52.405 € | 1,9 |
| Mercedes GLC 300 de | Plug-in (Diesel) | Sehr effizient | 110 km | 68.000 € | 2,1 |
| Cupra Leon e-HYBRID | Plug-in | k.A. | 107 km | ca. 45.000 € | 2,1 |
| Honda Jazz e | Voll-Hybrid | 4,3 l | – | 27.900 € | Sehr gut |
| Hyundai Tucson Hybrid | Voll-Hybrid | ca. 5 l | – | 42.400 € | Gut |
Was die Zahlen nicht verraten: Der neue Prius fährt sich völlig anders als sein Vorgänger. Die 223 PS Systemleistung sorgen für überraschend flotte Beschleunigung, während der Verbrauch im ADAC Ecotest bei nur 1,7 Liter Benzin plus 11,5 kWh Strom pro 100 Kilometer landet[1]. Das sind fünf Sterne – kein anderer Plug-in-Hybrid erreicht diese Wertung.
Der 13,6-kWh-Akku ermöglicht 70 bis 80 Kilometer rein elektrisches Fahren im Alltag[3]. Obendrauf packt Toyota ein Solar-Dachpanel, das die Batterie bei Sonnenschein nachladen kann. Der Haken? Das coupéhafte Dach kostet Kopffreiheit im Fond. Für Familien mit großen Teenagern wird es eng.
An der Spitze der ADAC-Rangliste steht der Passat Variant mit Note 1,9[2]. Die 19,7-kWh-Batterie liefert 122 Kilometer elektrische Reichweite nach ADAC-Messung – das reicht für die meisten Pendler locker für Hin- und Rückweg. Und falls nicht: Mit CCS-Schnellladen (bis 51 kW) ist der Akku in unter einer Stunde wieder voll[2].
Der kombinierte Verbrauch liegt bei 6,2 Litern pro 100 Kilometer – das klingt erst mal hoch, bezieht sich aber auf Fahren mit leerer Batterie. Mit geladenem Akku pendelt sich der Wert unter zwei Litern ein. Schwächen? VW verzichtet auf eine Allrad-Option. Wer im Alpenraum wohnt, muss das einkalkulieren.
Eine Seltenheit im PHEV-Segment: Der Mercedes GLC kombiniert einen Dieselmotor mit dem Elektroantrieb[2]. Das Ergebnis? 110 Kilometer E-Reichweite plus die Sparsamkeit des Selbstzünders auf der Autobahn. Für Vielfahrer mit Lademöglichkeit am Ziel ist das eine interessante Kombination.
(Vollständige Offenlegung: Der Anschaffungspreis von über 68.000 Euro macht das Ganze zum Luxusprodukt. Als Firmenwagen mit 0,5-Prozent-Versteuerung relativiert sich das.)
Nicht jeder hat eine Lademöglichkeit. Und genau hier spielen Vollhybride ihre Stärke aus. Sie laden sich selbst – beim Bremsen und im Schiebebetrieb. Keine Wallbox nötig, keine Reichweitenangst.
Der 4,05 Meter kurze Jazz kommt im gemischten Ecotest-Profil auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer[3]. Im Stadtverkehr fällt der Wert oft unter vier Liter. Wie schafft Honda das? Der 109-PS-Antrieb fährt innerstädtisch überraschend oft rein elektrisch – der kleine 1,0-kWh-Akku wird ständig per Rekuperation nachgeladen.
Was mich beim Test überrascht hat: Das „Magic-Seat"-System verwandelt den Fond in Sekunden vom Ladeabteil zur Lounge[3]. Für Stadtbewohner, die gelegentlich Sperrgut transportieren, ist das Gold wert. Die CVT-typische Drehzahlspitze beim Beschleunigen nervt allerdings – das ist der Preis für die Effizienz.
Der Tucson packt einen 1,6-Liter-Turbo plus 44-kW-E-Motor zusammen – Systemleistung: 230 PS[3]. Keine Steckdose nötig, trotzdem sinkt der Stadtverbrauch auf gut fünf Liter. Die Sechs-Gang-Wandlerautomatik arbeitet feinfühlig, das Assistenzpaket „Smart Sense" kommt serienmäßig.
Mit 616 Litern Kofferraum und fünf Jahren Garantie spricht der Tucson Familien an, die ein wartungsarmes Fahrzeug suchen[3]. Im Vergleich zu Plug-ins fehlt die E-Reichweite – wer aber keine Lademöglichkeit hat, erhält hier das bessere Gesamtpaket.
Die Preisaufschläge variieren je nach Hybrid-Typ[3]:
Plug-in-Hybride profitieren von der 0,5-Prozent-Dienstwagenregelung – aber nur bei mindestens 80 Kilometern elektrischer WLTP-Reichweite[3]. Für Firmenwagen ein starkes Argument. Privatfahrer müssen genauer rechnen.
Die Kfz-Steuer für Plug-in-Hybride liegt bei etwa 80 Euro jährlich – Benziner zahlen oft das Doppelte[3]. Versicherungen kosten nur wenige Prozent mehr als bei vergleichbaren Verbrennern. Plus: Der Elektromotor schont Bremsen und Verbrennungsmotor – weniger Verschleiß, längere Intervalle.
Alle zwei Jahre fällt eine Hochvolt-Sicherheitsprüfung an (ca. 50 Euro). Das ist der einzige Mehraufwand bei der Wartung.
Ein Toyota Prius PHEV verbraucht bei täglichem Laden etwa 1,7 Liter Super plus 11,5 kWh Strom pro 100 Kilometer[1]. Bei Spritpreisen von 1,70 €/l und Stromkosten von 0,30 €/kWh ergibt das:
Ein vergleichbarer Benziner (7,5 l/100 km) käme auf 12,75 € – fast das Doppelte.
Aber: Wer an öffentlichen Säulen lädt (0,60 €/kWh), zahlt deutlich mehr. Dann lohnt sich ein Vollhybrid wie der Honda Jazz (4,3 l = 7,31 €/100 km) oft eher.
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Finger weg vom Plug-in, wenn:
Die Fahrerassistenzsysteme sind bei den meisten aktuellen Hybriden ähnlich gut ausgestattet. Die Unterschiede liegen primär im Antrieb, nicht in der Sicherheitstechnik. Wer mehr über Antriebsarten generell erfahren möchte, findet bei KFZPick weitere Vergleiche.
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