Den Getriebetyp deines Autos findest du über den Getriebecode – entweder direkt am Getriebegehäuse, im Serviceheft oder auf dem Fahrzeugdatenträger im Kofferraum[1]. Bei VW, Audi, Skoda und Seat stehen die Getriebekennbuchstaben meist auf dem Ausstattungsaufkleber im Serviceheft[2]. Alternativ kann jede Vertragswerkstatt anhand der Fahrgestellnummer (VIN) das verbaute Getriebe ermitteln[3].
Der Getriebecode – auch Getriebenummer oder Getriebekennbuchstaben genannt – ist eine eindeutige Kennzeichnung deines Getriebes[1]. Dieser Code verrät die exakte Bauart, Gangzahl und Ausführung. Klingt technisch? Ist es auch. Aber ohne diesen Code bekommst du bei einer Reparatur oder einem Ölwechsel möglicherweise die falschen Teile.
Ein einheitliches Schema gibt es nicht[4]. Bei Volkswagen beginnt der Code mit Buchstaben (z.B. „MQ250" für ein manuelles 5-Gang-Getriebe), bei anderen Herstellern enthält er Hinweise auf Produktionsort oder Herstellungsjahr. Fast immer ist das Baujahr und der Produktionstag enthalten.
Der Code ist meist auf dem Getriebegehäuse eingeschlagen oder eingraviert[4]. Das Problem: Oft lässt er sich nur von unten ablesen – eine Hebebühne hilft. Je nach Hersteller sitzt der Code an der Unterseite, an der Seite des Gehäuses oder an der Kupplungsglocke.
Bei VW, Audi, Skoda und Seat findest du den Getriebekennbuchstaben auf dem Ausstattungsaufkleber im Serviceheft[2]. Audi platziert den Fahrzeugdatenträger zusätzlich in der Reserveradmulde oder auf dem Gepäckraumboden[5]. Dieser Aufkleber enthält Fahrzeug-Identifizierungsnummer, Motor- und Getriebekennbuchstaben auf einen Blick.
Kein Code sichtbar? Die VIN hilft weiter. Du findest sie am Armaturenbrett (Fahrerseite, durch die Windschutzscheibe sichtbar), im Türrahmen oder im Motorraum[1]. Mit dieser Nummer kann jede Vertragswerkstatt oder der Hersteller das verbaute Getriebe identifizieren. Einige Hersteller bieten auch Online-Datenbanken, in denen du technische Daten selbst abrufen kannst.
| Hersteller | Beispiel-Code | Bedeutung |
|---|---|---|
| VW/Audi/Skoda/Seat | DQ250 | 6-Gang DSG Automatik[1] |
| VW/Audi/Skoda/Seat | MQ250 | 5-Gang Schaltgetriebe[1] |
| VW/Audi/Skoda/Seat | DQ200 | 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe[1] |
| BMW | S5D 310Z | 5-Gang Schaltgetriebe[6] |
| BMW | GS7D36SG | 7-Gang Doppelkupplung (PDK)[7] |
| Ford | 6F35 | 6-Gang Automatik (Frontantrieb)[1] |
| Ford | MTX75 | 5-Gang Schaltgetriebe[1] |
| Opel | F17 | 5-Gang Schaltgetriebe[1] |
| Peugeot/Citroën | EAT6 | 6-Gang Automatik[1] |
| Renault | EDC | Doppelkupplungsgetriebe[1] |
Bei VW und Audi steht „DSG" für Direktschaltgetriebe – ein Automatikgetriebe mit zwei Kupplungen, das besonders schnell schaltet[1]. Das „M" in Codes wie „MQ200" weist auf ein manuelles Getriebe hin.
Moderne Autos nutzen fünf grundlegende Getriebearten. Jede hat ihre Stärken und Schwächen – und die Wahl hängt stark vom Einsatzzweck ab.
Das klassische Schaltgetriebe besteht aus zwei Getriebewellen mit mehreren Zahnradpaaren[8]. Du schaltest manuell und betätigst die Kupplung mit dem Fuß. Der Vorteil: Hoher Wirkungsgrad, gute Fahrleistungen und günstige Herstellungskosten. Der Nachteil: Im Stau wird das Kuppeln auf Dauer anstrengend.
Technisch ein Schaltgetriebe, aber Kupplung und Gangwechsel laufen automatisch ab[8]. Klingt praktisch, hat aber einen Haken: Die Zugkraftunterbrechungen beim Schalten sind spürbar und nerven – besonders bei schwachen Motoren. Mittlerweile fast vom Markt verschwunden.
Das CVT ändert die Übersetzung ohne klassischen Schaltvorgang – ähnlich wie bei einem Motorroller[8]. Ruckfreie Beschleunigung ohne Schaltrucke. Der Haken? Bei starkem Gas heult der Motor oft unangenehm auf, weil die Drehzahl vom Tempo entkoppelt ist. Toyota und Honda nutzen CVT häufig in ihren Hybriden.
Die klassische Automatik mit Drehmomentwandler statt Kupplung[8]. Moderne Versionen haben sechs bis neun Gänge und schalten butterweich. Der Verbrauch liegt minimal über dem Schaltgetriebe. Für Anhängerbetrieb und Bergfahrten die beste Wahl, weil das Anfahren verschleißfrei funktioniert[8].
Zwei Schaltgetriebe in einem Gehäuse – eins für die geraden, eins für die ungeraden Gänge[8]. Beim Gangwechsel schließt eine Kupplung, während die andere öffnet. Ergebnis: Blitzschnelle Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung. Sportwagen nutzen diese Technik nicht ohne Grund. VW nennt es DSG, Porsche PDK, BMW DCT. Der Nachteil: Manche Modelle ruckeln beim Anfahren im Kriechgang.
Die kurze Antwort: Kommt drauf an. Die alte Weisheit „Automatik frisst mehr Sprit" stimmt heute kaum noch[8]. Moderne Doppelkupplungs- und Wandlergetriebe sind sogar oft sparsamer als Handschaltungen.
| Kriterium | Schaltgetriebe | Automatik |
|---|---|---|
| Anschaffungspreis | Günstiger | 1.000-2.500 € Aufpreis |
| Verbrauch | Niedrig | Vergleichbar (oft identisch) |
| Komfort im Stau | Anstrengend | Entspannt |
| Sportlichkeit | Direktes Fahrgefühl | DSG/PDK sehr schnell |
| Anhängerbetrieb | Verschleiß an Kupplung | Verschleißfrei (Wandler) |
Wer täglich im Stadtverkehr steht, wird eine Automatik lieben[8]. Wer das direkte Fahrgefühl bevorzugt und selten im Stau steckt, fährt mit Handschaltung günstiger. Für häufigen Anhängerbetrieb oder Bergfahrten empfiehlt der ADAC eine Wandler-Automatik[8].
Und hier ein Trend: In der Mittelklasse verschwindet das Schaltgetriebe. Der BMW 3er ist gar nicht mehr mit Handschaltung erhältlich[8]. VW plant, Tiguan und Passat ausschließlich mit DSG zu verkaufen[9].
Die Antriebsart – Vorderrad, Hinterrad oder Allrad – steht in den Fahrzeugpapieren unter der Schlüsselnummer. Aber auch ohne Papiere erkennst du es:
Ein Auto, das von Sonnenenergie angetrieben wird, heißt Solarauto oder solarbetriebenes Elektroauto[10]. Diese Fahrzeuge nutzen Photovoltaikzellen – meist auf dem Dach montiert – um Sonnenlicht in elektrische Energie umzuwandeln[11].
Der erzeugte Strom treibt entweder direkt den Elektromotor an oder wird in der Batterie gespeichert[10]. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, lässt sich das Solarauto an normalen Ladestationen aufladen. Modelle wie der Lightyear 0 oder der Sono Sion versprechen bis zu 70 Kilometer zusätzliche Reichweite pro Tag – allein durch Sonnenlicht[11].
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