Welches Auto kaufen: Diesel oder Benziner?

Benziner gewinnen bei Kurzstrecken, Stadtverkehr und Jahresfahrleistungen unter 15.000 Kilometer. Diesel lohnen sich erst ab etwa 15.000 bis 20.000 Kilometern jährlich – vorausgesetzt, längere Strecken überwiegen. Die richtige Wahl hängt letztlich vom individuellen Fahrprofil ab, nicht vom Motortyp allein[1].

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Warum dieser Vergleich wichtig ist

Die Frage „Diesel oder Benziner?" taucht bei jeder Kaufentscheidung auf. Und sie ist 2025 relevanter denn je: Elektroautos erobern zwar Marktanteile, doch Verbrenner bleiben für viele Käufer erste Wahl. Der ADAC-Kostenvergleich zeigt: Es gibt keine pauschale Antwort[1]. Bei manchen Modellen spart der Diesel bares Geld. Bei anderen fährt der Benziner günstiger. Entscheidend sind Anschaffungspreis, Fahrleistung, Wertverlust und – oft unterschätzt – das persönliche Nutzungsprofil.

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Vergleichstabelle: Benzin vs. Diesel

KriteriumBenzinmotorDieselmotor
AnschaffungskostenGünstigerTeurer (komplexere Technik)
KraftstoffverbrauchHöher15–20% niedriger[2]
Kraftstoffpreis (aktuell)ca. 1,70–1,80 €/Lca. 1,55–1,65 €/L
CO₂-EmissionenHöherNiedriger
Kfz-SteuerNiedrigerHöher
WartungskostenNiedrigerHöher (DPF, Injektoren)
Kurzstrecken-EignungGutProblematisch[3]
Langstrecken-EignungBefriedigendSehr gut
KaltstartphaseKürzerLänger (10–15 Min.)[3]
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Kurzstrecke: Hier schwächelt der Diesel

Wer hauptsächlich kurze Wege fährt – zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Kita – sollte zum Benziner greifen. Der Grund liegt in der Technik. Diesel-Motoren brauchen etwa 10 bis 15 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen[3]. In dieser Zeit arbeitet das Motoröl nicht optimal, und der Verschleiß steigt.

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Das größere Problem heißt Dieselpartikelfilter (DPF). Zur Regeneration benötigt der Filter rund 600 °C Abgastemperatur[3]. Bei ständigen 5-Kilometer-Fahrten erreicht der Motor diese Werte schlicht nicht. Die Folge: Der Filter verstopft, Ruß setzt sich ab, im schlimmsten Fall gibt der Turbolader auf. Der ADAC fand bei Fuhrpark-Dieselfahrzeugen mit hohem Kurzstreckenanteil bis zu 25 Prozent Kraftstoff im Motoröl – ein Wert, der die Schmierfähigkeit drastisch reduziert[4].

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Benziner kommen schneller auf Betriebstemperatur und haben keine DPF-Problematik. Für Fahrprofile mit überwiegend kurzen Strecken unter 10 Kilometern sind sie die technisch sinnvollere Wahl[3].

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Leistung & Effizienz auf Langstrecken

Auf der Autobahn dreht sich das Bild. Hier spielt der Diesel seine Stärken aus: bis zu 20 Prozent weniger Verbrauch als vergleichbare Benziner bei gleichmäßiger Geschwindigkeit[2]. Das höhere Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen sorgt für entspanntes Dahingleiten. Überholen gelingt souverän, ohne dass der Motor hochgejagt werden muss.

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Die Effizienz zeigt sich beim Tanken. Bei einem Realverbrauch von 6 Litern Diesel versus 7,5 Litern Benzin auf 100 Kilometer spart der Selbstzünder rund 100 bis 150 Euro monatlich – bei 2.000 Autobahnkilometern. Allerdings: Dieser Vorteil schmilzt, wenn der Diesel überwiegend in der Stadt bewegt wird.

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Unterhaltskosten: Die echte Rechnung

Die Kaufentscheidung sollte nicht am Kraftstoffpreis hängen. Die Gesamtkosten zählen. Der ADAC rechnet bei einem Fünf-Jahres-Vergleich alle Faktoren ein: Wertverlust, Kraftstoff, Versicherung, Wartung, Steuer[1].

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  • Beispiel Mercedes E-Klasse: Der E 200 Benziner kommt auf 103,3 Cent pro Kilometer, der E 220 d Diesel auf 106,5 Cent – bei 15.000 km jährlich[1]. Der Benziner gewinnt hier trotz höherem Verbrauch, weil die Anschaffung günstiger ausfällt.
  • Gegenbeispiel Škoda Octavia: Der 2.0 TDI Essence kostet 55,5 Cent/km, der 1.5 TSI mit 110 kW liegt bei 61,7 Cent[1]. Hier rechnet sich der Diesel – allerdings nur bei ausreichend Langstreckenanteil.
  • Die Faustregel: 10 Cent Preisdifferenz pro Liter Kraftstoff bedeuten bei 5 Litern Verbrauch exakt 0,5 Cent Mehrkosten je Kilometer[1]. Klingt wenig – summiert sich aber über 100.000 Kilometer auf 500 Euro.
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Vor- und Nachteile im Überblick

Benziner – Vorteile:

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  • Niedrigerer Anschaffungspreis bei vergleichbarer Ausstattung
  • Günstigere Wartung (kein DPF, weniger komplexe Abgastechnik)
  • Problemlos bei Kurzstrecken und Stadtverkehr
  • Kürzere Kaltstartphase schont Motor und Umwelt
  • Keine Fahrverbote in deutschen Umweltzonen
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Benziner – Nachteile:

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  • Höherer Kraftstoffverbrauch, besonders auf Langstrecken
  • Weniger Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen
  • Höhere CO₂-Emissionen pro Kilometer
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Diesel – Vorteile:

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  • 15–20% niedrigerer Verbrauch bei konstantem Tempo[2]
  • Günstiger Kraftstoff (aktuell ca. 10–15 Cent/L weniger)
  • Robuste Motoren mit hoher Laufleistung
  • Hohes Drehmoment für entspanntes Fahren
  • Ideal für Vielfahrer und Pendler mit Autobahnanteil
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Diesel – Nachteile:

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  • Teurer in der Anschaffung
  • Höhere Kfz-Steuer
  • DPF-Probleme bei Kurzstreckenbetrieb[3]
  • Potenzielle Fahrverbote in Innenstädten
  • Wertverlust durch Diesel-Diskussion
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Endgültiges Urteil

Die Entscheidung „Diesel oder Benziner" ist keine Glaubensfrage – sie ist Mathematik plus Fahrprofil-Analyse.

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Wählen Sie den Benziner, wenn:

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  • Sie überwiegend Kurzstrecken unter 10 km fahren
  • Ihre Jahresfahrleistung unter 15.000 km liegt
  • Sie viel im Stadtverkehr unterwegs sind
  • Niedrige Anschaffungskosten wichtig sind
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Wählen Sie den Diesel, wenn:

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  • Sie regelmäßig Langstrecken (Autobahn, Überlandstraßen) fahren
  • Ihre Jahresfahrleistung über 15.000–20.000 km liegt[5]
  • Niedriger Kraftstoffverbrauch Priorität hat
  • Sie viel Drehmoment für Anhängerbetrieb oder Beladung brauchen
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Wer zwischen beiden Welten pendelt – mal Stadt, mal Autobahn – sollte genau nachrechnen. Der Blick auf alternative Antriebe kann sich ebenfalls lohnen. Hybride vereinen Kurzstrecken-Tauglichkeit mit akzeptabler Langstrecken-Effizienz. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Hybrid-Arten oder der Frage, welches Modell sich wirklich lohnt.

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Häufige Fragen (FAQs)

Ist Diesel oder Benziner günstiger im Unterhalt?

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Warum ist Diesel schlecht für Kurzstrecken?

Wie viele Kilometer muss ich fahren, damit sich Diesel lohnt?

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Zieht Diesel oder Benziner besser?

Haben Dieselautos eine Zukunft in Deutschland?

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Quellen

  1. ADAC. (2025). Diesel und Benziner im Kostenvergleich. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/diesel-oder-benziner/
  2. Lifetime24. (2025). Verbrenner 2025: Benziner & Diesel haben Zukunft. https://lifetime24.com/blogs/lifetime-magazin/verbrenner-2025-benziner-diesel-haben-zukunft
  3. AutoScout24. (2022). Kurzstrecke mit dem Diesel: Richtig fahren und Probleme vermeiden. https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/kfz-technik/stadtverkehr-diesel-oder-benziner/
  4. Autogazette. (2010). Kurzstrecke ist Gift für den Diesel. https://autogazette.de/tipps/kurzstrecke-ist-gift-fuer-den-diesel-282490.html
  5. Autoankauf-Alibaba. (2025). Benzin oder Diesel: Vor- & Nachteile im Vergleich 2025. https://autoankauf-alibaba.de/benzin-oder-diesel-jetzt-alle-vor-nachteile-vergleichen-und-die-richtige-entscheidung-2025-treffen
  6. Ayvens. (2025). Internationale Gesamtbetriebskosten 2025. https://www.ayvens.com/de-de/fuhrpark-knowhow/artikel/management-und-kosten/internationale-gesamtbetriebskosten/
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