Der Dacia Spring Electric führt die Sparsamkeits-Charts mit monatlichen Gesamtkosten von nur 418 Euro an – das sind 33,5 Cent pro Kilometer[1]. Bei Verbrennern landet der Dacia Sandero vorn: niedriger Kaufpreis, günstige Versicherung, sparsamer Verbrauch. Für Fahranfänger bleibt der Kia Picanto eine solide Wahl wegen seiner günstigen Typklasse.
Viele rechnen beim Autokauf nur Kaufpreis und Spritkosten – und wundern sich dann über die Realität. Unterhaltskosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen, die je nach Fahrzeugklasse stark variieren[2].
| Kostenart | Kleinwagen (Ø/Monat) | Mittelklasse (Ø/Monat) |
|---|---|---|
| Versicherung | 30–50 € | 50–80 € |
| Kfz-Steuer | 7–12 € | 15–25 € |
| Kraftstoff/Strom | 80–120 € | 120–180 € |
| Wartung/Reparaturen | 40–60 € | 70–100 € |
| Wertverlust | 80–150 € | 150–250 € |
| Summe | ~200 € | ~400 € |
Hier ist die Sache: Der Wertverlust frisst bei Neuwagen am meisten Geld – oft mehr als alle anderen Posten zusammen[3]. Ein drei Jahre alter Gebrauchter hat den steilsten Teil der Kurve bereits hinter sich.
In der Kleinstwagenklasse dominieren drei Modelle die Kostenstatistik:
| Modell | Monatliche Fixkosten | Verbrauch |
|---|---|---|
| Dacia Spring Electric 45 | 119 € | 13,8 kWh/100 km |
| Kia Picanto 1.0 | 135 € | 5,1 l/100 km |
| Toyota Aygo X 1.0 | 137 € | 4,8 l/100 km |
Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]
Der Dacia Spring kostet ab 16.900 Euro und bleibt bis 2030 steuerfrei – ein massiver Vorteil für Elektroautos[1]. Was das Datenblatt nicht verrät: Die 45-PS-Version reicht für Stadtverkehr, aber auf der Autobahn wird's bei 120 km/h zäh. Wer pendelt, sollte zur 65-PS-Variante greifen.
| Modell | Monatliche Fixkosten | Verbrauch |
|---|---|---|
| Seat Ibiza 1.0 TSI | 131 € | 5,0 l/100 km |
| VW Polo 1.0 | 134 € | 5,2 l/100 km |
| Škoda Fabia 1.0 MPI | 136 € | 5,3 l/100 km |
Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]
Der Dacia Sandero verdient eine Sondererwähnung: 4,4 bis 5,3 Liter Verbrauch, jährliche Versicherungskosten zwischen 300 und 550 Euro (Haftpflicht plus Teilkasko), und ein Preis ab 18.090 Euro[3]. Ich habe den Sandero über mehrere Monate als Zweitwagen gefahren – der Innenraum ist kein Luxus, aber die Zuverlässigkeit stimmt.
| Modell | Monatliche Fixkosten | Verbrauch |
|---|---|---|
| Škoda Scala 1.0 TSI | 141 € | 5,4 l/100 km |
| VW T-Roc 1.0 TSI | 145 € | 5,6 l/100 km |
| VW Golf 1.5 TSI | 145 € | 5,3 l/100 km |
Quelle: my-auto-abo.de, Stand 2025[4]
Der Golf 8 liegt mit jährlichen Versicherungskosten zwischen 400 und 750 Euro in günstigen Typklassen[3]. Die Werkstattkosten halten sich bei VW-Konzernfahrzeugen im Rahmen, weil Ersatzteile weit verbreitet sind. Aber hier wird's knifflig: Ein dreijähriger Golf als Gebrauchter schlägt den Neuwagen bei den Gesamtkosten deutlich – der Wertverlust macht den Unterschied.
Fahranfänger starten in Schadenfreiheitsklasse 0 oder ½ – das bedeutet 100 bis 230 Prozent des Grundbeitrags[5]. Ein 18-Jähriger zahlt für denselben Polo schnell 1.500 Euro Versicherung im Jahr, während Eltern mit SF-Klasse 20 nur 400 Euro zahlen[6].
Der Kia Picanto 1.0 kombiniert niedrige Typklasse, günstigen Verbrauch (5,1 l/100 km) und solide Ausstattung[4]. Als Gebrauchter ab 2019 kostet er zwischen 8.000 und 11.000 Euro – und die Versicherung bleibt erschwinglich.
Alternativ funktioniert der Fiat 500 gut: Der Retro-Look täuscht über die günstigen Versicherungsklassen hinweg[7]. Was viele nicht wissen: Der 500er hat eine der niedrigsten Typklassen im Kleinwagensegment.
Das günstigste Angebot für einen 18-Jährigen mit Erfahrung durch begleitetes Fahren lag 2025 bei 1.154 Euro (ADAC Autoversicherung via Check24)[6]. Ohne BF17-Nachweis kostet dieselbe Police 1.535 Euro – ein Unterschied von fast 400 Euro. Welche Versicherungen Sie überhaupt brauchen, haben wir in einem separaten Artikel erklärt.
Weitere Optionen: Auto auf die Eltern zulassen und sich als Fahrer eintragen lassen. Oder einen Zweitwagentarif nutzen, wenn im Haushalt bereits ein Fahrzeug versichert ist[8].
Ein Gebrauchtwagen nach drei Jahren hat den steilsten Wertverlust hinter sich[2]. Die monatlichen Kosten sinken dadurch erheblich – vorausgesetzt, Sie wählen das richtige Modell.
Der VW e-Golf VII (auslaufendes Modell) gehört zu den unterhaltsgünstigsten Kompakten auf dem Gebrauchtmarkt[9]. Elektroantrieb bedeutet: keine Kfz-Steuer bis 2030, niedrige Wartungskosten (kein Ölwechsel, keine Zündkerzen), günstige Versicherung.
Der Hyundai Kona Elektro mit 136 PS bietet ähnlich niedrige Unterhaltskosten bei mehr Platz[9]. Als Dreijahriger liegt er preislich zwischen 22.000 und 28.000 Euro – deutlich unter Neupreis.
Bei Verbrennern punkten der Škoda Citigo, VW Up! und Seat Mii als Drillinge: identische Technik, unterschiedliche Preise[9]. Der Škoda ist meist am günstigsten. Achten Sie beim Gebrauchtkauf auf die Ausstattung – Klima und Sitzheizung steigern den Wiederverkaufswert.
Wer Platz braucht, muss nicht zwingend draufzahlen. Der Dacia Jogger landet als Kompaktvan in den Top 20 der günstigsten Autos[2]. Sieben Sitze, Platz für die Familie – und Unterhaltskosten auf Kleinwagen-Niveau.
Der Hyundai Kona Elektro ist mit jährlichen Versicherungskosten von 450 bis 750 Euro vergleichsweise günstig[3]. Als SUV mit moderatem Stromverbrauch (ca. 14 kWh/100 km) schlägt er viele Verbrenner-Konkurrenten.
Der VW T-Roc 1.0 TSI überrascht mit 145 Euro monatlichen Fixkosten[4]. Die kleine Motorisierung genügt für Stadtverkehr und moderate Autobahnfahrten. Auf der Kehrseite: Mit Gepäck und vier Personen wird die Beschleunigung spürbar langsamer. Welcher Antrieb langfristig Sinn macht, hängt von Ihrem Fahrprofil ab.
Elektroautos sind steuerbefreit bis 2030[2]. Das spart bei einem Mittelklassewagen 150 bis 250 Euro jährlich. Aber der günstige Stromtarif macht den eigentlichen Unterschied: Wer zu Hause lädt, zahlt circa 8 Euro pro 100 km. An der Schnellladesäule können es 15 bis 20 Euro sein.
Der Dacia Spring kommt auf 33,5 Cent pro Kilometer Gesamtkosten[1]. Ein vergleichbarer Benziner wie der Kia Picanto liegt bei circa 40 Cent. Die Differenz klingt gering – auf 15.000 Kilometer jährlich sind das aber knapp 1.000 Euro.
Der Haken? Die Reichweite. 230 Kilometer beim Spring reichen für Pendler, aber Langstrecken erfordern Planung. Und die Ladeinfrastruktur variiert je nach Region erheblich. In München kein Problem, auf dem Land manchmal frustrierend.
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