Bei Prüfungsfragen wie „Welches Verhalten ist richtig?" oder „Welche Fahrzeuge dürfen Sie bei diesem Verkehrszeichen überholen?" kommt es auf drei Dinge an: das Verkehrszeichen genau anschauen, die Fahrzeugposition beachten und die Grundregeln kennen. Beim Überholverbot (Zeichen 276) dürfen trotz der zwei abgebildeten Autos auch Motorräder, Lkw und Busse nicht überholt werden – nur einspurige Fahrzeuge wie Fahrräder sind erlaubt[1].
Die zwei Autos auf dem Schild führen viele Fahrschüler in die Irre. Aber das Verbot gilt für alle Kraftfahrzeuge – Pkw, Lkw, Motorräder, Roller[1]. Das Schild verbietet das Überholen von mehrspurigen Kraftfahrzeugen und Motorrädern mit Beiwagen[2].
Was darf trotzdem überholt werden? Einspurige Fahrzeuge ohne Motor: Fahrräder, Mofas mit abgestelltem Motor, E-Scooter. Auch langsame Fahrzeuge wie Traktoren dürfen überholt werden, wenn ein entsprechendes Zusatzzeichen das erlaubt[3].
| Fahrzeugtyp | Darf überholt werden bei Zeichen 276? |
|---|---|
| Pkw | Nein |
| Lkw | Nein |
| Motorrad | Nein |
| Fahrrad | Ja |
| Traktor (ohne Zusatzzeichen) | Nein |
| Traktor (mit Zusatzzeichen) | Ja |
Dieses Schild zeigt einen Pkw und einen Lkw. Das Verbot gilt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse[1]. Pkw und Busse sind davon ausgenommen – sie dürfen weiterhin überholen.
Der Haken bei Prüfungsfragen: Achte auf Zusatzzeichen wie „7,5 t". Steht das drunter, gilt das Verbot nur für Fahrzeuge ab dieser Gewichtsklasse[3].
Hier scheitern laut Statistiken besonders viele Prüflinge. Die Regel ist aber klar: Wer sich auf der Vorfahrtstraße befindet, hat Vorrang – egal ob er dem abknickenden Verlauf folgt oder geradeaus weiterfährt[4].
Ein typisches Prüfungsszenario: Das rote Auto fährt auf der Vorfahrtstraße, das grüne Auto kommt aus der Nebenstraße. Das rote Auto hat immer Vorfahrt, egal welche Richtung es einschlägt[5].
Was viele nicht wissen: Wer dem Verlauf der abknickenden Vorfahrt folgt, muss blinken. Das ist Pflicht nach StVO[6]. Der Blinker zeigt anderen Verkehrsteilnehmern die Fahrtrichtung an, da sich diese nicht automatisch erschließt.
Hier wird es knifflig. Beide haben Vorfahrt gegenüber Fahrzeugen aus Nebenstraßen. Untereinander gilt: Wer dem abknickenden Verlauf folgt, hat Vorrang gegenüber dem, der die Vorfahrtstraße verlässt. Aber auch hier gelten die üblichen Regeln wie rechts vor links oder Vorrang des Gegenverkehrs beim Linksabbiegen[5].
Busse im Linienverkehr haben beim Abfahren von der Haltestelle immer Vorrang[7]. Die StVO schreibt in §20 klar vor: Andere Fahrzeuge müssen warten und dem Bus das Einordnen ermöglichen. Der Bus muss dafür rechtzeitig blinken.
In Prüfungsfragen mit „Bus und Auto" lautet die Antwort fast immer: Bus abfahren lassen. Selbst wenn du auf der Vorfahrtstraße bist.
Hier ist die Sache: Straßenbahnen haben nicht grundsätzlich Vorfahrt[7]. Sie müssen sich an dieselben Vorfahrtsregeln halten wie andere Fahrzeuge. Aber in vielen Situationen wird ihnen per Verkehrszeichen Vorrang eingeräumt.
Die Straßenbahn hat Vorrang, wenn:
Und was ist mit Zebrastreifen? Straßenbahnen müssen an Zebrastreifen nicht anhalten. Fußgänger müssen warten, bis die Bahn durch ist[7].
Fährt die Straßenbahn auf derselben Fahrbahn wie Sie, hat sie Vorrang – sofern sie geradeaus fährt. Biegt die Bahn ab, muss sie nach links den Gegenverkehr und nach rechts den geradeaus fahrenden Verkehr durchlassen[7].
Bei Zeichen 276 dürfen nur Fahrräder und andere nicht-motorisierte einspurige Fahrzeuge überholt werden[1]. Die zwei Autos auf dem Schild täuschen – das Verbot gilt für alle Kraftfahrzeuge.
Ohne weitere Schilder gilt rechts vor links. Mit Vorfahrtszeichen hat das Fahrzeug auf der Vorfahrtstraße immer Vorrang. Bei abknickender Vorfahrt: Beide Fahrzeuge auf der Vorfahrtstraße haben Vorrang gegenüber Nebenstraßen[4].
Die Farben dienen nur zur Unterscheidung. Analysiere die Situation: Woher kommt welches Fahrzeug? Welche Schilder sind sichtbar? Dann wende die passende Regel an.
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