Der Dacia Spring Electric hält mit 433 Euro monatlichen Gesamtkosten und 34,6 Cent pro Kilometer den Spitzenplatz[1]. Bei Verbrennern dominiert der Dacia Sandero LPG mit 36,5 Cent pro Kilometer[1]. Wer einen älteren Gebrauchten sucht: Der Smart Forfour ED kommt auf nur 150 Euro monatliche Fixkosten[2].
Ein 25.000-Euro-Auto kostet über fünf Jahre nicht 25.000 Euro. Sondern 45.000. Oder 60.000. Der Unterschied steckt im Unterhalt – und den unterschätzen die meisten Käufer massiv.
Die ADAC-Autokostenrechnung zeigt: Wertverlust, Kraftstoff, Versicherung, Steuer und Wartung summieren sich bei einem Mittelklassewagen schnell auf 800 bis 1.000 Euro monatlich[3]. Ein günstiger Kleinwagen liegt dagegen bei 430 bis 500 Euro. Das sind 300 bis 500 Euro Differenz – jeden Monat. Auf fünf Jahre gerechnet: 18.000 bis 30.000 Euro.
Hier ist die Sache: Der niedrigste Kaufpreis garantiert nicht die geringsten Gesamtkosten. Ein billiger Gebrauchtwagen mit hohem Verbrauch und teuren Ersatzteilen schlägt schnell mehr zu Buche als ein teurerer, aber sparsamerer Neuwagen. Welches Modell sich wirklich lohnt, hängt von Ihrer individuellen Fahrleistung ab.
Der ADAC berechnet Autokosten auf Basis von 15.000 km jährlicher Laufleistung und fünf Jahren Haltedauer[3]. Hier die aktuellen Spitzenreiter:
| Rang | Modell | Monatliche Kosten | Kosten/km | Verbrauch |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Dacia Spring Electric 45 | 433 € | 34,6 ct | 13,9 kWh |
| 2 | Dacia Duster TCe 100 ECO-G (LPG) | 456 € | 36,5 ct | 6,8 l Gas |
| 3 | Toyota Aygo X 1.0 | 460 € | 36,8 ct | 4,8 l Super |
| 4 | Dacia Sandero SCe 65 | ~470 € | ~37,6 ct | 5,5 l Super |
| 5 | Kia Picanto 1.0 | 495 € | 38,5 ct | 5,2 l Super |
| 6 | Fiat Panda 1.0 GSE Hybrid | 500 € | 39,5 ct | 5,0 l Super |
| 7 | Seat Ibiza 1.0 TSI | ~510 € | ~40,8 ct | 5,0 l Super |
| 8 | VW Polo 1.0 | ~520 € | ~41,6 ct | 5,2 l Super |
| 9 | Hyundai i10 1.0 | ~525 € | ~42,0 ct | 5,3 l Super |
| 10 | Škoda Fabia 1.0 MPI | ~530 € | ~42,4 ct | 5,3 l Super |
Quellen: ADAC Autokostenrechner, mobile.de, AutoScout24, Stand 2025[1][3][4]
Was mich bei der Recherche überrascht hat: Die Autogas-Variante des Dacia Duster schlägt sogar einige Kleinstwagen – obwohl er ein SUV ist. Der Grund? Flüssiggas kostet etwa die Hälfte von Super-Benzin, und das macht bei 15.000 km jährlich einen Unterschied von mehreren Hundert Euro[1].
Der Dacia Spring startet bei 22.550 Euro und bleibt als Elektroauto bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit[1]. Die 45 PS reichen für Stadtverkehr – mehr nicht. Wer regelmäßig Autobahn fährt, sollte zur 65-PS-Variante greifen. Die Reichweite von 230 km WLTP schrumpft im Winter auf etwa 150 km. Für Pendler mit Heimlademöglichkeit trotzdem ein Spartipp.
Der Toyota Aygo X kostet nur 2,2 Cent mehr pro Kilometer[1]. Und er punktet dort, wo der Spring schwächelt: TÜV-Zuverlässigkeit. In der ADAC-Pannenstatistik landet Toyota regelmäßig in den Top 3[5].
Der Dacia Sandero LPG führt die Kleinwagen-Charts an[4]. Die Autogas-Umrüstung ab Werk macht sich bezahlt: Bei aktuellen Spritpreisen (Stand Januar 2026) liegen die Kraftstoffkosten circa 40 Prozent unter Benzin. Das Tankstellennetz ist in Deutschland mit über 7.000 LPG-Zapfsäulen ausreichend dicht.
Der VW Polo landet auf Rang 2 der ADAC-Kleinwagenliste[4]. Sein Vorteil: höherer Wiederverkaufswert. Wer nach drei Jahren wechseln will, holt beim Polo einen größeren Teil des Kaufpreises zurück als beim Dacia. Über fünf Jahre relativiert sich das aber.
| Modell | Monatliche Kosten | Kosten/km |
|---|---|---|
| Dacia Jogger LPG | ~580 € | ~46,4 ct |
| Škoda Scala 1.0 TSI | ~600 € | ~48,0 ct |
| VW Golf 1.5 TSI | ~650 € | ~52,0 ct |
| Toyota Corolla Hybrid | ~660 € | ~52,8 ct |
Quellen: FINN, Allane, ADAC[3][5]
Der Dacia Jogger packt sieben Sitze in einen Kompaktwagen – und landet trotzdem in den Top 20 der günstigsten Autos überhaupt[6]. Für Familien mit engem Budget eine der wenigen Optionen, die Platz und niedrige Kosten kombiniert.
Wer ein paar Jahre alte Gebrauchte in Betracht zieht, kann die monatlichen Fixkosten nochmal deutlich drücken. Der Wertverlust – bei Neuwagen der größte Kostenfaktor – fällt dann weg oder ist minimal[6].
| Modell | Baujahre | Monatliche Fixkosten |
|---|---|---|
| Smart Forfour ED | 2017–2020 | 150 € |
| Smart EQ Forfour | 2019–2021 | 155 € |
| Dacia Spring | 2021–2023 | 161 € |
| Mitsubishi i-MiEV | 2011–2016 | 164 € |
| Hyundai i10 LPG | 2014–2019 | 174 € |
Quelle: Autokostencheck.de[2]
Der Smart Forfour ED als Gebrauchter ist ein Geheimtipp. Die Elektro-Smarts galten neu als zu teuer für ihre Größe – aber gebraucht für 8.000 bis 12.000 Euro sind sie echte Sparfüchse. Steuerbefreit, niedrige Versicherung (Typklasse 15), und die Batterie hält erfahrungsgemäß länger als viele befürchten.
Aber hier wird's knifflig: Nicht jeder Gebrauchtwagen spart Geld. Ein zehn Jahre alter Mittelklassewagen mit hohem Verbrauch und teuren Ersatzteilen kann monatlich mehr kosten als ein neuer Dacia[7]. Prüfen Sie vor dem Kauf die Ausstattung – fehlende Features wie Klimaanlage senken den Wiederverkaufswert.
Die Versicherungsklasse variiert je nach Modell erheblich. Ein Fiat 500 kostet in der Haftpflicht deutlich weniger als ein BMW 1er – obwohl beide Kleinwagen sind[5]. Fahranfänger sollten besonders auf niedrige Typklassen achten, welche Versicherungen nötig sind und welche nicht.
Toyota und Honda gelten seit Jahren als zuverlässigste Marken in der ADAC-Pannenstatistik[5]. Weniger Werkstattbesuche = weniger Kosten. Der Kia Picanto punktet mit sieben Jahren Herstellergarantie – das reduziert das Reparaturrisiko massiv[4].
Ein Toyota Yaris Hybrid verbraucht im Stadtverkehr 3,5 bis 4 Liter. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch auf normale 5 bis 5,5 Liter. Wer viel Stadt fährt, spart mit Hybrid richtig. Wer nur Autobahn fährt, zahlt mehr für weniger Vorteil. Die verschiedenen Hybrid-Typen verhalten sich hier unterschiedlich.
Elektroautos schneiden bei den reinen Betriebskosten oft besser ab – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Keine Kfz-Steuer bis 2030, günstigere Versicherung bei vielen Modellen, kein Ölwechsel, keine Zündkerzen[6].
Die Rechnung kippt bei zwei Faktoren:
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