Die schnellste Methode: Öffnen Sie die Motorhaube, nehmen Sie die alte Lampe raus und lesen Sie die Bezeichnung auf dem Sockel ab – dort steht H4, H7, H1 oder ein anderer Code[1]. Alternativ nutzen Sie den kostenlosen Lampenfinder von OSRAM oder Philips: Marke, Modell, Baujahr eingeben und fertig[2]. Im Bordhandbuch Ihres Fahrzeugs finden Sie ebenfalls eine Übersicht aller verbauten Lampentypen[3].
Welche Glühbirne in Ihr Auto passt, lässt sich auf mehreren Wegen herausfinden. Manche dauern 30 Sekunden, andere brauchen Werkzeug.
Der einfachste Weg führt über die bereits verbaute Lampe. Öffnen Sie die Motorhaube (oder bei Rückleuchten die Heckklappe), drehen Sie den Lampensockel heraus und schauen Sie auf die Bezeichnung[1]. Die Typenbezeichnung steht entweder direkt auf dem Glas oder auf dem Metallsockel.
Was dabei auffällt: Nicht jede Lampe ist gleich gut lesbar. Bei älteren Fahrzeugen ist die Beschriftung oft verblasst. Und bei einigen Modellen – ich schaue dich an, Renault Mégane – erreicht man die Lampe nur mit Kinderarmen oder ausgebauter Batterie.
OSRAM und Philips bieten kostenlose Datenbanken an[2][3]. Sie geben Marke, Modell und Baujahr ein – das System spuckt alle Lampentypen für Ihr Fahrzeug aus. Für Abblendlicht, Fernlicht, Nebelscheinwerfer, Blinker, Rückleuchten – alles auf einen Blick.
Der Haken? Die Datenbanken sind nicht vollständig. Bei Nischenmodellen oder älteren Baujahren kann es passieren, dass Ihr Fahrzeug nicht gelistet ist. Dann hilft Methode 3.
Ihr Fahrzeughandbuch (das Buch, das niemand liest) enthält einen Abschnitt zu Leuchtmitteln[3]. Dort steht exakt, welche Lampe in welche Position gehört – oft sogar mit Wechselanleitung. Bei Skoda, VW und Audi finden Sie das im Kapitel "Selbsthilfe" oder "Glühlampen wechseln".
Kein Handbuch mehr? Die PDF-Version gibt's meist auf der Hersteller-Website oder in Foren.
Die HSN (Herstellerschlüsselnummer) und TSN (Typschlüsselnummer) aus Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I identifizieren Ihr Fahrzeug eindeutig[4]. Viele Online-Shops wie AUTODOC oder kfzteile24 haben Suchfunktionen, in die Sie diese Nummern eingeben können. Das System zeigt dann alle passenden Teile – inklusive Lampen.
Die HSN steht in Feld 2.1, die TSN in Feld 2.2 Ihrer Zulassungsbescheinigung.
Nicht alle Lampen sind gleich. Die Bezeichnung verrät Aufbau, Sockel und Einsatzzweck:
| Lampentyp | Glühwendel | Typischer Einsatz | Lumen |
|---|---|---|---|
| H1 | 1 | Fernlicht, Nebel | ~1.500 |
| H4 | 2 | Abblend- + Fernlicht (kombiniert) | 1.000-1.500 |
| H7 | 1 | Abblendlicht oder Fernlicht (getrennt) | 1.500-2.000 |
| H8/H9/H11 | 1 | Nebelscheinwerfer | ~800-1.500 |
| HB3/HB4 | 1 | Zusatzlicht, Fernlicht | ~1.000-1.500 |
| W5W | – | Standlicht, Kennzeichen | ~50 |
| P21W | – | Blinker, Rücklicht | ~460 |
| C5W | – | Innenraum, Kennzeichen | ~45 |
Quellen: HELLA, AUTODOC[3][5]
H4-Lampen haben zwei Glühwendel in einem Gehäuse – sie machen Abblend- und Fernlicht gleichzeitig[5]. Ein Scheinwerfer, eine Lampe, beide Funktionen. Ältere Fahrzeuge wie der VW Golf bis Generation 4, der Käfer oder der Trabant nutzen dieses System[6].
H7-Lampen haben nur eine Glühwendel. Sie kommen in Autos mit getrennten Scheinwerfern für Abblend- und Fernlicht zum Einsatz[5]. Das erlaubt eine präzisere Lichtverteilung – und Sie können beide Lichter gleichzeitig einschalten.
Kann man von H4 auf H7 umrüsten? Nein. Die Sockel sind unterschiedlich (P43t vs. PX26d), und die Scheinwerfergehäuse sind nicht kompatibel[5]. Wer es trotzdem versucht, fährt mit illegaler Beleuchtung.
Hier wird's rechtlich relevant. In Deutschland regelt die StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung), welche Leuchtmittel erlaubt sind[6].
Standard-Halogenlampen (H1, H4, H7 etc.) sind in jedem dafür vorgesehenen Scheinwerfer legal. Achten Sie auf das E-Prüfzeichen auf der Verpackung.
LED-Lampen zum Nachrüsten waren lange verboten. Seit Herbst 2020 gibt es die ersten zugelassenen LED-Retrofits – aber nur für bestimmte Fahrzeug-Scheinwerfer-Kombinationen[6].
OSRAM Night Breaker LED und Philips Ultinon Pro6000 sind für viele Modelle zugelassen. Aber hier ist die Sache: Sie müssen prüfen, ob Ihr spezifischer Scheinwerfer auf der Kompatibilitätsliste steht[6]. Nicht das Fahrzeugmodell – der Scheinwerfer. Zwei VW Golf 4 können unterschiedliche Scheinwerfer haben.
Die Kompatibilitätslisten finden Sie auf den Hersteller-Websites. Ohne Listung droht bei der HU Probleme – und im schlimmsten Fall erlischt die Betriebserlaubnis.
Xenon-Nachrüstungen brauchen eine Einzelabnahme durch TÜV oder DEKRA. Die Kosten: mehrere hundert Euro plus die Umrüstung selbst. Für die meisten Fahrzeuge lohnt sich das nicht.
Die Rückleuchten nutzen andere Lampentypen als die Scheinwerfer:
| Position | Typische Lampentypen |
|---|---|
| Rücklicht/Bremslicht | P21W, P21/5W |
| Blinker hinten | PY21W (orange) |
| Rückfahrlicht | P21W, W16W |
| Nebelschlussleuchte | P21W |
| Kennzeichenbeleuchtung | W5W, C5W |
Was die Tabelle nicht zeigt: Viele moderne Autos haben LED-Rückleuchten ab Werk. Die lassen sich nicht selbst wechseln – bei defekter LED muss oft die gesamte Leuchteneinheit getauscht werden. Das kostet dann schnell 200-400 Euro.
Der Lampenwechsel gehört zu den einfachsten Wartungsarbeiten. Aber ein paar Dinge sollten Sie beachten:
Für Informationen zu anderen Komponenten im Auto – etwa welche Sensoren es im Auto gibt oder welche Filter im Auto verbaut sind – haben wir separate Ratgeber.
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