In jedem Auto arbeiten vier bis fünf Filter: Luftfilter, Ölfilter, Kraftstofffilter, Innenraumfilter – und bei Dieseln zusätzlich der Partikelfilter (DPF)[1]. Diese Filter müssen regelmäßig gewechselt werden, sonst drohen Motorschäden, erhöhter Verbrauch und schlechte Luftqualität im Innenraum[2]. Die Wechselintervalle liegen je nach Filtertyp zwischen 15.000 und 250.000 Kilometern.
Jeder Filter macht einen anderen Job. Und jeder hat seine eigenen Wechselintervalle. Hier ist die komplette Übersicht:
| Filter | Aufgabe | Wechselintervall | Kosten (inkl. Einbau) |
|---|---|---|---|
| Luftfilter | Reinigt Ansaugluft für den Motor | 15.000–60.000 km | 30–80 € |
| Ölfilter | Filtert Verunreinigungen aus dem Motoröl | Bei jedem Ölwechsel | 20–50 € |
| Kraftstofffilter | Entfernt Schmutz und Wasser aus dem Kraftstoff | 30.000–60.000 km | 50–150 € |
| Innenraumfilter | Reinigt die Luft in der Fahrgastzelle | 15.000–30.000 km | 25–60 € |
| Dieselpartikelfilter | Fängt Rußpartikel aus dem Abgas auf | 120.000–250.000 km | 800–3.000 € |
Quellen: ADAC, Motointegrator, Autoreparaturen.de[1][3][4]
Was viele nicht wissen: Bei modernen Fahrzeugen überwachen Sensoren im Auto den Zustand einiger Filter und melden, wenn ein Wechsel fällig ist. Auf diese Anzeigen sollten Sie sich aber nicht blind verlassen – dazu später mehr.
Der Luftfilter schützt den Motor vor Staub, Pollen und anderen Partikeln in der Ansaugluft[5]. Ohne diesen Schutz würden Fremdkörper direkt in die Brennräume gelangen und dort Kolbenringe, Zylinderwände und Turbolader beschädigen.
Hochwertige Luftfilter halten bis zu 99,97 Prozent aller Verunreinigungen zurück[5]. Das klingt nach einem einfachen Job – aber die Konsequenzen eines verstopften Filters sind gravierend. Ein zugesetzter Luftfilter reduziert den Luftdurchsatz, der Motor bekommt zu wenig Sauerstoff für die Verbrennung. Die Folgen: mehr Kraftstoffverbrauch, weniger Leistung, höhere Emissionen[6].
Hier ist der Deal: Sportluftfilter wie K&N-Filter lassen mehr Luft durch und können die Motorleistung leicht verbessern[7]. Aber sie müssen regelmäßig gereinigt und geölt werden – sonst kehrt sich der Vorteil ins Gegenteil um. Für die meisten Alltagsfahrer ist der Serienfilter die bessere Wahl.
Der Ölfilter fängt Metallabrieb, Verbrennungsrückstände und andere Partikel aus dem Motoröl ab[1]. Sauberes Öl bedeutet weniger Verschleiß – ein verstopfter Filter kann dagegen zum Motorschaden führen.
Bei jedem Ölwechsel gehört der Ölfilter mit getauscht. Das ist keine Sparmaßnahme, bei der man schummeln sollte. Ein alter Filter sitzt voller Schmutz und kontaminiert das frische [Öl] sofort wieder. Manche Werkstätten bieten „nur Ölwechsel ohne Filter" günstiger an – das ist rausgeschmissenes Geld.
Die Preise für Ölfilter liegen zwischen 8 und 30 Euro für das Ersatzteil. Mit Einbau (beim Ölwechsel) kommen Sie auf 20 bis 50 Euro. Bei Premiummarken wie BMW oder Mercedes können Originalteile teurer sein – Nachbauten von Markenherstellern wie MANN oder Bosch tun denselben Job.
Der Kraftstofffilter entfernt Schmutzpartikel und Wasser aus Benzin oder Diesel, bevor der Kraftstoff die empfindlichen Einspritzdüsen erreicht[1]. Bei modernen Hochdruck-Einspritzsystemen arbeiten die Injektoren mit Toleranzen im Mikrometerbereich – da kann schon ein winziges Partikel Schaden anrichten.
Bei Dieselfahrzeugen ist der Kraftstofffilter besonders wichtig. Diesel enthält von Natur aus mehr Verunreinigungen, und das Wasser im Tank (Kondenswasser) kann bei Frost zu Problemen führen[4]. Viele Dieselfilter haben deshalb einen integrierten Wasserabscheider.
Das Wechselintervall liegt bei 30.000 bis 60.000 Kilometern – je nach Hersteller und Kraftstoffqualität. Wer häufig an „günstigen" Tankstellen tankt, sollte eher am unteren Ende wechseln. Hier merke ich aus eigener Erfahrung: Nach einem Tankstellenwechsel auf Markensprit sind bei meinem Diesel die Intervalle deutlich länger geworden.
Der Innenraumfilter (auch Pollenfilter oder Kabinenfilter genannt) reinigt die Luft, die über die Lüftung ins Fahrzeuginnere strömt[3]. Er hält Pollen, Feinstaub, Bakterien und Gerüche draußen.
Drei Varianten stehen zur Wahl:
Der ADAC empfiehlt einen Wechsel alle 15.000 Kilometer oder einmal jährlich[3]. Bei Allergikern oder viel Stadtverkehr lieber häufiger. Und hier kommt der praktische Tipp: Den Innenraumfilter können Sie in den meisten Autos selbst wechseln. Er sitzt oft hinter dem Handschuhfach oder unter der Motorhaube[8]. Die Ausstattung Ihres Autos bestimmt, welcher Filtertyp passt.
Dieselfahrzeuge haben einen zusätzlichen Filter: den Dieselpartikelfilter (DPF)[4]. Er fängt die Rußpartikel aus dem Abgas auf, die bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff entstehen.
Der DPF speichert den Ruß in seinen feinen Kanälen. Wenn er voll ist, startet die Motorsteuerung eine sogenannte Regeneration: Die Abgastemperatur wird auf etwa 600 Grad erhöht, und der Ruß verbrennt zu Asche[4].
Das passiert automatisch während der Fahrt – meistens alle 300 bis 1.000 Kilometer, je nach Fahrprofil[9]. Auf der Autobahn regeneriert der Filter von selbst (passive Regeneration). Im Stadtverkehr muss die Elektronik nachhelfen (aktive Regeneration)[4].
Kurzstreckenfahrer haben es schwer. Wenn der Motor nie richtig warm wird, kann die Regeneration nicht starten. Der Filter setzt sich zu, die Kontrollleuchte geht an, der Motor geht in den Notlauf[10]. Diesel oder Benziner – bei dieser Entscheidung sollten Sie Ihr Fahrprofil ehrlich einschätzen.
Auch bei korrekter Regeneration bleibt Asche zurück. Nach 150.000 bis 250.000 Kilometern ist der Filter voll und muss gewechselt werden[4]. Alternativ lässt er sich professionell reinigen – das kostet 300 bis 500 Euro statt 800 bis 3.000 Euro für einen neuen DPF.
Manche Symptome sind eindeutig, andere treten schleichend auf:
Luftfilter verstopft:
Ölfilter zugesetzt:
Kraftstofffilter blockiert:
Innenraumfilter verschmutzt:
DPF voll:
Steuergeräte im Auto überwachen viele dieser Parameter – aber nicht alle. Bei den Symptomen lieber früher als später handeln.
Die gute Nachricht: Nicht jeden Filter müssen Sie in der Werkstatt wechseln lassen.
Selbst wechseln (einfach):
Werkstatt empfohlen:
Immer Werkstatt:
Wer selbst schraubt, spart 50 bis 70 Prozent der Arbeitskosten. Aber Vorsicht: Beim Einbau auf die Luftstromrichtung achten – sie ist auf dem Filter markiert[8]. Ein falsch herum eingebauter Filter filtert nicht richtig.
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