Welche Diesel-Hybrid-Autos gibt es? Modelle 2025

Diesel-Hybrid-Autos sind selten geworden. Mercedes ist aktuell der einzige Hersteller, der noch aktiv Diesel-Plug-in-Hybride verkauft – konkret die C-Klasse, E-Klasse, GLC und GLE mit dem Kürzel „de"[1]. Wer andere Marken sucht, muss auf den Gebrauchtmarkt ausweichen: Dort finden sich der Audi Q7 e-tron, Volvo V60 D6 und Peugeot 3008 HYbrid4[2].

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Warum Diesel-Hybride so selten sind

Die Kombination aus Dieselmotor und Elektromotor klingt auf dem Papier perfekt für Vielfahrer. In der Realität sieht die Rechnung anders aus. Diesel-Hybride sind die teuerste und aufwändigste Antriebskombination überhaupt[2]. Die Abgasnachbehandlung beim Selbstzünder – Partikelfilter, SCR-Katalysator, AdBlue-System – treibt die Produktionskosten in die Höhe.

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Obendrauf kommt ein Imageproblem. Nach dem Abgasskandal 2015 haben viele Käufer dem Diesel den Rücken gekehrt. Und außerhalb Europas? Kaum jemand will einen Diesel-Hybrid kaufen. Das macht die Entwicklung für Hersteller unrentabel. BMW hat nie einen gebaut, Audi und Volvo haben ihre Modelle eingestellt[2].

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Aktuelle Diesel-Hybrid-Modelle von Mercedes

Mercedes C 300 de

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Die neue C-Klasse markiert Mercedes' Bekenntnis zur Diesel-Hybrid-Technologie. Mit 200 PS Diesel plus 129 PS E-Motor und einem 25,4 kWh großen Akku kommt der C 300 de über 100 Kilometer rein elektrisch[2]. Das ist mehr als viele reine Elektro-Stadtflitzer. Elektrisch fährt er bis 140 km/h – auf der Autobahn schaltet sich der Diesel erst zu, wenn du wirklich Tempo machst. Preislich startet die Limousine bei rund 56.000 Euro[2].

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Mercedes E 300 de

In der gehobenen Mittelklasse steht der E 300 de allein auf weiter Flur. Weder Audi A6 noch BMW 5er liefern hier einen Diesel-Hybrid[2]. Die Systemleistung: 306 PS. Der Akku fasst 13,5 kWh für bis zu 51 Kilometer elektrische Reichweite. Das klingt weniger als beim C 300 de, reicht aber für den typischen Pendelalltag. Die „Routen-Eco"-Funktion im MBUX optimiert automatisch Lade- und Dieselstopps[1]. Neupreis ab 59.363 Euro, gebraucht ab etwa 20.000 Euro[2].

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Mercedes GLE 350 de

Hier wird es interessant für SUV-Fans. Der GLE 350 de packt einen 31,2 kWh großen Akku ein – der größte im Segment[2]. Ergebnis: bis zu 100 Kilometer elektrische Reichweite und elektrisches Fahren bis 160 km/h[1]. Nach 25 Minuten am Schnelllader sind 80 Prozent wieder drin. Mit 320 PS Systemleistung und 3,5 Tonnen Anhängelast ist der GLE 350 de auch für Wohnwagenfahrer eine echte Option[1]. Ab 77.326 Euro neu, gebraucht ab circa 60.000 Euro[2].

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Mercedes GLC 300 de

Das SUV-Pendant zur C-Klasse. Die aktuelle Generation bringt dieselbe Technik wie der große C 300 de: starker E-Motor, großer Akku, über 100 Kilometer elektrische Reichweite[2]. Im Vorgänger waren es 51 Kilometer mit dem bekannten 13,5-kWh-Akku. Wer sich für den passenden Hybrid entscheiden möchte, sollte den GLC gegen den GLE abwägen – der GLC ist kompakter, günstiger, aber mit weniger Kofferraum.

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Diesel-Hybride auf dem Gebrauchtmarkt

ModellElektr. ReichweiteSystem­leistungGebraucht­preis ab
Mercedes E 300 deca. 51 km306 PSca. 20.000 €
Mercedes GLE 350 deca. 100 km320 PSca. 60.000 €
Audi Q7 e-tronca. 56 km373 PSca. 34.000 €[2]
Volvo V60 D6ca. 50 km288 PSca. 14.000 €[2]
Peugeot 3008 HYbrid4ca. 20 km200 PSunter 10.000 €[2]
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Der Audi Q7 e-tron war bis 2018 das einzige Oberklasse-SUV mit Diesel-Plug-in-Hybrid. Sein V6-Diesel mit 373 PS und 650 Nm Drehmoment zieht bis zu 2,7 Tonnen Anhängelast[1]. Die Gebrauchtpreise bleiben stabil – Quattro-Allrad und Verarbeitungsqualität zahlen sich aus.

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Volvo hat den V60 D6 bereits 2013 auf den Markt gebracht – als einer der ersten Diesel-Plug-in-Hybride überhaupt[2]. Das Konzept: Fünfzylinder-Diesel vorn, E-Motor hinten, echtes Allradgefühl. Heute nicht mehr neu erhältlich, aber auf dem Gebrauchtmarkt ein solider Fund für Familien.

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Und der Peugeot 3008 HYbrid4? Der Pionier. Frankreich war damit schneller als Deutschland[2]. Zwischen 2011 und 2015 gebaut, damals mit sensationellen 99 g/km CO₂. Heute für unter 10.000 Euro zu haben – ein Schnäppchen für Bastler mit Geduld. Mehr zu den verschiedenen Hybrid-Arten findest du in unserem separaten Ratgeber.

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Für wen lohnt sich ein Diesel-Hybrid?

Das Fahrprofil entscheidet. Diesel-Hybride spielen ihre Stärken aus, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: regelmäßiges Laden und viel Langstrecke[1]. Der ADAC empfiehlt Diesel generell erst ab 15.000 bis 20.000 Kilometern jährlich – beim Diesel-Hybrid gilt das genauso[3].

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Wer täglich 30 Kilometer zur Arbeit pendelt und eine Wallbox zu Hause oder am Arbeitsplatz hat, fährt den Alltag rein elektrisch. Auf der Autobahnfahrt ins Wochenende übernimmt der Diesel – sparsamer als jeder Benzin-Hybrid bei konstant hohem Tempo[1].

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Der Haken? Wer nicht regelmäßig lädt, schleppt nur tote Batterie-Kilos mit. Dann verliert der Diesel-Hybrid seinen Sinn. Und für reine Kurzstreckenfahrer gibt es bessere Optionen – ein Benziner oder Benzin-Hybrid etwa.

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Mild-Hybrid vs. Plug-in-Hybrid: Der Unterschied

Nicht jeder „Diesel-Hybrid" kann elektrisch fahren. Die meisten neuen Diesel mit Hybrid-Label sind Mild-Hybride – ein 48-Volt-Starter-Generator, der beim Anfahren unterstützt und beim Bremsen Energie zurückgewinnt[1]. Rein elektrisches Fahren? Fehlanzeige. Der Verbrauchsvorteil liegt bei vielleicht 0,3 bis 0,5 Litern pro 100 Kilometer.

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Plug-in-Hybride dagegen haben einen richtigen E-Motor und einen externen Ladeanschluss. 50 bis 100 Kilometer elektrische Reichweite sind Standard. Der Unterschied in der Praxis: Während der Mild-Hybrid nur den Verbrauch glättet, ersetzt der Plug-in auf Kurzstrecken den Verbrenner komplett[1].

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Bei der Entscheidung hilft auch ein Blick auf die Zukunft der Antriebsarten.

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Wichtigste Erkenntnisse

  • Mercedes ist der einzige Hersteller mit aktuellen Diesel-Plug-in-Hybriden (C 300 de, E 300 de, GLC 300 de, GLE 350 de)
  • Elektrische Reichweiten reichen von 51 km (E-Klasse) bis über 100 km (GLE, neue C-Klasse)
  • Gebrauchte Diesel-Hybride von Audi, Volvo und Peugeot sind ab 10.000 € verfügbar
  • Diesel-Hybride lohnen sich bei regelmäßigem Laden plus Langstreckenanteil
  • Mild-Hybride mit 48V können nicht rein elektrisch fahren – nur Plug-in-Hybride bieten echten E-Modus
  • Steuervorteile (0,25% Versteuerung) gelten bei Reichweiten über 80 km elektrisch
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Häufige Fragen (FAQs)

Gibt es noch neue Diesel-Hybrid-Autos zu kaufen?

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Wie weit kommt ein Diesel-Hybrid rein elektrisch?

Ist ein Diesel-Hybrid besser als ein Benzin-Hybrid?

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Wie lange hält die Batterie eines Diesel-Hybrids?

Lohnt sich ein gebrauchter Diesel-Hybrid?

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Quellen

  1. AutoScout24. (2025). Diesel Hybrid: Die 5 beliebteste Modelle & alle Infos. https://www.autoscout24.de/informieren/ratgeber/beste-autos/diesel-plug-in-hybride/
  2. Mobile.de. (2022). Sparwunder und doch selten: Diese Autos gibt es als Diesel-Hybrid. https://www.mobile.de/magazin/artikel/sparen-fuer-fortgeschrittene-diese-autos-gibt-es-als-diesel-hybrid
  3. ADAC. (2025). Hybridantrieb oder Plug-in-Hybrid? Das sind die Unterschiede. https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/hybridantrieb/
  4. ADAC. (2025). Plug-in-Hybrid-Autos: Modelle, Reichweiten, Kosten. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/auto/plug-in-hybrid/
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