Der Dacia Sandero ist das günstigste Auto in der Versicherung – mit Typklasse 11 in der Haftpflicht und nur rund 200 Euro Jahresbeitrag[1]. Dicht dahinter liegen der VW Up, Skoda Citigo und Seat Mii mit Typklasse 12. Für Fahranfänger lohnt sich besonders der Hyundai i10: In der Teil- und Vollkasko zählt er zu den günstigsten Kleinwagen überhaupt[2].
Jedes Auto in Deutschland bekommt eine Typklasse – und die bestimmt maßgeblich den Versicherungsbeitrag. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berechnet diese Klassen jährlich neu, basierend auf Schadensstatistiken der letzten drei Jahre[3].
Die Logik dahinter: Autos mit vielen teuren Schäden landen in hohen Typklassen, solide Modelle mit wenigen Schäden in niedrigen. Was das Datenblatt nicht zeigt: Manchmal rutscht ein eigentlich zuverlässiges Auto in eine hohe Typklasse, weil eine bestimmte Käufergruppe statistisch mehr Unfälle baut. Der BMW 3er etwa wird oft von sportlichen Fahrern bewegt – das schlägt sich in der Statistik nieder, obwohl das Auto selbst zuverlässig ist.
Die drei Versicherungsarten nutzen unterschiedliche Skalen:
| Versicherungsart | Typklassen-Spanne | Niedrig (gut) | Hoch (teuer) |
|---|---|---|---|
| Kfz-Haftpflicht | 16 Klassen | 10 | 25 |
| Teilkasko | 24 Klassen | 10 | 33 |
| Vollkasko | 25 Klassen | 10 | 34 |
Die neuen Typklassen für 2026 gelten seit dem 9. September 2025[3]. Mehr als zehn Millionen Autofahrer sind von den Änderungen betroffen[4].
Diese Modelle haben die niedrigsten Typklassen – und damit die günstigsten Versicherungsbeiträge:
| Rang | Fahrzeug | Haftpflicht | Teilkasko | Vollkasko | Ca. Jahresbeitrag |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Dacia Sandero | 11 | 14 | 12 | ~200 € |
| 2 | VW Up / e-Up | 12 | 13 | 15 | ~220 € |
| 3 | Skoda Citigo | 12 | 13 | 14 | ~210 € |
| 4 | Seat Mii | 12 | 13 | 14 | ~210 € |
| 5 | Fiat Panda | 13 | 14 | 14 | ~230 € |
| 6 | Toyota Aygo | 13 | 15 | 15 | ~240 € |
| 7 | Citroën C1 | 13 | 15 | 16 | ~240 € |
| 8 | Peugeot 108 | 13 | 15 | 16 | ~240 € |
| 9 | Renault Twingo | 14 | 14 | 15 | ~250 € |
| 10 | Smart ForTwo | 14 | 16 | 15 | ~260 € |
Quelle: checkalle.de, Stand 2025/2026[1]
Was hier auffällt: Kleinwagen dominieren. Das macht Sinn – weniger Leistung bedeutet weniger schwere Unfälle, kleinere Reparaturkosten, niedrigere Typklassen. Aber es gibt Ausnahmen. Der Smart ForTwo Electric Drive etwa liegt in der Vollkasko bei Typklasse 10 – der niedrigsten überhaupt[5]. Das Elektromodell aus den Jahren 2010-2015 ist damit der günstigste Citycar in allen drei Kategorien.
Nicht jeder will einen Kleinstwagen. Hier die günstigsten Modelle in jeder Klasse:
Der Hyundai i10 1.1 glänzt mit niedrigen Typklassen in allen Bereichen. In der Teil- und Vollkasko zählt er zu den günstigsten Kleinwagen überhaupt[2]. Rechnen Sie mit etwa 230 Euro Haftpflicht, 360 Euro mit Teilkasko und 550 Euro mit Vollkasko pro Jahr.
Ältere Versionen (2005-2010) sind noch günstiger eingestuft. Der Opel Corsa C (Baujahr 2000-2006) liegt bei Typklasse 12-14 in der Teilkasko – deutlich niedriger als der aktuelle Corsa F mit 21-22[2]. Wer einen Gebrauchten sucht, fährt mit älteren Generationen oft günstiger. Die Unterhaltskosten eines solchen günstigen Autos sind dann insgesamt niedrig.
Der VW Golf ist ein Sonderfall. Die Typklassen variieren stark je nach Motorisierung – von 14 bis 20 in der Haftpflicht[2]. Der 1.0 TSI mit 110 PS liegt deutlich günstiger als der GTI.
Der Seat Leon der ersten 1T-Baureihe (bis 2015) kostet in der Vollkasko weniger als die zweite Generation. Ältere Modelle zahlen etwa 260 Euro Haftpflicht, 400 Euro mit Teilkasko und 570 Euro mit Vollkasko[2].
Hier wird es kompliziert. Mittelklasse-Fahrzeuge haben grundsätzlich höhere Typklassen – stärkere Motoren, höhere Reparaturkosten. Der Skoda Octavia schneidet noch am besten ab, besonders als Combi mit kleineren Benzinmotoren.
Was viele nicht wissen: Dieselmodelle liegen in der Haftpflicht oft niedriger als Benziner, in der Kasko aber höher. Der Grund? Dieselfahrer legen mehr Kilometer zurück (statistisch mehr Unfälle), aber die Schäden am eigenen Fahrzeug sind nicht teurer. Vor dem Autokauf lohnt sich ein Blick auf unseren Ratgeber Diesel oder Benziner.
E-Autos sind in der Versicherung oft günstiger als vermutet:
| E-Auto | Typklasse (Vollkasko) | Ca. Jahresbeitrag |
|---|---|---|
| Dacia Spring | 12 | ~500 € |
| Renault Zoe | 14 | ~550 € |
| VW e-Up | 15 | ~580 € |
| Smart EQ ForTwo | 14 | ~560 € |
Quelle: checkalle.de[1]
Der Dacia Spring ist das günstigste E-Auto in der Versicherung – mit Typklasse 12 zahlen Sie etwa 500 Euro pro Jahr. Für einen Überblick zu Hybrid-Autos und deren Besonderheiten haben wir einen eigenen Artikel.
Fahranfänger starten in Schadenfreiheitsklasse 0 – und zahlen den Höchstsatz. Vierstellige Jahresprämien sind keine Seltenheit[6]. Die Wahl des richtigen Autos macht hier besonders viel aus.
Die beste Strategie? Ein älterer Kleinwagen mit niedriger Typklasse. Der Hyundai i10, Opel Corsa C oder Fiat Panda aus den Jahren 2005-2015 kombinieren niedrige Anschaffungskosten mit günstigen Versicherungsbeiträgen[2].
Meiner Erfahrung nach unterschätzen Fahranfänger den Unterschied. Ein Kumpel kaufte sich direkt nach der Führerscheinprüfung einen 3er BMW – und zahlte über 2.000 Euro Versicherung im ersten Jahr. Mit einem Polo wären es unter 800 Euro gewesen. Für die gleiche Summe.
| Modell | Haftpflicht-Typklasse | Warum geeignet |
|---|---|---|
| Hyundai i10 | 14-16 | Niedrige Kasko-Klassen, günstig in Anschaffung |
| VW Polo (VI) | 15-16 | Zuverlässig, gute Restwerte |
| Opel Corsa C | 13-17 | Ältere Baujahre sehr günstig |
| Fiat Panda | 13 | Simpel, wenig Technik zum Kaputtmachen |
| Skoda Fabia | 14-15 | Platz wie ein Kompakter, Versicherung wie ein Kleinwagen |
Die SF-Klassen-Übernahme von Eltern oder Großeltern ist eine unterschätzte Option. Wer Infos zu benötigten Autoversicherungen sucht, findet dort mehr Details.
Die Typklasse ist nur ein Faktor. Diese Punkte spielen ebenfalls rein:
Wo Sie wohnen, beeinflusst den Beitrag. München und Hamburg sind teuer, ländliche Regionen in Brandenburg oder Thüringen günstig[4]. Der Unterschied kann 30 Prozent betragen. Wer in die Stadt zieht, sollte mit höheren Beiträgen rechnen.
Je länger unfallfrei, desto günstiger. Nach 35 schadenfreien Jahren zahlen Sie nur noch etwa 20 Prozent des Grundbeitrags. Fahranfänger starten bei 100 Prozent oder höher[6].
Wer weniger fährt, zahlt weniger. Unter 9.000 Kilometer pro Jahr bringen deutliche Rabatte. Aber: Geben Sie realistisch an. Nach einem Unfall prüft die Versicherung – und falsche Angaben können teuer werden.
Höhere Selbstbeteiligung = niedrigerer Beitrag. 300 Euro in der Vollkasko und 150 Euro in der Teilkasko sind Standard. Wer auf 500/300 Euro erhöht, spart 10-15 Prozent[7].
Viele Suchanfragen zielen auf die Kombination aus Versicherung und Kfz-Steuer. Das sind die Sparmeister:
| Modell | Versicherung/Jahr | Steuer/Jahr | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Dacia Sandero 1.0 | ~200 € | ~40 € | ~240 € |
| Fiat Panda 1.0 | ~230 € | ~35 € | ~265 € |
| VW e-Up | ~220 € | 0 € | ~220 € |
| Dacia Spring | ~500 € | 0 € | ~500 € |
E-Autos sind bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit[1]. Das gleicht höhere Versicherungsbeiträge oft aus. Der VW e-Up schlägt damit sogar den günstigeren Dacia Sandero bei den Gesamtkosten – vorausgesetzt, Sie laden zu Hause.
Für die geringsten Unterhaltskosten insgesamt spielen natürlich auch Verbrauch und Wartung eine Rolle.
Hier kommt der Knackpunkt, den Vergleichsportale verschweigen: Die Typklasse ändert sich jedes Jahr. Ein Auto mit Typklasse 12 kann nächstes Jahr in Klasse 14 rutschen – weil andere Fahrer desselben Modells mehr Unfälle gebaut haben[4].
2026 sind über 10 Millionen Autofahrer von Änderungen betroffen. 5,3 Millionen profitieren von besseren Einstufungen, aber 4,3 Millionen zahlen mehr[4]. Wer langfristig plant, sollte auf Modelle setzen, deren Typklassen seit Jahren stabil sind – wie der Dacia Sandero oder der Skoda Fabia.
Ein weiterer Punkt: Sondermodelle und limitierte Editionen landen oft in höheren Typklassen als die Basisversion. Der VW Golf GTI kostet in der Versicherung deutlich mehr als der Golf 1.0 TSI – obwohl beide als "Golf" laufen. Achten Sie beim Vergleich auf die exakte Motorisierung.
Wenn Sie wissen möchten, welche Autos teuer in der Versicherung sind, lesen Sie unseren separaten Ratgeber – damit Sie wissen, was Sie vermeiden sollten.
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