Drei Arten von Hybrid Autos dominieren den Markt: Mild-Hybrid (MHEV), Voll-Hybrid (HEV/FHEV) und Plug-in-Hybrid (PHEV)[1]. Der entscheidende Unterschied liegt in der Batteriegröße, der elektrischen Reichweite und der Frage, ob Sie das Auto an die Steckdose hängen müssen. Voll-Hybride und Mild-Hybride laden sich beim Fahren selbst auf – Plug-in-Hybride nicht[2]. Für die 0,5-Prozent-Dienstwagenregelung qualifizieren sich nur PHEVs mit mindestens 80 km elektrischer Reichweite.
Hybrid-Autos kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und können zwischen beiden wechseln[1]. Wie viel der Elektromotor tatsächlich beiträgt, hängt vom Hybrid-Typ ab. Die Unterschiede sind erheblich – sowohl beim Verbrauch als auch beim Preis und der Alltagstauglichkeit.
| Hybrid-Typ | Rein elektrisch fahren? | Extern laden? | E-Reichweite | Kraftstoffersparnis | Preis-Aufschlag |
|---|---|---|---|---|---|
| Mild-Hybrid (MHEV) | Nein | Nein | 0 km | 10–15% | ca. 1.000 € |
| Voll-Hybrid (HEV) | Ja, kurz | Nein | 2–5 km | 15–25% | ca. 2.000 € |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | Ja, lang | Ja | 40–120 km | bis 70% | 3.000–8.000 € |
Mild-Hybride packen einen kleinen 48-Volt-Elektromotor unter die Haube, der den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt[3]. Rein elektrisch fahren? Unmöglich. Der E-Motor ist dafür schlicht zu schwach.
Was Sie bekommen: Eine Kraftstoffersparnis von etwa 10–15 Prozent, besonders im Stadtverkehr[1]. Die Energie stammt aus der Rekuperation beim Bremsen – der Motor lädt die kleine Batterie automatisch wieder auf. Kein Stecker, kein Laden, keine Umstellung im Alltag.
Typische Mild-Hybride: Audi A4 45 TFSI, BMW 520i, Mercedes C 200, Seat Leon 1.5 eTSI. Fast alle deutschen Hersteller setzen inzwischen bei vielen Benzinern auf diese Technik.
Voll-Hybride (HEV oder FHEV) gehen einen Schritt weiter. Der stärkere Elektromotor und die größere Batterie ermöglichen kurze Strecken im reinen Elektrobetrieb – typischerweise 2 bis 5 Kilometer[4].
Hier ist die Sache: Diese Hybride laden sich komplett selbst auf. Die Batterie füllt sich durch Rekuperation beim Bremsen und durch den Benzinmotor[2]. Toyota nennt das „Self-Charging Hybrid" – etwas irreführend, weil die Energie natürlich aus dem Benzin stammt.
Der echte Vorteil liegt im Stadtverkehr. Bei Stop-and-Go-Fahrten fährt der Wagen oft elektrisch an und nutzt den Verbrenner erst bei höheren Geschwindigkeiten. Der Toyota Yaris Hybrid kommt so auf nur 3,8 Liter im Schnitt[5].
Beliebte Voll-Hybride: Toyota Yaris Hybrid, Toyota Corolla Hybrid, Honda Jazz e, Hyundai Tucson Hybrid, Kia Niro Hybrid, Lexus UX 250h.
Plug-in-Hybride (PHEV) packen die größten Batterien ein und müssen dafür extern geladen werden[1]. Elektrische Reichweiten von 40 bis 120 Kilometern sind Standard – aktuelle Modelle wie der VW Passat eHybrid schaffen sogar 122 km rein elektrisch[6].
Was das für den Alltag bedeutet: Pendler, die täglich unter 50 km fahren und zu Hause laden können, fahren praktisch wie mit einem Elektroauto. Der Verbrenner springt nur bei längeren Strecken oder leerer Batterie ein.
Aber warten Sie – es gibt einen Haken. Wer seinen Plug-in nie lädt, schleppt nur 150 bis 200 Kilogramm Batteriegewicht spazieren und verbraucht mehr als ein normaler Benziner[3]. Die ADAC-Tests zeigen: Ohne regelmäßiges Laden ist ein PHEV wirtschaftlich unsinnig.
Voll-Hybride und Mild-Hybride laden sich während der Fahrt selbst auf – durch Rekuperation und den Verbrennungsmotor[2]. Sie brauchen keine Steckdose und keine Wallbox. Das macht sie ideal für alle, die keine Lademöglichkeit haben.
Was das Datenblatt nicht verrät: Auch Plug-in-Hybride rekuperieren Energie, aber die kleine zurückgewonnene Menge reicht nicht annähernd für die große Batterie. Ohne externes Laden bleibt der Akku nach wenigen Kilometern leer.
Wer also ein „Hybrid ohne Stecker" sucht, greift zu:
Alle diese Modelle funktionieren exakt wie klassische Verbrenner, verbrauchen aber deutlich weniger[2].
Das E-Kennzeichen mit dem „E" am Ende gibt Vorteile wie kostenloses Parken oder Zugang zu Umweltzonen[7]. Aber nicht jeder Hybrid qualifiziert sich dafür.
| Kriterium | Anforderung 2026 |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | Nur extern aufladbare PHEVs (kein MHEV, kein HEV) |
| CO₂-Ausstoß | Max. 50 g/km ODER |
| E-Reichweite (ab 2025) | Mind. 80 km rein elektrisch |
Mild-Hybride und Voll-Hybride bekommen kein E-Kennzeichen – sie gelten als normale Verbrenner[8]. Nur Plug-in-Hybride, die eine der beiden Bedingungen erfüllen, erhalten das „E".
Ältere Regelungen: Vor dem 1. Januar 2018 zugelassene Fahrzeuge brauchten nur 30 km E-Reichweite, bis Ende 2024 reichten 40 km[9]. Seit 2025 gilt die 80-km-Grenze für Neufahrzeuge.
Die 0,5-Prozent-Dienstwagenregelung für Hybride gilt nur für Plug-in-Hybride mit mindestens 80 km elektrischer Reichweite oder maximal 50 g CO₂/km[6]. Mild-Hybride und Voll-Hybride werden steuerlich wie normale Verbrenner behandelt.
Was das für Ihre Steuerlast bedeutet: Ein PHEV-Firmenwagen mit 60.000 Euro Listenpreis spart bei der 0,5-Prozent-Regelung gegenüber der 1-Prozent-Regelung etwa 1.500 Euro Steuern pro Jahr.
Mercedes setzt bei PHEVs auf große Batterien. Die aktuellen Modelle im Überblick[6]:
| Modell | Typ | E-Reichweite | Preis ab |
|---|---|---|---|
| Mercedes A 250 e | PHEV | 70 km | 44.500 € |
| Mercedes C 300 e | PHEV | 113 km | 61.900 € |
| Mercedes E 300 e | PHEV | 117 km | 68.450 € |
| Mercedes GLC 300 e | PHEV | 120 km | 67.300 € |
| Mercedes GLC 300 de | PHEV (Diesel) | 110 km | 68.000 € |
| Mercedes S 580 e | PHEV | 117 km | 114.150 € |
Der GLC 300 de ist einer der wenigen Diesel-Plug-in-Hybride auf dem Markt – interessant für Vielfahrer mit Lademöglichkeit.
Audi packt unter das Label „TFSI e" seine Plug-in-Hybride:
| Modell | Typ | E-Reichweite | Preis ab |
|---|---|---|---|
| Audi A3 Sportback 40 TFSI e | PHEV | 63 km | 44.700 € |
| Audi A5 55 TFSI e | PHEV | 110 km | ca. 57.000 € |
| Audi A6 55 TFSI e | PHEV | 100 km | ca. 72.000 € |
| Audi Q5 55 TFSI e | PHEV | 65 km | 59.000 € |
| Audi Q7 60 TFSI e | PHEV | 73 km | 82.500 € |
Achtung: Nicht alle Audi-PHEVs erreichen die 80-km-Grenze für die 0,5-Prozent-Regelung. Der A3 mit 63 km und der Q5 mit 65 km qualifizieren sich nicht mehr für Neubestellungen ab 2025[6].
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Lademöglichkeit, Fahrprofil und Budget.
Wählen Sie einen Vollhybrid, wenn:
Wählen Sie einen Plug-in-Hybrid, wenn:
Wählen Sie einen Mild-Hybrid, wenn:
Bei den verschiedenen Antriebsarten bieten Hybride einen guten Kompromiss zwischen Elektromobilität und Reichweite. Wer sich unsicher ist, welches Hybrid-Modell sich wirklich lohnt, sollte das eigene Fahrprofil genau analysieren.
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