Über 300 Apps sind mit Android Auto kompatibel – darunter Google Maps, Waze, Spotify, WhatsApp, Audible und YouTube Music[1]. Alle kompatiblen Apps tragen im Google Play Store das "Works with Android Auto"-Badge[1]. Die Voraussetzung: Ein Android-Smartphone mit mindestens Android 9.0 (Pie), ein hochwertiges USB-Kabel und ein kompatibles Fahrzeug[2]. Für kabellose Verbindung brauchen Sie Android 11 oder höher (bei Google und Samsung ab Android 10)[2].
Android Auto spiegelt bestimmte Apps vom Smartphone auf das Infotainment-Display Ihres Autos[3]. Die Bedienung erfolgt per Touchscreen oder Sprachbefehl über den Google Assistant. Aber hier ist der Deal: Nicht jede App aus dem Play Store läuft auf Android Auto.
Google prüft und zertifiziert Apps, bevor sie Android Auto unterstützen dürfen[4]. Der Grund? Ablenkung am Steuer. Nur Apps mit vereinfachter Oberfläche und Sprachsteuerung kommen durch. YouTube zum Videoabspielen? Fehlanzeige. Netflix während der Fahrt? Vergessen Sie es.
Was viele nicht wissen: Die App muss zuerst auf dem Smartphone installiert sein, bevor sie im Fahrzeug erscheint[1]. Sie laden also nicht direkt über das Autodisplay herunter.
| Kategorie | Beliebteste Apps | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Navigation | Google Maps, Waze, TomTom GO | Echtzeit-Verkehr, Blitzerwarnung (Waze) |
| Musik | Spotify, YouTube Music, Amazon Music, Deezer, Tidal | Offline-Wiedergabe möglich |
| Podcasts | Google Podcasts, Pocket Casts, Audible | Hörbücher und Podcasts |
| Messaging | WhatsApp, Telegram, Signal, Facebook Messenger | Nur Sprachbedienung |
| Telefonie | Google Phone, Samsung Phone | Freisprechen |
| Tanken | PlugShare (E-Auto), Chargemap | Ladestationen, Preise |
Quellen: Google Play Store, AutoScout24[1][5]
Google Maps bleibt der unangefochtene König[5]. Die App liefert Echtzeit-Verkehrsinfos, Unfallwarnungen und Spurführung. Bei Elektroautos zeigt sie sogar Ladestationen mit Batterieprognose an. Meiner Erfahrung nach ist die Routenberechnung bei Google Maps präziser als bei den meisten Konkurrenten.
Waze dagegen spielt seine Stärke bei Blitzerwarnungen aus. Die Community meldet mobile Radarfallen in Echtzeit. Der Haken? Das verbraucht mehr Datenvolumen, und die Oberfläche wirkt unruhiger als bei Google Maps.
TomTom GO ist die Alternative für alle, die Offline-Karten wollen. Praktisch in Funklöchern auf der Autobahn oder im Ausland ohne Roaming. Mehr zur Funktionsweise von Google Maps im Auto finden Sie in unserem separaten Ratgeber.
Waze integriert Blitzerwarnungen direkt – und das funktioniert auch über Android Auto[5]. Die Warnungen kommen als Sprachansage, sodass Sie nicht aufs Display schauen müssen.
Reine Blitzer-Apps wie Blitzer.de oder Radarbot laufen nicht direkt über Android Auto. Sie müssen im Hintergrund auf dem Smartphone aktiv sein und geben dann Tonwarnungen aus. Keine Anzeige auf dem Bildschirm, aber Sie hören die Warnung.
(Faire Warnung: In einigen EU-Ländern sind Blitzer-Apps im aktiven Modus verboten. In Deutschland ist die Nutzung durch den Fahrer nicht erlaubt – der Beifahrer darf theoretisch warnen.)
Spotify, YouTube Music, Amazon Music, Deezer und Tidal – alle großen Streaming-Dienste funktionieren[1][4]. Die Oberfläche ist vereinfacht: große Buttons, wenige Menüebenen. Playlists wählen per Sprachbefehl geht problemlos.
Audible für Hörbücher und Pocket Casts für Podcasts runden das Audio-Angebot ab[1]. Was mich überrascht hat: Die Sprachsteuerung bei Spotify über "Hey Google, spiele [Song] auf Spotify" funktioniert tatsächlich zuverlässig – zumindest bei englischen Titeln. Deutsche Künstlernamen werden manchmal falsch verstanden.
Die Anforderungen hängen davon ab, ob Sie per Kabel oder kabellos verbinden wollen:
| Verbindungsart | Anforderung | Beispiel-Geräte |
|---|---|---|
| Per USB-Kabel | Android 9.0 (Pie) oder höher | Praktisch alle Android-Smartphones seit 2018 |
| Kabellos | Android 11.0 oder höher | Pixel 4+, Samsung Galaxy S10+ |
| Kabellos (Ausnahme) | Android 10.0 | Nur Google Pixel und Samsung Galaxy |
| Kabellos (Ausnahme) | Android 9.0 | Nur Samsung Galaxy S8, S8+, Note 8 |
Quelle: Google Support[2]
Jedes Samsung-Smartphone mit Android 10 oder höher hat Android Auto bereits vorinstalliert – kein separater Download nötig[6][7]. Die Galaxy S-Serie, A-Serie und Note-Serie funktionieren alle.
Für kabelloses Android Auto brauchen Sie mindestens Android 10 auf einem Samsung-Gerät[7]. Ältere Modelle wie das Galaxy S8 oder Note 8 mit Android 9 funktionieren nur per Kabel[2].
Hier wird es knifflig. Neuere Huawei-Smartphones ohne Google Play Services (ab dem P40) unterstützen kein Android Auto[3]. Die älteren Modelle mit Google-Diensten (P30 und älter) funktionieren.
Xiaomi, OnePlus, OPPO und Realme? Per Kabel kein Problem. Kabellos ist teilweise Glückssache – manche Nutzer berichten von Verbindungsabbrüchen[8]. Das liegt oft am WLAN-Chip des Geräts.
Nicht jedes USB-Kabel funktioniert. Android Auto erfordert ein hochwertiges Kabel mit Datenübertragung – reine Ladekabel reichen nicht[2][9].
Samsung empfiehlt das Original-USB-Kabel, das dem Smartphone beiliegt[9]. Wenn Sie ein anderes Kabel verwenden, achten Sie auf:
Was das Datenblatt Ihnen nicht verrät: Die billigen 3-Euro-Kabel vom Tankstellenshop scheitern oft. Ich habe selbst erlebt, dass ein No-Name-Kabel zwar lädt, aber keine Verbindung zu Android Auto herstellt. Ein Anker- oder Samsung-Originalkabel für 10-15 Euro spart langfristig Nerven.
Wireless Android Auto klingt komfortabel – aber die Anforderungen sind höher:
Und ehrlich gesagt? Das kabellose Android Auto ist nicht bei jedem Auto zuverlässig. Manche Nutzer berichten von Verbindungsabbrüchen, besonders bei Fahrzeugen von VW und Opel[8]. Das liegt oft an der Bluetooth/WLAN-Implementierung des Fahrzeugs, nicht am Smartphone.
Wer sich für die technischen Details interessiert, findet in unserem Ratgeber zu Sensoren im Auto und Steuergeräten im Fahrzeug weitere Hintergründe.
Kein Android Auto ab Werk? Nachrüsten ist möglich[10]. Die Optionen:
Geräte von Pioneer, Kenwood, Sony oder Alpine mit Android Auto kosten zwischen 250 und 800 Euro. Der Einbau durch eine Fachwerkstatt kommt dazu. Für einen Toyota RAV4 von 2011 müsste ein Einbaurahmen (ca. 30-50 Euro) plus Anschlusskabel ergänzt werden.
Dongles wie der AAWireless oder Motorola MA1 machen aus kabelgebundenem Android Auto eine kabellose Verbindung. Kosten: 50-100 Euro. Das Gerät steckt im USB-Port des Autos und verbindet sich per Bluetooth/WLAN mit dem Smartphone.
Android Auto selbst ist kostenlos[3]. Die App ist auf Smartphones ab Android 10 vorinstalliert; bei älteren Versionen laden Sie sie gratis aus dem Play Store.
Was kostet:
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