Was bedeutet CGI bei Mercedes? Bedeutung, Technik und Modelle

CGI steht bei Mercedes-Benz für Charged Gasoline Injection (aufgeladene Benzin-Direkteinspritzung). Es bezeichnet Ottomotoren mit direkter Kraftstoffeinspritzung in den Brennraum, häufig in Kombination mit einer Turbo- oder Kompressoraufladung. Das Kürzel entfiel ab der Modellpflege im März 2011 weitgehend, da die Benzin-Direkteinspritzung bei Mercedes zum Serienstandard wurde; die zugrundeliegende Einspritztechnik bildet jedoch weiterhin das Fundament moderner Benzinmotoren.

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Die wichtigsten Punkte:

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  • CGI bedeutet "Charged Gasoline Injection" (aufgeladene Benzin-Direkteinspritzung).
  • Die Technologie bezeichnet Benzinmotoren; das Diesel-Pendant trägt die Bezeichnung CDI.
  • Ab der Modellpflege im März 2011 entfiel die Schriftzug-Kennzeichnung am Fahrzeugheck.
  • Zu den verbreiteten Motorbaureihen gehören M271 sowie M270 und M274 in Modellen wie dem C 200 CGI oder E 250 CGI.
  • Weit verbreitete Netz-Fehldeutungen wie "Common Rail Gasoline" sind sachlich unzutreffend.
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Wofür steht die Abkürzung CGI bei Mercedes?

Die Abkürzung CGI bezeichnet bei Mercedes-Benz den englischen Begriff Charged Gasoline Injection. Auf Deutsch bedeutet dies aufgeladene Benzin-Direkteinspritzung. Der Stuttgarter Automobilhersteller führte diese Kennzeichnung ein, um Fahrzeuge mit Benzin-Direkteinspritzung transparent von Modellen mit herkömmlicher Saugrohreinspritzung abzugrenzen.

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Im Internet und in verschiedenen Foren kursieren gelegentlich abweichende Erklärungen wie "Common Rail Gasoline Injection", "Code gesteuerte Injection" oder "Stratified-Charged Gasoline Injection". Diese Auslegungen sind technisch sowie historisch falsch. Mercedes-Benz hat das Kürzel CGI spezifisch für die Kombination aus Benzin-Direkteinspritzung und Aufladung definiert.

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Was heißt CGI wörtlich übersetzt?

Wörtlich übersetzt steht "Charged" für aufgeladen (mittels Kompressor oder Turbolader), "Gasoline" für Benzin und "Injection" für Einspritzung. Die Bezeichnung ist ein proprietärer Markenbegriff von Mercedes-Benz. Andere Automobilhersteller nutzen für vergleichbare Benzin-Direkteinspritzersysteme eigene Bezeichnungen wie TSI, TFSI (Volkswagen-Konzern) oder DIG-T (Nissan).

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Was ist CGI technisch, und wie funktioniert es?

Die CGI-Technologie unterscheidet sich grundlegend von klassischen Saugrohreinspritzern. Bei einem herkömmlichen Ottomotor wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Ansaugtrakt vor den Ventilen gebildet. Bei einem CGI-Motor spritzen Hochdruck-Injektoren den Benzin-Kraftstoff mit Drücken von bis zu 200 bar direkt in den Brennraum des Zylinders ein.

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Durch die direkte Einspritzung verdampft der Kraftstoff unmittelbar im Brennraum, was dem Zylinder Wärme entzieht. Diese innere Kühlung senkt die Klopfneigung des Motors deutlich. Dadurch konnten die Ingenieure die Verdichtung des Motors erhöhen. In Verbindung mit der Aufladung ("Charged") durch einen Turbolader oder mechanischen Kompressor erzielen CGI-Motoren ein höheres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich sowie eine verringerte Kraftstoffmenge bei Teillast. Die Einführung der CGI-Direkteinspritzung markierte bei Mercedes-Benz den Übergang zu kleineren Hubräumen mit höherer spezifischer Leistung (Downsizing). Die präzise Dosierung des Kraftstoffs ermöglichte Verbrauchsreduzierungen von bis zu 10 bis 15 Prozent gegenüber den vorherigen Saugmotoren gleicher Leistungsklasse.

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Was bedeutet CGI in Verbindung mit BlueEfficiency?

Auf vielen Fahrzeugmodellen von Mercedes-Benz findet sich die Kombination "CGI BlueEFFICIENCY" am Kotflügel oder Heckdeckel, wie beispielsweise beim C 200 CGI oder E 250 CGI. Hierbei handelt es sich um zwei getrennte, sich ergänzende Konzepte des Herstellers.

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CGI beschreibt rein die Einspritz- und Motorentechnik unter der Motorhaube. BlueEfficiency bezeichnet hingegen ein gesamtheitliches Maßnahmenpaket von Mercedes-Benz zur Effizienzsteigerung des gesamten Fahrzeugs. Dazu gehören unter anderem ein verringerter Luftwiderstand durch verkleidete Unterböden, rollwiderstandsarme Reifen, ein bedarfsgerecht gesteuertes Servolenkungssystem sowie die ECO Start-Stopp-Funktion. Ein Modell mit der Bezeichnung CGI BlueEfficiency nutzt somit den effizienten Direkteinspritzer-Motor in Verbindung mit aerodynamischen und mechanischen Leichtbau- und Sparmaßnahmen.

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Die Fahrzeugtechnik entwickelt sich kontinuierlich weiter, auch abseits von Verbrennungsmotoren. Mercedes-Benz integriert moderne Konnektivität wie das Mercedes me Connect System in aktuelle Baureihen, um Fahrdaten und Effizienzwerte digital zu überwachen.

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Was sind Mercedes CGI-Motoren, und welche Modelle haben sie?

Die CGI-Technologie kam bei Mercedes-Benz über verschiedene Motorengenerationen hinweg zum Einsatz. Die erste Generation debütierte 2002 im C 200 CGI (Baureihe W203) mit dem Motor M271 DE18 ML, der damals noch mit einem Wandschicht-Einspritzverfahren arbeitete.

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Der breite Durchbruch gelang ab 2009 mit den strahlgeführten Direkteinspritzern der überarbeiteten M271-Evo-Familie sowie den V6- und V8-Motoren (M276 und M278). Auch in höheren Fahrzeugklassen wie dem Kosten des Mercedes GLE Vorgänger ML oder den Limousinen der E-Klasse prägten CGI-Triebwerke das Angebot. Spätere Vierzylinder-Generationen wie der M270 (Querteil) und M274 (Längseinbau) setzten diesen Weg fort.

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Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über typische Mercedes CGI-Baureihen und deren Einsatz in Serienmodellen:

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MotorbaureiheHubraumEinspritztechnik / AufladungTypische Fahrzeugmodelle
M271 DE18 ML1,8 LiterDirekteinspritzung + KompressorC 200 CGI (W203), CLK 200 CGI (C209)
M271 DE18 AL1,8 LiterDirekteinspritzung + TurboladerC 180 CGI, C 200 CGI, C 250 CGI (W204), E 200 CGI, E 250 CGI (W212)
M272 DE353,5 Liter V6Strahlgeführte Direkteinspritzung (Sauger)C 350 CGI (W204), CLS 350 CGI (C219)
M270 / M2741,6 / 2,0 LiterDirekteinspritzung + TurboladerA 180, A 200 (W176), B 200 (W246), C 200 (W205)
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Hinweis: Bei gebrauchten Fahrzeugen der Baujahre 2009 bis 2011 gibt die Abkürzung CGI auf der Heckklappe einen direkten Hinweis darauf, dass der Motor bereits mit der modernen Direkteinspritzung ausgerüstet ist. Laut technischen Unterlagen im Fachportal kfz-betrieb.vogel.de setzte Mercedes-Benz bei Modellen wie dem CLS 350 CGI erstmals auf die Piezo-Direkteinspritzung der zweiten Generation.

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Warum steht CGI bei neueren Mercedes nicht mehr am Heck?

Ab der Modellpflege der C-Klasse (W204) und E-Klasse (W212) im März 2011 verzichtete Mercedes-Benz schrittweise darauf, das Kürzel CGI am Fahrzeugheck anzubringen. Der Grund dafür war organisatorischer Natur. Da zu diesem Zeitpunkt sämtliche Benzinmotoren der Neuwagenpalette auf Direkteinspritzung umgestellt worden waren, benötigte der Hersteller keine gesonderte Kennzeichnung mehr zur Unterscheidung von Saugrohreinspritzern.

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Die Benzinmodelle tragen seither lediglich die Modellbezeichnung mit der dreistelligen Zahl (beispielsweise C 200 oder E 250). Dennoch handelt es sich unter der Motorhaube weiterhin um direkteinspritzende Motoren nach dem CGI-Prinzip.

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Für ältere Fahrzeuge lässt sich die digitale Anbindung teilweise über Nachrüstlösungen wie den Mercedes me Adapter erweitern, während neuere Jahrgänge umfangreiche Funktionen der Mercedes me App ab Werk unterstützen.

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Was ist der Unterschied zwischen CGI und CDI?

Obwohl die beiden Abkürzungen CGI und CDI auf den ersten Blick ähnlich klingen, bezeichnen sie völlig unterschiedliche Motorentechnologien und Kraftstoffarten bei Mercedes-Benz.

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CGI steht für Charged Gasoline Injection und bezeichnet ausschließlich Benzinmotoren mit Direkteinspritzung. CDI steht hingegen für Common Rail Diesel Injection und kennzeichnet Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung.

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Die wesentlichen Unterschiede lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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  • Kraftstoff: CGI arbeitet mit Superbenzin; CDI benötigt Dieselkraftstoff.
  • Verbrennungsprinzip: CGI-Motoren sind Fremdzündungs-Ottomotoren mit Zündkerzen. CDI-Motoren sind Selbstzündungs-Dieselmotoren mit Glühkerzen.
  • Einspritzdruck: CDI-Dieselmotoren arbeiten mit deutlich höheren Einspritzdrücken (oft über 1.600 bis 2.000 bar) als CGI-Benzinmotoren (bis zu 200 bar).
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Sowohl Benzin- als auch Diesel-Fahrzeuge profitieren heute von digitalen Diensten wie dem Mercedes me Charge Dienst bei Plug-in-Hybriden oder auf Urlaubsreisen mit Campingfahrzeugen wie den Preisen des Mercedes Marco Polo.

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Häufig gestellte Fragen

Ist ein CGI-Motor ein Benziner oder Diesel?

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Ein CGI-Motor ist ausnahmslos ein Benzinmotor (Ottomotor). Das Kürzel enthält das englische Wort "Gasoline" (Benzin). Dieselmotoren von Mercedes-Benz tragen stattdessen die Bezeichnung CDI (Common Rail Diesel Injection) oder d (zum Beispiel E 220 d).

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Warum tragen neue Mercedes kein CGI mehr im Namen?

Seit dem Frühjahr 2011 verwendet Mercedes-Benz das Kürzel CGI nicht mehr als Namenszusatz am Heck. Da mittlerweile alle Benzinmotoren der Marke mit Direkteinspritzung ausgestattet sind, war eine differenzierende Kennzeichnung im Modellnamen nicht mehr erforderlich.

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Ist CGI dasselbe wie BlueEfficiency?

Nein, CGI und BlueEfficiency sind nicht identisch. CGI bezieht sich rein auf die Motor- und Einspritztechnologie (Benzin-Direkteinspritzung). BlueEfficiency ist ein übergreifendes Effizienzpaket von Mercedes-Benz, das zusätzlich Optimierungen an Aerodynamik, Reifen, Gewichtsmanagement und Start-Stopp-Systemen umfasst.

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