Das beste Auto für den Fahrradtransport ist der VW Caddy mit 635 Litern ADAC-Kofferraum und kantigem Laderaum — ein Fahrrad passt liegend mit abmontiertem Vorderrad hinein (ab ~30.000 €)[1]. Für zwei Räder eignet sich der Škoda Superb Combi (1.715 l dachhoch, ab 42.340 €)[1]. Wer ein E-Bike im Auto transportieren möchte, greift laut ADAC am besten zum Fahrradträger für die Anhängerkupplung — mit nur 6,3% Mehrverbrauch bei 130 km/h gegenüber 44,3% beim Heckklappen-Träger[2].
| Transportart | Empfehlung | Kofferraum (ADAC) | Preis ab |
|---|---|---|---|
| Innenraum (1 Rad) | VW Caddy | 635 l | ~30.000 € |
| Innenraum (2 Räder) | Škoda Superb Combi | 575 l (1.715 l dachhoch) | 42.340 € |
| Mit AHK-Träger | Jedes Auto mit AHK | — | Träger ab ~250 € |
| Premium-Van | Mercedes V-Klasse | ~600 l (~2.500 l dachhoch) | ~55.000 € |
Vier Fahrzeugsegmente kommen für den Fahrradtransport infrage: Hochdachkombis, Kombis, SUVs und Vans. Hochdachkombis wie der VW Caddy bieten die praktischste Lösung, weil ihr kantiger Laderaum fast keine toten Ecken hat[1][3]. Kombis punkten mit der längsten Ladefläche, SUVs mit Volumen — und Vans schlucken auch zwei Räder stehend.
Entscheidend sind die ADAC-Messwerte, nicht die Herstellerangaben. Der ADAC hat bei manchen Modellen Abweichungen von über 300 Litern festgestellt[1]. Die folgende Tabelle zeigt nur unabhängig gemessene Werte.
| Rang | Segment | Modell | Kofferraum (ADAC) | Dachhoch | Preis ab | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Hochdachkombi | VW Caddy | 635 l | ~1.600 l | ~30.000 € | Kantiger Laderaum, 1 Rad liegend ohne Ausbau |
| 2 | Hochdachkombi | Ford Tourneo Courier | 566 l | ~1.200 l | ~25.000 € | Kompakt, günstigster Einstieg |
| 3 | Hochdachkombi | Mercedes T-Klasse | 530 l | ~1.300 l | ~32.000 € | Premium, Schiebetüren |
| 4 | Kombi | Škoda Superb Combi | 575 l | 1.715 l | 42.340 € | Längste Ladefläche, 2 Räder liegend |
| 5 | Kombi | VW Passat Variant | 575 l | 1.665 l | ~37.500 € | Ebene Ladefläche, niedrige Ladekante |
| 6 | Kombi | Mercedes E T-Modell | 505 l | ~1.400 l | ~58.000 € | Premium-Kombi, breite Ladeöffnung |
| 7 | SUV | Škoda Kodiaq | 655 l | ~1.700 l | ~37.000 € | Größter Mittelklasse-SUV |
| 8 | SUV | VW Tayron | 635 l | ~1.600 l | ~40.000 € | Tiguan-Nachfolger, ebene Ladefläche |
| 9 | SUV | Kia EV9 | 760 l | 2.250 l | ~55.000 € | Riesiger Laderaum, E-Bike-tauglich |
| 10 | E-SUV | Hyundai Ioniq 9 | 770 l | ~2.100 l | ~57.000 € | Größter SUV-Kofferraum im ADAC-Test |
| 11 | Van | VW ID. Buzz | ~490 l | ~1.700 l | ~52.000 € | Fahrrad stehend möglich, Schiebetüren |
| 12 | Van | Mercedes V-Klasse | ~600 l | ~2.500 l | ~55.000 € | 2+ Räder stehend, größter Laderaum |
Der VW Caddy führt die Liste an — nicht weil er den größten Kofferraum hat, sondern weil sein Laderaum fast perfekt rechteckig geschnitten ist[1]. Wer schon mal versucht hat, ein 28-Zoll-Rad in einen sportlich geformten SUV zu quetschen, kennt das Problem: Radkästen, schräge Seitenwände und eine hohe Ladekante fressen nutzbaren Platz. Beim Caddy fällt das weg. 635 Liter misst der ADAC, dachhoch sind es rund 1.600 Liter[1].
Der Ford Tourneo Courier ist der günstigste Hochdachkombi ab circa 25.000 €. Mit 566 Litern reicht er für ein Rad plus Gepäck — für zwei Räder wird es knapp[1]. Die Mercedes T-Klasse (530 l, ab ~32.000 €) bringt Schiebetüren mit, die das Beladen von der Seite erleichtern[1]. Wer sich für Volkswagen-Modelle generell interessiert, findet dort eine vollständige Übersicht.
Die Škoda Superb Combi liefert den größten Laderaum unter allen Kombis: 575 Liter normal, 1.715 Liter dachhoch bei umgeklappter Rückbank[1][4]. Škoda gibt sogar 690 bis 1.920 Liter an — der ADAC misst konservativer, aber realistischer[4]. Die Ladefläche ist lang genug für zwei Fahrräder liegend nebeneinander.
Der VW Passat Variant kommt auf identische 575 Liter (1.665 l dachhoch) und überzeugt mit einer angenehm niedrigen Ladekante[5]. VW gibt 690 bis 1.920 Liter an — eine Differenz von 115 Litern zur ADAC-Messung, die zeigt, warum Herstellerwerte mit Vorsicht zu genießen sind[5]. Das Mercedes E T-Modell (505 l, ab ~58.000 €) bietet die breiteste Ladeöffnung im Kombi-Segment, kostet aber deutlich mehr[1].
Der Škoda Kodiaq ist der Überraschungskandidat: 655 Liter ADAC-Volumen bei moderatem Preis ab ~37.000 €[1]. Als einziger SUV im Vergleich bietet er optional sieben Sitze — klappt man die dritte Reihe um, entsteht eine ebene Ladefläche. Der VW Tayron (635 l, ab ~40.000 €) ist der Tiguan-Nachfolger und liegt auf ähnlichem Niveau[1].
Richtig viel Platz gibt es bei den E-SUVs. Der Hyundai Ioniq 9 hält mit 770 Litern den ADAC-Rekord unter allen SUVs, der Kia EV9 folgt mit 760 Litern und 2.250 Litern dachhoch[1]. Beide starten allerdings bei über 55.000 €. Wer sich für E-Autos mit großer Reichweite interessiert, findet dort einen aktuellen Vergleich.
Vans sind die Königsklasse für den Fahrradtransport. In der Mercedes V-Klasse stehen zwei Räder aufrecht nebeneinander — mit rund 2.500 Litern dachhoch kein Problem[1]. Der VW ID. Buzz ermöglicht den stehenden Transport eines Rads dank hohem Dach und Schiebetüren[1]. Beide kosten ab 52.000–55.000 € und sind damit eher etwas für Vielradler oder Familien, die regelmäßig mit Bikes unterwegs sind.
Ein Fahrrad im Kofferraum zu transportieren funktioniert in den meisten Kombis und Hochdachkombis — wenn man richtig vorgeht. Die einfachste Methode: Vorderrad abmontieren, Fahrrad liegend einladen, mit Spanngurten sichern[3]. Nach § 22 StVO muss jede Ladung so gesichert sein, dass sie bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht[6].
Vorderrad lösen — mit Schnellspanner dauert das 30 Sekunden. Das Hinterrad bleibt dran (Kette, Schaltung). Schutzdecke oder Kofferraumwanne auslegen, damit weder Kette noch Pedale den Teppich ruinieren[3]. Dann das Rad liegend einladen, Antriebsseite nach oben.
Für ein 28-Zoll-Fahrrad brauchen Sie mindestens 160–170 cm Ladelänge bei umgeklappter Rückbank[7]. Der Škoda Superb Combi und der VW Passat Variant liefern das ohne Probleme. Beim kompakteren Ford Tourneo Courier wird es ohne Vorderrad-Demontage eng. Zwei Spanngurte fixieren das Rad: einen am Rahmen, einen am Hinterrad[6].
Zwei Räder passen, wenn man sie in entgegengesetzter Richtung aufeinanderlegt — Lenker des einen ans Heck, Lenker des anderen Richtung Rückbank. Eine Decke oder ein Handtuch zwischen den Rahmen verhindert Kratzer[3].
Und E-Bikes? Die wiegen 25 bis 30 kg — alleine kaum über eine hohe Ladekante zu hieven[8]. Akku vor dem Transport unbedingt entfernen und separat im Fußraum sichern. Der ADAC empfiehlt generell, alle losen Anbauteile wie Luftpumpe, Akku oder Transportkörbe abzunehmen[8]. Für den regelmäßigen E-Bike-Transport im Auto eignen sich nur Hochdachkombis und Vans mit niedriger Ladekante — oder eben ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung.
Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung ist laut ADAC die klare Empfehlung — er gewinnt in allen Testkategorien: komfortabelste Handhabung, beste Sicherheit im Crashtest und geringster Mehrverbrauch[2]. Testsieger 2025 ist der Uebler i21 mit der Note „sehr gut" (1,5) bei einem Preis von 730 €[9]. Aber auch für rund 400 € gibt es bereits acht mit „gut" bewertete Modelle[9].
| Kriterium | Anhängerkupplung | Dachträger | Heckklappen-Träger |
|---|---|---|---|
| Mehrverbrauch (130 km/h) | 6,3% | 34,2% | 44,3% |
| Handhabung | Sehr gut | Mittel (Räder hochheben!) | Gut |
| Sicherheit (ADAC-Crash) | Gut | Gut | Eingeschränkt |
| E-Bike geeignet | Ja (bis 30 kg/Rad) | Oft nein (Dachlast!) | Bedingt |
| Kofferraum frei | Teilweise eingeschränkt | Ja | Nein |
| Preisbereich | 250–730 € + AHK | 100–400 € | 150–500 € |
Der Uebler i21 wiegt nur 13,2 kg — das leichteste Modell im Testfeld[9]. Trotzdem trägt er zwei E-Bikes mit je 30 kg. Die Montage funktioniert vertikal: Träger aufsetzen, herunterklappen, fertig. Kein Nachjustieren nötig[9]. Im zusammengefalteten Zustand passt er in jede Garage.
Auf Platz zwei landet der MFT Compact 2e+1 (448 €, Note 1,6), auf Platz drei der Thule EasyFold XT2 (730 €)[10]. Der Haken beim Thule: Die Klemmkraft erfordert Kraft in den Händen. Wer ein Auto mit Anhängerkupplung sucht — etwa zum Wohnwagen ziehen —, kann den Heckträger gleich mitnutzen.
Der Dachträger hat einen einzigen echten Vorteil: Der Kofferraum bleibt komplett frei[8]. Für leichte Rennräder oder Kinderräder reicht das. Aber bei E-Bikes wird es kritisch — die Dachlast vieler Autos liegt bei nur 50–75 kg[2]. Abzüglich des Trägersystems (15–20 kg) bleibt für ein 28 kg schweres E-Bike kaum Spielraum. Manche E-Autos wie der VW ID.3 oder Dacia Spring erlauben gar keine Dachlast[2].
Heckklappen-Träger sitzen ohne Anhängerkupplung am Heck. Der Nachteil: 44,3% Mehrverbrauch bei 130 km/h — fast siebenmal so viel wie beim AHK-Träger[2]. Wer wissen möchte, welcher Dachträger auf das eigene Auto passt, findet dort eine Übersicht nach Modell.
Sechs Kriterien entscheiden, ob ein Auto wirklich fahrradtauglich ist: ADAC-Kofferraumvolumen, Ladelänge bei umgeklappter Bank, Ladehöhe, Breite der Ladeöffnung, Ladekantenhöhe und Anhängerkupplung (Serie oder nachrüstbar)[1][7]. Herstellerangaben zum Kofferraum sind oft 100–350 Liter überhöht — der ADAC misst nach eigenem Verfahren ohne Fächer und doppelte Böden[1][5].
Für ein normales 28-Zoll-Fahrrad liegend mit abmontiertem Vorderrad brauchen Sie mindestens 160 cm Ladelänge[7]. Das schaffen alle Kombis ab Mittelklasse und alle Hochdachkombis. Bei SUVs ist Vorsicht geboten: Radkästen und ein im Unterboden verstecktes Reserverad reduzieren die nutzbare Höhe[11].
Die Ladehöhe wird oft vergessen. Stehend transportieren — also Rad aufrecht im Auto — funktioniert erst ab etwa 110–120 cm Innenhöhe. Das bieten nur Hochdachkombis und Vans[3]. Die Breite der Ladeöffnung bestimmt, wie leicht Sie das Rad ein- und ausladen. Schiebetüren (Mercedes T-Klasse, VW ID. Buzz) sind hier ein enormer Vorteil[3].
Eine ebene Ladefläche bei umgeklappter Rückbank klingt banal — ist aber entscheidend. Wenn eine Stufe von fünf Zentimetern zwischen Kofferraumboden und Rücksitzfläche bleibt, liegt das Fahrrad instabil[7]. Der VW Passat Variant löst das elegant mit seiner fast stufenlosen Fläche[5].
Praxistipp: Nehmen Sie Ihr Fahrrad mit zum Autohaus. Probebeladen verrät mehr als jede Tabelle. Auch Hundebesitzer kennen das — wer einen Laderaum für den Vierbeiner sucht, achtet auf dieselben Kriterien.
E-Bikes im Auto zu transportieren ist deutlich aufwendiger als bei normalen Rädern — das Gewicht von 25–30 kg pro Bike verändert die Rechnung komplett[8][3]. Der ADAC empfiehlt für E-Bikes den Fahrradträger für die Anhängerkupplung als sicherste Lösung, weil Dachlast und Handhabung bei anderen Systemen schnell an Grenzen stoßen[8].
Die Dachlast vieler Autos liegt zwischen 50 und 75 kg[2]. Ein Dachträger wiegt 15–20 kg. Bleiben 30–55 kg für die Räder. Ein einzelnes E-Bike passt gerade noch — zwei? Praktisch unmöglich. Und dann muss man 28 kg auf Dachhöhe stemmen. Für E-Bikes sagt der ADAC klar: Heckträger an der Anhängerkupplung[8].
Der ADAC-Testsieger Uebler i21 trägt zwei Räder mit je bis zu 30 kg — also auch zwei vollausgestattete E-MTBs[9]. Aber Achtung: Die Stützlast der Anhängerkupplung darf nicht überschritten werden. Je leichter der Träger (Uebler: 13,2 kg), desto mehr Gewicht bleibt für die Räder[9]. Ein Blick in den Fahrzeugschein verrät die maximal zulässige Stützlast.
Wer das E-Bike trotzdem innen transportieren will, braucht ein Auto mit niedriger Ladekante und großem Volumen. Drei Modelle funktionieren in der Praxis: VW Caddy, Škoda Kodiaq und Mercedes V-Klasse[1]. Das Wichtigste: Akku immer entfernen und separat im Fußraum verstauen[8]. Lithium-Ionen-Akkus können bei Beschädigung brandgefährlich werden.
Der ADAC rät, auch Luftpumpe, Transportkörbe und andere Anbauteile abzumontieren — alles, was sich bei einer Vollbremsung lösen könnte[8]. Empfohlene Höchstgeschwindigkeit mit Heckträger: 120 km/h[8]. Nach den ersten 50 Kilometern kurz stoppen und alle Befestigungen kontrollieren[9].
Ein ADAC-getesteter Fahrradträger für die Anhängerkupplung kostet zwischen 250 und 730 €[9]. Der günstigste empfehlenswerte Träger ist der Fischer ProLine Evo (ab ~280 €, ADAC-Note 2,6), für unter 400 € gibt es bereits acht Modelle mit der Note „gut"[9]. Die Investition lohnt sich — auf einer 500-km-Urlaubsfahrt spart der AHK-Träger gegenüber dem Dachträger rund 19 € an Spritkosten[2].
| Modell | Preis | ADAC-Note | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Uebler i21 | 730 € | 1,5 (Testsieger) | Leichtester Träger (13,2 kg), kompakt faltbar |
| MFT Compact 2e+1 | 448 € | 1,6 (Gut) | Durchdachte Mechanik, schwere E-Bikes geeignet |
| Thule EasyFold XT2 | 730 € | Gut | Fertig montiert geliefert, sehr sicher |
| Fischer ProLine Evo | ~280 € | 2,6 (Befriedigend) | Günstigster im Testfeld |
Wer das Budget hat, greift zum Uebler i21. Kein anderer Träger im ADAC-Test erreichte „sehr gut"[9]. Die Express-Montage spart Zeit, das geringe Gewicht schont die Stützlast. Preisbewusste Käufer schauen sich den MFT Compact 2e+1 an — für 448 € eine Note von 1,6, und der Träger hält auch schwere E-Bikes sicher[10].
Der Thule EasyFold XT2 kommt fertig montiert aus dem Karton — kein Zusammenbau nötig[9]. Allerdings erfordert die Klemmmechanik etwas Handkraft. Für den gelegentlichen Einsatz zwei- oder dreimal im Jahr reicht auch ein Modell in der 400-€-Klasse. Wer generell günstige Autos im Unterhalt sucht, findet dort eine Übersicht nach Fahrzeugklasse.
Die Nachrüstung einer AHK kostet je nach Fahrzeug zwischen 500 und 1.500 € inklusive Einbau[2]. Klingt viel — rechnet sich aber schnell. Ein Dachträger verursacht bei 130 km/h einen Mehrverbrauch von 34,2%, der AHK-Träger nur 6,3%[2].
Konkret: Bei 8 l/100 km Benzinverbrauch und 1,70 €/l kosten 100 km mit Dachträger rund 4,60 € extra. Mit AHK-Träger nur 0,82 €[2]. Wer jährlich 2.000 km mit Fahrrad am Auto fährt, spart circa 75 € pro Jahr — die AHK-Nachrüstung amortisiert sich nach sieben bis zehn Jahren. Dazu kommt: Der AHK-Träger funktioniert auch für schwere E-Bikes, der Dachträger oft nicht[8].
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