Der 2026 Opel Corsa ist als Benziner (100 PS), 48V-Hybrid (110/145 PS) und Electric (136/156 PS) ab 22.890 € erhältlich[1]. Vier Ausstattungslinien von Edition bis Ultimate stehen zur Wahl. Die neue 7. Generation auf STLA-Small-Plattform wird für Ende 2026 erwartet — dann mit Elektro-Einstiegspreis ab 25.000 €[5].
| Eckdaten | Wert |
|---|---|
| Motorisierungen | Benzin, 48V-Hybrid, Elektro |
| Leistung | 100–156 PS |
| Neupreis | ab 22.890 € |
| Reichweite Electric (WLTP) | bis 405 km |
| ADAC-Note (Electric GS) | 2,2 (gut) |
| Ausstattungslinien | Edition, YES, GS, Ultimate |
Der 2026 Opel Corsa rollt in fünf Motorisierungen auf drei Antriebsplattformen vom Band: Benziner, Mildhybrid und vollelektrisch[1]. Alle Varianten nutzen Vorderradantrieb und basieren auf der CMP-Plattform des Stellantis-Konzerns. Im Stadtverkehr merkt man dem kleinen Dreizylinder die PSA-Gene positiv an — kultiviert, laufruhig und mit knackiger Schaltung[2].
| Technische Daten | 1.2 DI Turbo (100 PS) | Hybrid 48V (110 PS) | Hybrid 48V (145 PS) | Corsa Electric (136 PS) | Corsa Electric (156 PS) |
|---|---|---|---|---|---|
| Leistung | 74 kW (100 PS) | 81 kW (110 PS) | 107 kW (145 PS) | 100 kW (136 PS) | 115 kW (156 PS) |
| Drehmoment | 205 Nm | 205 Nm | 230 Nm | 260 Nm | 260 Nm |
| 0–100 km/h | 9,9 s | 9,2 s | 7,8 s | 8,7 s | 8,1 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 194 km/h | 194 km/h | 215 km/h | 150 km/h | 150 km/h |
| Verbrauch (WLTP) | 5,1 l/100 km | 4,6 l/100 km | 5,4 l/100 km | 15,7 kWh/100 km | 14,2 kWh/100 km |
| Getriebe | 6-Gang manuell | 6-Gang eDCT | 6-Gang eDCT | Automatik | Automatik |
[1][2]
Den Einstieg bildet der 1.2 DI Turbo-Dreizylinder mit 100 PS und 205 Nm, gekoppelt an ein 6-Gang-Schaltgetriebe[1]. Opel gibt 5,1 Liter auf 100 km nach WLTP an. Im Praxistest von auto motor und sport landete der Verbrauch bei 6,6 Litern — ein typischer Aufschlag für den Alltagsbetrieb[3].
Wer weniger tanken will, greift zum 48V-Mildhybrid. Der integrierte Startergenerator rekuperiert beim Bremsen und unterstützt den Verbrenner beim Anfahren[1]. Zwei Leistungsstufen stehen zur Wahl: 110 PS oder 145 PS. Beide kommen serienmäßig mit dem eDCT-Doppelkupplungsgetriebe. Das fühlt sich im Stop-and-go deutlich geschmeidiger an als die manuelle Schaltung beim Basis-Benziner[4].
Der ADAC ermittelte für den Hybrid im Ecotest 5,8 Liter — bei bewusster Nutzung des Elektromotors sind Werte unter 5 Litern möglich[4]. Die 145-PS-Variante sprintet in 7,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht 215 km/h. Ein echter Leistungssprung im Kleinwagen-Segment[1].
Die elektrische Variante setzt auf einen 50-kWh-Akku (136 PS) oder den neuen 51-kWh-Long-Range-Akku (156 PS) mit bis zu 405 km WLTP-Reichweite[2]. Im ADAC Ecotest kam die GS-Version auf 345 km reale Reichweite bei einem Durchschnittsverbrauch von 16,5 kWh pro 100 km[2]. Das sind 23% mehr als beim 136-PS-Modell.
Am DC-Schnelllader zieht der Corsa Electric durchschnittlich 80,9 kW, mit Spitzenwerten bis 105,8 kW[2]. Das bedeutet 20 bis 80% in rund 30 Minuten. Eine Wärmepumpe gehört serienmäßig zur Ausstattung und rettet im Winter spürbar Reichweite[2]. Der neue Akku der GS-Version nutzt größere Zellen von BYD-Tochter FDB — weniger Zellen bei mehr Kapazität spart Gewicht[2].
Mit 4.061 mm Länge, 1.765 mm Breite und 1.435 mm Höhe fällt der Opel Corsa typisch für einen Kleinwagen aus[2]. Der Radstand von 2.538 mm sorgt für akzeptablen Platz vorn. Auf der Rückbank wird es für Große allerdings eng an Kopf und Knien[2].
Beim Kofferraum gehen die Angaben auseinander: Opel nennt 309 Liter (normal) bis 1.081 Liter (umgeklappt), der ADAC misst nach eigener Methode 250 bis 890 Liter[2]. Das Leergewicht reicht von rund 1.150 kg beim Benziner bis 1.544 kg beim Electric GS[2].
Aktuell startet der Opel Corsa als Neuwagen bei 22.890 € für den Benziner mit 100 PS in der Edition-Ausstattung[1]. Der Electric beginnt bei 29.990 €, das Topmodell Ultimate Electric (156 PS) liegt bei 35.685 €[1]. Wer die genaue Preisaufschlüsselung für den Benziner sucht, findet dort eine vollständige Übersicht.
| Ausstattung | Benzin (100 PS) | Hybrid (110 PS) | Hybrid (145 PS) | Electric (136 PS) | Electric (156 PS) |
|---|---|---|---|---|---|
| Edition | 22.890 € | 26.310 € | — | 29.990 € | 31.490 € |
| YES | 24.340 € | 27.760 € | 29.500 € | 30.985 € | 32.485 € |
| GS | 25.240 € | 28.660 € | 30.400 € | 31.885 € | 33.385 € |
| Ultimate | 27.840 € | 31.260 € | 33.000 € | 34.185 € | 35.685 € |
Stand: Opel-Preisliste 2026, UVP inkl. MwSt., zzgl. Überführungskosten[1].
Über Neuwagen-Vermittler wie Carwow oder MeinAuto sind deutliche Nachlässe auf den UVP möglich[6]. Leasing-Angebote starten ab ca. 212 €/Monat[6].
Und pro 100 Kilometer? Die reinen Energiekosten unterscheiden sich erheblich:
Der Hybrid spart gegenüber dem Benziner rund 158 € pro Jahr bei 15.000 km Fahrleistung[4]. Der Aufpreis von 3.420 € rechnet sich damit erst nach rund 80.000 bis 100.000 km[4]. Die KFZ-Steuer liegt beim Benziner bei etwa 70–90 € pro Jahr. Für den Corsa Electric entfällt sie bis 2030 komplett[2].
Das aktuelle Facelift (Ende 2023) und die angekündigte neue Generation markieren zwei sehr unterschiedliche Entwicklungsschritte[2][5]. Wer jetzt kauft, bekommt ein ausgereiftes Facelift-Modell — wer warten kann, profitiert möglicherweise vom Generationswechsel.
Das Facelift Ende 2023 brachte dem Corsa F das Opel-Vizor-Markengesicht, den 48V-Mildhybrid, das eDCT-Automatikgetriebe und ein 10-Zoll-Pure-Panel-Touchscreen mit volldigitalem Cockpit[2]. Beim Electric kam der stärkere 156-PS-Motor mit neuem 51-kWh-Akku dazu. Die Effizienz verbesserte sich deutlich: von 18,8 auf 16,5 kWh pro 100 km im ADAC Ecotest[2]. Mittlerweile serienmäßig ist eine Smartphone-Anbindung per Bluetooth[2].
Parallel entwickelt Opel die komplett neue 7. Generation auf der STLA-Small-Plattform von Stellantis[5]. Laut auto motor und sport kommt der Nachfolger frühestens Ende 2026, möglicherweise auch erst Anfang 2027[7].
Opel-Chef Florian Huettl hat bestätigt: Der nächste Corsa soll als Elektroauto ab 25.000 € starten[5]. Die STLA-Small-Plattform ermöglicht größere Batterien und mehr Reichweite. Verbrenner-Varianten sollen optional weiterhin angeboten werden[7]. Das Design orientiert sich womöglich an der 2023 gezeigten Studie „Experimental" — Retro oder Crossover, alles ist denkbar[7].
Eines ist klar: Der aktuelle Corsa F bleibt vorerst bestellbar und dürfte mit Rabatten besonders attraktiv werden.
Im Kleinwagen-Segment tritt der Opel Corsa gegen den VW Polo und den Peugeot 208 an — drei unterschiedliche Konzepte für ähnliche Bedürfnisse[8][9].
| Kriterium | Opel Corsa (2026) | VW Polo (2026) | Peugeot 208 (2026) |
|---|---|---|---|
| Leistung (Basis) | 100 PS | 95 PS | 75 PS |
| Verbrauch (WLTP) | 5,1 l/100 km | 4,4 l/100 km | 5,2 l/100 km |
| Kofferraum | 309 l | 351 l | 309 l |
| Elektro-Version | ✅ (ab 29.990 €) | ❌ | ✅ (e-208) |
| Hybrid-Version | ✅ 48V | ❌ | ❌ |
| Neupreis ab | 22.890 € | ca. 22.000 € | ca. 19.000 € |
Der Corsa ist der einzige Kleinwagen mit drei Antriebsarten: Benzin, Hybrid und Electric[1]. Das Serienausstattungs-Paket fällt großzügig aus, und die Preisspanne deckt vom sparsamen Pendler bis zum vollelektrischen Stadtflitzer alles ab.
Der VW Polo kontert mit 42 Litern mehr Kofferraum und dem sparsamsten Basismotor (4,4 l WLTP), bietet aber weder Elektro- noch Hybrid-Variante[8]. Der Peugeot 208 teilt sich die CMP-Plattform mit dem Corsa, bringt das mutigste Design und den günstigsten Einstiegspreis ab ca. 19.000 €[9]. Die E-Variante e-208 steht bereit. Fahranfänger fahren mit allen drei gut — der Corsa bietet aber den breitesten Antriebsmix.
Der ADAC bewertet den Corsa Electric GS mit der Gesamtnote 2,2 (gut) — ein starkes Ergebnis im Kleinwagen-Segment[2]. Beim Euro-NCAP-Crashtest holte der Corsa F 4 von 5 Sternen[10].
Motor und Antrieb verdienen mit ADAC-Note 1,5 fast ein „sehr gut"[2]. Der Ecotest bringt die Höchstwertung: 5 Sterne, Note 1,0[2]. Die Fahreigenschaften überzeugen mit 2,3, der Bremsweg aus 100 km/h beträgt nur 34,1 Meter[2].
Der Spurassistent ist geradezu vorbildlich abgestimmt — greift nicht rigide ein und lässt sich leicht vom Fahrer überstimmen[2]. Das kennt man sonst eher aus der Mittel- oder Oberklasse. Die laufenden Kosten fallen erfreulich niedrig aus[2].
Aber der Opel Corsa hat auch Schattenseiten. Das Raumangebot hinten reicht für Erwachsene kaum aus (ADAC-Note Karosserie: 3,3)[2]. Der Kofferraum fällt mit 250–309 Litern (je nach Messmethode) unterdurchschnittlich aus[2].
Die Materialien im Innenraum sind teils enttäuschend: Genoppte Türverkleidungen fühlen sich billig an, der Klavierlack am Armaturenbrett verschmutzt schnell[2]. Das AC-Ladegerät ist serienmäßig nur 1-phasig — Upgrade auf 3-phasig kostet 1.190 € Aufpreis[2]. Verstellbare Rekuperationsstufen fehlen, und einen Frunk gibt es nicht[2]. Die Klimatisierung schneidet ebenfalls schwach ab[2].
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