Der 2026 BMW i4 startet in Deutschland ab 57.600 € als eDrive35 und reicht bis 72.900 € für das neue Topmodell M60 xDrive mit 601 PS. Vier Varianten decken Reichweiten von 433 bis 613 km (WLTP) ab. Neu: SiC-Inverter steigern die Effizienz, und der M60 ersetzt den bisherigen M50 mit einem Leistungssprung auf 442 kW[1][2].
| Modell | Leistung | Reichweite (WLTP) | Grundpreis (DE) |
|---|---|---|---|
| eDrive35 | 286 PS | ~483 km | ab 57.600 € |
| eDrive40 | 340 PS | ~590 km | ab ~62.000 € |
| xDrive40 | 401 PS | ~546 km | ab 68.020 € |
| M60 xDrive | 601 PS | ~500 km | ab 72.900 € |
Das i4 Gran Coupé bietet vier Antriebsvarianten zwischen 210 kW und 442 kW — vom effizienten Hinterradler bis zum Allrad-Sportler. Alle Modelle nutzen ein 1-Gang-Reduktionsgetriebe und fallen in die CO₂-Klasse A[3].
| Merkmal | eDrive35 | eDrive40 | xDrive40 | M60 xDrive |
|---|---|---|---|---|
| Leistung (kW / PS) | 210 / 286 | 250 / 340 | 295 / 401 | 442 / 601 |
| Drehmoment | 400 Nm | 430 Nm | 600 Nm | 795 Nm |
| 0–100 km/h | 6,0 s | 5,6 s | 5,1 s | 3,7 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h | 190 km/h | 200 km/h | 225 km/h |
| Antriebsart | Hinterrad | Hinterrad | Allrad | Allrad |
| Batterie (netto) | 67,1 kWh | 81,3 kWh | 81,3 kWh | 81,1 kWh |
| Verbrauch WLTP | 16,8 kWh/100 km | 17,1 kWh/100 km | 19,0 kWh/100 km | 20,9 kWh/100 km |
| DC-Laden max. | 180 kW | 205 kW | 205 kW | 205 kW |
| 10–80% DC | 32 min | 30 min | 30 min | 30 min |
Quelle: BMW.de, Herstellerangaben[3]
eDrive35 und eDrive40 treiben ausschließlich die Hinterräder an — ein bewusster Fokus auf Effizienz und Reichweite. Wer im Alltag hauptsächlich pendelt, profitiert hier am meisten vom niedrigen Verbrauch ab 16,8 kWh/100 km[3].
xDrive40 und M60 xDrive setzen dagegen auf Dual-Motor-Allrad. Der Unterschied ist sofort spürbar: 600 Nm beim xDrive40, satte 795 Nm beim M60[1]. Für 2026 hat BMW den M50 komplett gestrichen. An seine Stelle tritt der M60 mit 601 PS statt bisher 544 PS — ein Zuwachs von über 10%, ermöglicht durch die neue SiC-Invertertechnologie[2].
Alle vier Varianten nutzen ein 1-Gang-Automatikgetriebe. Eine klassische Gangschaltung entfällt konstruktionsbedingt, was den Antriebsstrang wartungsärmer macht als bei vergleichbaren Verbrennern[3].
Mit 4.783 mm Länge, 1.852 mm Breite und einem Radstand von 2.856 mm ordnet sich der i4 in der oberen Mittelklasse ein[4]. Wer schon mal im Fond Platz genommen hat, merkt allerdings: Die Kopffreiheit hinten fällt durch die Coupé-Dachlinie knapper aus als bei einer klassischen Limousine. Personen über 1,85 m sollten probesitzen.
Der Kofferraum fasst 470 Liter — bei umgeklappter Rückbank werden daraus bis zu 1.290 Liter[4]. Gebremst zieht der i4 bis zu 1.600 kg Anhängelast, modellabhängig. Für den Wohnwagen-Urlaub reicht das bei leichteren Caravans gerade so aus[4].
Die größte technische Neuerung steckt unsichtbar in der Leistungselektronik: Siliziumkarbid-Inverter (SiC) ersetzen die bisherigen Silizium-Halbleiter. Das klingt nach Ingenieursprache — bringt aber messbare Vorteile im Alltag[2].
SiC-Halbleiter arbeiten bei höheren Temperaturen effizienter und verlieren weniger Energie als Wärme. Über die gesamte Modellpalette steigt die Effizienz um rund 5%. Beim eDrive40 zeigt sich das in spürbar mehr Realreichweite[2][1].
Die weiteren Änderungen im Überblick:
Der Einstieg liegt bei 57.600 € UVP für den eDrive35 — das Topmodell M60 xDrive startet bei 72.900 €[1]. Über carwow berichten Käufer von Nachlässen bis zu 16.500 € auf den Listenpreis[6]. Der Haken? UVP und tatsächlicher Transaktionspreis klaffen bei Elektroautos derzeit stärker auseinander als bei Verbrennern.
| Modell | Grundpreis (UVP) | Antrieb | Hinweis |
|---|---|---|---|
| i4 eDrive35 | ab 57.600 € | Hinterrad | Basismodell |
| i4 eDrive40 | ab ~62.000 € | Hinterrad | Reichweite-Fokus |
| i4 xDrive40 (M Sportpaket) | ab 68.020 € | Allrad | ADAC-Testwagen |
| i4 M60 xDrive | ab 72.900 € | Allrad | Topmodell, neu 2026 |
Preise: BMW.de / ADAC, Stand 2025/2026[1][3]
Der eDrive35 richtet sich an Pendler und Stadtfahrer: 286 PS, 67,1-kWh-Batterie, solide Reichweite von knapp 483 km. Für die meisten Alltagsfahrer reicht das aus[1].
Wer mehr Kilometer braucht, greift zum eDrive40. Die größere 81,3-kWh-Batterie liefert bis zu 590 km WLTP-Reichweite — und das bei nur 340 PS, was das beste Reichweite-Preis-Verhältnis im Lineup ergibt[3].
Der xDrive40 mit M Sportpaket (ab 68.020 €) kombiniert Allrad mit sportlicher Optik. Der ADAC hat genau diese Variante getestet und mit 1,7 bewertet[1]. Das M60 xDrive ist das Flaggschiff: 601 PS und 3,7 Sekunden auf 100 — da spielt sonst nur der Porsche Taycan mit[2].
Sonderausstattung addiert schnell 5.000 bis 15.000 € zum Grundpreis. BMW bietet auf bmw.de einen Konfigurator mit Echtzeit-Preisberechnung an[5].
Elektroautos kosten im laufenden Betrieb deutlich weniger als Verbrenner — aber wie viel genau? Ein Vergleich pro 100 km macht es greifbar:
Die monatliche Kfz-Steuer beträgt für den i4 praktisch 0 € — reine Elektroautos sind in Deutschland bis 2030 steuerbefreit[7]. Die Vollkaskoversicherung (SF3) liegt bei rund 1.715 €/Jahr, die Wartungskosten kalkuliert der ADAC mit 77–106 € monatlich[1]. Insgesamt ergibt das monatliche Gesamtkosten von etwa 269–337 € bei 15.000 km Jahresfahrleistung — Wertverlust nicht eingerechnet[8].
Wer wissen möchte, welche Autos im Unterhalt besonders günstig abschneiden, findet beim i4 eDrive35 einen der sparsamsten Vertreter seiner Klasse.
Der eDrive40 schafft laut WLTP bis zu 590 km. Im ADAC-Test landet der xDrive40 bei realistischen 450 km — rund 18% unter dem Normwert[1]. Diese Abweichung ist typisch für Elektroautos und kein i4-spezifisches Problem.
Der Realverbrauch lag im ADAC-Test bei 20,5 kWh/100 km (xDrive40)[1]. Im Winter steigt er laut ev-database.org auf bis zu 21,4 kWh/100 km, was die Reichweite auf rund 380 km drückt[7]. Die neuen SiC-Inverter mildern diesen Effekt: BMW beziffert den Effizienzgewinn auf etwa 5% gegenüber dem 2025er Modell[2].
Für den Alltag entscheidend: Wer zu Hause an einer 11-kW-Wallbox lädt, hat den i4 über Nacht voll. Und bei E-Autos mit der größten Reichweite spielt der eDrive40 mit über 550 km real durchaus vorne mit.
DC-Schnellladen bringt den i4 mit bis zu 205 kW (eDrive35: 180 kW) von 10 auf 80% in etwa 30 Minuten[3]. In nur 10 Minuten an einer HPC-Säule lassen sich 141 bis 209 km Reichweite nachladen — genug für die nächste Autobahnpause[3].
Zu Hause an der 11-kW-Wallbox dauert eine Vollladung 7 bis 8,5 Stunden. Der Ladeanschluss ist CCS Typ 2, kompatibel mit allen gängigen Ladesäulen in Deutschland[3]. Eine 800-Volt-Architektur bietet der i4 nicht — er arbeitet mit 400 Volt. Das begrenzt die theoretische Ladeleistung, reicht aber für die 205 kW Spitze vollkommen aus[7].
Der ADAC bewertet den i4 xDrive40 mit M Sportpaket mit einer Gesamtnote von 1,7 (gut) — und vergibt die Bestnote 0,9 für den Antrieb[1]. Das ist eine der stärksten Antriebswertungen im gesamten ADAC-Autokatalog.
| Kategorie | ADAC-Note |
|---|---|
| Motor/Antrieb | 0,9 (sehr gut) |
| Fahreigenschaften | 1,5 (sehr gut) |
| Umwelt/EcoTest | 1,6 (gut) |
| Sicherheit | 1,7 (gut) |
| Komfort | 1,8 (gut) |
| Innenraum | 2,3 (gut) |
| Karosserie/Kofferraum | 2,5 (gut) |
| Gesamtnote | 1,7 (gut) |
Quelle: ADAC Autotest, xDrive40 M Sportpaket, ab 07/2025[1]
Beeindruckend im Alltag: Der Bremsweg aus 100 km/h beträgt nur 31,4 m — kürzer als bei vielen Verbrenner-Konkurrenten dieser Klasse[1]. Im EcoTest erhält der i4 vier von fünf Sternen bei einem Well-to-Wheel-CO₂-Ausstoß von 102 g/km[1].
Wo der i4 Punkte verliert: Karosserie und Kofferraum erhalten „nur" 2,5 — die Coupé-Linie kostet Kopffreiheit hinten und Übersichtlichkeit. Der Wendekreis von 12,5 m ist für ein 4,78-m-Auto akzeptabel, aber nicht stadttauglich[1].
Beim Euro NCAP Crashtest erreicht der i4 4 von 5 Sternen (Testjahr 2022): 87% Insassenschutz für Erwachsene, 87% für Kinder. Den fünften Stern verhindert die Safety-Assist-Wertung von 64% — Euro NCAP vermisste damals einen Mittelairbag und konsequentere Fahrassistenzsysteme[9][10]. Die Crashstruktur selbst schneidet sowohl bei Euro NCAP als auch beim IIHS sehr gut ab[9].
Drei Elektro-Limousinen, drei Philosophien. Der i4 positioniert sich als sportliche Fahrmaschine zwischen dem günstigeren Tesla Model 3 und dem komfortbetonten Mercedes EQE[1].
| Kriterium | BMW i4 eDrive40 | Tesla Model 3 Long Range | Mercedes EQE 350+ |
|---|---|---|---|
| Grundpreis (DE) | ab ~62.000 € | ab ~42.990 € | ab ~66.400 € |
| Leistung | 340 PS | ~350 PS | 292 PS |
| Reichweite (WLTP) | ~590 km | ~629 km | ~621 km |
| 0–100 km/h | 5,6 s | ~4,4 s | 6,4 s |
| DC-Laden max. | 205 kW | 250 kW | 170 kW |
| Kofferraum | 470–1.290 l | 561–1.235 l | 430–895 l |
| Fahrzeuglänge | 4.783 mm | 4.695 mm | 4.946 mm |
Preise gerundet, Quellen: Herstellerangaben, ADAC[1][4]
Der BMW i4 ist die richtige Wahl für Fahrer, denen Fahrdynamik wichtiger ist als Raumangebot. Das Fahrwerk ist strammer abgestimmt als bei der Konkurrenz, die Lenkung direkter. ADAC-Note 1,5 für Fahreigenschaften bestätigt das[1].
Tesla Model 3 gewinnt beim Preis-Leistungs-Verhältnis: fast 20.000 € günstiger als der i4 eDrive40, dazu 629 km Reichweite und das Supercharger-Netzwerk. Aber: Wer ein klassisches Armaturenbrett mit Instrumenten erwartet, wird enttäuscht — Tesla setzt ausschließlich auf den Zentralbildschirm[4].
Der Mercedes EQE spielt eine andere Karte: Mit 4.946 mm Länge und 3.120 mm Radstand bietet er im Fond so viel Platz wie kaum ein Konkurrent. Dafür ist er der langsamste im Trio und lädt mit 170 kW am langsamsten[4]. Für Langstrecken-Pendler mit Komfortanspruch trotzdem eine ernsthafte Alternative.
Seit Juli 2025 gilt die angehobene Bruttolistenpreis-Grenze von 100.000 € für die 0,25-%-Dienstwagenbesteuerung[11]. Sämtliche i4-Varianten — auch der M60 xDrive mit Grundpreis 72.900 € — fallen damit unter diese günstige Regelung[12][13].
Rechenbeispiel: Beim i4 eDrive40 mit 62.000 € Bruttolistenpreis beträgt der geldwerte Vorteil nur 155 € monatlich (0,25% × 62.000 €). Bei einem persönlichen Steuersatz von 42% ergibt das eine Steuerlast von rund 65 € pro Monat — deutlich weniger als bei einem Verbrenner-Dienstwagen mit 1-%-Regelung[11].
Aber Vorsicht bei der Sonderausstattung: Extras zählen zum Bruttolistenpreis. Beim M60 xDrive reichen bereits rund 27.000 € an Optionen, um die 100.000-€-Grenze zu überschreiten[12]. Wer Versicherungen für sein Fahrzeug vergleicht, sollte die Dienstwagen-Option direkt mit einkalkulieren.
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