Der 2025 BMW i4 startet in Deutschland ab 57.600 € als eDrive35 und deckt mit bis zu fünf Varianten Leistungen von 286 bis 601 PS ab. WLTP-Reichweiten liegen zwischen 427 und 611 km. Besonderheit: Das Modelljahr 2025 umfasst zwei Phasen — ein Facelift ab Juli 2024 und ein technisches Update ab Juli 2025 mit SiC-Invertern und dem neuen M60 xDrive (ab 72.900 €) als Nachfolger des M50[1][2].
| Modell | Leistung | Reichweite (WLTP) | Grundpreis (DE) | Zeitraum |
|---|---|---|---|---|
| eDrive35 | 286 PS | 427–512 km | ab 57.600 € | ab 07/2024 |
| eDrive40 | 340 PS | 509–611 km | ab 60.600 € | ab 07/2024 |
| M50 | 544 PS | 416–520 km | ab 72.100 € | 07/2024–06/2025 |
| xDrive40 | 401 PS | 460–546 km | ab 64.100 € | ab 07/2025 |
| M60 xDrive | 601 PS | 433–551 km | ab 72.900 € | ab 07/2025 |
Das i4 Gran Coupé bietet je nach Produktionszeitraum drei bis fünf Antriebsvarianten zwischen 210 kW und 442 kW — vom sparsamen Hinterradler bis zum Allrad-Sportler. Das Modelljahr 2025 lässt sich in zwei Phasen unterteilen: vor und nach dem SiC-Update im Juli 2025[1][3].
| Merkmal | eDrive35 | eDrive40 | M50 (bis 06/25) | xDrive40 (ab 07/25) | M60 xDrive (ab 07/25) |
|---|---|---|---|---|---|
| Leistung (kW / PS) | 210 / 286 | 250 / 340 | 400 / 544 | 295 / 401 | 442 / 601 |
| Drehmoment | 400 Nm | 430 Nm | 795 Nm | 600 Nm | 795 Nm |
| 0–100 km/h | 6,0 s | 5,6 s | 3,9 s | 5,1 s | 3,7 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h | 190 km/h | 225 km/h | 200 km/h | 225 km/h |
| Antriebsart | Hinterrad | Hinterrad | Allrad | Allrad | Allrad |
| Batterie (netto) | 67,1 kWh | 81,3 kWh | 81,1 kWh | 81,1 kWh | 81,1 kWh |
| Verbrauch WLTP | 17,5–14,7 kWh | 17,9–15,0 kWh | 15,8 kWh | 19,8–16,7 kWh | 20,9–16,6 kWh |
| DC-Laden max. | 180 kW | 205 kW | 205 kW | 205 kW | 205 kW |
| 10–80% DC | 32 min | 30 min | 30 min | 30 min | 30 min |
Quellen: BMW Preisliste November 2025, ADAC, bimmertoday.de[1][2][3]
eDrive35 und eDrive40 treiben ausschließlich die Hinterachse an — mit einer fremderregten Synchronmaschine, die ohne Seltene Erden auskommt[4]. Gerade auf nasser Fahrbahn merkt man den fehlenden Allrad allerdings beim Anfahren am Berg. Wer viel im Flachland pendelt, profitiert stattdessen vom niedrigen Verbrauch ab 14,7 kWh/100 km[3].
Der M50 war bis Juni 2025 das Topmodell: 544 PS, 795 Nm, 3,9 Sekunden auf 100[5]. Ab Juli 2025 übernahm der M60 xDrive mit 601 PS — ein Zuwachs von über 10%, ermöglicht durch die neue SiC-Invertertechnologie[2]. Gleichzeitig kam der xDrive40 als neuer Allrad-Einstieg mit 401 PS und 600 Nm dazu[1].
Alle Varianten nutzen ein 1-Gang-Reduktionsgetriebe und eine 400-Volt-Architektur. CO₂-Klasse A gilt durchgehend[3].
Mit 4.783 mm Länge und 2.856 mm Radstand ordnet sich der i4 in der oberen Mittelklasse ein[1]. Die Breite beträgt 1.852 mm ohne Spiegel (2.073 mm mit), die Höhe 1.448 mm. Wer schon mal im Fond Platz genommen hat, kennt den Kompromiss der Coupé-Dachlinie: Kopffreiheit hinten fällt knapper aus als bei klassischen Limousinen. Personen über 1,85 m sollten probesitzen.
Der Kofferraum fasst 470 Liter — mit umgeklappter 40:20:40-Rückbank bis zu 1.290 Liter[1]. Gebremst zieht der i4 bis zu 1.600 kg Anhängelast, ungebremst 750 kg[1]. Für den Wohnwagen-Urlaub reicht das bei leichteren Caravans gerade so. Das Leergewicht schwankt je nach Variante zwischen 2.070 kg (eDrive35) und 2.285 kg (M60 xDrive)[1].
Das Modelljahr 2025 brachte dem i4 die umfangreichsten Änderungen seit seinem Debüt 2021 — aufgeteilt in zwei klar getrennte Phasen. Wer heute einen i4 konfiguriert, bekommt automatisch den neuesten Stand mit allen Updates[6][2].
Das optische Update gab dem i4 ein frisches Gesicht. Die BMW-Niere ist nun zur Hälfte geschlossen — ein funktionales Detail, das den Luftwiderstand senkt[6]. Die LED-Scheinwerfer tragen jetzt vertikal angeordnetes Tagfahrlicht und Blinker, was dem i4 einen eigenständigeren Auftritt verleiht als dem 4er Gran Coupé mit Verbrenner[6].
Innen wechselte BMW auf OS 8.5 mit QuickSelect auf dem Curved Display. Die Menüführung wurde vereinfacht, Favoriten lassen sich schneller ansteuern[6]. Außerdem kündigte BMW die neue Allrad-Variante xDrive40 an und steigerte die eDrive40-Reichweite auf bis zu 600 km WLTP[6].
Die größte Neuerung steckt in der Leistungselektronik. Siliziumkarbid-Inverter (SiC) ersetzen die bisherigen Silizium-Halbleiter — das klingt nach Ingenieursprache, bringt aber messbare Alltagsvorteile: SiC arbeitet bei höheren Temperaturen effizienter und verliert weniger Energie als Wärme[2].
Über die gesamte Modellpalette steigt die Effizienz um rund 5%. Beim eDrive35 sinkt der Verbrauch auf 17,5 kWh/100 km, die Reichweite klettert auf bis zu 514 km. Der eDrive40 erreicht jetzt bis zu 611 km WLTP[2][1].
Der M50 verschwand aus dem Programm. An seine Stelle trat der M60 xDrive: 601 statt 544 PS, 0–100 km/h in 3,7 statt 3,9 Sekunden[2]. Neue Serienausstattung umfasst das Seal & Drive Tire Kit und den Drive Recorder im Parking Assistant Professional Paket. Glass Controls stehen erstmals für alle Modelle als Option bereit[1]. Beim eDrive40 und xDrive40 gehören schwarze Spiegelkappen und M Sport-Bremsen mit blauen Sätteln nun zum Shadowline-Paket[1].
Der Einstieg liegt bei 57.600 € UVP für den eDrive35. Das aktuelle Topmodell M60 xDrive kostet ab 72.900 € — nur 800 € mehr als der ausgelaufene M50, bietet aber 57 PS mehr[1][3].
| Modell | Grundpreis (UVP) | Netto-Preis | Antrieb | Status |
|---|---|---|---|---|
| i4 eDrive35 | 57.600 € | 48.403 € | Hinterrad | Aktuell bestellbar |
| i4 eDrive40 | 60.600 € | 50.924 € | Hinterrad | Aktuell bestellbar |
| i4 xDrive40 | 64.100 € | 53.866 € | Allrad | Aktuell bestellbar (ab 07/25) |
| i4 M50 | 72.100 € | 60.588 € | Allrad | Ausgelaufen (07/24–06/25) |
| i4 M60 xDrive | 72.900 € | 61.261 € | Allrad | Aktuell bestellbar (ab 07/25) |
Quelle: BMW Preisliste November 2025 / ADAC[1][3]
Der eDrive35 (ab 57.600 €) richtet sich an Pendler und Stadtfahrer: 286 PS, 67,1-kWh-Batterie, sparsamster Verbrauch im Lineup[1]. Wer mehr Kilometer braucht, greift zum eDrive40 (ab 60.600 €). Die größere 81,3-kWh-Batterie liefert bis zu 611 km WLTP — das beste Reichweite-Preis-Verhältnis[7].
Der xDrive40 (ab 64.100 €) kombiniert Allrad mit 401 PS. Mit dem optionalen M Sportpaket (+4.320 €) liegt er bei 68.020 € — genau diese Konfiguration hat der ADAC getestet und mit 1,7 bewertet[1]. Das M60 xDrive (ab 72.900 €) ist das Flaggschiff: 601 PS, 3,7 Sekunden auf 100 — da spielt sonst nur der Porsche Taycan mit[2].
Das Innovationspaket addiert 2.950 € (Driving Assistant, Parking Assistant Plus, HUD, BMW Live Cockpit Professional)[3]. Insgesamt kann Sonderausstattung den Endpreis um 5.000 bis 15.000 € erhöhen. Wer seine Ausstattung im Detail prüfen will, findet auf BMW.de einen Konfigurator mit Echtzeit-Preisberechnung[8].
Elektroautos kosten im laufenden Betrieb weniger als Verbrenner. Aber wie viel genau? Ein Vergleich pro 100 km macht es greifbar:
Die Kfz-Steuer entfällt komplett — reine Elektroautos sind in Deutschland bis 2030 steuerbefreit[3]. Die Versicherung liegt bei Typklassen KH 17 / VK 27 / TK 23 (M50). Vollkasko 100%: ab 3.213 €/Jahr[5].
Der ADAC kalkuliert für den M50 monatliche Gesamtkosten von ca. 1.269 € bei 15.000 km/Jahr (klassenübliche Ausstattung 75.760 €) — aufgeteilt in Wertverlust (~835 €), Fixkosten (~205 €), Werkstatt (~120 €) und Betriebskosten (~107 €)[5]. Der Wertverlust dominiert die Rechnung. Laut autokostencheck.de liegt der Zeitwert eines 2021er M50 heute bei rund 30.250 € — etwa 53% unter dem damaligen Neupreis von 64.000 €[9].
Wer wissen möchte, welche Autos im Unterhalt besonders günstig abschneiden, findet beim eDrive35 mit seinen niedrigen Stromkosten einen der sparsamsten Vertreter in der Mittelklasse.
Der eDrive40 schafft laut WLTP bis zu 611 km — der reichweitenstärkste i4. Im ADAC-Test landet der xDrive40 bei realistischen 450 km, rund 18% unter dem Normwert[1]. Diese Abweichung ist typisch für Elektroautos und kein i4-spezifisches Problem.
Der Realverbrauch lag im ADAC-Test bei 20,5 kWh/100 km (xDrive40)[1]. Auf Reddit berichten Nutzer von 18 kWh/100 km auf der Autobahn im Sommer und etwa 20 kWh im Winter beim eDrive40[10]. Der Haken? Im Winter bei Temperaturen unter 5 °C sinkt die Reichweite auf geschätzt 380–420 km — Heizung und kalte Batterie fordern ihren Tribut.
Die SiC-Inverter (ab Juli 2025) mildern diesen Effekt. BMW beziffert den Effizienzgewinn auf rund 5% über die gesamte Palette[2]. Beim eDrive35 senkt das den Normverbrauch auf 17,5 kWh und steigert die Reichweite auf bis zu 514 km[2]. Unter den E-Autos mit der größten Reichweite spielt der eDrive40 mit über 600 km WLTP ganz vorne mit.
DC-Schnellladen bringt den i4 mit bis zu 205 kW (eDrive35: 180 kW) von 10 auf 80% in rund 30 Minuten[3]. In nur 10 Minuten an einer HPC-Säule lassen sich 141 bis 154 km Reichweite nachladen — genug für die nächste Autobahnpause[1].
Zu Hause an der 11-kW-Wallbox dauert eine Vollladung 7 Stunden (eDrive35) bis 8,5 Stunden (alle anderen Varianten)[3]. An der Haushaltssteckdose (2,3 kW) braucht der i4 zwischen 37 und 47 Stunden — das taugt nur als Notladung[3]. Der Ladeanschluss sitzt auf der Beifahrerseite hinten: CCS Typ 2 für AC, CCS für DC[5].
Die volle DC-Ladeleistung liegt nur im optimalen Temperaturfenster an. Bei Kälte unter 5 °C oder starker Hitze kann die Ladegeschwindigkeit spürbar sinken. Der ADAC maß im Test allerdings sogar 28 Minuten für 10–80% beim xDrive40 — besser als die Werksangabe[1].
Der ADAC bewertet den i4 xDrive40 mit M Sportpaket mit einer Gesamtnote von 1,7 (gut) und vergibt die Bestnote 0,9 für den Antrieb[1]. Das gehört zu den stärksten Antriebswertungen im gesamten ADAC-Autokatalog.
| Kategorie | ADAC-Note |
|---|---|
| Motor/Antrieb | 0,9 (sehr gut) |
| Fahreigenschaften | 1,5 (sehr gut) |
| Umwelt/EcoTest | 1,6 (gut) |
| Sicherheit | 1,7 (gut) |
| Komfort | 1,8 (gut) |
| Innenraum | 2,3 (gut) |
| Karosserie/Kofferraum | 2,5 (gut) |
| Gesamtnote | 1,7 (gut) |
Quelle: ADAC Autotest, xDrive40 M Sportpaket, ab 07/2025[1]
Im Alltag überzeugt der Bremsweg: 31,4 m aus 100 km/h — kürzer als bei vielen Verbrenner-Konkurrenten[1]. Im EcoTest erhält der i4 vier von fünf Sternen bei einem Well-to-Wheel-CO₂-Ausstoß von 102 g/km. Beim Laden überraschte der xDrive40 mit 28 Minuten für 10–80% — besser als die Werksangabe von 30 Minuten[1].
Wo der i4 Punkte verliert: Karosserie und Kofferraum erhalten „nur" 2,5. Die Coupé-Linie kostet Kopffreiheit hinten und Übersichtlichkeit. Der Wendekreis von 12,5 m ist für ein 4,78-m-Auto akzeptabel, aber nicht stadttauglich[1].
Beim Euro NCAP Crashtest erreicht der i4 4 von 5 Sternen (Testjahr 2022): 87% Insassenschutz für Erwachsene, 87% für Kinder[11]. Den fünften Stern verhindert die Safety-Assist-Wertung von nur 64%. Euro NCAP kritisierte das Notfall-Spurhaltesystem und das fehlende Bremsen beim Linksabbiegen gegenüber entgegenkommendem Verkehr[12]. Die Crashstruktur selbst schneidet überzeugend ab — der fehlende Center-Airbag zwischen den Insassen ist der Hauptkritikpunkt[12].
Drei Elektro-Limousinen, drei Philosophien. Der i4 positioniert sich als sportliche Fahrmaschine zwischen dem günstigeren Tesla Model 3 und dem komfortbetonten Mercedes EQE[1].
| Kriterium | BMW i4 eDrive40 | Tesla Model 3 Long Range | Mercedes EQE 350+ |
|---|---|---|---|
| Grundpreis (DE) | ab 60.600 € | ab ~42.990 € | ab ~66.400 € |
| Leistung | 340 PS | ~350 PS | 292 PS |
| Reichweite (WLTP) | bis 611 km | ~629 km | ~621 km |
| 0–100 km/h | 5,6 s | ~4,4 s | 6,4 s |
| DC-Laden max. | 205 kW | 250 kW | 170 kW |
| Kofferraum | 470–1.290 l | 561–1.235 l | 430–895 l |
| Fahrzeuglänge | 4.783 mm | 4.695 mm | 4.946 mm |
Preise gerundet, Quellen: BMW.de, Herstellerangaben, ADAC[1][13]
Der BMW i4 ist die richtige Wahl für Fahrer, denen Fahrdynamik wichtiger ist als Raumangebot. Das Fahrwerk ist strammer abgestimmt als bei der Konkurrenz, die Lenkung direkter. ADAC-Note 1,5 für Fahreigenschaften bestätigt das[1].
Tesla Model 3 gewinnt beim Preis-Leistungs-Verhältnis: fast 18.000 € günstiger als der i4 eDrive40, dazu 629 km Reichweite und das Supercharger-Netzwerk[13]. Aber: Wer ein klassisches Cockpit mit Instrumenten erwartet, wird enttäuscht — Tesla setzt ausschließlich auf den Zentralbildschirm.
Der Mercedes EQE spielt eine andere Karte. Mit 4.946 mm Länge und 3.120 mm Radstand bietet er im Fond so viel Platz wie kaum ein Konkurrent[14]. Dafür ist er der langsamste im Trio und lädt mit 170 kW am langsamsten. Für Langstrecken-Pendler mit Komfortanspruch trotzdem eine starke Alternative.
Seit dem 19. Juli 2025 gilt die angehobene Bruttolistenpreis-Grenze von 100.000 € für die 0,25-%-Dienstwagenbesteuerung[15][16]. Sämtliche i4-Varianten — auch der M60 xDrive mit 72.900 € Grundpreis — fallen darunter[17].
Rechenbeispiel: Beim eDrive40 mit 60.600 € Bruttolistenpreis beträgt der geldwerte Vorteil nur 151,50 € monatlich (0,25% × 60.600 €). Bei einem Grenzsteuersatz von 42% ergibt das rund 64 € Steuerlast pro Monat. Ein vergleichbarer Verbrenner-Dienstwagen mit 1-%-Regelung kostet ein Vielfaches[15].
Aber Vorsicht bei der Sonderausstattung: Extras zählen zum Bruttolistenpreis. Beim M60 xDrive reichen bereits rund 27.000 € an Optionen, um die 100.000-€-Grenze zu überschreiten — dann springt die Besteuerung auf 0,5%[16]. Wer seine Kfz-Versicherung optimieren möchte, sollte die Dienstwagenoption direkt mit einkalkulieren.
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