Der 2024 BMW i4 ist als Gebrauchtwagen ab ca. 39.000 € erhältlich (Stand März 2026). Das Baujahr 2024 war ein Übergangsjahr: Pre-Facelift-Modelle (EZ bis 06/2024) mit eDrive40 und M50, ab Juli 2024 das Facelift (LCI) mit neuem eDrive35, verbessertem eDrive40 und M50. WLTP-Reichweiten liegen zwischen 491 und 589 km (Pre-Facelift eDrive40) bzw. bis zu 611 km beim Facelift eDrive40[1][2].
| Merkmal | Pre-Facelift (bis 06/2024) | Facelift LCI (ab 07/2024) |
|---|---|---|
| Varianten | eDrive40, M50 | eDrive35, eDrive40, M50 |
| Leistung | 340–544 PS | 286–544 PS |
| Reichweite (WLTP) | 491–589 km (eDrive40) | 427–611 km (eDrive40) |
| UVP ab (Neupreis) | 59.200 € (eDrive40) | 57.600 € (eDrive35) |
| Gebrauchtpreis 03/2026 | ab ca. 35.000 € | ab ca. 45.000 € |
Der 2024 BMW i4 leistet je nach Variante zwischen 286 und 544 PS, bietet Batterien von 67,1 bis 81,3 kWh netto und lädt mit bis zu 207 kW Gleichstrom. Entscheidend beim Gebrauchtkauf: Die Specs unterscheiden sich teils deutlich zwischen Pre-Facelift und Facelift[2][3].
| Merkmal | eDrive40 Pre-FL (bis 06/24) | M50 Pre-FL (bis 06/24) | eDrive35 FL (ab 07/24) | eDrive40 FL (ab 07/24) | M50 FL (ab 07/24) |
|---|---|---|---|---|---|
| Leistung (kW / PS) | 250 / 340 | 400 / 544 | 210 / 286 | 250 / 340 | 400 / 544 |
| Drehmoment | 430 Nm | 795 Nm | 400 Nm | 430 Nm | 795 Nm |
| 0–100 km/h | 5,7 s | 3,9 s | 6,0 s | 5,6 s | 3,9 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 190 km/h | 225 km/h | 190 km/h | 190 km/h | 225 km/h |
| Antriebsart | Hinterrad | Allrad | Hinterrad | Hinterrad | Allrad |
| Batterie (netto) | 80,7 kWh | 80,7 kWh | 67,1 kWh | 81,3 kWh | 81,1 kWh |
| Reichweite WLTP | 491–589 km | 416–520 km | 427–512 km | 509–611 km | 416–520 km |
| DC-Laden max. | 207 kW | 207 kW | 180 kW | 205 kW | 205 kW |
| 10–80% DC | 32 min | 32 min | 32 min | 30 min | 30 min |
Quellen: ev-database.org (Pre-Facelift), BMW.de, ADAC (Facelift)[2][3][1]
Hinweis: Das Baujahr 2024 ist ein Übergangsjahr. Fahrzeuge mit EZ 01–06/2024 sind Pre-Facelift, ab 07/2024 Facelift (LCI). Beim Gebrauchtkauf unbedingt das EZ-Datum auf dem Fahrzeugschein prüfen.
Alle i4-Varianten nutzen eine fremderregte Synchronmaschine — ein Motortyp, der ohne Seltene Erden auskommt[2]. Das 1-Gang-Reduktionsgetriebe und die 400-Volt-Architektur sind bei Pre-Facelift und Facelift identisch. CO₂-Klasse A gilt durchgehend[1].
Beim Pre-Facelift gab es zwei Varianten: den eDrive40 mit 340 PS Hinterradantrieb und den M50 mit 544 PS Allrad[2]. Das Facelift brachte den neuen eDrive35 als Einstieg (286 PS, kleinere 67,1-kWh-Batterie). Der eDrive40 bekam optimierte Software für leicht bessere Reichweite, der M50 blieb technisch weitgehend unverändert[1].
Wer auf der Autobahn regelmäßig Tempo 160+ fährt, wird den Unterschied zwischen Pre-FL und FL beim eDrive40 kaum spüren. Die 0,1 Sekunde Unterschied bei 0–100 km/h (5,7 vs. 5,6 s) ist Messtoleranz. Relevanter ist die um 22 km gestiegene Maximalreichweite[2][3].
Die Außenmaße sind bei beiden Generationen identisch: 4.783 mm Länge, 1.852 mm Breite, 1.448 mm Höhe[2]. Der Radstand von 2.856 mm sorgt für ordentliche Beinfreiheit im Fond. Der Haken? Die Coupé-Dachlinie kostet Kopffreiheit hinten — Personen über 1,85 m sollten vor dem Kauf unbedingt probesitzen[1].
Der Kofferraum fasst 470 Liter, mit umgeklappter 40:20:40-Rückbank bis zu 1.290 Liter[2]. Gebremst zieht der i4 bis zu 1.600 kg Anhängelast. Für den Wohnwagen-Urlaub mit leichtem Caravan reicht das gerade so. Das Leergewicht variiert zwischen 2.125 kg (eDrive40 Pre-FL) und ca. 2.285 kg (M50)[2].
Wer einen 2024er i4 sucht, steht vor der Kernfrage: Pre-Facelift (EZ bis 06/2024) oder Facelift (EZ ab 07/2024)? Die Preisdifferenz liegt bei 5.000–10.000 € — die Unterschiede betreffen Optik, Infotainment und Reichweite[4][5].
Das optische Update gab dem i4 eine zur Hälfte geschlossene BMW-Niere und LED-Einheiten mit vertikal angeordnetem Tagfahrlicht[6]. Innen wechselte BMW von iDrive 8 auf OS 8.5 mit QuickSelect auf dem Curved Display — die Menüführung wurde spürbar vereinfacht[6].
Technisch kam der eDrive35 als neue Einstiegsvariante (ab 57.600 € Neupreis) dazu[1]. Der eDrive40 erhielt eine gesteigerte Reichweite von bis zu 611 km WLTP (Pre-FL: 589 km)[2][1]. Neue Serienausstattung und überarbeitete Optionspakete rundeten das Update ab.
| Kriterium | Pre-Facelift (EZ ≤ 06/2024) | Facelift LCI (EZ ≥ 07/2024) |
|---|---|---|
| Gebrauchtpreis (03/2026) | ab ca. 35.000–45.000 € | ab ca. 45.000–55.000 € |
| Preisvorteil | ca. 5.000–10.000 € günstiger | Modernere Technik + Optik |
| Infotainment | iDrive 8 | BMW OS 8.5 + QuickSelect |
| Optik | Doppelniere offen | Niere halboffen + neues Licht |
| Reichweite eDrive40 | bis 589 km WLTP | bis 611 km WLTP |
| Verfügbare Varianten | eDrive40, M50 | eDrive35, eDrive40, M50 |
| Empfehlung | Budget-Kauf, wenn Optik zweitrangig | Zukunftssichere Investition |
Quellen: mobile.de, AutoScout24, ev-database.org, BMW.de[4][2]
Und was ist der Rat? Für Käufer mit Budget unter 42.000 € ist der Pre-Facelift eDrive40 ein starkes Angebot: 340 PS, bis zu 589 km Reichweite und nahezu identische Fahreigenschaften[2]. Die Abstriche beim Infotainment (kein QuickSelect) und der älteren Optik fallen im Alltag weniger ins Gewicht, als der Preisunterschied vermuten lässt. Wer Wert auf das neueste System und bessere Wiederverkaufswerte legt, greift zum Facelift[5].
Gebrauchte 2024er BMW i4 kosten auf mobile.de zwischen 39.355 € und 73.040 €, der „Gute Preis" laut mobile.de liegt bei 45.922–52.877 € für alle Varianten zusammen[4][5].
| Variante | Preisspanne (03/2026) | „Guter Preis" mobile.de | Typischer km-Stand |
|---|---|---|---|
| eDrive40 (Pre-FL + FL) | 35.940–55.000 € | 38.485–49.527 € | 15.000–50.000 km |
| M50 / M-Modelle | 42.000–73.000 € | 42.144–53.918 € | 10.000–40.000 km |
| xDrive40 (ab 07/24) | 50.000–65.000 € | 50.487–63.562 € | 5.000–25.000 km |
| BJ 2024 gesamt | 39.355–73.040 € | 45.922–52.877 € | variiert |
Quellen: mobile.de (Stand 15.03.2026), autouncle.de (Stand März 2026)[4][5]
| Modell | Neupreis (UVP) | Gebraucht Ø 03/2026 | Ersparnis vs. Neupreis |
|---|---|---|---|
| eDrive40 Pre-FL | 59.200 € | ca. 38.000–42.000 € | ca. 28–36% |
| eDrive35 FL | 57.600 € | ca. 45.000–50.000 € | ca. 13–22% |
| eDrive40 FL | 60.600 € | ca. 48.000–53.000 € | ca. 12–21% |
| M50 Pre-FL | ~67.900 € | ca. 42.000–50.000 € | ca. 26–38% |
| M50 FL | 72.100 € | ca. 55.000–65.000 € | ca. 10–24% |
Quellen: ev-database.org (UVP Pre-FL), BMW Preisliste (UVP FL), mobile.de (Gebrauchtpreise)[2][4][7]
Pre-Facelift-Modelle bieten die größte Ersparnis. Wer ein gutes Auto für 40.000 Euro sucht, bekommt beim Pre-FL eDrive40 ein vollwertiges Premium-Elektroauto mit 340 PS und großer Batterie — das ist schwer zu schlagen in dieser Preisklasse.
Elektroautos verlieren in den ersten Jahren stärker an Wert als Verbrenner. Der BMW i4 bildet keine Ausnahme. Ein eDrive40 mit Baujahr 2021 und Neupreis 60.500 € hatte im Februar 2026 noch einen Zeitwert von 28.590 € — rund 53% Verlust in fünf Jahren[8].
Beim eDrive35 (BJ 2022, Neupreis 57.500 €) lag der Zeitwert im Oktober 2025 bei 31.870 € — ca. 45% Verlust in drei Jahren[9]. Aber: Laut autokostencheck.de stabilisiert sich der Restwert ab dem vierten Lebensjahr. Der jährliche Verlust sinkt dann auf ca. 2.300–3.400 €[8].
Für Gebrauchtkäufer ergibt sich daraus ein konkreter Vorteil: Pre-Facelift-Modelle BJ 2022–2024 haben den steilsten Wertverlust bereits hinter sich. Wer jetzt kauft, steigt auf einem niedrigeren Niveau ein und verliert prozentual deutlich weniger als der Erstkäufer.
Was kostet der i4 im laufenden Betrieb? Ein Vergleich mit Verbrenner-Alternativen pro 100 km macht die Unterschiede greifbar:
Die monatlichen Unterhaltskosten des i4 eDrive40 (ohne Wertverlust) liegen bei ca. 247 € — inklusive Versicherung (SF3), Strom, Wartung und Inspektion[10]. Das entspricht rund 19,8 Cent pro Kilometer bei 15.000 km Jahresfahrleistung[10]. Die Kfz-Steuer entfällt komplett — reine Elektroautos sind bis 2030 steuerbefreit[1].
Wer mehr über laufende Kfz-Kosten wissen will: Der i4 liegt im Mittelfeld seiner Klasse. Günstiger kommt nur der Tesla Model 3, teurer wird der Mercedes EQE.
Bei einem 2024er i4 sind Batterie, Software und Ladeverhalten die drei wichtigsten Prüfpunkte. Der Großteil der Fahrzeuge steht mit 15.000–50.000 km auf dem Markt — mechanische Verschleißprobleme sind in diesem Bereich selten[4].
BMW gewährt 8 Jahre bzw. 160.000 km Garantie auf die Hochvoltbatterie ab Erstzulassung[2]. Bei einem 2024er Modell reicht der Schutz also bis mindestens 2032 — ein starkes Argument gegenüber älteren Gebrauchten.
Den Batteriezustand (State of Health, SoH) kann man im Bordcomputer oder per BMW-App auslesen. Werte über 90% gelten als gut, unter 85% sollte man den Preis nachverhandeln. Beim Pre-Facelift stoppte der DC-Ladevorgang vereinzelt unerwartet — ein bekanntes Softwareproblem, das durch ein Update behoben wird[11]. Im Zweifel: 10–80% an einer HPC-Säule testen. Dauert es länger als 35 Minuten, stimmt etwas nicht[2].
Kein Auto ist perfekt. Diese Punkte tauchen in Nutzerforen (Motor-Talk, GoingElectric, Reddit) am häufigsten auf:
Die thermische Leistungslimitierung beim M50 ist wohl der meistdiskutierte Punkt. Bei wiederholtem starkem Beschleunigen — etwa auf der Rennstrecke oder beim Autobahn-Sprint — drosselt das System die Leistung[12]. Für den Alltagsgebrauch reicht die Kühlkapazität, aber wer regelmäßig Trackdays plant, wird enttäuscht.
Auf Motor-Talk berichten Nutzer von hohen Reparaturkosten außerhalb der Garantie und teils abgelehnten Kulanzanträgen bei BMW[13]. Ein konkreter Fall: fehlerhafte Tankklappenschlösser, die bei der gesamten 4er-Reihe auftreten[14].
Software-Frustration ist ein wiederkehrendes Thema. Besitzer von Pre-Facelift-Modellen kritisieren, dass BMW neue Features (Videostreaming am Ladepunkt, erweiterte App-Funktionen) nur ab der 5er-Reihe freischaltet — trotz technisch identischer Hardware[15]. Der automatische Spurwechsel im Driving Assistant Pro wurde als „zu zögerlich" beschrieben[11].
Und noch ein paar harte Fakten: Der Wendekreis von 12,5 m macht das Rangieren in engen Tiefgaragen zur Geduldsprobe[1]. Bidirektionales Laden (V2L, V2H, V2G) unterstützt der i4 nicht[2].
Wer einen i4 besichtigt, sollte diese Punkte systematisch abarbeiten:
Beim Euro NCAP Crashtest erhielt der i4 4 von 5 Sternen (Testjahr 2022): 87% Insassenschutz Erwachsene, 87% Kinder, aber nur 64% Safety Assist[16]. Den fünften Stern verhinderten der fehlende Center-Airbag, keine Multi-Collision-Brake und ein zu schwaches Emergency Lane Keeping[17]. Auf Motor-Talk bestätigen Nutzer: Mit Vollausstattung (DAP + Active Protection) wäre das Ergebnis vermutlich besser ausgefallen[17].
Der i4 konkurriert auf dem Gebrauchtmarkt mit drei starken Alternativen. Alle vier sind 2024er Baujahre mit vergleichbarer Laufleistung — der Preisunterschied ist aber erheblich[4].
| Kriterium | BMW i4 eDrive40 | Tesla Model 3 LR | Mercedes EQE 350+ | Polestar 2 LR |
|---|---|---|---|---|
| Neupreis (UVP 2024) | 59.200–60.600 € | ~42.990 € | ~66.400 € | ~52.290 € |
| Gebraucht Ø (03/2026) | ca. 40.000–50.000 € | ca. 30.000–38.000 € | ca. 45.000–55.000 € | ca. 28.000–35.000 € |
| Leistung | 340 PS | ~350 PS | 292 PS | 299 PS |
| Reichweite WLTP | 491–611 km | ~629 km | ~621 km | ~551 km |
| DC-Laden max. | 205–207 kW | 250 kW | 170 kW | 205 kW |
| Kofferraum | 470–1.290 l | 561–1.235 l | 430–895 l | 405–1.095 l |
| Wertverlust (2 Jahre) | ca. 25–35% | ca. 25–30% | ca. 30–40% | ca. 35–45% |
Quellen: mobile.de, ev-database.org, Herstellerangaben[4][2]
Der BMW i4 spielt seine Stärken bei Fahrdynamik und Interieurqualität aus. Das Fahrwerk ist strammer als bei der Konkurrenz, die Lenkung direkter. Der ADAC vergibt die Note 1,7 (gut) — mit einer Bestnote von 0,9 für den Antrieb[1]. Wer Fahrspaß sucht und BMW-Verarbeitung schätzt, ist hier richtig.
Tesla Model 3 ist der Preis-Leistungs-König: fast 10.000–15.000 € günstiger als der i4 auf dem Gebrauchtmarkt, dazu 629 km WLTP und das Supercharger-Netzwerk[4]. Aber: Kein Instrumenten-Display, polarisierendes Interieur und Qualitätsschwankungen bei der Verarbeitung. Wer mit dem minimalistischen Ansatz leben kann, spart erheblich.
Der Mercedes EQE positioniert sich als Langstrecken-Gleiter. 4.946 mm Länge und 3.120 mm Radstand sorgen für den meisten Platz im Fond — ideal für Langstrecken-Pendler. DC-Laden mit nur 170 kW ist allerdings der langsamste Wert im Vergleich.
Polestar 2 bietet das stärkste Preis-Leistungs-Verhältnis als Gebrauchter: ab 28.000 € für ein 2024er Modell[4]. Google-basiertes Infotainment, skandinavisches Design und solide 551 km Reichweite. Allerdings: Der höchste Wertverlust im Feld (35–45% in zwei Jahren) signalisiert geringere Markenstärke.
Die 0,25-%-Dienstwagenbesteuerung gilt auch für gebrauchte Elektroautos — unabhängig vom Fahrzeugalter[18]. Seit dem 19. Juli 2025 liegt die Bruttolistenpreis-Grenze bei 100.000 €. Alle 2024er i4-Varianten fallen darunter[18].
Rechenbeispiel: Beim Pre-FL eDrive40 mit 59.200 € Bruttolistenpreis beträgt der geldwerte Vorteil nur 148 € monatlich (0,25% × 59.200 €). Bei einem Grenzsteuersatz von 42% zahlt man rund 62 € Steuern pro Monat. Ein vergleichbarer BMW mit Verbrenner kostet als Dienstwagen deutlich mehr — die 1-%-Regelung schlägt mit dem Vierfachen zu Buche[18].
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