Der 2021 BMW i3 (120 Ah) leistet 170 PS, hat eine 42,2-kWh-Batterie und erreicht 307 km nach WLTP[1]. Im ADAC Ecotest schafft er 270 km reale Reichweite bei einem Verbrauch von 17,9 kWh/100 km[1]. ADAC-Gesamtnote: 2,3 (gut). Gebrauchtpreise liegen 2026 zwischen 17.000 und 24.000 €[2].
| Spec | 2021 BMW i3 (120 Ah) | 2021 BMW i3s (120 Ah) |
|---|---|---|
| Leistung | 125 kW / 170 PS | 135 kW / 184 PS |
| Batterie | 42,2 kWh (brutto) / 37,9 kWh (netto) | 42,2 kWh (brutto) / 37,9 kWh (netto) |
| Reichweite WLTP | 307 km | 285 km |
| 0–100 km/h | 7,3 s | 6,9 s |
| Vmax | 150 km/h | 160 km/h |
| Laden DC | 50 kW CCS | 50 kW CCS |
| Neupreis (2021) | ab 39.000 € | ab 42.000 € |
| Gebrauchtpreis (2026) | 17.000–21.000 € | 19.000–24.000 € |
Der ADAC bewertet den BMW i3 (120 Ah) mit der Gesamtnote 2,3 – das entspricht einem „gut"[1]. Die beste Teilnote erreicht der Antrieb mit 1,1 (sehr gut), die schwächste der Komfort mit 3,3 (befriedigend). Ein Auto mit klaren Stärken und ebenso klaren Grenzen.
Der ADAC Ecotest bescheinigt dem i3 einen Verbrauch von 17,9 kWh pro 100 km[1]. Die Umwelt-Bewertung fällt mit 1,4 (sehr gut) entsprechend stark aus. BMW selbst gibt den WLTP-Verbrauch mit 15,3 kWh an – die Diskrepanz erklärt sich durch den praxisnäheren Ecotest-Zyklus mit Autobahnanteil[3].
Beim Bremsweg aus 100 km/h steht der i3 nach 35,5 Metern[1]. Der Überholvorgang von 60 auf 100 km/h dauert 3,8 Sekunden. Der Wendekreis von nur 10,0 Metern macht den i3 in der Stadt agiler als fast jedes andere Auto auf dem Markt – der ADAC vergleicht das Fahrgefühl mit einem „Go-Kart"[1].
Die Stärken liegen im Antrieb: Hinterradantrieb mit sofort verfügbarem Drehmoment, direkte Lenkung und ein Gewicht von nur 1.345 kg dank Carbon-Fahrgastzelle[1]. One-Pedal-Driving funktioniert so gut, dass die mechanische Bremse im Alltag kaum zum Einsatz kommt. Wer sich für verschiedene Antriebsarten interessiert, findet im i3 einen der konsequentesten Elektro-Ansätze seiner Ära.
Die Schwächen? Der Kofferraum fasst nur 205 Liter[1]. Die gegenläufig öffnenden Hintertüren (sogenannte Suicide Doors) machen das Ein- und Aussteigen in engen Parklücken zur Herausforderung. Und die Lenkung, in der Stadt so direkt und präzise, wird auf der Autobahn nervös – der ADAC kritisiert das spürbar[1]. (Offenlegung: Ich finde diese Lenkungsabstimmung bei kurzen Probefahrten unauffällig, aber auf Langstrecke kann sie ermüden.)
Im ADAC Ecotest erreicht der BMW i3 120 Ah eine reale Reichweite von 270 km[1]. BMW gab die Alltagsreichweite ehrlich mit 260 km an – näher an der Praxis als die 307 km nach WLTP[3].
Die Unterschiede je nach Einsatzgebiet sind beim i3 besonders groß. In der Stadt, wo Rekuperation und niedriges Tempo zusammenspielen, sind über 300 km realistisch[1]. WLTP City gibt sogar 426 km an. Auf der Autobahn schrumpft die Reichweite auf rund 200 km – bei Tempo 130 zieht der i3 deutlich mehr Strom.
| Fahrszenario | Reichweite (geschätzt) |
|---|---|
| Stadt (Rekuperation) | 300–420 km |
| Gemischt (ADAC Ecotest) | 270 km |
| Landstraße | 250–280 km |
| Autobahn (130 km/h) | ~200 km |
| Winter (kalt, Heizung an) | ~200 km |
Der ADAC-Reichweitenrechner zeigt bei 30 °C rund 297 km, bei -10 °C fällt der Wert deutlich[4]. Wer vor allem kurze Strecken in der Stadt fährt, erlebt den i3 als erstaunlich sparsam. Wer regelmäßig 250+ km am Stück braucht, stößt an die Grenzen.
Der Netto-Verbrauch am Motor liegt bei rund 14 kWh/100 km[1]. Aber der Verbrauch ab Steckdose ist höher: 48,8 kWh aus dem Netz für 37,9 kWh nutzbare Kapazität – das entspricht etwa 22% Ladeverlusten[1]. Wer wissen möchte, welche E-Autos die größte Reichweite haben, wird den i3 nicht in den Top 10 finden – als Stadtauto ist seine Effizienz aber mehr als ausreichend.
Der 2021 BMW i3 lädt serienmäßig mit bis zu 11 kW AC (dreiphasig) und 50 kW DC über CCS[1]. An der Wallbox dauert eine Vollladung rund 3,2 Stunden bis 80%, am Gleichstrom-Schnelllader etwa 42 Minuten[3].
An der Haushaltssteckdose (2,3 kW) vergehen rund 15 Stunden[3]. Für den Alltag bedeutet das: Wer eine Wallbox zu Hause hat, lädt den i3 bequem über Nacht. Die 50 kW DC-Ladeleistung war 2021 noch Standard in der Klasse. Stand 2026 wirkt sie veraltet – der Opel Corsa-e lud schon 2021 mit 100 kW[1].
Der ADAC-Dauertest zeigte: Mit nur 10% Restladung erreicht der i3 am 50-kW-Lader innerhalb von 20 Minuten 80% – das entspricht 79 km nachgeladener Reichweite[5]. Für einen schnellen Kaffeestopp an der Autobahn reicht das gerade so. Wer die verschiedenen Versicherungsoptionen für einen gebrauchten i3 prüft, sollte beachten, dass die Einstufung als Elektroauto in vielen Tarifen günstig ausfällt.
Gebrauchte 2021er BMW i3 starten 2026 bei rund 17.000 €, der i3s ab etwa 19.000 €[2]. Die Carbon-Karosserie schützt vor Korrosion, treibt aber die Reparaturkosten bei Unfallschäden in die Höhe. Insgesamt gilt der i3 als zuverlässiger Gebrauchtwagen[5].
Die Community bei GoingElectric und Motor-Talk berichtet von vier wiederkehrenden Schwachstellen[6][7]:
Rapex meldete 2021 einen Rückruf wegen bruchgefährdeter Lehnenverstellungen in der zweiten Sitzreihe[9]. Ein sicherheitsrelevanter Punkt, der beim Gebrauchtkauf geprüft werden sollte.
| Gebrauchtpreis (2026) | BMW i3 (120 Ah) | BMW i3s (120 Ah) |
|---|---|---|
| unter 30.000 km | 19.000–21.000 € | 21.000–24.000 € |
| 30.000–60.000 km | 17.000–19.000 € | 19.000–22.000 € |
| über 60.000 km | 15.000–17.000 € | 17.000–20.000 € |
Der ADAC Dauertest über 100.000 km liefert die härtesten Daten: Nach fünf Jahren und 100.000 Kilometern betrug die Restkapazität der Batterie noch 86%[5]. Allerdings war das die ältere 60-Ah-Version mit nur ~100 km Reichweite – die 120-Ah-Version des 2021er Modells dürfte besser altern.
Der ADAC rechnet hoch, dass die Kapazität erst nach etwa 200.000 Kilometern auf 70% fallen dürfte[5]. Die BMW-Garantie deckt die Batterie für 8 Jahre oder 100.000 km ab. Ein 2021er Modell hat also noch Restgarantie bis mindestens 2029. Wer wissen will, welche Ausstattung sein Auto hat, kann das beim i3 über den BMW-Konfigurator mit der Fahrgestellnummer nachprüfen.
Der Dauertest offenbarte auch kleinere Pannen: defektes Ladekabel bei 64.700 km, ausgetauschtes Federbeinlager bei 65.947 km und gelöstes Lenkradleder bei 95.460 km[5]. Alles Verschleißteile – kein Hinweis auf strukturelle Probleme.
Der BMW i3 ist der teuerste Klein-EV seiner Generation – aber auch der leichteste und fahrdynamisch beste. Wer Fahrspaß über Reichweite stellt, greift zum BMW. Wer maximale Kilometer pro Ladung braucht, ist mit der Renault Zoe besser bedient[1].
| Modell | Gebraucht (2026) | Reichweite WLTP | Leistung | Kofferraum | DC-Laden | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BMW i3 (120 Ah) | 17.000–21.000 € | 307 km | 170 PS | 205 L | 50 kW | 1.345 kg |
| BMW i3s (120 Ah) | 19.000–24.000 € | 285 km | 184 PS | 205 L | 50 kW | 1.365 kg |
| Renault Zoe R135 | 14.000–19.000 € | 395 km | 135 PS | 338 L | 50 kW | 1.502 kg |
| Opel Corsa-e | 16.000–20.000 € | 337 km | 136 PS | 267 L | 100 kW | 1.530 kg |
| VW e-Up | 14.000–18.000 € | 258 km | 83 PS | 250 L | 40 kW | 1.235 kg |
Die Zoe übertrifft den i3 bei der Reichweite um 88 km (WLTP) und kostet als Gebrauchtwagen 2.000–3.000 € weniger[1]. Aber Achtung: Viele gebrauchte Zoe haben eine Batteriemiete – das erzeugt laufende Kosten. Der Opel Corsa-e punktet mit 100 kW DC-Laden und einem praktischeren Fünftürer-Layout[1].
Der i3 kontert mit Carbon-Leichtbau (1.345 kg vs. 1.502 kg bei der Zoe), Hinterradantrieb und einem Innenraum, der durch recycelte Materialien und Echtholz-Elemente ein Premium-Gefühl vermittelt. Wer nach einem Auto mit günstigen Unterhaltskosten sucht, profitiert beim i3 von der E-Auto-typischen Kfz-Steuerbefreiung und niedrigen Wartungskosten – kaum Bremsenverschleiß, kein Ölwechsel, kein Zahnriemen.
BMW produzierte den i3 (Codename I01) von November 2013 bis Juni 2022 im Werk Leipzig[10]. Über 250.000 Einheiten liefen in neun Jahren vom Band. Das 2021er Modell gehört zur letzten Produktionsgeneration.
Die wichtigsten Meilensteine: 2017 kam das Facelift mit stärkerem Motor. Ab 2018 ersetzte die 120-Ah-Batterie (42,2 kWh) die ältere 94-Ah-Version und verdoppelte die Reichweite fast[3]. Den Range Extender – einen kleinen Zweizylinder-Benziner als Notstromaggregat – gab es gegen Ende der Bauzeit nicht mehr.
Der Nachfolger heißt ebenfalls BMW i3, ist aber ein komplett anderes Auto: Die neue 2026er Limousine auf der Neue-Klasse-Plattform hat 463 PS, über 800 km WLTP-Reichweite und eine 800-Volt-Architektur. Der alte i3 war ein Carbon-Hatchback mit Hinterradantrieb, der neue ein Mittelklasse-Viertürer mit Dual-Motor-Allrad. In der Community wird der alte i3 zunehmend als Sammlerstück gehandelt – die einzigartige Carbon-Bauweise machte ihn zum Pionier, und Pioniere behalten ihren Wert.
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