Kurze Antwort: Der Opel Corsa des Baujahres 2019 ist ein klassischer Grenzgänger, da in diesem Jahr der Generationswechsel stattfand. Bis…
Kurze Antwort: Der Opel Corsa des Baujahres 2019 ist ein klassischer Grenzgänger, da in diesem Jahr der Generationswechsel stattfand. Bis Mitte 2019 wurde der Corsa E auf einer Plattform von General Motors gebaut, ab November 2019 folgte der modernere Corsa F auf einer PSA-Entwicklung. Während der Corsa E als ausgereifter und günstiger Einstieg gilt, überzeugt der Corsa F durch modernere Konnektivität, Assistenzsysteme und einen optionalen Elektroantrieb. Gebrauchte Modelle von 2019 kosten je nach Generation, Zustand und Laufleistung zwischen 5.500 und 13.000 Euro.
Das Wichtigste:
Wer sich für einen gebrauchten Opel Corsa aus dem Zulassungsjahr 2019 interessiert, steht vor einer wichtigen Richtungsentscheidung. Der Grund hierfür ist der fundamentale Generationswechsel, der sich in diesem Jahr vollzog. Der bis dahin gebaute Corsa E lief im Sommer aus, während im Spätherbst die Auslieferungen des völlig neu konstruierten Corsa F begannen. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt dominieren beim Baujahr 2019 die E-Modelle, da der Nachfolger erst in den letzten Wochen des Jahres in nennenswerten Stückzahlen zugelassen wurde.
Obwohl beide Fahrzeuge den Namen Opel Corsa tragen, trennen sie technisch Welten. Der Generationswechsel markiert gleichzeitig den Übergang von der alten General-Motors-Ära hin zur neuen Konzernmutter PSA (heute Stellantis).
Der Corsa E basiert auf der langjährigen GM-SCCS-Plattform. Er ist das produkt einer stetigen Evolution und gilt ab dem Baujahr 2017 als weitgehend frei von anfänglichen Fehlern. Ein großer Vorteil für Gebrauchtkäufer ist die Vielfalt der Karosserieformen: Nur den Corsa E gab es wahlweise als sportlichen Dreitürer oder als praktischen Fünftürer. Die Verarbeitungsqualität im Innenraum ist solide, das Infotainment-System IntelliLink wirkt im Vergleich zu heutigen Standards jedoch etwas träge und angestaubt.
Mit dem Corsa F vollzog Opel einen radikalen Schnitt. Durch den Wechsel auf die CMP-Plattform von PSA (bekannt vom Peugeot 208) speckte der Kleinwagen um rund 100 Kilogramm ab. Dies macht sich sofort bei der Probefahrt bemerkbar: Der Corsa F lenkt sich deutlich agiler und direkter als sein Vorgänger. Zudem hielten moderne Technologien wie die IntelliLux-LED-Scheinwerfer Einzug in diese Klasse. Nachteil für Traditionalisten: Der Corsa F wurde ausschließlich als Fünftürer konzipiert.
Die unterschiedlichen Plattformen der beiden Generationen spiegeln sich auch in den technischen Spezifikationen und Motorenkonzepten wider. Während der Corsa E auf klassische Vierzylinder-Saugmotoren und Turbos setzt, dominieren beim Corsa F moderne Dreizylinder-Aggregate und erstmals ein reiner Elektroantrieb.
Die Benzinmotoren des Corsa E sind für ihre Langlebigkeit bekannt, gelten jedoch insbesondere als Saugmotoren ohne Turbolader als relativ träge. Der 1.4-Liter-Saugmotor mit 90 PS gilt hierbei als solider Allrounder für den Stadtverkehr.
Beim Corsa F kommen Dreizylinder-Motoren zum Einsatz. Bereits der 100 PS starke Turbo bietet einen hervorragenden Kompromiss aus Effizienz und Fahrspaß. Die 130-PS-Topversion ist serienmäßig an eine komfortable Achtgang-Wandlerautomatik gekoppelt.
Der Corsa F ist im Vergleich zum Corsa E flacher und breiter geworden, was ihm einen sportlicheren Auftritt verleiht. Dank des längeren Radstands bietet er im Innenraum leicht veränderte Platzverhältnisse.
Ein gebrauchter Corsa aus dem Jahr 2019 ist eine wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, einen modernen Kleinwagen zu fahren. Die Preise variieren jedoch stark nach der gewählten Modellgeneration.
Die Unterhaltskosten sind beim Corsa traditionell niedrig. Die jährliche KFZ-Steuer für den 1.2-Liter-Benziner im Corsa F beträgt rund 60 bis 90 Euro. Der Corsa E mit dem älteren 1.3-Liter-Diesel schlägt dagegen mit ca. 130 bis 170 Euro zu Buche. Elektro-Modelle wie der Corsa-e profitieren bei einer Erstzulassung bis zum Jahr 2025 von einer kompletten Steuerbefreiung bis zum Jahr 2030.
Der Automobilexperte Lars Krone von mobile.de betont in seinem Gebrauchtwagencheck: „Prinzipiell ist der Corsa ein zuverlässiges Auto.“ Dennoch weisen Redakteure und Prüforganisationen auf typische Schwachstellen hin, die vor dem Kauf genau untersucht werden sollten.
Analyse: Die späten Corsa E des Baujahres 2019 gelten als mechanisch ausgereift, da Kinderkrankheiten des Modells über die lange Bauzeit hinweg abgestellt wurden. Das Risiko hoher Reparaturkosten ist bei den klassischen Saugbenzinern ohne Turbolader am geringsten.
Hinweis: Stellen Sie beim Kauf eines Corsa F unbedingt sicher, dass alle Rückrufaktionen nachweislich in einer Vertragswerkstatt durchgeführt wurden. Ein lückenloses Scheckheft mit Belegen über die Einhaltung der Ölwechsel-Intervalle ist bei den Dreizylindern überlebenswichtig.
Der Opel Corsa F tritt gegen starke Konkurrenz im Kleinwagen-Segment an. Ein Vergleich zeigt, wo die Stärken des Rüsselsheimers im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten liegen.
Der VW Polo bietet die hochwertigsten Materialien im Innenraum und den größten Komfort auf Langstrecken, ist jedoch als Gebrauchtwagen auch am teuersten. Der Renault Clio überzeugt mit dem größten Gepäckraum seiner Klasse und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Corsa F punktet mit seiner sportlichen Abstimmung und der einzigartigen Option eines vollelektrischen Antriebs.
In puncto Sicherheit zeigten sich beim Generationswechsel deutliche Fortschritte. Der Corsa F erreichte beim Euro NCAP Crashtest im Jahr 2019 eine Bewertung von vier von fünf Sternen. Er überzeugte mit einem Insassenschutz von 84 Prozent für Erwachsene und 86 Prozent für Kinder.
Der Corsa E wurde nach dem älteren, weniger strengen Verfahren von 2014 ebenfalls mit vier Sternen bewertet. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der aktiven Sicherheitsausstattung. Während beim Corsa E moderne Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Notbremsfunktion oder Fußgängererkennung gar nicht oder nur gegen hohen Aufpreis erhältlich waren, gehören diese Sicherheitsfeatures beim Corsa F zur Serienausstattung.
Ja, der Opel Corsa des Jahrgangs 2019 stellt ein faires Angebot dar. Die Fahrzeuge gelten als zuverlässig und günstig im Unterhalt. Während der Corsa E die günstigere Option für preisbewusste Käufer ist, bietet der Corsa F modernere Technik und aktivere Sicherheit.
Der Corsa E basiert auf GM-Technik und bietet sowohl drei- als auch fünftürige Varianten. Der Corsa F basiert auf einer PSA-Entwicklung, ist leichter, ausschließlich als Fünftürer erhältlich und verfügt über modernere Assistenzsysteme sowie die Option eines reinen Elektroantriebs.
Beim Corsa F ist der 1.2-Liter-Turbomotor mit 100 PS die beste Empfehlung, da er agil und gleichzeitig sehr sparsam ist. Beim Corsa E empfiehlt sich der unkomplizierte 1.4-Liter-Saugmotor mit 90 PS, da dieser ohne Turbolader auskommt und als besonders langlebig gilt.
Ja, beide Corsa-Generationen verfügen serienmäßig über Isofix-Verankerungen an den beiden äußeren Sitzplätzen im Fond, um Kindersitze sicher und schnell zu befestigen.
Ja. Beim Corsa E wurde ein automatisiertes Schaltgetriebe (Easytronic) angeboten, von dem aufgrund von Ruckeln im Alter abzuraten ist. Beim Corsa F hingegen kommt für die 130-PS-Version eine echte Wandlerautomatik mit acht Gängen zum Einsatz, die sehr weich und zuverlässig schaltet.
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