Der 2019 Opel Corsa war in zwei Generationen erhältlich: dem auslaufenden Corsa E (70–207 PS, bis Mitte 2019) und dem…
Der 2019 Opel Corsa war in zwei Generationen erhältlich: dem auslaufenden Corsa E (70–207 PS, bis Mitte 2019) und dem neuen Corsa F (75–136 PS, ab November 2019)[1]. Als Gebrauchtwagen kosten 2019er-Modelle zwischen ca. 5.500 € und 13.000 €, abhängig von Generation, Laufleistung und Ausstattung[2][3]. Beide Generationen erreichten im Euro NCAP 4 von 5 Sternen[4].
Das Jahr 2019 markiert den Generationswechsel beim Opel Corsa: Der Corsa E lief bis Mitte 2019 aus, der Corsa F startete im November 2019[1]. Wer „2019 Opel Corsa“ sucht, findet auf dem Gebrauchtmarkt überwiegend Corsa-E-Modelle — die wenigen 2019er Corsa F wurden erst in den letzten Wochen des Jahres zugelassen[3].
Beide teilen zwar den Namen, basieren aber auf völlig unterschiedlichen Plattformen. Die Unterschiede sind grundlegend.
Der Corsa E steht auf der GM-D2XX-Plattform und war der letzte Opel Corsa aus der General-Motors-Ära[1]. Es gab ihn als 3- und 5-Türer — eine Option, die mit dem Nachfolger wegfiel. Die Motorenpalette war breit: Vom sparsamen 1.2 Saugbenziner mit 70 PS über den 1.3 CDTi Diesel bis zum rabiaten OPC mit 207 PS[1].
Ab Baujahr 2017 verbesserte sich die Pannenstatistik beim ADAC deutlich[5]. Wer einen 2019er Corsa E mit weniger als 80.000 km findet, bekommt ein ausgereiftes Auto. Der Haken? Das Infotainment wirkt 2026 angestaubt, und Assistenzsysteme jenseits von ESP und Tempomat gab es nur gegen Aufpreis[5].
Mit dem Corsa F wechselte Opel auf die PSA-CMP-Plattform — dieselbe Basis wie beim Peugeot 208 und DS3 Crossback[6]. Das Ergebnis: ein spürbar moderneres Auto. IntelliLux-LED-Scheinwerfer, ein 7-Zoll-Fahrerinfodisplay, serienmäßiger Frontkollisionswarner und Spurhalteassistent setzten neue Maßstäbe im Kleinwagen-Segment[6].
Dazu kam erstmals eine vollelektrische Variante: der Corsa-e mit 136 PS und 337 km WLTP-Reichweite[6]. Die Lenkung des F fühlt sich bei der Probefahrt deutlich direkter an als beim E — sportlicher, präziser, mit mehr Rückmeldung[7]. Allerdings gibt es den F nur noch als 5-Türer.
Der 2019 Opel Corsa deckt dank zweier Generationen ein breites Leistungsspektrum ab: von 70 PS Saugbenziner bis 207 PS OPC beim Corsa E, und von 75 PS bis 136 PS Elektro beim Corsa F[1][6]. Alle Verbrenner nutzen Vorderradantrieb.
Daten laut ADAC Autokatalog und Opel-Hersteller-Angaben[1].
Neupreise Corsa F (2019): ab 13.990 € (75 PS Basis) bis ca. 29.900 € (Corsa-e)[6][1].
Bereits die 100-PS-Version reicht im Alltag völlig aus. Der Verbrauch pendelt sich laut mobile.de-Test bei rund 5 Litern ein[7]. Wer mehr will, greift zum 130-PS-Turbo mit serienmäßiger 8-Gang-Automatik — der einzige Corsa F mit Wandlerautomatik[7].
Der Corsa F ist flacher, breiter und 4 cm länger als sein Vorgänger[6]. Beim Kofferraum liegen beide nah beieinander. Der Corsa-e büßt wegen der Batterie etwas ein: 267 Liter normal, bis 1.042 Liter umgeklappt[7].
Ein 2019er Opel Corsa beginnt als Gebrauchtwagen bei rund 5.500 € für einen Corsa E mit hoher Laufleistung[2]. Gut erhaltene Corsa-F-Modelle starten bei ca. 8.500 €, laufleistungsarme Exemplare erreichen 13.000 € und mehr[3]. AutoScout24 listet einen 2019er Corsa E 1.4 ON mit 78.000 km für 9.390 € als „Sehr guter Preis“[2].
Preise basieren auf AutoScout24- und mobile.de-Inseraten, April 2026[2][3].
Ein günstiger Unterhalt zählt zu den Stärken des Corsa. Die reinen Energiekosten pro 100 km im Vergleich:
Auf 15.000 km Jahresfahrleistung spart der Electric gegenüber dem Benziner rund 560 € Energiekosten pro Jahr[8]. Die KFZ-Steuer liegt beim Benziner bei ca. 50–90 €/Jahr, beim Diesel bei 130–170 €/Jahr und beim Corsa-e bei 0 € bis 2030[1]. Laut Autokostencheck.de belaufen sich die monatlichen Gesamtkosten beim Corsa F 1.2 auf ca. 254 €, beim Electric auf ca. 181 €[8].
Der 2019 Opel Corsa ist grundsätzlich zuverlässig — beim Corsa F meldet der ADAC nur 2,4 bis 4,2 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge für die Baujahre 2020/2021[7]. Aber beide Generationen haben ihre spezifischen Schwachstellen, die beim Gebrauchtkauf entscheidend sind.
Beim Corsa E zeigen sich mit zunehmendem Alter typische Mängel. Die Fuß- und Feststellbremse schwächelt im TÜV-Report überdurchschnittlich oft[5]. Ab der zweiten HU fällt Ölverlust als massives Problem auf[5].
Bei den Motoren gibt es klare Risiko-Kandidaten: Der 1.3 CDTi und der 1.4 Turbo neigen ab 100.000–150.000 km zu Steuerkettenschäden[9]. Ein Rasseln beim Kaltstart ist das typische Warnsignal. Motor-ECU-Fehler (AC Delco E78) können bereits ab 50.000 km auftreten und verhindern dann den Motorstart komplett[9].
Und die Easytronic? Die sollte man bei der Probefahrt im Stop-and-go-Verkehr unbedingt testen. Ruckartiges Schalten und verzögertes Anfahren sind bei diesem robotisierten Schaltgetriebe keine Seltenheit ab 50.000 km[9]. Die Zündspulen der 1.2- und 1.4-Benziner gelten ebenfalls als Verschleißteil[9].
Der Corsa F schneidet in der Pannenstatistik deutlich besser ab. Probleme traten bislang punktuell auf[7]:
Lack, Elektronik und Bremsenverschleiß nennt mobile.de als potenzielle Schwachstellen[7]. Beim E-Corsa sollte man auf korrodierte Bremsscheiben hinten achten — die werden wegen der Rekuperation weniger genutzt und rosten schneller[7].
Vor der Unterschrift beim Händler oder Privatverkäufer lohnt sich diese Checkliste:
Als Gebrauchtwagen aus 2019 konkurriert der Opel Corsa F mit dem VW Polo VI und dem Renault Clio V — alle drei sind ausgereift, vielfach verkauft und gut auf dem Gebrauchtmarkt verfügbar[2]. Der Corsa ist der einzige mit einer vollelektrischen Variante.
Der Corsa F passt zu Käufern, die Antriebsvielfalt schätzen: Benzin, Diesel oder Strom — kein anderer Kleinwagen dieser Generation liefert das[7]. Die Serienausstattung fällt großzügig aus, der Preis ist fair. Wer ein elektrotaugliches Fahranfänger-Auto sucht, wird hier fündig.
Der VW Polo kontert mit dem größeren Kofferraum (351 l), der höchsten Verarbeitungsqualität und der besten TÜV-Bilanz im Trio[2]. Aber er kostet als Gebrauchtwagen spürbar mehr — und eine E-Variante fehlt.
Der Renault Clio V überrascht mit 391 Litern Kofferraum — Klassenbestwert[2]. Das Interieur wirkt hochwertig, der Einstiegspreis ist der niedrigste. Wer maximalen Stauraum zum kleinen Preis will, liegt hier richtig.
Der Corsa F holte im Euro-NCAP-Crashtest 2019 4 von 5 Sternen: 84% bei Erwachsenen, 86% bei Kindern, 66% beim Fußgängerschutz und 69% bei Assistenzsystemen[4]. Besonders stark schnitt der Seitenaufprall ab (15,5 von 16 Punkten)[4]. Schwächen zeigten sich beim Schleudertrauma-Schutz auf den Rücksitzen und beim Fußgängerschutz[4].
Der ältere Corsa E erhielt bei seinem Euro-NCAP-Test 2014 ebenfalls 4 Sterne — nach damaligem Prüfstandard allerdings weniger streng als 2019[4].
Der Unterschied zwischen beiden Generationen ist bei der Sicherheitsausstattung am größten:
Wer Sicherheitstechnik auf aktuellem Stand will, kommt am Corsa F nicht vorbei[6]. Beim Corsa E beschränkt sich die Serienausstattung auf die Grundlagen: ESP, Berganfahrhilfe und sechs Airbags[1].
Ja, der 2019er Corsa zählt zu den soliden Kleinwagen-Optionen auf dem Gebrauchtmarkt. Beim Corsa E hat die ADAC-Pannenstatistik ab Baujahr 2017 eine deutliche Verbesserung registriert, und der Corsa F startete ohnehin mit ausgereifter PSA-Technik[5][7]. Die Unterhaltskosten fallen niedrig aus, die Motorenpalette ist breit, und als Corsa-e gibt es sogar eine elektrische Option. Einschränkung: Der Kofferraum ist kleiner als bei Polo und Clio, und die Materialqualität innen erreicht nicht ganz VW-Niveau[7].
Die beiden teilen nur den Namen. Der Corsa E (2014–2019) basiert auf einer GM-Plattform, der Corsa F (ab 2019) auf der PSA-CMP-Architektur[6]. Der F ist moderner, leichter, hat deutlich mehr Assistenzsysteme und gibt es als Elektroversion. Dafür bietet nur der E einen 3-Türer und die OPC-Variante mit 207 PS. Beim Gebrauchtkauf ist der F die zukunftssicherere Wahl — der E die günstigere[1].
Beim Corsa F trifft der 1.2 DI Turbo mit 100 PS den besten Kompromiss aus Leistung und Verbrauch[7]. Beim Corsa E empfiehlt sich der 1.4 mit 90 PS für den Alltag oder der 1.4 Turbo mit 100 PS für mehr Durchzug. Vom 1.3 CDTi sollte man wegen der Steuerketten-Problematik eher die Finger lassen, sofern kein Nachweis über einen präventiven Kettentausch vorliegt[9]. Die Easytronic-Automatik ist ebenfalls nicht zu empfehlen[9].
Ja, beide Generationen verfügen über Isofix-Halterungen auf den äußeren Rücksitzen[1]. Beim Corsa F sind die Isofix-Punkte gut erreichbar. Einen i-Size-Top-Tether-Haken gibt es an beiden Plätzen. Für den Kindersitz auf dem Beifahrersitz lässt sich der Airbag deaktivieren — beim Corsa E per Schlüsselschalter, beim F per Menü im Bordcomputer[1].
Beim Corsa E gab es die Easytronic — ein robotisiertes Schaltgetriebe, das in Nutzerberichten auf motor-talk.de wegen ruckartiger Schaltvorgänge häufig kritisiert wird[9]. Beim Corsa F dagegen kommt die 130-PS-Version mit einer echten 8-Gang-Wandlerautomatik. Die schaltet komfortabel und zuverlässig[6]. Wer Automatik will, sollte zum Corsa F greifen — oder gleich den Corsa-e, der bauartbedingt nur eine Fahrstufe hat.
Beim Benziner fallen je nach Hubraum und CO₂-Ausstoß ca. 50–90 € pro Jahr an[1]. Der Corsa-E-Diesel (1.3 CDTi) wird mit ca. 130–170 € pro Jahr besteuert — Dieselmotoren zahlen den höheren Sockelbetrag[1]. Am günstigsten fährt der Corsa-e Electric: Die KFZ-Steuerbefreiung gilt bis 2030 bei Erstzulassung bis Ende 2025[1]. Wer den aktuellen Corsa ins Auge fasst, profitiert dort von noch effizienteren Antrieben.
Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zu diesen Modellen auf unserer Website.