Schnellantwort: Der 2024 BMW i7 ist die rein elektrische Ausführung der bayerischen Luxuslimousine (Baureihe G70) und steht in drei Leistungsstufen…
Schnellantwort: Der 2024 BMW i7 ist die rein elektrische Ausführung der bayerischen Luxuslimousine (Baureihe G70) und steht in drei Leistungsstufen von 455 PS bis 660 PS zur Wahl. Alle Modelle teilen sich eine Lithium-Ionen-Batterie mit 101,7 kWh Nettokapazität. Im realen Alltagsbetrieb erreicht das meistgekaufte Modell i7 xDrive60 eine Reichweite von rund 545 Kilometern. Neuwagenpreise beginnen regulär bei 115.700 Euro für das Basismodell eDrive50. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt des Jahres 2026 sind junge Gebrauchte ab etwa 85.000 Euro zu finden, was einen erheblichen Wertverlust darstellt.
Kernpunkte:
Der 2024 BMW i7 basiert auf der G70-Plattform von BMW und wird mit drei verschiedenen elektrischen Antriebssträngen angeboten. Jede Variante nutzt stromerregte Synchronmaschinen (SSM), die ohne seltene Erden auskommen. Die Netto-Batteriekapazität ist bei allen Modellen mit 101,7 kWh identisch (Bruttokapazität: 105,7 kWh). Die Leistungsspanne reicht von 455 PS im heckangetriebenen eDrive50 bis zu 660 PS im sportlichen Topmodell M70 xDrive.
Alle Modellvarianten weisen mit einer Länge von 5.391 mm, einer Breite von 1.950 mm und einer Höhe von 1.544 mm identische Abmessungen auf. Der Radstand beträgt großzügige 3.215 mm, was vor allem dem Komfort im Fond zugutekommt.
Das Einstiegsmodell eDrive50 nutzt einen einzelnen Elektromotor an der Hinterachse, der 455 PS leistet. Der Allradantrieb xDrive60 kombiniert zwei Synchronmotoren: Einen mit 258 PS an der Vorderachse und einen mit 313 PS an der Hinterachse. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 544 PS und ein kraftvolles Drehmoment von 745 Nm.
Das sportliche Spitzenmodell M70 xDrive verfügt über einen modifizierten Heckmotor mit einer Leistung von 489 PS sowie den 258 PS starken Frontmotor. Bei aktiviertem M Launch Control oder M Sport Boost stellt das System kurzzeitig ein Drehmoment von 1.100 Nm zur Verfügung. Um die Effizienz auf der Langstrecke zu steigern, kann der vordere Motor im Teillastbetrieb elektronisch abgekoppelt werden, was den Stromverbrauch senkt. Der xDrive60 nutzt eine ähnliche Konfiguration mit zwei Motoren.
Die Lithium-Ionen-Batterie mit 101,7 kWh nutzbarer Kapazität ist tief im Fahrzeugboden verbaut, was den Schwerpunkt absenkt und das Handling verbessert. Das AC-Laden an einer Wallbox erfolgt serienmäßig dreiphasig mit bis zu 22 kW Leistung. Ein vollständiger Ladevorgang von 0 auf 100 Prozent dauert an einer 22-kW-Wallbox ca. 5,5 Stunden, während es an einem 11-kW-Anschluss rund 10,75 Stunden sind.
An einer DC-Schnellladestation erreicht der BMW i7 eine maximale Ladeleistung von bis zu 195 kW. Durch eine optimierte Ladekurve kann die Batterie in rund 34 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden. Die durchschnittliche Ladeleistung über diesen Bereich liegt laut Messungen bei sehr guten 146,7 kW. Um eine optimale Ladegeschwindigkeit zu gewährleisten, verfügt das Navigationssystem über eine automatische Vorkonditionierung der Batterie, die den Akku vor dem Erreichen der Ladestation auf die ideale Temperatur bringt. Weitere Details zu den Antriebskonzepten finden sich in der allgemeinen Modellübersicht des BMW i7.
Die Preisgestaltung für den BMW i7 bewegt sich im absoluten Premiumsegment. Im Jahr 2024 starteten die Neupreise (UVP) für das Basismodell eDrive50 bei 115.700 Euro, während für das Topmodell M70 xDrive ohne Sonderausstattung bereits 181.800 Euro fällig wurden. Im Jahr 2026 zeigt sich auf dem Markt für junge Gebrauchte jedoch ein deutliches Einsparpotenzial.
Für das Modelljahr 2024 galten in Deutschland die folgenden offiziellen Listenpreise (UVP):
Zur Serienausstattung gehören unter anderem eine adaptive Zweiachser-Luftfederung, das BMW Curved Display, eine Vier-Zonen-Klimaautomatik sowie Soft-Close-Türen. Typische Sonderausstattungen wie das M Sportpaket, Ledersitze oder Fahrassistenzsysteme steigern den Preis eines typischen xDrive60 ab Werk schnell um 20.000 bis 30.000 Euro.
Elektro-Luxuslimousinen sind für ihren hohen Wertverlust in den ersten zwei Jahren bekannt. Der BMW i7 bildet hier keine Ausnahme. Im Frühjahr 2026 stellt sich die Preissituation auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt wie folgt dar:
Analyse: Der rapide Wertverlust auf dem Gebrauchtwagenmarkt macht den BMW i7 als jungen Gebrauchten zu einem äußerst attraktiven Angebot. Erstbesitzer tragen den größten finanziellen Verlust, während Gebrauchtkäufer im Jahr 2026 eine fast neuwertige Luxuslimousine mit hoher Restgarantie zu einem Bruchteil des Neupreises erwerben können.
Im standardisierten Autotest des ADAC erzielt der BMW i7 xDrive60 die hervorragende Gesamtnote 1,7. Damit gehört er zu den am besten bewerteten Fahrzeugen seiner Klasse. Besonders der Antrieb und der Fahrkomfort setzen Maßstäbe.
Der ADAC bewertet den Elektroantrieb des xDrive60 mit der Note 0,9. Die Kraftentfaltung der beiden Elektromotoren erfolgt absolut verzögerungsfrei und linear. Auch der Fahrkomfort wird dank der serienmäßigen Luftfederung mit der Note 1,2 extrem hoch bewertet. Straßenunebenheiten werden fast vollständig herausgefiltert.
Ein wesentlicher Faktor für den Langstreckenkomfort ist das extrem niedrige Geräuschniveau im Innenraum. Bei einer Autobahngeschwindigkeit von 130 km/h maßen die Tester einen Schalldruckpegel von nur 62,7 dB(A).
„Selbst bei 190 km/h kann man entspannt Telefonate führen, so gut ist der i7 gedämmt und aerodynamisch optimiert“, erklärt ADAC-Testingenieur Martin Ruhdorfer im offiziellen Testbericht des Clubs.
Trotz des hohen Leergewichts von fast 2,7 Tonnen überzeugt das Fahrverhalten. Der Bremsweg aus 100 km/h bis zum Stillstand beträgt gute 35,3 Meter. Dank der optionalen Allradlenkung (Hinterachslenkung) reduziert sich der Wendekreis auf handliche 12,5 Meter, was das Rangieren im Stadtverkehr erheblich erleichtert.
Der ADAC-Test hebt folgende Aspekte hervor:
Stärken:
Schwächen:
Mit dem Modelljahr 2024 weitete BMW das Angebot der i7-Modelle deutlich aus. Während in den ersten beiden Produktionsjahren (2022 und 2023) fast ausschließlich der xDrive60 verfügbar war, kamen 2024 zwei wichtige Varianten hinzu.
Am unteren Ende der Palette wurde der eDrive50 als neues Einstiegsmodell mit Heckantrieb eingeführt, um den Einstiegspreis zu senken. Am oberen Ende kam der sportliche M70 xDrive als neues Leistungs-Flaggschiff hinzu.
Zudem wurde das Infotainmentsystem auf das neuere BMW Operating System 8.5 aktualisiert, das eine flachere Menüstruktur (QuickSelect) bietet, um die Bedienung während der Fahrt zu vereinfachen. Für das darauffolgende Jahr gab es weitere Detailanpassungen, die im Test zum 2025er BMW i7 beschrieben sind. Noch neuere LCI-Modifikationen sind in der Übersicht zum 2026er-Modell des BMW i7 zusammengefasst.
Wer einen gebrauchten 2024er BMW i7 im Jahr 2026 kaufen möchte, erwirbt ein technisch hochkomplexes Elektrofahrzeug. Um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden, sollten Kaufinteressenten drei wesentliche Punkte beachten.
Die Batterie ist die teuerste Komponente des Fahrzeugs. BMW gewährt auf die Hochvoltbatterie eine Werksgarantie von 8 Jahren oder 160.000 Kilometern (je nachdem, was zuerst eintritt) für eine Restkapazität von mindestens 70 Prozent (State of Health – SoH).
Vor dem Kauf sollte bei einem BMW-Partner ein offizieller Batteriezustandsbericht erstellt werden. Häufiges Schnellladen mit hoher Gleichstromleistung (DC) beschleunigt die Alterung der Akkuzellen. Ein Fahrzeug, das überwiegend schonend über AC an einer Wallbox geladen wurde, ist gebraucht vorzuziehen.
Für den BMW i7 der aktuellen Generation gab es einige werkseitige Serviceaktionen und Rückrufe. Ein wichtiger Sicherheitsrückruf wurde vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Dezember 2024 veröffentlicht:
Aufgrund eines Produktionsfehlers beim Zulieferer konnte ein fehlerhaft bearbeitetes Doppelkreuzgelenk in der Lenkspindel verbaut sein, was im schlimmsten Fall zu einem Bruch und einem Verlust der Lenkkontrolle führen konnte. In Deutschland waren rund 4.950 Fahrzeuge der Baureihen 5er (G60) und 7er/i7 (G70) aus dem Produktionszeitraum Juni bis September 2024 betroffen. Käufer sollten im Serviceheft prüfen lassen, ob die entsprechende Austauschmaßnahme durchgeführt wurde.
Ein gebrauchter i7 lässt sich auf dem Markt leichter wiederverkaufen, wenn bestimmte Komfortmerkmale an Bord sind. Als absolutes Highlight gilt der BMW Theatre Screen im Fond. Dabei handelt es sich um einen aus dem Dachhimmel ausklappbaren 31,3-Zoll-Panoramabildschirm mit 8K-Auflösung, Amazon Fire TV Integration und Touch-Bedienung in den Türverkleidungen. Dieses Feature ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Luxusklasse. Ebenfalls empfehlenswert sind das Bowers & Wilkins Diamond Surround Sound System mit 4D-Audio, die Executive Lounge Sitze im Fond sowie das M Sportpaket, welches dem wuchtigen Design eine dynamischere Note verleiht.
Hinweis: Da viele Fahrzeuge als Leasingrückläufer auf den Markt kommen, ist die Ausstattungsvariante M Sport auf dem Gebrauchtwagenmarkt am häufigsten vertreten. Achten Sie darauf, dass die fünfjährige BMW-Mobilitätsgarantie ab Erstzulassung noch aktiv ist, um im Pannenfall abgesichert zu sein.
Auf dem deutschen Markt für elektrische Luxusfahrzeuge trifft der BMW i7 auf zwei starke Konkurrenten aus Stuttgart und Zuffenhausen. Die drei Modelle verfolgen grundlegend unterschiedliche Design- und Technikphilosophien.
Der BMW i7 ist die klassische, repräsentative Chauffeurslimousine. Mit einer Länge von fast 5,40 Metern bietet er den besten Komfort im Fond und die aufwendigste Entertainment-Technologie. Dies bezahlt er jedoch mit dem höchsten Gewicht (2.715 kg) und dem höchsten Stromverbrauch im Realbetrieb.
Der Mercedes EQS setzt mit seiner aerodynamischen One-Bow-Silhouette (cW-Wert: 0,20) ganz auf Effizienz. Der EQS 450+ verbraucht auf Autobahnen deutlich weniger Strom als der i7 und erzielt mit bis zu 683 Kilometern die größte WLTP-Reichweite im Vergleich. Zudem bietet er dank der großen Heckklappe ein überlegenes Kofferraumvolumen von 610 Litern. Das Design polarisiert jedoch und die Kopffreiheit im Fond ist geringer als im BMW.
Der Porsche Taycan (Modellpflege ab 2024 mit der großen Performance-Batterie Plus) ist mit unter 5 Metern Länge deutlich kompakter. Er bietet das sportlichste Fahrverhalten und lädt dank 800-Volt-Technologie mit bis zu 320 kW deutlich schneller als i7 und EQS. Der Komfort im Fond und das Kofferraumvolumen sind jedoch deutlich eingeschränkter.
Im standardisierten ADAC-Ecotest erreichte der BMW i7 xDrive60 eine reale Reichweite von 545 Kilometern mit einer Akkuladung. Das entspricht einer Abweichung von rund 13 Prozent gegenüber dem offiziellen WLTP-Wert von 624 Kilometern. Auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit und bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt sinkt die Reichweite durch den erhöhten Heizungsbedarf und den Luftwiderstand auf etwa 400 bis 450 Kilometer.
Der BMW i7 kann an einer geeigneten High-Power-Charging-Station (HPC) mit einer maximalen Leistung von bis zu 195 kW geladen werden. Unter optimalen Bedingungen dauert das Laden von 10 auf 80 Prozent Ladestand (State of Charge) circa 34 Minuten. Innerhalb der ersten 10 Minuten können so rund 170 Kilometer Reichweite nachgeladen werden.
Der offizielle WLTP-Verbrauch für den BMW i7 xDrive60 liegt bei 18,4 bis 19,6 kWh auf 100 Kilometer. Im gemischten ADAC-Praxistest inklusive Autobahnanteil ergab sich ein Durchschnittsverbrauch von 22,0 kWh/100 Kilometer inklusive der Ladeverluste. Bei reiner Stadtfahrt und ruhiger Fahrweise sind Werte um 19 kWh realistisch, während zügige Autobahnfahrten den Verbrauch auf 25 bis 27 kWh ansteigen lassen.
Ja, der eDrive50 lohnt sich vor allem dann, wenn das Fahrzeug primär im Stadtverkehr oder für ruhige Langstreckenfahrten genutzt wird. Mit 455 PS und Heckantrieb bietet er den identischen Federungskomfort und die gleiche 101,7-kWh-Batterie wie der xDrive60. Die Fahrleistungen sind mit 5,5 Sekunden auf 100 km/h für eine Luxuslimousine mehr als ausreichend, zudem ist die WLTP-Reichweite mit bis zu 611 Kilometern auf einem Niveau mit dem stärkeren Allradmodell.
Für die meisten Käufer ist the M70 xDrive den hohen Aufpreis im Alltag nicht wert. Zwar bietet er mit 660 PS beeindruckende Fahrleistungen, die WLTP-Reichweite sinkt jedoch aufgrund des höheren Grundverbrauchs auf maximal 559 Kilometer. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt leidet der M70 zudem unter dem prozentual höchsten Wertverlust, was ihn als Gebrauchtwagen zwar interessant macht, den Kauf als Neuwagen aus wirtschaftlicher Sicht jedoch kaum rechtfertigt.
Nein, die Bezeichnung i7 steht bei BMW ausschließlich für die vollelektrischen Varianten. Das Fahrzeug teilt sich jedoch die G70-Karosserie und die Montageplattform mit dem klassischen BMW 7er. Dieser wird parallel mit Benzinmotoren, Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybrid angeboten.
Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zu diesen Modellen auf unserer Website.