Schnellantwort: Der 2025 BMW i4 startet in Deutschland ab 57.600 Euro für die Einstiegsvariante eDrive35. Die Modellpalette umfasst fünf Leistungsvarianten…
Schnellantwort: Der 2025 BMW i4 startet in Deutschland ab 57.600 Euro für die Einstiegsvariante eDrive35. Die Modellpalette umfasst fünf Leistungsvarianten von 286 PS bis zu 601 PS bei WLTP-Reichweiten zwischen 427 und 611 Kilometern. Das Modelljahr 2025 bringt zwei wichtige Neuerungen mit sich. Dies betrifft das optische Facelift LCI ab Juli 2024 und das technische Update ab Juli 2025, bei dem die hocheffizienten Siliziumkarbid-Inverter eingeführt wurden. Letztere kommen unter anderem im neuen Topmodell M60 xDrive zum Einsatz, welches den bisherigen M50 ablöst.
Wichtigste Erkenntnisse:
Das BMW i4 Gran Coupé bietet je nach Bauzeitraum verschiedene Antriebskonfigurationen. Die Palette reicht vom klassischen Hinterradantrieb bis hin zum sportlichen Allradantrieb der M-Performance-Modelle. Im Zuge của Modellpflege wurden die Effizienz und die Leistungsdaten der Antriebe optimiert.
Die folgende Tabelle zeigt die technischen Spezifikationen aller fünf Modellvarianten für das Modelljahr 2025 im Detail:
Die Basisvarianten eDrive35 und eDrive40 nutzen eine fremderregte Synchronmaschine an der Hinterachse. Diese Motorkonstruktion verzichtet vollständig auf Seltene Erden in den Magneten. Der Heckantrieb sorgt für das markentypische, sportliche Fahrverhalten. Bei winterlichen Straßenverhältnissen erfordert das hohe Drehmoment beim Anfahren am Berg jedoch eine feinfühlige Fahrweise.
Das sportliche Flaggschiff M50 wurde im Sommer 2025 abgelöst. Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, betonte bereits zur Markteinführung der Modellreihe: „Jeder BMW wird sich wie ein echter BMW fahren. Der BMW i4 wird definitiv der Beweis dafür sein.“ Diesen Anspruch löst der neue M60 xDrive mit einer Spitzenleistung von 601 PS ein. Der Zuwachs an Dynamik wird durch den Einsatz moderner Siliziumkarbid-Halbleiter in den Invertern erreicht, welche die Ströme schneller und verlustärmer schalten.
Mit einer Außenlänge von 4.783 mm, einer Breite von 1.852 mm (ohne Außenspiegel) und einer Höhe von 1.448 mm entspricht the i4 dem klassischen Format der 4er-Reihe. Der Radstand von 2.856 mm sorgt für stabile Fahreigenschaften auf der Autobahn.
Das Raumangebot im Fond ist bauartbedingt durch die abfallende Coupé-Dachlinie eingeschränkt. Personen mit einer Körpergröße von über 1,85 Metern müssen im Kopfbereich mit Kompromissen rechnen. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 470 Litern. Durch das Umklappen der dreiteiligen Rückbank lässt sich das Ladevolumen auf bis zu 1.290 Liter erweitern. Für Gespannfahrer ist der i4 gut gerüstet. Die maximale Anhängelast beträgt 1.600 kg bei gebremsten Anhängern, ungebremst liegt sie bei 750 kg. Das Leergewicht variiert je nach Antrieb und Ausstattung zwischen 2.070 kg (eDrive35) und 2.285 kg (M60 xDrive).
Unter dem internen Kürzel LCI (Life Cycle Impulse) hat BMW das Elektro-Coupé für das Modelljahr 2025 tiefgreifend überarbeitet. Diese Modellpflege gliedert sich in zwei eigenständige Modernisierungsschritte.
Die erste Phase betrifft vor allem das Design und die Konnektivität des Fahrzeugs. An der Front fällt die neu gestaltete BMW-Niere auf. Sie ist nun im oberen Bereich vollständig geschlossen und verfügt über eine matte Chromumrandung, was die Aerodynamik optimiert. Die Scheinwerfer wurden ebenfalls überarbeitet. Sie nutzen vertikale LED-Elemente für das Tagfahrlicht und die Blinker.
Im Innenraum setzt BMW ab dieser Phase auf das Infotainmentsystem BMW Operating System 8.5. Die Bedienung erfolgt über das Curved Display, welches durch die QuickSelect-Schnellzugriffe eine deutlich flachere Menüstruktur bietet. Die Klimatisierung wird nun primär über Touch-Bediener oder per Sprachsteuerung geregelt. Dieses Facelift markiert den technologischen Übergang vom vorherigen 2024 BMW i4 zum aktualisierten Modelljahr.
Die zweite Phase ab Juli 2025 bringt entscheidende technische Neuerungen unter dem Blech. BMW integra hocheffiziente Siliziumkarbid-Halbleiter (SiC) in die Leistungselektronik der Motoren. Diese Technologie minimiert die Wärmeverluste beim Stromfluss zwischen Batterie und Elektromotor.
Durch das SiC-Update steigt die reale Reichweite der Modelle eDrive35 und eDrive40 bei gleichbleibender Batteriekapazität um rund 5 Prozent. Zudem wird in dieser Phase das Modellprogramm neu geordnet. Der i4 M50 entfällt und wird durch den noch stärkeren M60 xDrive ersetzt. Gleichzeitig schließt der xDrive40 mit 401 PS die Lücke zwischen den Heckantriebs-Varianten und dem M-Topmodell. Diese Änderungen definieren den Standard für den kommenden 2026 BMW i4.
Die Anschaffungskosten für ein Premium-Elektrofahrzeug sind hoch, doch die laufenden Betriebskosten können diesen Nachteil im Vergleich zu klassischen Verbrennern teilweise kompensieren.
Die Listenpreise für die Basismodelle in Deutschland gestalten sich im Modelljahr 2025 wie folgt:
Zusätzliche Ausstattungspakete erhöhen den Endpreis deutlich. Das beliebte M Sportpaket schlägt mit 4.320 Euro zu Buche, während das Innovationspaket mit Fernlichtassistent, Driving Assistant, Parking Assistant und dem Head-Up Display weitere 2.950 Euro kostet.
Die laufenden Kosten des i4 hängen stark vom individuellen Fahrprofil und dem gewählten Ladetarif ab. Ein direkter Kostenvergleich auf 100 Kilometern verdeutlicht das Einsparpotenzial gegenüber Benzin- und Dieselmodellen:
Zusätzlich profitiert der i4 von gesetzlichen Steuererleichterungen. Reine Elektrofahrzeuge sind bei Erstzulassung in Deutschland bis zum 31. Dezember 2030 komplett von der Kfz-Steuer befreit. Bei den Versicherungseinstufungen liegt der i4 im üblichen Rahmen der Premium-Mittelklasse. Die Typklassen für den eDrive40 betragen beispielsweise KH 17 (Haftpflicht) und VK 27 (Vollkasko). Aufgrund des schnellen Wertverlustes in den ersten Jahren ist eine Vollkaskoversicherung dringend zu empfehlen. Unabhängige Daten von autokostencheck.de zeigen für den i4 einen durchschnittlichen Wertverlust von etwa 50 Prozent nach vier Jahren Betriebszeit.
Für die Alltagstauglichkeit eines Elektroautos sind die reale Reichweite und die tatsächliche Ladegeschwindigkeit an der Ladesäule entscheidend.
Die offiziellen WLTP-Werte von bis zu 611 Kilometern beim eDrive40 sind Laborwerte, die im normalen Fahrbetrieb nur selten erreicht werden. Bei milden Sommertemperaturen um die 20 Grad Celsius sind im gemischten Betrieb Reichweiten von 480 bis 520 Kilometern realistisch.
Im Winter sinkt die Reichweite jedoch deutlich. Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius erhöht sich der Energiebedarf durch die Innenraumheizung und den schlechteren Wirkungsgrad der kalten Batterie. Unter diesen Bedingungen sinkt die nutzbare Reichweite des eDrive40 auf 370 bis 410 Kilometer. Der serienmäßige Einsatz einer Wärmepumpe federt diesen Reichweitenverlust zwar ab, kann den physikalischen Effekt der Kälte aber nicht vollständig aufheben.
Die Ladegeschwindigkeit variiert stark je nach Ladeinfrastruktur:
Hinweis: Um an einer Schnellladesäule die maximale Ladeleistung zu erreichen, muss die Batterie im optimalen Temperaturfenster sein. Der i4 verfügt über eine automatische Vorkonditionierung. Wenn eine Schnellladestation im werkseigenen Navigationssystem als Zwischenziel eingeplant ist, heizt oder kühlt das System die Batterie rechtzeitig vor der Ankunft auf die ideale Ladetemperatur.
Sowohl der ADAC als auch die Sicherheitsorganisation Euro NCAP haben das elektrische Gran Coupé umfassenden Prüfverfahren unterzogen.
Der ADAC bewertete den BMW i4 xDrive40 mit der Gesamtnote 1,7 (gut). Besonders der elektrische Antrieb konnte in den Messungen überzeugen und erhielt die Teilnote 0,9 (sehr gut). Auch die Fahreigenschaften wurden dank des präzisen Fahrwerks und der direkten Lenkung mit 1,5 (sehr gut) bewertet. Der Bremsweg aus 100 km/h ist mit 31,4 Metern auf einem sehr hohen Niveau.
Punkteabzug gab es vor allem für die Karosserie und den Fondbereich (Note 2,5). Die flache Bauweise schränkt die Übersichtlichkeit nach hinten ein und erschwert den Einstieg in den Fond. Der gemessene Wendekreis liegt bei stolzen 12,5 Metern, was das Rangieren in engen Parkhäusern erschwert.
Im Euro NCAP Crashtest erreichte der BMW i4 eine Bewertung von 4 von 5 Sternen. Während der Insassenschutz für Erwachsene und Kinder mit jeweils 87 Prozent der maximalen Punktzahl als sehr gut eingestuft wurde, verhinderte die Bewertung der aktiven Sicherheitsassistenten (64 Prozent) den fünften Stern.
Die Prüfer kritisierten das Ansprechverhalten des Notspurassistenten in kritischen Fahrsituationen. Zudem fehlt dem i4 ein Center-Airbag zwischen den Vordersitzen, der bei einem Seitenaufprall das Zusammenstoßen der Köpfe von Fahrer und Beifahrer verhindern könnte. Die Karosseriestruktur erwieß sich bei den Deformationstests jedoch als extrem stabil und schützt das Hochvoltsystem zuverlässig vor Beschädigungen.
Der BMW i4 muss sich im Marktsegment der gehobenen Elektro-Limousinen zwei starken Konkurrenten stellen, die jeweils eine völlig andere Philosophie verfolgen.
Der Vergleich zeigt deutliche Unterschiede in der Ausrichtung der drei Fahrzeuge:
Für Dienstwagenfahrer in Deutschland ist der i4 finanziell besonders attraktiv. Durch gesetzliche Änderungen wurde die Bruttolistenpreis-Grenze für die reduzierte Versteuerung von Elektrofahrzeugen angehoben.
Analyse: Zuvor galt die günstige 0,25%-Regelung nur für Elektrofahrzeuge bis zu einem Bruttolistenpreis von 70.000 Euro. Für alle Zulassungen ab dem 1. Juli 2025 wurde dieser Grenzwert auf 100.000 Euro angehoben. Da sämtliche i4-Modelle inklusive des Topmodells M60 xDrive in der Basis unter dieser Grenze liegen, müssen Dienstwagennutzer monatlich nur ein Viertel des Bruttolistenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.
Bei einem i4 eDrive40 mit einem Bruttolistenpreis von 60.600 Euro müssen somit monatlich lediglich 151,50 Euro als geldwerter Vorteil versteuert werden. Bei einem persönlichen Grenzsteuersatz von 42 Prozent beläuft sich die tatsächliche Steuerlast auf etwa 64 Euro im Monat. Im Vergleich zu einem klassischen Verbrenner mit 1%-Besteuerung spart der Nutzer mehrere hundert Euro monatlich ein. Fahrer müssen jedoch aufpassen. Durch das Hinzufügen von teuren Sonderausstattungen kann der Bruttolistenpreis des Topmodells M60 xDrive die 100.000-Euro-Grenze überschreiten, wodurch sich der Steuersatz auf 0,5 Prozent verdoppelt.
Ja. Die Modellvarianten eDrive35, eDrive40, xDrive40 und M60 xDrive sind regulär über den BMW-Konfigurator bestellbar. Die Auslieferungszeiten liegen je nach gewählter Ausstattung und Produktionsauslastung im Werk München zwischen 8 und 14 Wochen. Die ältere M50-Variante ist seit Juli 2025 nicht mehr als Neuwagen konfigurierbar. Sie ist jedoch als junger Gebrauchtwagen oder Tageszulassung auf dem Markt zu finden.
Der M60 xDrive ersetzt seit Juli 2025 den M50 xDrive als sportliches Spitzenmodell der Baureihe. Durch den Einsatz neuer Siliziumkarbid-Halbleiter in der Leistungselektronik steigt die Systemleistung von 544 PS auf 601 PS. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verkürzt sich dadurch von 3,9 auf 3,7 Sekunden. Der Grundpreis für das neue Topmodell stieg im Vergleich zum Vorgänger nur geringfügig um 800 Euro auf 72.900 Euro an.
Der reale Energieverbrauch variiert je nach Fahrweise und Jahreszeit. Im standardisierten ADAC-Ecotest verbraucht der i4 xDrive40 durchschnittlich 20,5 kWh auf 100 Kilometer. Auf der Autobahn bei konstanter Richtgeschwindigkeit von 130 km/h liegt der Verbrauch bei etwa 21 bis 23 kWh. Im reinen Stadtverkehr lässt sich der Verbrauch durch die effiziente Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) auf 16 bis 18 kWh senken.
Der i4 lohnt sich als Firmenwagen vor allem dann, wenn der Bruttolistenpreis inklusive aller gewählten Sonderausstattungen unter der gesetzlichen Grenze von 100.000 Euro bleibt. In diesem Fall greift die vorteilhafte 0,25%-Besteuerung des geldwerten Vorteils. Zudem ist der Arbeitgeber bei Elektrofahrzeugen von der jährlichen Kfz-Steuer befreit und kann die Ladekosten steuermindernd geltend machen.
Der staatliche Umweltbonus für Privatkäufer wurde zwar Ende 2023 kurzfristig eingestellt. Für das Jahr 2026 hat die Bundesregierung jedoch ein neues Förderprogramm verabschiedet. Je nach Haushaltseinkommen und Fahrzeugpreis können Käufer privater Elektro-Neufahrzeuge eine Kaufprämie von bis zu 6.000 Euro beantragen. Zudem bestehen weiterhin regionale Förderprogramme für den Kauf und die Installation von privaten Wallboxen.
An einer geeigneten DC-Schnellladestation mit mindestens 200 kW Leistung dauert das Laden von 10 auf 80 Prozent Batterieladung etwa 28 bis 30 Minuten. In den ersten 10 Minuten des Ladevorgangs können unter optimalen Bedingungen rund 140 Kilometer zusätzliche Reichweite nachgeladen werden. Bei extremen Außentemperaturen ohne vorherige Vorkonditionierung der Batterie kann sich diese Ladezeit um 10 bis 15 Minuten verlängern.
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