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Wie hoch ist die Kfz-Steuer für Benziner? Berechnung, Tabelle und Beispiele 2026

Die Kfz-Steuer für Benziner setzt sich aus einem Sockelbetrag von 2,00 € je angefangene 100 cm³ Hubraum und einem CO₂-Zuschlag…

Chien Nguyen Van
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Die Kfz-Steuer für Benziner setzt sich aus einem Sockelbetrag von 2,00 € je angefangene 100 cm³ Hubraum und einem CO₂-Zuschlag von 2,00 bis 4,00 € pro g/km über der Freigrenze von 95 g/km zusammen[1]. Ein typischer Kompaktwagen wie der VW Golf 1.5 TSI zahlt rund 92 € pro Jahr[2].

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Wie wird die Kfz-Steuer für Benziner berechnet?

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Die Kfz-Steuer für Benziner besteht aus zwei Komponenten: einem Hubraum-Sockelbetrag und einem CO₂-abhängigen Zuschlag[1]. Beide Werte stehen in der Zulassungsbescheinigung Teil I — der Hubraum unter Feld P.1, der CO₂-Wert unter Feld V.7. Die Berechnung gilt für alle Pkw mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2021.

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Schritt 1: Hubraum-Sockelbetrag ermitteln

Für jeden angefangenen 100 cm³ Hubraum fallen bei Benzinern pauschal 2,00 € an[1]. Die Formel: Hubraum durch 100 teilen, aufrunden und mit 2,00 € multiplizieren.

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Ein Beispiel: Der VW Golf 1.5 TSI hat 1.498 cm³ Hubraum[3]. 1.498 geteilt durch 100 ergibt 14,98 — aufgerundet auf 15 Einheiten. Der Sockelbetrag liegt bei 15 × 2,00 € = 30,00 €. Zum Vergleich: Ein Diesel mit gleichem Hubraum würde 15 × 9,50 € = 142,50 € zahlen — fast fünfmal so viel allein für den Grundbetrag[1].

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Schritt 2: CO₂-Zuschlag berechnen

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Für Benziner mit Erstzulassung ab 2021 gilt eine Freigrenze von 95 g CO₂/km[1]. Jedes Gramm darüber wird besteuert — allerdings nicht pauschal, sondern in sechs progressiven Stufen. Je höher der Ausstoß, desto teurer wird jedes weitere Gramm.

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Beim Golf 1.5 TSI mit 125 g CO₂/km sieht das so aus: 125 minus 95 = 30 Gramm über der Freigrenze. Davon fallen 20 Gramm in Stufe 1 (je 2,00 € = 40,00 €) und 10 Gramm in Stufe 2 (je 2,20 € = 22,00 €)[2]. Der CO₂-Zuschlag beträgt also 62,00 €.

Schritt 3: Jahressteuer zusammenrechnen

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Sockelbetrag und CO₂-Zuschlag werden addiert und das Ergebnis auf volle Euro abgerundet (§ 9 KraftStG)[4]. Für den Golf 1.5 TSI: 30,00 € + 62,00 € = 92 € Jahressteuer. Das Hauptzollamt bucht diesen Betrag in der Regel einmal jährlich im Voraus ab. Wer die Papiere für die Kfz-Zulassung zusammenstellt, sollte auch den SEPA-Lastschriftauftrag für die Kfz-Steuer nicht vergessen.

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Was kostet die Kfz-Steuer für beliebte Benziner? (Beispielrechnungen)

Die Steuer fällt je nach Modell sehr unterschiedlich aus — von 71 € beim Polo bis über 290 € bei einem leistungsstarken SUV. Entscheidend sind Hubraum und CO₂-Ausstoß, nicht der Kaufpreis oder die PS-Zahl[2].

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Kleinwagen und Kompaktklasse

Quelle: Eigene Berechnung nach § 9 KraftStG[4], CO₂-Daten: VW[3], Opel/Stellantis[5]

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In der Kleinwagen-Klasse bleibt die Kfz-Steuer überschaubar. Wer etwa einen Opel Corsa Benziner fährt, zahlt rund 83 € im Jahr — weniger als viele für eine Monatskarte im ÖPNV ausgeben. Der Unterschied zwischen Polo und Golf beträgt trotz 500 cm³ mehr Hubraum nur 21 €.

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Mittelklasse und SUV

Quelle: Eigene Berechnung nach § 9 KraftStG[4], CO₂-Daten: BMW[6], Mercedes[7], VW[8]

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Der Sprung fällt deutlich aus: Zwischen dem Golf (92 €) und dem Tiguan 2.0 TSI R-Line (293 €) liegen über 200 € — obwohl der Hubraum nur um 486 cm³ wächst. Der Grund ist die progressive CO₂-Staffelung: Mit 193 g/km rutscht der Tiguan in Stufe 5 (3,40 €/g), während der Golf nur Stufe 1 und 2 berührt. Wer über die Gesamtkosten eines Autos im Unterhalt nachdenkt, sollte die Kfz-Steuer nicht unterschätzen — sie läuft Jahr für Jahr.

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Kfz-Steuer-Tabelle: CO₂-Stufen für Benziner ab 2021

Seit dem 1. Januar 2021 gilt für alle Neuzulassungen eine gestaffelte CO₂-Besteuerung mit sechs Stufen[1]. Die Freigrenze liegt bei 95 g/km — alles darunter bleibt steuerfrei. Der progressive Tarif bestraft CO₂-intensive Fahrzeuge überproportional.

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Quelle: Zoll.de[1], ADAC[2], § 9 Abs. 1 Nr. 2b KraftStG[4]

So wirkt sich die Staffelung auf die Steuer aus

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Ein Rechenvergleich verdeutlicht die Progression: Ein Benziner mit 120 g CO₂/km zahlt 51 € CO₂-Zuschlag (25 g in Stufe 1). Ein Benziner mit 180 g CO₂/km zahlt dagegen 211,50 € CO₂-Zuschlag — also mehr als das Vierfache, obwohl der CO₂-Wert nur um 50 % höher liegt[2].

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Konkret: Bei 180 g/km werden 85 Gramm über der Freigrenze besteuert. Stufe 1 kostet 40 €, Stufe 2 kostet 44 €, Stufe 3 kostet 50 €, Stufe 4 kostet 14,50 € (5 g × 2,90 €) und Stufe 5 kostet 17 € (5 g × 3,40 €). Macht zusammen 165,50 €. Der Haken? Jedes weitere Gramm in den oberen Stufen kostet fast doppelt so viel wie in Stufe 1. Wer bei Neuwagen-Kauf den CO₂-Wert um 10 g/km senkt, spart je nach Stufe zwischen 20 und 40 € Steuer pro Jahr. Die verschiedenen Antriebsarten beim Auto spielen dabei eine zentrale Rolle — Mild-Hybride senken den WLTP-Wert oft um 5 bis 15 g/km gegenüber reinen Verbrennern.

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Kfz-Steuer Benziner vs. Diesel — was ist günstiger?

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Benziner zahlen beim Sockelbetrag deutlich weniger als Diesel — 2,00 € statt 9,50 € je 100 cm³[1]. In der Gesamtsteuer ist der Benziner deshalb fast immer günstiger, selbst wenn sein CO₂-Wert höher ausfällt als beim vergleichbaren Diesel.

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Quelle: Eigene Berechnung[4], CO₂-Daten: VW[3]

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Der Diesel-Golf stößt 6 g/km weniger CO₂ aus — und zahlt trotzdem 146 € mehr Kfz-Steuer pro Jahr. Der Sockelbetrag macht den Unterschied: 190 € beim Diesel gegen 30 € beim Benziner. Wer sich fragt, ob Diesel oder Benziner die bessere Wahl ist, sollte neben den Kraftstoffkosten auch die Steuer in die Gesamtrechnung einbeziehen. (Nebenbei: Beim BMW 320d vs. 320i fällt die Differenz noch größer aus, weil der Diesel einen 2,0-Liter-Motor braucht, um vergleichbare Leistung zu liefern.)

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Sonderregeln: Kfz-Steuer nach Erstzulassungsdatum

Nicht jeder Benziner wird gleich besteuert — das Erstzulassungsdatum bestimmt die Berechnungsmethode[2]. Drei verschiedene Systeme existieren parallel, je nachdem, wann das Fahrzeug zum ersten Mal zugelassen wurde.

Erstzulassung bis 30. Juni 2009 (Altfahrzeuge)

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Für Fahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2009 gilt die reine Hubraum-Besteuerung nach Schadstoffklasse — ohne CO₂-Komponente[9]. Die Steuersätze je angefangene 100 cm³:

Quelle: Zoll.de[1], Verivox[9]

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Ein älterer Golf V 1.4 mit Euro 4 zahlt demnach 14 × 6,75 € = 94 € im Jahr[10]. Ohne die CO₂-Komponente profitieren Altfahrzeuge mit hohem Verbrauch steuerlich — ein Grund, warum manche Halter ihren Benziner so lange wie möglich behalten.

Erstzulassung 1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2020

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In diesem Zeitraum gilt der Sockelbetrag von 2,00 €/100 cm³ plus ein pauschaler CO₂-Zuschlag von 2,00 € je g/km über der Freigrenze[9]. Die Freigrenze variiert allerdings nach Zulassungsjahr:

  • EZ bis Ende 2011: 120 g/km
  • EZ 2012–2013: 110 g/km
  • EZ ab 2014: 95 g/km
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Der Unterschied zur aktuellen Regelung: Hier gibt es keine progressive Staffelung — jedes Gramm über der Grenze kostet einheitlich 2,00 €[11].

Erstzulassung ab 1. Januar 2021 (aktuell gültig)

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Für alle Neuzulassungen ab 2021 gilt die sechsstufige CO₂-Staffelung mit Sätzen von 2,00 bis 4,00 € je g/km[1]. Der Sockelbetrag bleibt bei 2,00 €/100 cm³, die Freigrenze bei 95 g/km. Diese Regelung macht CO₂-intensive Benziner spürbar teurer als unter dem alten System.

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Kfz-Steuer für Benziner senken — welche Möglichkeiten gibt es?

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Die Kfz-Steuer lässt sich nicht nachverhandeln — aber bei der Fahrzeugwahl gezielt minimieren[2]. Der größte Hebel ist der CO₂-Wert: Wer unter 95 g/km bleibt, zahlt nur den Sockelbetrag und keinen Cent CO₂-Zuschlag.

Fahrzeugwahl: CO₂-arme Benziner bevorzugen

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Kleinere Motoren mit niedrigem WLTP-Wert drücken die Steuer deutlich. Ein VW Polo 1.0 TSI mit 120 g CO₂/km kostet 71 € im Jahr — ein Tiguan 2.0 TSI mit 193 g/km dagegen 293 €[2]. Die Differenz: 222 € pro Jahr, nur durch die Fahrzeugwahl.

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Mild-Hybride (48-Volt-System) senken den offiziellen WLTP-Wert typischerweise um 5 bis 15 g/km gegenüber reinen Verbrennern. Der VW Golf eTSI 150 PS kommt auf etwa 121 g CO₂/km statt 125 g/km beim Standard-TSI[3] — das spart rund 9 € Steuer pro Jahr. Klingt wenig, aber über zehn Jahre summiert sich das.

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Elektro- und Hybridfahrzeuge als Alternative

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Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2025 sind bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit — maximal bis zum 31. Dezember 2030[2]. Danach gilt ein gewichtsbasierter, um 50 % ermäßigter Steuersatz. Wer jetzt noch ein E-Auto zulässt, spart über die gesamte Haltedauer mehrere hundert Euro Steuer.

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Plug-in-Hybride werden steuerlich wie Benziner behandelt, profitieren aber von einem deutlich niedrigeren CO₂-Wert. Der Golf eHybrid kommt auf nur 6–8 g CO₂/km (WLTP) und zahlt damit kaum CO₂-Zuschlag[3]. Wer die Kfz-Steuer als Teil der Auto-Versicherung und Nebenkosten betrachtet, erkennt schnell: Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen fallen die laufenden Abgaben deutlich geringer aus. Ein Blick auf Hybridautos und ihre Varianten zeigt, welche Modelle steuerlich am meisten profitieren.

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Häufige Fragen (FAQs)

Wie hoch ist die Kfz-Steuer für Benziner?

Wie berechnet man die Kfz-Steuer für einen Benziner?

Ist ein Benziner oder Diesel bei der Kfz-Steuer günstiger?

Wo finde ich die Daten für die Kfz-Steuer-Berechnung?

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Zahlen Elektroautos Kfz-Steuer?

Wie hoch ist die Kfz-Steuer für einen VW Golf Benziner?

Quellen

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