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Moderne Autos verfügen über mehr als 30 verschiedene Fahrerassistenzsysteme – vom ABS und ESP über Notbremsassistent, Spurhalteassistent und Totwinkelwarner bis zum adaptiven Tempomat[1]. Seit Juli 2024 sind sieben Systeme (u. a. Notbremsassistent, ISA, Müdigkeitserkennung) bei allen Neuzulassungen EU-Pflicht[2]. Ab Juli 2026 kommen weitere Pflichtsysteme hinzu, darunter ein erweitertes Notbremssystem zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern[3].
| Kategorie | Beispiele | Hauptfunktion |
|---|---|---|
| Bremsen & Kollision | Notbremsassistent, Kollisionswarner, ABS | Verhindert oder mildert Auffahrunfälle |
| Spurführung | Spurhalteassistent, Totwinkelwarner, ESP | Hält das Auto in der Spur |
| Geschwindigkeit & Abstand | Adaptiver Tempomat (ACC), ISA | Regelt Tempo und Abstand automatisch |
| Sicht & Licht | Fernlichtassistent, Rückfahrkamera | Optimiert Beleuchtung und Sicht |
| Fahrerzustand | Müdigkeitswarner, Insassenzustandserkennung | Erkennt nachlassende Konzentration |

Welche Assistenzsysteme gibt es im Auto? – Alle Kategorien auf einen Blick
Fahrerassistenzsysteme lassen sich in fünf Wirkungsebenen einteilen: Bremsassistenten und Längsführung, Spurhalteassistenten und Querführung, Insassen- und Fahrerinformation, Licht- und Sichtassistenten sowie Automatisierungsfunktionen[1]. Diese Einteilung folgt der ADAC-Klassifikation und deckt sämtliche elektronischen Helfer ab, die in aktuellen Fahrzeugen verbaut sind. Manche Systeme arbeiten unsichtbar im Hintergrund, andere erfordern eine aktive Bedienung durch den Fahrer.
Bremsassistenten und Längsführung
In dieser Kategorie stecken die meisten lebensrettenden Systeme. Das ABS verhindert seit 2004 das Blockieren der Räder beim Bremsen, der Bremsassistent verstärkt seit 2011 den Bremsdruck bei Notbremsungen[1]. Der automatische Notbremsassistent erkennt Hindernisse und bremst eigenständig – seit Juli 2024 ist er bei Neuzulassungen Pflicht[2].
| System | Funktion | Pflicht seit/ab |
|---|---|---|
| ABS | Verhindert Radblockierung beim Bremsen | 2004 (freiwillig), 2011 Pflicht |
| Bremsassistent | Verstärkt Bremsdruck bei Vollbremsung | 2011 |
| Notbremsassistent (AEB) | Automatische Bremsung bei Kollisionsgefahr | Juli 2024 |
| Rückfahrassistent | Bremst bei Hindernissen beim Rückwärtsfahren | Juli 2024 |
| Intelligenter Geschwindigkeitsassistent (ISA) | Warnt bei Tempolimit-Überschreitung | Juli 2024 |
| Abstandsassistent (ACC) | Hält automatisch Abstand zum Vordermann | Keine Pflicht |
| Berganfahrhilfe | Verhindert Zurückrollen an Steigungen | Keine Pflicht |
| Bergabfahrhilfe | Begrenzt Tempo bei steilen Abfahrten | Keine Pflicht |
| Park Distance Control (PDC) | Warnt vor Hindernissen beim Rangieren | Keine Pflicht |
Auch der Kreuzungsassistent und die Multikollisionsbremse gehören in diese Gruppe. Der Kreuzungsassistent erfasst querenden Verkehr an Kreuzungen und leitet bei Kollisionsgefahr eine Bremsung ein[1]. Die Multikollisionsbremse bremst das Fahrzeug nach einem schweren Aufprall automatisch bis zum Stillstand – das verhindert Folgekollisionen[1].
Spurhalteassistenten und Querführung
Diese Systeme stabilisieren das Fahrzeug seitlich. Das ESP erkennt Schleuderbewegungen und stabilisiert das Auto durch gezielte Bremseingriffe – seit 2014 ist es Pflicht bei Neuwagen[1]. Der Spurhalteassistent korrigiert die Fahrtrichtung durch Lenkimpulse, wenn das Fahrzeug die Fahrspurbegrenzung überquert. Seit Juli 2024 gehört der Notfall-Spurhalteassistent zur Serienausstattung[2].
| System | Funktion | Pflicht seit/ab |
|---|---|---|
| ESP/ESC | Stabilisiert bei Schleudern | 2014 |
| Antriebsschlupfregelung (ASR) | Verhindert Durchdrehen der Räder | 2014 (Teil von ESP) |
| Spurhalteassistent | Lenkt zurück in die Spur | Juli 2024 |
| Spurverlassenswarner | Warnt bei Spurabweichung | Keine Pflicht |
| Totwinkelassistent | Warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel | Keine Pflicht |
| Spurwechselassistent | Sichert Überholmanöver ab | Keine Pflicht |
Der Totwinkelassistent verdient besondere Beachtung. Er überwacht die Bereiche seitlich hinter dem Fahrzeug und warnt den Fahrer optisch (meist im Außenspiegel), wenn sich dort ein anderes Fahrzeug befindet[1]. Gerade bei hoher Verkehrsdichte auf Autobahnen ist das ein echtes Sicherheitsplus.
Insassen- und Fahrerinformation
Der Müdigkeitsassistent analysiert Lenkbewegungen und Fahrzeit, um nachlassende Aufmerksamkeit zu erkennen – Expertenschätzungen gehen davon aus, dass 10 bis 30 Prozent aller Unfälle auf Müdigkeit zurückzuführen sind[1]. Seit Juli 2024 gehört er zur Pflichtausstattung. Auch das Notbremslicht, das bei einer Vollbremsung schnell blinkt, und der Unfalldatenspeicher (Black-Box) sind seitdem vorgeschrieben[2].
Ab Juli 2026 wird die Insassenzustandserkennung Pflicht: Kamerasysteme überwachen dann Augen- und Kopfbewegungen des Fahrers, um Ablenkung, Müdigkeit oder gesundheitliche Probleme zu erkennen[1]. Die Verkehrszeichenerkennung und Car2X-Kommunikation ergänzen die Informationssysteme, sind aber noch nicht verpflichtend. Eine Schnittstelle für eine alkoholempfindliche Wegfahrsperre (Alcolock) muss bei Neuwagen ebenfalls vorhanden sein[5].
Licht- und Sichtassistenten
Der Fernlichtassistent schaltet automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht um – das entlastet den Fahrer bei Nachtfahrten und sorgt für optimale Ausleuchtung, ohne entgegenkommende Fahrzeuge zu blenden[7]. Adaptives Kurvenlicht schwenkt den Lichtkegel in Kurven mit, was die Sicht auf Landstraßen erheblich verbessert.
Die Rückfahrkamera ist bei vielen Modellen Standard und unterstützt beim Einparken mit dynamischen Hilfslinien[6]. Nachtsichtassistenten erkennen per Infrarot Personen und Tiere vor dem Fahrzeug – ein System, das vor allem auf unbeleuchteten Landstraßen seinen Wert zeigt.
Automatisierungsfunktionen
Hier passiert aktuell am meisten. Der adaptive Tempomat (ACC) hält nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch den Abstand zum Vordermann – bremst selbstständig ab und beschleunigt wieder[6]. Der Stauassistent übernimmt bei zähfließendem Verkehr Lenken und Bremsen in niedrigen Geschwindigkeitsbereichen.
Einparkassistenten erkennen Parklücken per Ultraschall und übernehmen das Lenken – bei einigen Modellen reicht ein Knopfdruck für vollautomatisches Einparken[6]. Mercedes bietet mit dem Drive Pilot sogar Level-3-Autonomie: freihändiges Fahren im Stau bis 60 km/h, ohne dass der Fahrer die Straße beobachten muss[6].

Welche Assistenzsysteme sind 2026 Pflicht bei Neuwagen?
Die EU-Verordnung 2019/2144 (General Safety Regulation) führt verpflichtende Assistenzsysteme stufenweise ein. Seit Juli 2024 gelten bereits sieben Systeme für alle Neuzulassungen[2]. Ab dem 7. Juli 2026 verschärft die Zeitstufe C die Anforderungen weiter – Fahrzeuge ohne die vorgeschriebene Technik dürfen dann nicht mehr neu zugelassen werden[3]. Bereits zugelassene Bestandsfahrzeuge bleiben von den Änderungen unberührt[9].
Pflichtsysteme seit Juli 2024
Folgende Systeme müssen seit dem 7. Juli 2024 in jedem neu zugelassenen Pkw verbaut sein[2]:
- Notbremsassistent – erkennt Hindernisse und bremst automatisch
- Notfall-Spurhalteassistent – greift lenkend ein ab Tempo 60
- Müdigkeitserkennung – warnt bei nachlassender Aufmerksamkeit
- Intelligenter Geschwindigkeitsassistent (ISA) – zeigt erkannte Tempolimits an
- Rückfahrassistent – bremst bei Hindernissen hinter dem Fahrzeug
- Notbremslicht – Bremslichter blinken schnell bei Vollbremsung
- Unfalldatenspeicher (Black-Box) – zeichnet Fahrdaten bei Unfällen auf
Diese Systeme bilden die Grundlage der aktuellen EU-Sicherheitsarchitektur und werden durch die neuen Vorgaben ab 2026 ergänzt[2]. Für Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung wie Wohnmobile gilt die Pflicht erst ab Juli 2026[1].
Neue Pflichtsysteme ab Juli 2026 (Zeitstufe C)
Ab dem 7. Juli 2026 sind für jede Erstzulassung diese Systeme verpflichtend[3][5]:
| System | Funktion | Gilt für |
|---|---|---|
| Erweiterter Kopfaufprallschutz | Frontgestaltung schützt Fußgänger/Radfahrer | Alle Pkw (M1, N1) |
| Erweitertes Notbremssystem (AEB) | Erkennt Fußgänger und Radfahrer | Alle Pkw (M1, N1) |
| Insassenzustandserkennung | Kamerabasierte Fahrer-Überwachung | Alle Pkw (M1, N1) |
| Erweiterter Notfall-Spurhalteassistent | Für Fahrzeuge mit hydraulischer Servolenkung | Betroffene Modelle |
| Totwinkel-Informationssystem | Warnung vor Fußgängern/Radfahrern | Lkw und Busse (N2, N3, M2, M3) |
| Erweiterte Rückfahrassistenz | Erkennt auch querende Verkehrsteilnehmer | Alle Pkw (M1, N1) |
Die EU-Kommission rechnet damit, bis 2038 durch diese Maßnahmen mehr als 25.000 Unfalltote und mindestens 140.000 Schwerverletzte in Europa vermeiden zu können[6]. Die Zeitstufe C war für neue Fahrzeugtypen bereits seit Anfang 2024 verpflichtend – ab Juli 2026 gilt sie dann für alle Neuwagen[10].

Welche Assistenten im Auto sind sinnvoll?
Nicht jeder elektronische Helfer bringt gleich viel Sicherheitsgewinn. Notbremsassistent, adaptiver Abstandstempomat und Totwinkelwarner – diese drei Systeme retten nachweislich Leben und entlasten spürbar auf langen Strecken[6]. Wer beim Neuwagenkauf oder Gebrauchtwagen-Check Prioritäten setzen muss, sollte genau hier anfangen.
Die 5 wichtigsten Assistenzsysteme für jeden Fahrer
- 1. Notbremsassistent (AEB): Das effizienteste Sicherheitssystem der letzten Jahre. Er reagiert schneller als jeder Mensch und kann Auffahrunfälle verhindern oder zumindest die Aufprallgeschwindigkeit senken[1]. Aber: Die Qualität schwankt zwischen Herstellern – vor dem Kauf konkret nach Euro-NCAP-Testergebnissen fragen[6].
- 2. Adaptiver Abstandstempomat (ACC): Hält Geschwindigkeit und Abstand automatisch. Wer regelmäßig Autobahn fährt, merkt den Unterschied sofort – weniger Ermüdung, weniger Stress[7]. Nach meiner Erfahrung aus Langstreckentests entlastet ACC den Fahrer wie kaum ein anderes System.
- 3. Totwinkelassistent: Überwacht den toten Winkel seitlich hinter dem Fahrzeug. Bei hoher Verkehrsdichte auf mehrspurigen Straßen macht er einen spürbaren Unterschied[1].
- 4. Spurhalteassistent: Korrigiert die Fahrtrichtung, wenn das Auto die Fahrspurbegrenzung überquert. Besonders auf Landstraßen bei Übermüdung oder Ablenkung ein stiller Lebensretter[1].
- 5. Fernlichtassistent: Schaltet automatisch zwischen Fern- und Abblendlicht um. Klingt banal, aber auf unbeleuchteten Straßen macht optimale Ausleuchtung einen enormen Sicherheitsunterschied[7].
Welche Assistenzsysteme im Auto sind am Anfang wichtig?
Für Fahranfänger empfiehlt sich eine schrittweise Eingewöhnung. Aktivieren Sie zunächst Notbremsassistent und Spurhaltewarner – beide greifen dezent ein, ohne den Fahrer zu überfordern[6]. Einparkhilfe (PDC) und Rückfahrkamera nehmen den Stress beim Rangieren und bauen Routine auf.
Nach ein paar Wochen kommt der Abstandstempomat dazu, idealerweise zuerst auf der Autobahn. Der Haken? Viele Fahrer deaktivieren Assistenzsysteme nach kurzer Zeit, weil sie die Warnungen als nervend empfinden[6]. In den Fahrzeugeinstellungen lassen sich Empfindlichkeit und Lautstärke der Warnungen bei den meisten Modellen anpassen.

Welches Auto hat die meisten Assistenzsysteme?
Die Premiumhersteller liefern sich ein Technik-Rennen um die umfangreichsten Assistenzpakete. Mercedes-Benz, BMW, Audi und Volvo bieten im Oberklasse-Segment teilweise mehr als 20 einzelne Assistenzsysteme serienmäßig[6]. Aber teurer heißt nicht automatisch besser – das zeigen unabhängige Tests deutlich.
Im Euro-NCAP-Test für Assistenzsysteme erhielten der BMW i5 und die Mercedes C-Klasse die Bewertung „sehr gut“[8]. Beide überzeugten bei Geschwindigkeitsregelung und Spurführung, während sie den Fahrer aktiv eingebunden halten. Der VW ID.7 und der Volvo EC40 schnitten gut ab. Der BYD Atto 3 fiel dagegen deutlich zurück[8].
| Hersteller | System | Autonomie-Level | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Mercedes-Benz | Drive Pilot | Level 3 | Freihändig im Stau bis 60 km/h |
| BMW | Personal Pilot L3 | Level 3 | Spurwechsel bis 130 km/h |
| Tesla | Autopilot | Level 2 | Breite Funktionen, Fahrerverantwortung bleibt |
| VW | Travel Assist | Level 2 | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
Mercedes bietet mit dem Drive Pilot das einzige in Deutschland zugelassene Level-3-System[6]. BMW kontert mit dem Personal Pilot L3, der auf Autobahnen bis Tempo 130 selbstständig die Spur wechselt[6]. Und auch in der Kompaktklasse wachsen die Assistenzpakete: VW bietet mit dem Travel Assist ein solides System zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Wo sehe ich, welche Assistenzsysteme mein Auto hat?
Die verbauten Assistenzsysteme lassen sich auf drei Wegen ermitteln: über das Fahrzeugmenü, den Fahrzeugschein mit FIN-Abfrage oder ein OBD-Diagnosegerät[4]. Die schnellste Methode ist das Infotainment-Display – die gründlichste die professionelle Diagnose in der Werkstatt.
Methode 1: Bordsystem und Fahrzeugmenü prüfen
Der einfachste Weg führt über das Infotainment-Display des Fahrzeugs. Navigieren Sie zu Einstellungen → Fahrerassistenz – dort listet das System alle aktiven Assistenten auf und zeigt deren aktuellen Status[1]. Bei den meisten Herstellern können Sie hier auch Empfindlichkeit und Warnmodus einzelner Systeme anpassen.
Methode 2: Fahrzeugschein und Ausstattungsliste
Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) ist der Schlüssel zur kompletten Ausstattungsliste. Sie finden diese 17-stellige Nummer im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) im Feld E, unterhalb der Windschutzscheibe oder an der B-Säule[6]. Mit der FIN können Sie über Online-Dienste oder den Hersteller-Konfigurator die ab Werk verbauten Assistenzsysteme abrufen. Auch das COC-Dokument (Certificate of Conformity) enthält detaillierte Ausstattungsinformationen.
Methode 3: OBD-Diagnosegerät oder Werkstatt
Ein OBD2-Scanner liest die verbauten Steuergeräte aus und zeigt so, welche Assistenzsysteme tatsächlich im Fahrzeug aktiv sind[4]. Die Vertragswerkstatt kann mit herstellerspezifischer Software eine vollständige Ausstattungsliste erstellen. Bei Gebrauchtwagenkäufen ist das besonders relevant: Wurde ein System nachgerüstet, sollte eine Kopie der Betriebserlaubnis und gegebenenfalls der Änderungsabnahme vorliegen[6].
FAQ
Welche Assistenzsysteme gibt es im Auto?
Moderne Fahrzeuge verfügen über mehr als 30 verschiedene Assistenzsysteme, die sich in fünf Kategorien einteilen lassen: Bremsassistenten (ABS, Notbremsassistent), Spurführungssysteme (ESP, Spurhalteassistent), Informationssysteme (Müdigkeitswarner, Verkehrszeichenerkennung), Licht- und Sichtassistenten (Fernlichtassistent, Rückfahrkamera) sowie Automatisierungsfunktionen (adaptiver Tempomat, Einparkassistent)[1]. Seit Juli 2024 sind sieben dieser Systeme bei Neuzulassungen in der EU verpflichtend[2].
Welche Assistenten im Auto sind sinnvoll?
Die drei sinnvollsten Assistenzsysteme für den Alltag sind der Notbremsassistent, der adaptive Abstandstempomat (ACC) und der Totwinkelwarner[6]. Der Notbremsassistent verhindert Auffahrunfälle, der ACC entlastet auf Langstrecken, und der Totwinkelwarner sichert Spurwechsel ab. Auch der Spurhalteassistent und der Fernlichtassistent gehören zu den Systemen mit dem höchsten Sicherheitsgewinn im täglichen Einsatz[7].
Welche Assistenzsysteme im Auto sind am Anfang wichtig?
Fahranfänger profitieren am meisten von Systemen, die dezent unterstützen ohne zu überfordern. Notbremsassistent und Spurhaltewarner bilden die Basis[6]. Einparkhilfe (PDC) und Rückfahrkamera nehmen den Stress beim Rangieren. Der Abstandstempomat sollte erst nach einigen Wochen Eingewöhnung aktiviert werden – am besten zuerst auf der Autobahn, wo die Verkehrssituationen vorhersehbarer sind.
Welches Auto hat die meisten Assistenzsysteme?
Im Premium-Segment bieten Mercedes-Benz, BMW und Volvo die umfangreichsten Assistenzpakete mit teilweise über 20 Einzelsystemen serienmäßig[6]. Mercedes ist mit dem Drive Pilot derzeit der einzige Hersteller mit Level-3-Zulassung in Deutschland[6]. Im Euro-NCAP-Test 2024 schnitten BMW i5 und Mercedes C-Klasse bei den Assistenzsystemen mit „sehr gut“ ab[8].
Wo sehe ich, welche Assistenzsysteme mein Auto hat?
Drei Wege führen zur Antwort: Im Fahrzeugmenü unter Einstellungen → Fahrerassistenz finden Sie alle aktiven Systeme[1]. Mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) aus dem Fahrzeugschein (Feld E) können Sie über Online-Dienste die Werksausstattung abfragen[6]. Die gründlichste Methode ist die Diagnose per OBD2-Scanner oder in der Vertragswerkstatt.
Kann man Assistenzsysteme nachrüsten?
Einige Systeme lassen sich nachrüsten – Rückfahrkameras, Parkpiepser und einfache Totwinkelwarner etwa. Komplexere Systeme wie der Notbremsassistent oder der adaptive Tempomat erfordern tiefe Eingriffe in die Fahrzeugelektronik und sind selten sinnvoll nachrüstbar[4]. Bei jedem nachträglichen Einbau muss das System eine Betriebserlaubnis haben, und je nach Umfang ist eine Änderungsabnahme beim TÜV erforderlich[6].
Kann man Assistenzsysteme abschalten?
Die meisten Assistenzsysteme lassen sich temporär deaktivieren. Aber: Seit der EU-Verordnung 2019/2144 müssen Pflichtsysteme wie der Notbremsassistent oder ISA sich bei jedem Motorstart automatisch wieder aktivieren[1]. Ein dauerhaftes Abschalten ist konstruktionsbedingt nicht mehr möglich. Optionale Systeme wie der Totwinkelwarner oder der Fernlichtassistent können je nach Hersteller per Taste oder Menü deaktiviert werden[1].
Quellen
- ADAC. (2024). Fahrerassistenzsysteme in der Übersicht: So können sie unterstützen. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/assistenzsysteme/fahrerassistenzsysteme/
- Auto Motor und Sport. (2026). Für neue Pkw 2026 Pflicht: Diese neuen Assistenzsysteme kommen. https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/diese-assistenzsysteme-im-auto-sind-2026-pflicht-fuer-neue-pkw-und-leichte-nutzfahrzeuge/
- Focus. (2026). Pflicht ab 2026: Diese neuen Assistenzsysteme müssen Autofahrer kennen. https://www.focus.de/auto/ratgeber/neue-pflicht-ab-2026-diese-neuen-assistenzsysteme-muessen-autofahrer-kennen
- Bussgeldkatalog.org. (2026). Fahrerassistenzsysteme im Auto – Assistenzsysteme 2026. https://www.bussgeldkatalog.org/fahrerassistenzsysteme/
- Der Bussgeldkatalog.org. (2026). Das ändert sich 2026 für Neuwagen: Assistenzsystem-Pflicht. https://www.derbussgeldkatalog.org/news/neue-Assistenzsystem-Pflicht-ab-2026/
- KFZPick. (2026). Fahrerassistenzsysteme 2026: Welche gibt es und welche sind sinnvoll? https://kfzpick.de/aktuelles/welche-gibt-es-und-welche-sind-sinnvoll/
-
KFZ News 24. (2025). Diese 5 Fahrassistenzsysteme gehören in jedes moderne Auto.
Diese 5 Fahrassistenzsysteme gehören in jedes moderne Auto
- Firmenauto. (2024). Automatisierte Fahrassistenzsysteme im Test: BMW und Mercedes klare Sieger. https://www.firmenauto.de/automatisierte-fahrassistenzsysteme-im-test-bmw-und-mercedes-klare-sieger-11366810.html
- Stolle RG. (2026). Neue Assistenzsystem-Pflicht für Neuwagen ab 2026. https://www.stolle-rg.de/News/Neue-Assistenzsystem-Pflicht-ab-2026/
- T-Online. (2025). Neue Assistenzsysteme werden 2026 in Autos Pflicht: Das ändert sich. https://www.t-online.de/mobilitaet/aktuelles/id_101035450/neue-assistenzsysteme-werden-2026-in-autos-pflicht-das-aendert-sich-.html
Ich bin Senior Automotive Analyst bei KFZPick. Mit langjähriger Branchenerfahrung biete ich fundierte Fahrzeugbewertungen, detaillierte Tests und objektive Analysen, um Leser bei fundierten Entscheidungen im Automobilbereich zu unterstützen.








