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Beim Auto gibt es sechs Hauptantriebsarten: Benziner, Diesel, Elektro (BEV), Vollhybrid (HEV), Plug-in-Hybrid (PHEV) und Wasserstoff-Brennstoffzelle (FCEV). Der umweltfreundlichste Antrieb ist das Elektroauto mit Ökostrom — laut ADAC-Lebenszyklusanalyse rund 25% weniger Treibhausgase als ein Benziner schon mit dem heutigen Strommix[1]. Ab 2035 dürfen in der EU nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden[2].
| Antriebsart | Energiequelle | Reichweite | Umweltbilanz |
|---|---|---|---|
| Benziner (E10) | Ottokraftstoff | 600–900 km | Mäßig[2] |
| Diesel (B7) | Dieselkraftstoff | 800–1.100 km | Mäßig[2] |
| Elektro (BEV) | Batteriestrom | 300–600 km | Sehr gut[1] |
| Vollhybrid (HEV) | Benzin + E-Motor | 700–1.000 km | Gut[2] |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | Benzin + Ladestrom | 40–100 km elektrisch | Gut bis mäßig[3] |
| Wasserstoff (FCEV) | Wasserstoff | 500–700 km | Gut (mit grünem H₂)[3] |

Welche Antriebsarten gibt es beim Auto? Die sechs Haupttypen
Die sechs Antriebsarten beim Auto unterscheiden sich grundlegend in Energiequelle, Wirkungsgrad und Zukunftsperspektive. Benziner und Diesel dominieren zwar noch den Bestand, aber Elektroautos gewinnen seit 2020 jährlich Marktanteile[2]. 2023 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt rund 524.000 E-Autos und 840.000 Hybride neu zugelassen[2].
| Antriebsart | Funktionsprinzip | Wirkungsgrad | Zukunftsaussicht |
|---|---|---|---|
| Benziner (E10) | Verbrennung von Ottokraftstoff im Hubkolbenmotor | ~25–35% | Auslaufend ab 2035[2] |
| Diesel (B7) | Selbstzündung unter hohem Druck | ~30–40% | Auslaufend ab 2035[2] |
| Elektro (BEV) | Elektromotor mit Lithium-Ionen-Batterie | ~70–80% | Dominant[4] |
| Vollhybrid (HEV) | Verbrenner + E-Motor, Rekuperation | ~35–45% | Übergangslösung[2] |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | Verbrenner + extern ladbarer E-Motor | ~40–60% | Übergangslösung[2] |
| Wasserstoff (FCEV) | Brennstoffzelle erzeugt Strom aus H₂ | ~25–35% (Well-to-Wheel) | Nische für Lkw[2] |
Benziner und Diesel — Klassische Verbrennungsmotoren
2023 registrierte das KBA rund 979.000 Benziner und 487.000 Diesel als Neuzulassungen[2]. Damit rollt noch immer jeder zweite Neuwagen mit reinem Verbrennungsmotor vom Band. Die Vorteile liegen auf der Hand: Tankstellen überall, bewährte Technik und die größte Modellauswahl aller Antriebsarten.
Allerdings produzieren beide Varianten klimaschädliche Abgase — ein Benziner der Kompaktklasse emittiert über seinen Lebenszyklus rund 201 g CO₂/km[1]. Wer heute noch einen Verbrenner kauft, sollte wissen: Ab 2035 dürfen nur noch emissionsfreie Neuwagen in der EU zugelassen werden, mit einer möglichen Ausnahme für E-Fuels[2]. Für die Entscheidung Diesel oder Benziner spielt die jährliche Fahrleistung die Schlüsselrolle — Diesel lohnt sich erst ab etwa 15.000 bis 20.000 km pro Jahr.
Elektroantrieb (BEV) — Rein batterieelektrisch
Das Elektroauto erzeugt lokal keine Emissionen und liefert das volle Drehmoment vom Start weg. 2023 lag der BEV-Anteil an Neuzulassungen bei fast 18 Prozent[2]. Nach 45.000 bis 60.000 Kilometern hat ein E-Auto den sogenannten „Treibhausgas-Rucksack“ aus der Batterieproduktion gegenüber Benzinern amortisiert[1].
Bei Nutzung von regenerativem Strom verkürzt sich diese Amortisation auf nur 25.000 bis 30.000 Kilometer[1]. Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage hat, fährt praktisch CO₂-neutral. Aber — die Anschaffungspreise liegen noch über denen vergleichbarer Verbrenner, und die Ladeinfrastruktur bleibt vielerorts ausbaufähig. Wer die günstigsten Autos im Unterhalt sucht, findet dort einen erweiterten Kostenvergleich.
Vollhybrid und Plug-in-Hybrid — Die Brückentechnologie
Das KBA zählte 2023 rund 840.000 Hybrid-Neuzulassungen, davon etwa 176.000 Plug-in-Hybride[2]. Drei Varianten sind zu unterscheiden: Der Mild-Hybrid (MHEV) unterstützt den Verbrenner beim Anfahren, kann aber nicht rein elektrisch fahren — Ersparnis liegt bei 10–15 Prozent[5]. Der Vollhybrid (FHEV) schafft kürzere Strecken rein elektrisch; der Toyota Yaris Hybrid kommt auf nur 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch[6].
Und dann der Plug-in-Hybrid (PHEV): Extern aufladbar, 40–100 Kilometer rein elektrische Reichweite[2]. Perfekt für Pendler mit Lademöglichkeit zu Hause. Der Haken? Wer überwiegend Langstrecke fährt, schleppt den schweren Akku als Ballast mit — und die Umweltbilanz verschlechtert sich drastisch, wenn der PHEV nicht regelmäßig geladen wird[3]. Einen tieferen Einblick in die verschiedenen Hybridvarianten bietet der Ratgeber zu Arten von Hybrid-Autos.
Wasserstoff-Brennstoffzelle (FCEV) — Die Nischenlösung
Weniger als 400 Wasserstofffahrzeuge waren 2019 in Deutschland zugelassen[2]. Die Brennstoffzelle erzeugt Strom aus Wasserstoff — am Auspuff kommt nur Wasserdampf raus. Klingt ideal, aber der Wirkungsgrad ist das Problem: Bei Herstellung, Transport und Umwandlung gehen bis zu 75 Prozent der eingesetzten Energie verloren[2].
Dazu kommt die fehlende Infrastruktur. 2023 gab es deutschlandweit nur 91 Wasserstofftankstellen[2]. Für Pkw bleibt FCEV eine Randnotiz. Bei Lkw, Bussen und in der Schifffahrt auf der Langstrecke sieht die Perspektive anders aus — dort sind die Reichweitenanforderungen höher und Batterien zu schwer.

Welcher Autoantrieb ist am umweltfreundlichsten?
Der Elektroantrieb mit Ökostrom ist der umweltfreundlichste Autoantrieb — in der Kompaktklasse emittiert ein BEV über 150.000 km nur rund 150 g CO₂/km, verglichen mit 201 g/km beim Benziner[1]. Diese Zahlen stammen aus der Lebenszyklusanalyse des ADAC in Zusammenarbeit mit dem Joanneum Research, die alle Emissionen von Produktion bis Recycling berücksichtigt[1].
CO₂-Bilanz im Lebenszyklus-Vergleich
| Antriebsart | CO₂-Bilanz über 150.000 km (Kompaktklasse) | Bewertung |
|---|---|---|
| Elektro (BEV) mit Strommix | 150 g CO₂/km | Beste Bilanz[1] |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | ~155 g CO₂/km | Gut[1] |
| Vollhybrid (HEV) | ~165 g CO₂/km | Gut[1] |
| Erdgas (CNG) | 174 g CO₂/km | Solide[1] |
| Diesel (B7) | 186 g CO₂/km | Mittelfeld[1] |
| Autogas (LPG) | 188 g CO₂/km | Mittelfeld[1] |
| Benziner (E10) | 201 g CO₂/km | Schlechteste Bilanz[1] |
Was bei diesen Zahlen auffällt: Bei größeren Fahrzeugen dreht sich das Bild. Der Diesel zeigt dort mit 219 g CO₂/km nach 150.000 km tatsächlich die bessere Bilanz als das Elektroauto mit großer Batterie (277 g/km)[7]. Erst bei 100 Prozent regenerativem Strom gewinnt auch in der oberen Mittelklasse das E-Auto.
Wann wird ein E-Auto klimafreundlicher als ein Verbrenner?
Ein E-Auto in der Kompaktklasse hat seinen CO₂-Rucksack aus der Batterieproduktion nach 45.000 bis 60.000 Kilometern amortisiert[1]. Mit Ökostrom schrumpft dieser Wert auf 25.000 bis 30.000 Kilometer[1]. Nach fünf bis sechs Jahren Nutzung bei durchschnittlicher Fahrleistung (12.000 km/Jahr) hat sich die höhere Produktionsbelastung also komplett ausgeglichen.
Der Game-Changer bleibt der Strommix. Mit jedem Prozentpunkt mehr erneuerbarer Energie im Netz verbessert sich die Treibhausgas-Bilanz aller E-Autos automatisch[1]. Wer über Umweltschonung beim Autofahren nachdenkt, findet dort konkrete Maßnahmen jenseits der Antriebswahl.

Woher weiß ich welchen Antrieb mein Auto hat?
Die Antwort steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I). Im Feld P.3 finden Sie die Kraftstoff- oder Energiequelle Ihres Fahrzeugs[8]. Das dauert keine zehn Sekunden — sofern der Fahrzeugschein griffbereit ist.
Feld P.3 im Fahrzeugschein — Kraftstoffart ablesen
Im Feld P.3 der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die Kraftstoffart als Kurzcode[8]:
- 0001 = Benzin
- 0002 = Diesel
- 0004 = Elektro
- 0009 = Wasserstoff
- Kombinationen wie 0001/0004 = Plug-in-Hybrid (Benzin/Elektro)
Auch die gängige Darstellung mit Buchstaben findet sich: P für Benzin, D für Diesel, E für Elektro[9]. Bei Hybridfahrzeugen erscheint eine Kombination beider Energiequellen.
Feld 9 im Fahrzeugschein — Anzahl der Antriebsachsen (Front-/Allrad)
Feld 9 gibt die Anzahl der Achsen und Feld 9.1 die Anzahl der angetriebenen Achsen an[8]. Ein Fahrzeug mit 2 Achsen und 1 angetriebener Achse hat Frontantrieb oder Hinterradantrieb. Steht dort 2/2, handelt es sich um Allradantrieb[10].
Wer unsicher ist, ob das eigene Auto Front-, Heck- oder Allradantrieb hat, kann alternativ im Handbuch nachschlagen oder die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) auf der Herstellerwebsite eingeben. Auch die Getriebeart lässt sich so ermitteln.
Motorraum und Typenschild prüfen
Bei Gebrauchtwagen ohne verfügbare Papiere hilft ein Blick unter die Motorhaube[11]. Das Typenschild am Motor gibt die exakte Motorbezeichnung und den Motorcode an. Bei VW-Konzernfahrzeugen steht der Code auch im Serviceheft und auf einem Aufkleber im Kofferraum.
Einen einfachen Test gibt es am Tankdeckel: Steht dort E10/E5, ist es ein Benziner. B7/Diesel zeigt einen Selbstzünder. Ein Ladeanschluss (CCS oder Typ 2) deutet auf Elektro oder Plug-in-Hybrid[9]. Nur Plug-in-Hybride haben sowohl Tankklappe als auch Ladeanschluss.

Welcher Antrieb für Autos hat Zukunft?
Der Elektroantrieb wird die dominierende Antriebsart der Zukunft. Die EU hat festgelegt, dass ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden dürfen — mit einer möglichen Ausnahme für E-Fuels[2]. Laut Strategy&-Studie soll der BEV-Anteil an weltweiten Pkw-Verkäufen bis 2030 auf 40 Prozent und bis 2035 auf 60 Prozent steigen[4].
| Zeitraum | Prognostizierter BEV-Anteil | Verbrenner-Anteil | Hybrid-Anteil |
|---|---|---|---|
| 2026 | ~25% | ~45% | ~30%[4] |
| 2030 | ~40% | ~25% | ~35%[4] |
| 2035 | ~60% | ~5% (E-Fuel) | ~35%[4] |
Kurzfristig (2025–2027): Elektro und Hybride dominieren
Zwischen 2025 und 2027 teilen sich Elektro und Hybrid die Neuzulassungen fast gleichmäßig auf[4]. Hybride profitieren von Käufern, die noch nicht bereit sind, vollelektrisch zu fahren — oder keine Lademöglichkeit haben. Die Ladeinfrastruktur wächst zwar schnell, reicht aber in ländlichen Regionen oft nicht aus.
Gleichzeitig sinken die Batteriepreise weiter. Ein Kilowattstunde Batteriekapazität kostete 2024 rund 115 Euro — gegenüber 180 Euro noch 2021[4]. Diese Preisreduktion macht E-Autos für Käufer im Kompaktsegment zunehmend attraktiv.
Mittelfristig (2028–2035): BEV erreicht Kostenparität
Laut Strategy& sollen batterieelektrische Fahrzeuge spätestens 2030 in allen Segmenten kostenseitig mit Verbrennern gleichziehen[4]. Sinkende Zellpreise, mehr Wettbewerb und Skaleneffekte treiben diese Entwicklung. Laden in zehn Minuten für 400 Kilometer Reichweite — das ist die Prognose für 2030[4].
Für Verbrenner wird es eng. Strengere Flottengrenzwerte und steigende CO₂-Abgaben verteuern Benzin und Diesel kontinuierlich. Wer heute einen Neuwagen mit Verbrennungsmotor kauft, sollte die sinkenden Restwerte über zehn Jahre einkalkulieren.
VW-Strategie: Vom ID-Modell zum Vollhybrid
VW hat seine Elektrostrategie 2025 komplett überarbeitet[12]. Die ID-Serie (ID.3, ID.4, ID.Buzz) bildet das Rückgrat, aber auch Plug-in-Hybride bleiben im Programm. Ende 2025 kündigte VW eine Umstrukturierung des Elektro-Portfolios an — mit dem Ziel, günstigere Einstiegsmodelle unter 25.000 Euro anzubieten[13].
Für Käufer, die noch nicht vollelektrisch fahren wollen, setzt VW auf Hybride als Brückentechnologie[12]. Der Golf GTE und der Tiguan eHybrid bleiben vorerst im Programm. Langfristig fokussiert sich der Konzern klar auf reine BEV-Modelle. Welche Hybrid-Autos unter die 0,5-%-Regelung fallen, ist für Dienstwagenfahrer ein entscheidender Kostenfaktor.

Welcher Antrieb für Auto ist der wirtschaftlichste?
In der ADAC-Vollkostenrechnung liegen bei Berücksichtigung aller Kosten — Kaufpreis, Betrieb, Wartung und Wertverlust — je nach Modell meist noch Benziner oder Diesel vorn[14]. Das klingt ernüchternd für E-Auto-Fans. Aber die Kostenlücke schrumpft spürbar.
| Kostenfaktor | Benziner | Diesel | BEV | PHEV |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffung (Kompaktklasse) | ~25.000 € | ~28.000 € | ~35.000 € | ~38.000 €[14] |
| Energie pro 100 km | ~10 € | ~8 € | ~5 € | ~7 €[14] |
| Kfz-Steuer/Jahr | ~100 € | ~180 € | 0 € (bis 2030) | ~50 €[14] |
| Wartung/Jahr | ~500 € | ~600 € | ~250 € | ~450 €[14] |
| 5-Jahres-Gesamtkosten (60.000 km) | ~38.000 € | ~40.000 € | ~42.000 € | ~46.000 €[14] |
Gesamtkosten-Vergleich über 5 Jahre
Der Benziner gewinnt bei niedrigen Fahrleistungen (unter 10.000 km/Jahr) aufgrund des günstigeren Kaufpreises[14]. Steigt die Kilometerleistung auf über 15.000 km pro Jahr, holt das Elektroauto den Preisunterschied über niedrigere Betriebs- und Wartungskosten ein.
Ein konkretes Beispiel: Beim VW ID.3 versus VW Golf 1.5 TSI zeigt die ADAC-Berechnung, dass der ID.3 ab etwa 12.000 Kilometern jährlich und mit Heimlademöglichkeit günstiger wird als der Golf[14]. Ohne eigene Wallbox kippt die Rechnung wieder zugunsten des Benziners — öffentliches Laden kostet durchschnittlich 0,45 bis 0,55 € pro kWh.
Wann rechnet sich welcher Antrieb?
Für Vielfahrer mit 20.000+ Kilometern pro Jahr und eigener PV-Anlage rechnet sich das E-Auto schon heute[14]. Pendler mit Heimlademöglichkeit und 15.000 km/Jahr profitieren spätestens ab 2027 von der Kostenparität. Gelegenheitsfahrer mit unter 8.000 km/Jahr sind beim Benziner am besten aufgehoben.
(Meine persönliche Einschätzung: Wer jetzt einen Neuwagen kauft und ihn länger als fünf Jahre fahren will, sollte den BEV ernsthaft in die Kalkulation aufnehmen.) Die günstigsten Autos in der Versicherung spielen bei der Gesamtrechnung ebenfalls eine Rolle.

Welcher Antrieb im Auto macht Sinn? Entscheidungshilfe nach Fahrprofil
Die richtige Antriebsart hängt nicht vom Trend ab, sondern vom Fahrprofil. Ein Stadtfahrer braucht etwas anderes als ein Langstrecken-Pendler — und die beste Wahl für eine Familie ist nicht automatisch die beste für den Einzelfahrer.
| Fahrprofil | Empfohlener Antrieb | Begründung |
|---|---|---|
| Stadtfahrer (< 10.000 km/Jahr) | BEV oder Vollhybrid | Kurze Wege, Rekuperation im Stadtverkehr, keine Emissionen[2] |
| Pendler (15.000–25.000 km/Jahr) | BEV oder PHEV | Niedrige Betriebskosten, täglich gleiche Strecke, Heimladen[14] |
| Langstrecke (30.000+ km/Jahr) | Diesel oder BEV (große Batterie) | Diesel bei fehlender Ladeinfrastruktur, BEV bei guter Abdeckung[14] |
| Familie (Kombi/SUV, 12.000–18.000 km) | PHEV oder BEV (Mittelklasse) | Vielseitigkeit, elektrisches Fahren im Alltag, Verbrenner für Urlaub[2] |
| Gelegenheitsfahrer (< 5.000 km/Jahr) | Benziner oder Vollhybrid | Niedrigster Kaufpreis, keine Ladeinfrastruktur nötig[14] |
Eine Faustregel: Wer regelmäßig zu Hause laden kann und mehr als 12.000 km pro Jahr fährt, profitiert vom BEV. Wer keinen festen Stellplatz mit Steckdose hat, ist mit Vollhybrid oder — auf noch einige Jahre — mit dem klassischen Benziner besser bedient. Auch die Frage, ob Diesel oder Benzin für Kurzstrecken besser geeignet ist, hängt vom individuellen Profil ab.
FAQ
Welche Antriebstechnik für Autos ist die umweltfreundlichste?
Das batterieelektrische Fahrzeug (BEV) mit Ökostrom hat die beste Klimabilanz aller Antriebsarten. Laut ICCT-Studie von 2025 emittiert ein E-Auto über den gesamten Lebenszyklus bis zu 66 Prozent weniger CO₂ als ein vergleichbarer Benziner[3]. Auch beim heutigen deutschen Strommix — mit einem Erneuerbaren-Anteil von über 50 Prozent — schneidet das E-Auto klar besser ab als jeder Verbrenner in der Kompaktklasse[1]. Bei größeren SUVs mit schwerer Batterie kann der Diesel über 150.000 km allerdings noch knapp vorn liegen, solange der Strom nicht zu 100 Prozent regenerativ ist[7].
Welcher Antrieb für Auto setzt sich langfristig durch?
Der reine Elektroantrieb wird sich nach übereinstimmender Einschätzung von Strategy&, ADAC und Autoherstellern langfristig durchsetzen[4]. Die EU verbietet ab 2035 Verbrennungsmotor-Neuzulassungen — E-Fuels ausgenommen[2]. Hybride dienen als Übergangstechnologie, verlieren aber spätestens ab 2030 an Relevanz, wenn BEV die Kostenparität erreichen. Wasserstoff bleibt im Pkw-Bereich eine Nischenlösung mit unter 100 Tankstellen bundesweit[2].
Welche Antriebsart eignet sich für Kurzstrecken?
Für Kurzstrecken unter 30 Kilometern täglich eignet sich das E-Auto am besten — der Elektromotor arbeitet auch auf kurzen Wegen hocheffizient, ohne Warmlaufverluste wie beim Verbrenner[2]. Alternativ schneidet der Vollhybrid gut ab: Im reinen Stadtverkehr fährt etwa der Toyota Yaris Hybrid mit nur 3,8 Litern[6]. Diesel sind für Kurzstrecken ungeeignet — der Partikelfilter erreicht nie die nötige Betriebstemperatur, was langfristig teure Motorschäden verursachen kann.
Gibt es einen Auto-Antrieb mit Zukunft bei VW?
VW setzt klar auf den vollelektrischen Antrieb als Zukunftstechnologie[12]. Die ID-Reihe mit ID.3, ID.4, ID.5 und ID.Buzz bildet das Kernportfolio. Gleichzeitig behält VW Plug-in-Hybride wie den Golf GTE als Brücke für Kunden ohne Lademöglichkeit im Programm[12]. Ende 2025 strukturierte der Konzern sein Elektro-Portfolio komplett um, mit dem Ziel, günstigere Modelle unter 25.000 Euro anzubieten[13]. Der Vollhybrid-Antrieb — also ohne externen Ladeanschluss — spielt bei VW bisher keine große Rolle, anders als bei Toyota.
Quellen
- ADAC/Joanneum Research. (2024). Treibhausgas-Bilanz: Welcher Antrieb kann das Klima retten? https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/klimabilanz/
- ADAC. (2024). Benzin, Diesel, Elektro & Co.: Antriebsarten im Überblick. https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/alternative-antriebe-uebersicht/
- Electrizone. (2025). Umweltbilanz: Klimafreundliche Antriebe im Vergleich 2025. https://www.electrizone.com/de_DE/wissen/alternative-antriebe/umweltbilanz.html
- Strategy&. (2025). Coming of Age: The Next Phase in the eMobility Transformation. Via KFZPick.de. https://kfzpick.de/aktuelles/welcher-antrieb-hat-zukunft/
- Carify. (2025). Hybrid vs. Verbrenner vs. E-Auto: der große Vergleich 2025. https://www.carify.com/de/blog/hybrid-vs-verbrenner-vs-e-auto
- Focus. (2025). Diesel, Hybrid, Elektro – die klimafreundlichsten Autos. https://www.focus.de/auto/diesel-hybrid-elektro-die-klimafreundlichsten-autos-die-sie-jetzt-kaufen-koennen
- ADAC / Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. (2024). Ökobilanz verschiedener Antriebsarten. Via Maier Korduletsch. https://www.maierkorduletsch.de/news/artikel/oekobilanz-elektro-gas-benzin-diesel-hybrid-vergleich.html
- ADAC. (2026). Zulassungsbescheinigung Teil I: Alles Wichtige zum Fahrzeugschein. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/kfz-zulassung/fahrzeugschein/
- KFZPick.de. (2026). Antriebsarten beim Auto: Welcher Antrieb hat Zukunft? https://kfzpick.de/aktuelles/welcher-antrieb-hat-zukunft/
- Isteshaltbar.de. (2020). Wie erkenne ich ob mein Auto Allrad hat? https://www.isteshaltbar.de/frage-und-antwort/wie-erkenne-ich-ob-mein-auto-allrad-hat
-
Motorentraum. (2023). Woher weiß ich welchen Motor mein Auto hat?
Woher weiß ich welchen Motor mein Auto hat? Einfache Schritte zur Bestimmung des Motors!
- Autohaus. (2025). Markenausblick VW: Wolfsburg im Hybridmodus. https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/markenausblick-vw-wolfsburg-im-hybridmodus-3514499
- Gute-Fahrt.de. (2025). VW strukturiert Elektro-Portfolio komplett um. https://www.gute-fahrt.de/vw-strukturiert-elektro-portfolio-komplett-um/
- ADAC. (2025). Kosten: Elektroauto, Plug-in-Hybrid, Benziner, Diesel. https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/elektroauto-kostenvergleich/
Ich bin Senior Automotive Analyst bei KFZPick. Mit langjähriger Branchenerfahrung biete ich fundierte Fahrzeugbewertungen, detaillierte Tests und objektive Analysen, um Leser bei fundierten Entscheidungen im Automobilbereich zu unterstützen.









