Übersicht zum Kraftstoffverbrauch von Honda-Modellen: Herstellerangaben vs. Praxiswerte für Accord 1.8i, Dominator 650, CBR 600, GL1800, Rebel 500 & Jazz.
Der Kraftstoffverbrauch von Honda-Fahrzeugen variiert je nach Fahrzeugtyp und Hubraum erheblich: Er reicht von etwa 3,6 l/100 km bei sparsamen Zweirädern wie der Honda CMX500 Rebel oder Kompakt-Hybriden wie dem Honda Jazz e:HEV bis zu ca. 8,9 l/100 km bei älteren Benzin-Limousinen wie dem Honda Accord 1.8i.
Die wichtigsten Punkte:
Der Kraftstoffverbrauch einer Honda hängt stark vom Baujahr, dem Motorentyp und dem Fahrzeugkonzept ab. Während moderne Motorräder und Hybrid-Kompaktwagen sehr effizient arbeiten, fordern ältere Saugmotoren oder leistungsstarke Sportler einen höheren Durchsatz an Benzin.
In der folgenden Tabelle sind die offiziellen Angaben der Hersteller den realen Erfahrungswerten gegenübergestellt. Detaillierte Einblicke in die jeweilige Technik bietet die allgemeine Honda Modellübersicht.
Der Honda Accord 1.8i LS (insbesondere die 6. Generation, gebaut von 1998 bis 2003) wird von einem 1,8-Liter-VTEC-Vierzylinder-Benzinmotor angetrieben. Laut Werksdaten nach damaligem NEDC-Standard liegt der kombinierte Normverbrauch zwischen 8,6 und 9,0 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern.
Reale Fahrerprotokolle auf Spritmonitor zeigen für den Accord 1.8i LS einen durchschnittlichen Praxisverbrauch von 8,94 Litern pro 100 Kilometer. Bei reinem Stadtverkehr oder moderner Fahrweise mit Kurzstrecken kann der Wert auf bis zu 9,8 Liter ansteigen, während bei konstanter Autobahnfahrt mit 120 km/h Verbrauchswerte um 7,8 bis 8,2 Liter realisierbar sind. Wer sich für neuere Generationen der Modellreihe interessiert, findet Informationen beim 2025 Honda Accord sowie dem 2026 Honda Accord.
Die Honda NX650 Dominator ist eine legendäre Reiseenduro mit einem luftgekühlten 644-cm³-Einzylindermotor (RFVC-Technik). Sie wurde von Ende der 1980er bis Anfang der 2000er Jahre gefertigt und gilt als robuster Allrounder.
Fachjournalistische Tests und Langzeitprotokolle von Fahrern belegen für die Dominator 650 NX einen Durchschnittsverbrauch von 5,14 bis 5,40 Litern auf 100 Kilometern. Bei zügiger Geländefahrt oder hohem Vollgasanteil auf der Landstraße steigt der Durst des Vergasermotors auf ca. 5,8 bis 6,2 Liter. Bei ruhiger Überlandfahrt lässt sich die Enduro mit knapp 4,8 Litern bewegen. Der 13-Liter-Tank ermöglicht somit eine praxisnahe Reichweite von etwa 220 bis 250 Kilometern.
Unter dem Kürzel CBR zusammengefasst bietet Honda eine breite Palette an Sportmotorrädern an, die vom Einsteiger-Bike CBR125R über die CBR500R bis hin zum Superbike CBR1000RR Fireblade reicht. Dementsprechend weit gefächert sind auch die Verbrauchswerte dieser Baureihe. Laut dem offiziellen Honda-Emissionsdatenblatt variieren die Homologationswerte je nach Hubraum und Leistungsstufe deutlich.
Während eine Honda CBR500R nach WMTC-Norm nur rund 3,5 Liter Super auf 100 km benötigt, genehmigt sich die rennstreckenerprobte CBR1000RR Fireblade im Alltagsbetrieb zwischen 6,5 und 7,25 Litern. Bei sportlicher Fahrweise mit hohen Drehzahlbereichen steigt der Konsum der Großvolumigen deutlich an. Einen sportlichen Vergleich aus dem Autobereich bildet beispielsweise der 2026 Honda Civic Si.
Die Honda CBR 600 gilt als einer der erfolgreichsten Mittelklasse-Sportler. Über die Jahrzehnte differenzierten sich die moderat abgestimmte CBR600F und die kompromisslose Supersportlerin CBR600RR heraus.
Wer den Motor der CBR 600 RR auf der Autobahn oder Rennstrecke ausdreht, muss mit Verbrauchspitzen von über 7 Litern rechnen.
Die Honda GL1800 Gold Wing erhielt zum Modelljahr 2018 eine grundlegende Neuentwicklung mit reduziertem Gewicht, überarbeitetem 1.833-cm³-Sechszylinder-Boxermotor und optionalem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT).
Laut dem offiziellen Honda-Datenblatt beträgt der Kraftstoffverbrauch im WMTC-Messzyklus 5,5 bis 5,6 Liter pro 100 Kilometer (CO2-Emissionen ca. 131 g/km). In der Praxis bestätigen Tourenfahrer diesen Wert: Bei entspanntem Cruisen auf Landstraßen pendelt der Verbrauch exakt zwischen 5,5 und 6,0 Litern. Selbst mit Sozius und voller Beladung bleibt der Wert auf langen Strecken meist unter 6,5 Litern.
Die Honda CMX500 Rebel ist ein beliebter A2-Custom-Cruiser, der von dem bewährten 471-cm³-Parallel-Twin angetrieben wird.
Nach den offiziellen technischen Daten von Honda liegt der Normverbrauch der CMX500 Rebel im WMTC-Zyklus bei 3,6 bis 3,7 Litern auf 100 km. Auswertungen von Fahrerdaten und ADAC-Tests zeigen, dass der Realverbrauch extrem nah am Werkswert liegt: Im Schnitt verbraucht die Rebel zwischen 3,50 und 4,20 Litern. Nur bei anhaltender Autobahnfahrt mit Maximalgeschwindigkeit steigt der Wert kurzzeitig auf bis zu 5,05 Liter.
Der Honda Jazz ist ein kompakter Pkw, der für seine hervorragende Raumökonomie bekannt ist. In den aktuellen Baureihen setzt Honda serienmäßig auf den e:HEV Hybridantrieb.
Im ADAC-Autotest erreicht der Jazz e:HEV einen kombinierten Gesamtwert von 4,8 Litern. Ähnlich effiziente Raumkonzepte im SUV-Segment bieten der 2025 Honda CR-V und der 2026 Honda HR-V.
Auch wenn die Ingenieure von Honda effiziente Motoren entwickeln, wird der reale Verbrauchswert maßgeblich durch äußere Faktoren bestimmt.
Der Abstand zwischen Normwert (WMTC/WLTP) und Praxisverbrauch fällt bei modernen Honda-Hybriden und Motorrädern deutlich geringer aus als bei älteren Vergaser- oder Saugmotoren der 1990er-Jahre.
Hinweis: Alle Verbrauchsangaben sind Orientierungswerte. Der individuelle Verbrauch variiert je nach Zuladung, Straßenprofil und Umgebungstemperatur.
Unter den Pkw gehört der Honda Jazz e:HEV mit einem Praxisverbrauch ab ca. 3,8 l/100 km in der Stadt zu den sparsamsten Modellen. Bei den Zweirädern verbrauchen Leichtkrafträder wie die CB125R oder Roller wie der SH125i mit unter 2,5 l/100 km am wenigsten Benzin.
Bei modernen Messverfahren wie WMTC (Motorrad) oder WLTP (Pkw) liegen die Werksangaben sehr nah an der Realität. Meist beträgt die Abweichung im Alltag nur 0,3 bis 0,8 Liter pro 100 Kilometer.
Durch das e:HEV-Hybridsystem unterbietet der Honda Jazz reine Benzin-Kompaktwagen im Stadtverkehr deutlich. Er erreicht Verbrauchsdaten, die sonst nur von Diesel-Fahrzeugen auf der Langstrecke erzielt werden.
Obwohl beide Motorräder ähnliche Hubräume besitzen (599 cm³ vs. 471 cm³), ist die CBR 600 als Vierzylinder-Supersportler auf hohe Nennleistung bei hohen Drehzahlen ausgelegt. Die CMX500 Rebel nutzt dagegen einen auf Drehmoment im unteren Drehzahlbereich optimierten Zweizylinder.
Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zu diesen Modellen auf unserer Website.