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Was ist Mercedes me Charge? Funktionsweise, Tarife und MB.CHARGE Public

Was ist Mercedes me Charge und wie funktioniert der Ladedienst für Mercedes-Benz Elektroautos? Alles zu MB.CHARGE Public, 3 Lade-Methoden, Tarif-Struktur (S, M, L) und Plug & Charge.

Was ist Mercedes me Charge? Funktionsweise, Tarife und MB.CHARGE Public
7 Min. Lesezeit
Faktengeprüft
Was ist Mercedes me Charge? Funktionsweise, Tarife und MB.CHARGE Public

Mercedes me Charge ist der digitale Ladedienst der Mercedes-Benz Group für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride, der seit dem 14. März 2025 unter dem neuen Namen MB.CHARGE Public geführt wird. Der Dienst bündelt den Zugang zu über zwei Millionen Ladepunkten weltweit über einen einzigen Vertrag, wobei die Freischaltung wahlweise per RFID-Ladekarte, Smartphone-App, MBUX-Multimediasystem oder automatisch über Plug & Charge erfolgt.

Die wichtigsten Punkte:

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  • Bündelt den Zugang zu öffentlichen Ladesäulen hunderter verschiedener Betreiber in einem einzigen Kundenkonto.
  • Seit dem 14. März 2025 firmiert das Ladeangebot offiziell unter dem Namen MB.CHARGE Public.
  • Die Freischaltung des Ladevorgangs gelingt per RFID-Karte, Mercedes me App, MBUX-Display oder automatisch per Plug & Charge.
  • Bietet drei gestaffelte Tarife (Tarif S, M und L) mit monatlicher Grundgebühr und festen Kilowattstundenpreisen.

Was ist Mercedes me Charge?

Mercedes me Charge ist der herstellereigene Ladedienst der Mercedes-Benz Group für Fahrer von voll-elektrischen Fahrzeugen sowie Plug-in-Hybriden. Der Service löst das Problem unübersichtlicher Ladekarten-Sammlungen, indem er den Zugang zu Ladesäulen zahlreicher unterschiedlicher Betreiber in einem System vereint. Nutzer benötigen lediglich ein einziges digitales Kundenkonto, um unterwegs Strom zu laden und sämtliche Ladevorgänge zentral abzurechnen.

Am 14. März 2025 hat der Hersteller den Dienst im Zuge einer Neuausrichtung seiner Ladeinfrastruktur in MB.CHARGE Public umbenannt. Wie aus den offiziellen Informationen zum MB.CHARGE Public Rebranding-FAQ hervorgeht, bleiben bestehende Kundenverträge, Ladekarten und Kernfunktionen auch unter dem neuen Namen uneingeschränkt gültig.

Weltweit umfasst das Netz laut der electrive Berichterstattung zum Rebranding mittlerweile mehr als zwei Millionen Ladepunkte von über 1.600 Betreibern. In Deutschland und Europa gehören dazu sowohl Schnellladeparks an Autobahnen als auch städtische Wechselstrom-Ladesäulen. Während Smartphone-Schnittstellen wie die Funktionsweise von Android Auto vorrangig Infotainment-Inhalte spiegeln, greift MB.CHARGE Public direkt auf die Ladeelektronik und das Batterie-Management-System des Fahrzeugs zu.

Wie funktioniert Mercedes me Charge?

Die Funktionsweise von Mercedes me Charge baut auf einer nahtlosen digitalen Integration zwischen dem Fahrzeug, der Cloud-Infrastruktur von Mercedes-Benz und den jeweiligen Ladesäulenbetreibern auf. Um den Dienst zu nutzen, verknüpft der Fahrzeughalter sein Auto über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (VIN) mit seinem Mercedes me Benutzerkonto und hinterlegt eine Zahlungsquelle wie eine Kreditkarte oder ein SEPA-Lastschriftmandat.

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Das MBUX-Multimediasystem in einem Mercedes-Benz Elektroauto zeigt nahegelegene MB.CHARGE Public Ladesäulen auf der Navigationskarte.

Ähnlich wie beim herstellerübergreifenden Verständnis digitaler Fahrzeugsysteme, wie etwa der Namensbedeutung von BMW, basiert die Zuordnung aller Ladevorgänge auf einer eindeutigen digitalen Kennung des Fahrzeugs. Nach der Erstregistrierung übernimmt das System die gesamte Kommunikation zwischen Ladesäule und Abrechnungsdienst. Die Standorte der unterstützten Ladesäulen werden in Echtzeit in der Fahrzeugnavigation angezeigt, inklusive Informationen zur aktuellen Belegung, der verfügbaren Ladeleistung und den geltenden Preisen. Der größte Vorteil des Dienstes liegt in der Konsolidierung. Statt bei jedem lokalen Stadtwerk oder Autobahnbetreiber einen separaten Vertrag abzuschließen, reicht eine einzige Registrierung für das grenzüberschreitende Laden in Europa.

Wie startet man einen Ladevorgang?

Das Freischalten einer Ladesäule erfolgt bei MB.CHARGE Public über drei primäre Zugangswege:

  1. RFID-Ladekarte: Die physische Ladekarte wird an den RFID-Scanner der Ladesäule gehalten. Die Säule prüft die Berechtigung innerhalb weniger Sekunden und gibt den Ladestecker frei.
  2. Mercedes me App: In der mobilen Anwendung wählt der Nutzer die entsprechende Ladesäulennummer auf der Karte aus und startet den Ladevorgang per Knopfdruck auf dem Smartphone. Die Datenverbindung läuft dabei verschlüsselt über das Mobilfunknetz.
  3. MBUX-Multimediasystem: Der Vorgang kann direkt über den Touchscreen im Fahrzeuginnenraum vor dem Aussteigen initiiert werden. Das Auto übermittelt den Befehl digital an die Säule.

Was ist Plug & Charge?

Plug & Charge stellt die komfortabelste Form des Ladevorgangs dar. Bei Fahrzeugen mit passender Hardware und Software authentifiziert sich das Fahrzeug nach dem Einstecken des Ladekabel gemäß dem ISO-15118-Standard automatisch an der Ladesäule. In puncto automatisierter Steuerung lässt sich dieser Standard mit hochentwickelten Assistenzsystemen vergleichen, ähnlich wie beim BMW xDrive Allradsystem, bei dem Sensoren und Steuergeräte ohne manuellen Eingriff zusammenarbeiten.

Die Freischaltung und der anschließende Abrechnungsprozess laufen im Hintergrund ab, ohne dass die Ladekarte gezückt oder eine App geöffnet werden muss. Plug & Charge funktioniert an allen kompatiblen Schnellladesäulen, beispielsweise im Schnellladenetz von IONITY.

Welche Tarife gibt es bei Mercedes me Charge?

Mercedes-Benz unterteilt das Tarifsystem von MB.CHARGE Public in drei transparente Stufen (Tarif S, Tarif M und Tarif L). Diese Ausrichtung ermöglicht es sowohl Gelegenheitsladern als auch Vielfahrern, die passenden Konditionen für ihr individuelles Fahrprofil zu wählen.

Ein Autofahrer hält die Mercedes me Ladekarte an den RFID-Leser einer städtischen Wechselstrom-Ladesäule.
Tarif Monatliche Grundgebühr Preisstruktur Bevorzugte Zielgruppe
Tarif S 0,00 € Nachteilsfreie Festpreise je nach Betreiber / meist tagesaktuelle Raten Gelegenheitslader, Heim-Lader mit eigener Wallbox
Tarif M ca. 4,90 € Feste Kilowattstundenpreise für AC und DC Regelmäßige Pendler, moderate Langstreckenfahrer
Tarif L ca. 12,90 € Vergünstigte Festpreise für AC, DC & IONITY High-Power-Charging Vielfahrer, Langstrecken-Fahrer mit hohem Schnellladebedarf

Hinweis: Die genauen Grundgebühren und kWh-Preise variieren je nach Land und unterliegen regelmäßigen Anpassungen. Stand der Tarifstruktur: 2026, abrufbar über das offizielle MB.CHARGE Public Portal.

Beim Kauf eines Neufahrzeugs übernimmt Mercedes-Benz in der Regel für das erste Jahr die monatliche Grundgebühr für die Tarife M oder L, um den Einstieg in die Elektromobilität zu erleichtern.

Was kostet das Laden bei Mercedes me Charge?

Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Strompreis pro Kilowattstunde (kWh) und eventuellen Nebenkosten zusammen. Je nach gewähltem Tarif gelten unterschiedliche Preismechanismen für Wechselstrom-Laden (AC) an Stadtladesäulen und Gleichstrom-Schnellladen (DC) an Autobahnen.

Zusätzlich arbeitet das System mit einer sogenannten Blockiergebühr. Diese fällt an, wenn ein Fahrzeug nach Abschluss des Ladevorgangs oder nach Überschreiten einer bestimmten Höchstparkdauer weiterhin an der Säule angeschlossen bleibt. Dadurch soll verhindert werden, dass belegte Ladesäulen den Zugang für andere Elektrofahrzeuge blockieren.

Verglichen mit den laufenden Ausgaben traditioneller Benzinfahrzeuge, wie sie etwa beim Neupreis für einen Opel Corsa Benziner eine Rolle spielen, oder den variablen Kosten durch den Kraftstoffverbrauch von Honda Fahrzeugen, bietet ein fester Kilowattstundentarif an öffentlichen Ladesäulen verlässliche Preissicherheit.

Hinweis: Tarifkonditionen und Blockiergebühren können sich saisonal ändern. Aktuelle Preisblätter sind stets vor Fahrtantritt in der Mercedes me App einsehbar.

Für wen eignet sich Mercedes me Charge?

Mercedes me Charge richtet sich an alle Halter von elektrifizierten Fahrzeugen der Marke. Wer sein Fahrzeug überwiegend an der heimischen Wallbox auflädt und öffentliche Säulen nur selten nutzt, fährt mit dem kostenfreien Tarif S am günstigsten.

Wer hingegen regelmäßig längere Strecken zurücklegt oder auf öffentliches Laden angewiesen ist, profitiert bei den Tarifen M und L von kalkulierbaren Festpreisen ohne überraschende Preisschwankungen an der Säule. Für Autohalter unterscheidet sich diese Kostenkalkulation von wiederkehrenden Ausgaben bei Verbrennern, wie beispielsweise den regulären BMW Servicekosten.

Sollte es auf Fernfahrten trotz digitaler Ladestopp-Planung zu unerwarteten Störungen kommen, greift der Herstellerservice zur Weiterfahrt, vergleichbar mit den üblichen Abläufen und den Kosten beim Abschleppen zur Werkstatt.

Häufige Fragen zu Mercedes me Charge

Braucht man für Mercedes me Charge zwingend eine physische Ladekarte?

Nein. Die physische RFID-Ladekarte ist zwar im Lieferumfang enthalten und dient als verlässliches Backup (beispielsweise bei schlechtem Mobilfallempfang), der Ladevorgang kann jedoch ebenso über die Mercedes me App, das MBUX-System im Fahrzeug oder via Plug & Charge gestartet werden.

Funktionieren alte Ladekarten nach dem Rebranding zu MB.CHARGE Public weiter?

Ja. Bestehende Mercedes me Charge Ladekarten und aktive Kundenverträge behalten auch nach der Umbenennung in MB.CHARGE Public am 14. März 2025 ihre volle Gültigkeit. Ein Austausch der Karte ist nicht erforderlich.

Kann man Mercedes me Charge auch mit Fremdfahrzeugen nutzen?

Nein. Der Dienst MB.CHARGE Public ist an das Mercedes me Benutzerkonto und die VIN eines kompatiblen Mercedes-Benz oder Smart Fahrzeugs gebunden und kann nicht für Fahrzeuge anderer Automobilhersteller freigeschaltet werden.

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Chien Nguyen Van

Redakteur

Ich bin Senior Automotive Analyst bei KFZPick. Mit langjähriger Branchenerfahrung biete ich fundierte Fahrzeugbewertungen, detaillierte Tests und objektive Analysen, um Leser bei fundierten Entscheidungen im Automobilbereich zu unterstützen.

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